DE876097C - Verfahren zur Umwandlung diastereoisomerer reg.-Aminodiole in ªÎ-Aminodiole - Google Patents

Verfahren zur Umwandlung diastereoisomerer reg.-Aminodiole in ªÎ-Aminodiole

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DE876097C
DE876097C DEP351A DEP0000351A DE876097C DE 876097 C DE876097 C DE 876097C DE P351 A DEP351 A DE P351A DE P0000351 A DEP0000351 A DE P0000351A DE 876097 C DE876097 C DE 876097C
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Germany
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reg
diol
aminodiol
aminodiols
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DEP351A
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George William Moersch
Allen Charlton Moore
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Description

  • Urerfahren zur Umwandlung diastereoisomerer reg.-.Aminodiole in v)-AminorliolP Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Umwandlung einer optisch racemischen diastereoisomeren Form eines Aminodiolderivates in ein optisch racemisches Aminodiol mit der entgegengesetzten sterischen Konfiguration.
  • Die Verbindungen, die diese Erfindung umfaBt, haben die allgemeine Formel worin Y Wasserstoff oder -NO, ist, R1 und R2 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Halogen, niedere Alkyl- oder niedere Alkoxyradikale bedeuten, R3 Wasserstoff oder ein niederes Alkylradikal ist und R4 und R, gleich oder verschieden sind und Wasserstoff oder Acylreste, wie niedere aliphatische Acyl-, halogensubstituierte niedere aliphatische Acyl-, Benzoyl-, substituierte Benzoyl-, araliphatische Acyl-und ähnliche Reste bedeuten.
  • Die Betrachtung dieser allgemeinen Formel zeigt, daß diese Produkte in zwei diastereoisomeren Formen vorkommen können, in Abhängigkeit von der Anordnung der polaren Gruppen an den beiden asymmetrischen Kohlenstoffatomen in der Ebene: Wenn die zwei am stärksten polaren Gruppen an den asymmetrischen Kohlenstoffatomen auf der gleichen Seite der Ebene der beiden Kohlenstoffatome liegen, befinden sich die Verbindungen in der sogenannten cis- oder regulären Form. Demgegenüber werden Verbindungen, bei denen die zwei am stärksten polaren Gruppen auf entgegengesetzten Seiten der zwei Kohlenstoffatomeliegen, als in. der trans- oder pseudo-Form befindlich bezeichnet. Da es schwierig ist, diese strukturellen Unterschiede in graphischen Formeln darzustellen, werden hier die gebräuchlichen Strukturformeln benutzt, und das Symbol y bezeichnet die Produkte, die die trans- oder pseudo-Konfiguration haben, und die Abkürzung reg. die Produkte, die eine cis- oder reguläre Konfiguration aufweisen.
  • Gemäß der Erfindung werden . (dl)-reg.-Aminodiolderivate der Formel umgewandelt in durch Säureaddition gebildete Salze von (dl)-yp-Aminodiolen der Formel durch Behandlung mit einem Thionylhalogenid und nachfolgender Hydrolyse des so gebildeten Zwischenproduktes, wobei Ri, R2 ,R3, R4 und Y die gleiche Bedeutung wie oben angegeben haben. Acyl bedeutet einen Acylrest, wie einen niederen aliphatischen Acyl-, einen halogensubstituierten niederen aliphatischen Acyl-, einen Benzoyl-, einen substituierten Benzoyl-, einen araliphatischen Rest und ähnliche Radikale, und X ist Halogen. Das Aminodiol kann aus dem Reaktionsgemisch entweder als Halogen= wasserstoffsalz oder nach Neutralisation des Salzes als freie-Base isoliert werden. Unter Verwendung der oben definierten Symbole können diese Umsetzungen schematisch wie folgt anschaulich gemacht werden.
    l SoX2
    yR
    C
    l\
    0 N
    R, i
    R C-CH-CH20R4
    2 Y Ra
    angenommenes Zwischenprodukt
    R = Alkyl, Halogen, substitu-
    iertes Alkyl, Phenyl, substitu- -
    L iertes Phenyl, Aralkyl u. dgl.
