DE875832C - Verfahren zur Herstellung eines reinweiss leuchtenden Leuchtstoffes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines reinweiss leuchtenden Leuchtstoffes

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DE875832C
DE875832C DET921D DET0000921D DE875832C DE 875832 C DE875832 C DE 875832C DE T921 D DET921 D DE T921D DE T0000921 D DET0000921 D DE T0000921D DE 875832 C DE875832 C DE 875832C
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DE
Germany
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pure white
white luminous
phosphor
luminous phosphor
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Expired
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DET921D
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English (en)
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Karl Dr Kamm
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Telefunken AG
Original Assignee
Telefunken AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K11/00Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent
    • C09K11/08Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent containing inorganic luminescent materials
    • C09K11/58Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent containing inorganic luminescent materials containing copper, silver or gold
    • C09K11/582Chalcogenides
    • C09K11/584Chalcogenides with zinc or cadmium

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Luminescent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines reinweiß leuchtenden Leuchtstoffes Es ist vielfach erwünscht, bei Fernsehempfangsröhren Leuchtschirme zu haben, die ein möglichst reinweißes Licht abgegeben.
  • Die weiße Leuchtfarbe läßt sich auf bekannte Weise durch Mischen mehrerer Leuchtstoffe erzielen, deren einzelne Strahlungen zusammen weißes Licht ergeben. So wird z. B. eine ;Mischung, bestehend aus einer blauen Komponente, z. B. ZmS, und einer gelben Komponente, z. B:. ZmS-CdS, neuerdings auch US-ZnSe, angewendet. Beide zusammen ergeben je nach dem prozentualen Anteil der beiden Komponenten ein mehr oder weniger gelbes bis bläulich erscheinendes weißes Licht. Häufig werden auch drei und vier Komponenten bei der Herstellung einer Weißlichtmischung verwendet. Diese Weißlichtmischungen bestehen also aus mehreren fertig geglühten aktivierten Leuchtstoffen, die gleichzeitig auf den Kolbenboden der Braunschen Röhren od. dgl. aufgebracht werden.
  • Diese Mischungen haben folgende Nachteile: z. Durch die verschiedene chemische Zusammensetzung der einzelnen Komponenten sind diese gewichts- und korngrößenmiäßig nicht gleich, so daß sich bei der Herstellung von Leuchtschirmen die einzelnen Komponenten verschieden schnell auf dem Kolbenboden der Braunschen Röhren absetzen, gleichgültig, ob man das Leuchtstoffgemisch aus einer Suspension absitzen läßt oder ob es aufgestäubt wird. Auf diese Weise tritt eine Entmischung der Komponenten ein, so daß der Schirm, je nach dem Mischungsgrad bei Auf- und Durchsicht nicht mehr reinweiß, sondern andersfarbig leuchtet.
  • 2: Beim Ausheizen der BraunschenRöhren zeigen Leuchtstoffe sehr gerne eine Farbverschiebung, d. h. die Emissionsbanden werden durch die Ausheiztemperatur, besonders noch in Gegenwart von Wasserdampf oder Luft, beeinflußt.. Hierbei tritt keine einheitliche Bandenverschiebung nach kurzen oder langen Wellen hin auf, sondern jede einzelne Emissionsbande wird mehr oder weniger stark in ihrer Leuchtintensität zuriü'ckgedrängt oder gesteigert, so daß das gesamte Emissionsspektrum des Leuchtstoffes eine Farbverschiebung erleidet und so bei der Verwendung von Mischungen eine vollkommen unkontrollierbare Farbverschiebung auftritt, so daß ein weißes Leuchten nur schwer zu erzielen ist.
  • 3. Bei längerer Inbetriebnahme von Braunsehen Röhren zeigen die Leuchtschirme sehr leicht Ermüdungserscheinungen, d. h. die Leuchtstoffe erleiden hierbei einen Intensitätsverlust. Da aber die einzelnen Komponenten sich in bezug auf ,Ermüdungserscheinungen verschieden verhalten, tritt auch :hier bei -der Mischung nach einiger Zeit eine wesentliche Farbverschiebung ein. -.
  • Diese drei Nachteile vermeidet "die Erfindung grundsätzlich, weil sie erstmalig einen einheitlichen Leuchtstoff vorschlägt, der reimweißes Licht abgibt. Dieser Leuchtstoff wird wie folgt hergestellt: Es werden zunächst 15 bis 17 0/0, vorzugsweise 16 1/o ZiiSe und 85 bis 8, 0/a, vorzugsweise 84%. Zn:S gemischt. Diese Mischung wird dann gegebenenfalls in einem Hochdruckofen bei etwa 55q bis 750°' C unter Verwendung von Silber als Aktivator und einem Schmelzmittel, z. B. Natriumchlorid, geglüht. Hierbei entsteht ein neuartiger Leuchtstoff auf der iBlasis der Sulfidselenide.
  • Die Herstellung von Leuchtstoffen auf der Sulfidselenidbasis- ist. an sich bekannt. Man hat bereits Zinksulfid und Zinkselenid durch Zugabe eines Schmelzmittels, - z. B.. etwa a 0/a Natriumchlorid, durch Glühen zusammenkristallisieren lassen. Hierbei erhielt man bei etwa 2o % Selenid ein grünleuchtendes, bei 40% ein gelb- und bei 60% ein rotorangeleuchtendes Präparat. Aus diesen Zahlen ersieht man deutlich, daß bei den bekannten Präparaten durch Änderung des Selenidgehaltes eine reine Bandenverschiebung von grün über gelb nach rotorange stattfindet. Um so überraschender ist es, daß es durch die Erfindung gelungen ist, von den gleichen Ausgangsstoffen ausgehend, ein reinweiß - leuchtendes Präparat herzustellen, das eine über das ganze sichtbare Spektrum verteilte Emission besitzt. Dies, ist offenbar auf die Verwendung von Silber als ktivator, auf das Mischungsverhältnis vor dem Glühen und auf die angegebene Temperaturlage zurückzuführen. Durch geringfügige Änderung der Zusammensetzung, indem z. B. der Selenidge'halt um i % erhöht wird, läßt sich ein chamoisleuchtender Phosphor erzielen, während eine Änderung in der anderen Richtung um i bis 2% ein blaustichiges Weiß ergibt.
  • Die Herstellung des erfindungsgemäßen Leuchtstoffes kann sowohl im Hochdruckverfahren als auch bei normalem Atmosphärendruck erfolgen, jedoch ist dem Hochdruckverfahren nach bisheriger Kenntnis der Vorzug zu geben, weil sich vorläufig auf diese Weise größere Lichtausbeuten erzielen lassen und eine einwandfreie Reproduzierbarkeit möglich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPELtCII: Verfahren zur Herstellung eines reinw eiß leuchtenden Leuchtstoffes; dadurch gekennzeichnet, daß eine Mischung von 15 bis 1790, vorzugsweise 16°/o Zinkselenid und 85 bis 830/0; vorzugsweise 8q.0/0 Zinksulfid bei etwa 55o bis 750' C, gegebenenfalls im Hochdruckofen, unter Verwendung von Silber als Aktivator und eines Schmelzmittels, z. B. Natriumchlorid, geglüht wird.
DET921D 1942-11-14 1942-11-14 Verfahren zur Herstellung eines reinweiss leuchtenden Leuchtstoffes Expired DE875832C (de)

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