DE87526C - - Google Patents

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DE87526C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B3/00Details or accessories
    • G10B3/08Pipes, e.g. open pipes, reed pipes

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Air-Flow Control Members (AREA)
  • Apparatuses For Generation Of Mechanical Vibrations (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 51: Musikalische Instrumente.
PAUL LOCHMANN in LEIPZIG-GOHLIS. Tonerzeuger für Windinstrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Juni 1895 ab.
Bei den Harmoniumzungen wird die Bewegungs- und Toneinleitung durch die Biegsamkeit der Zunge erreicht; sie sprechen durch den Luftstrom von selbst an, geben aber durch das Federn der Zunge Obertöne. Diese Eigenthümlichkeit hat zur Folge, dafs mit Aenderungen in der Stärke des Windes auch Aenderungen des Tones eintreten.
Bei vorliegendem Tonerzeuger wird der Ton» ebenfalls durch Luftstromunterbrechung erzeugt, indessen ist der Luftstromunterbrecher an sich völlig starr und nur federnd aufgehängt. Durch Anzupfen wird erst seine Schwingungsbewegung eingeleitet und durch den austretenden Luftstrom selbst unterhalten. Die Bildung der Obertöne soll bei einem starren Abschlufsorgan ausgeschlossen sein, ebenso die Veränderung des Tones mit stärkerem oder schwächerem Windstrom. Es stellt so der neue Tonerzeuger in seiner Wirkung etwas der Lochsirene Aehnliches dar, nur dafs bei der Lochsirene die abschliefsenden Theile in einer Richtung weiter rotiren, während hier das Abschlufsorgan eine Vor- und Rückwärtsbewegung macht. Im übrigen aber ist der Verlauf des Oeffnens und Schliefsens in allen Phasen derselbe und es können infolge dessen reine Töne erzeugt werden.
In Fig. ι ist der Stab S an einer, Feder F befestigt, welche innerhalb des Luftzufuhrkanales L befestigt ist, so dafs der Stab nach dem Anzupfen vor der Ausströmöffnung hin- und herschwingt. Eine . verstärkte Wirkung 3 stellen einen Tonerzeuger dar, der starre Stab S von zwei
wird durch die Anordnung eines zweiten Luftkanales L2 hervorgerufen, welcher, wie in Fig. ι a gezeigt ist, durch die entgegengesetzte Seite des Stabes überdeckt wird.
Fig. 2 und
bei welchem
Federn F1 und F2 gehalten ist, Fig. 4 einen solchen, bei welchem eine seitliche Feder F die Bewegung des Stabes über der Ausflufsöffhung des Luftkanales. zuläfst.
In allen Fällen wird der Stab S, sobald er in Schwingungen versetzt worden ist, durch den Luftstrom in dauernder Bewegung erhalten. Eine Dämpfung wird überflüssig, denn mit Unterbrechung des Luftstromes mufs der Ton aufhören.
Auf die Aenderung des Tones hat die Masse des Stabes und die Elasticität der Feder Einfiufs. Wird z. B. erstere von bestimmter Gröfse angenommen, so kann durch Veränderung der Stärke oder der Länge der Feder der Ton verändert werden. Immer aber wird der federnde Stab erst durch Anzupfen erregt werden müssen, bevor der Luftstrom zur Wirksamkeit kommt. Als Erreger für die Bewegung des Schiebers kann der elektrische Strom dienen oder irgend einer der bekannten Mechanismen.
Fig. 6 und 7 bringen eine bekannte Ausführung zur Anschauung. Das Lufteinlafsrohr R ist durch Platte P abgeschlossen. Wird diese nach vorn bewegt, so drängt der Anzupfer Z, der mit der Platte P beweglich verbunden ist, den Stab aus seiner Gleich-

Claims (1)

  1. gewichtslage nach links, wird aber selbst durch den Nocken N zugleich angehoben, so dafs er bald darauf den Stab S freigiebt, der unter dem Einflufs der Feder F nunmehr schwingen mufs. Dann erst kann der Luftstrom durch die Oeffnung O der Platte P, wie in Fig. 7 dargestellt, frei eintreten, während der Anzupfer Z über den Stab hingleitet. Der Luftstrom kann aber ebenso gut vor Anzupfen des Stabes 5 eingelassen werden.
    Patenτ-Anspruch:
    Ein Tonerzeuger, bestehend aus einem über einer Luftaustrittsöffnung federnd aufgehängten Stab, welcher, zum Zwecke der Tonerzeugung durch bekannte mechanische Mittel oder durch elektrische Beeinflussung in Schwingung versetzt, sich quer zu dem austretenden Luftstrom bewegt und von diesem selbst für die Dauer der Tonerzeugung in schwingender Bewegung erhalten wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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