    H20
    OH NH2 - HX
    R,
    ,>C-CH-CH20H
    R2 iL_
    Y Ra
    (dl)-V-Form
    Neutralisation
    OH NH2
    R1 _\ 1
    J-C-CH-CH20H
    R X_# 2
    y R3
    (dl)-V-Form
    Die erste Phase der Reaktion, die Reaktion der (dl)-reg.-Aminodiol-Verbindungmit demThionylhalogenid, wird unterhalb 50° in Gegenwart oder in Abwesenheit eines praktisch wasserfreien inerten organischen Lösungsmittels, wie Benzol, Toluol, Xylol, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff und ähnlichen, durchgeführt. Im allgemeinen ist es vorzuziehen, kein Lösungsmittel zu verwenden außer einem Überschuß an Thionylhalogenid. Wenn man die Reaktion in dieser Weise ausführt, erhält man besonders gute Ergebnisse durch Verwendung von etwa q. bis 6 Gewichtsteilen Thionylhalogenid je Gewichtsteil Aminodiolverbindung. Die bevorzugte Temperatur für die Ausführung dieses Verfahrensschrittes liegt in der Nähe von etwa 2o bis 35°.
  • Die Hydrolysenphase der Umwandlung wird ausgeführt durch Zugabe einer hinreichenden Menge Wasser zum Reaktionsgemisch aus Thionylhalogenid und (dl)-reg.-Aminodiol-Verbindung, um eine Hydrolyse des Überschusses an Thionylhalogenid und des Zwischenproduktes zu erzielen, und durch Erhitzen des Reaktionsgemisches für eine kurze Zeit auf 6o bis izo'. In der Praxis ist es vorzuziehen, mehr Wasser als die zur Hydrolyse erforderliche Minimalmenge anzuwenden, doch ist die genaue Menge ohne Bedeutung. Wenn in der ersten Phase der Reaktion ein Lösungsmittel verwendet wurde, ist es vom Standpunkt der Einfachheit der Aufarbeitung aus vorzuziehen, die Hydrolyse vor der Entfernung des Lösungsmittels vorzunehmen. Die (dl)-V-Aminodiolprodukte können aus dem Reaktionsgemisch auf verschiedenen Wegen isoliert werden. Wenn die organische Säure oder die organischen Säuren, die durch die Hydrolyse der Acylgruppen gebildet werden, flüchtig sind, können die Halogenwasserstoffadditionssalze des (dl)-7p-Aminodiols durch Verdampfen des Reaktionsgemisches zur Trockene gewonnen werden. Wenn die organische Säure oder die organischen Säuren, die durch die Hydrolyse der Acylgruppen gebildet werden, nicht flüchtig sind, können sie aus dem Reaktionsgemisch durch Extraktion mit einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel entfernt werden, und das Halogenwasserstoffadditionssalz kann aus der wäßrigen Phase dann durch Eindampfen gewonnen werden. Falls erwünscht, kann die freie Base des (dl)-V-Aminodiols durch Neutralisation des Säureadditionssalzes in dem Reaktionsgemisch und Abtrennung der freien (dl)-V-Base aus der Lösung durch Filtration oder Extraktion gewonnen werden.
  • Die (dl)-reg.-Aminodiol-Derivate, die für die Ausführung. der Erfindung verwendet werden, brauchen nicht in reinem Zustand vorzuliegen, und in der Tat besteht eine der wichtigeren Anwendungen der Erfindung in der Umwandlung einer zusammengesetzten Mischung der (dl)-reg.- und (dl)-V-Formen einer Aminodiolverbindung in ein Produkt, das nur aus einem Säureadditionssalz eines (dl)-V-Aminodiols besteht. Das (dl)-V-Diastereoisomere, das im Ausgangsgemisch enthalten ist, erleidet während der Umwandlung keinerlei Änderung seiner strukturellen Konfiguration, während das (dl)-reg.-Diastereoisomere in das (dl)-V-Diastereoisomere umgewandelt wird. Obgleich das (dl)-V-Diastereoisomere keinerlei Veränderung seiner strukturellen Konfiguration während des Verfahrens erleidet, werden die Acylgruppe an der Aminogruppe und, falls vorhanden, die Acylgruppe an der primären Alkoholgruppe im Laufe der Hydrolyse entfernt mit dem Ergebnis, daß ein nur aus einem Säureadditionssalz eines (dl)-V-Aminodiols bestehendes Produkt erhalten wird. Diese Anwendung der Erfindung kann schematisch erläutert werden wie folgt:
    1 f R 1
    C
    /\
    O H N H-Acvl 0 N
    i
    R, @ ! R1 \ i
    R i C-CH-CH20R4 R--- >-C-CH-CH20R4
    `2
    Y Ra Y R,
    (d1)-reg.-Form S 0 X Angenommenes Zwischenprodukt
    für (dl)-reg.-Form
    0
    1I
    S
    O H N H-Acyl 0 0
    Rl@ @-C-CH-CH20R4 R1 @-C-CH-CH2
    R. iC R2
    R3 , R3 N H-Acyl
    (d1)-7p-Form (dl)-V-Form
    H20
    OH NH2 - HX OH NH2
    R1 Neutralisation Ri
    j-C-CH-CH20H X j C-CH-CH20H
    R2 R2 I
    Y Rs Y Ra
    (dl)-V-Form (dl)-V-Form
    worin R, R1, R2, R3, R4, Y und X die gleiche Bedeutung wie oben angegeben haben.
  • Die Aminodiolprodukte, die nach dem Verfahren der Erfindung erhalten werden, sind wertvoll als Zwischenprodukte für die Herstellung von organischen Verbindungen, die eine antibiotische Wirkung besitzen. Zum Beispiel sind die Produkte der Beispiele i und 2, (dl)-V-i-p-Nitrophenyl-2-aminopropani, 3-diol und (dl)-V-Phenyl-2-aminopropan-i, 3-diol und deren Säureadditionssalze besonders wertvoll für die Herstellung von (1)-V-i-p-Nitrophenyl-2-dichloroacetamidopropan-i, 3-diol, einer Verbindung, die eine hervorragende Aktivität als Antibioticum besitzt.
  • Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele erläutert. Beispiel i a) 5 g (dl)-reg.-i-p-Nitrophenyl-2-acetamidopropani, 3=diol (F. 189 bis 1g3°) werden zu 15 ccm Thionylchlorid bei etwa 25° zugegeben. Es wird Chlorwasserstoff entwickelt, und der feste Körper löst sich unter Bildung einer hellgrünen Lösung. Man läßt das Gemisch 15 Minuten stehen und behandelt dann mit 15 ccm Wasser, welches eine starke Gasentwicklung und eine merkliche Abkühlung des Gemisches hervorruft. Die Lösung wird auf dem Wasserbad i -Stunde erhitzt, mit Holzkohle entfärbt und mit konzentriertem Ammoniumhydroxyd alkalisch gemacht. Die Lösung wird abgekühlt und das kristalline (dl)-yi-p-Nitrophenyl-2-aminopropan-1, 3-diol der Formel gesammelt; F. = 13o bis 132°. Umkristallisation aus heißem Wasser ergibt die freie Base, schmelzend bei 137 bis 138°.
  • b) io g (dl)-reg.-i-p-Nitrophenyl-2-acetamidopropan-i, 3-diol werden zu 30 ccm Thionylchlorid bei 27° zugegeben., und das Gemisch wird 15 Minuten stehen gelassen. 3o ccm Wasser werden vorsichtig zugefügt, und die resultierende Lösung wird zur Trockene verdampft. Der Rückstand wird in absolutem Alkohol aufgenommen und zur Kristallisation gebracht, um das kristalline (dI)-V-i-p-Nitrophenyl-2-aminopropan-1, 3-diol-hydrochlorid der Formel schmelzend bei i7o bis 172°, zu erhalten. Das Chlorwasserstoffsalz wird in 35 ccm Wasser gelöst, die Lösung wird bis zu px = io mit io°/oiger Natronlauge alkalisch gemacht, und die kristalline freie Base, die sich aus der Lösung abscheidet, wird gesammelt. Das so erhaltene (dl)-V-i-p-Nitrophenyl-2-aminopropan-i, 3-diol schmilzt bei 133 bis z35° vor dem Umkristallisieren und nach dem Umkristallisieren aus Wasser bei 137 bis x38°.
  • c) 5 g (dl)-reg.-i-p-Nitrophenyl-2-acetamido-3-acetoxypropan-l-ol werden zu 15 ccm Thionylchlorid bei 25 bis 27° zugegeben, und die resultierende Lösung wird etwa 15 Minuten stehen gelassen. 15 ccm Wasser werden vorsichtig zum Reaktionsgemisch gegeben, und nachdem die heftige Reaktion sich gelegt hat, wird das Gemisch etwa i Stunde auf demj Dampfbad erhitzt. Die Lösung wird mit Holzkohle entfärbt und mit konzentriertem Ammoniak alkalisch gemacht. Die Lösung wird abgekühlt, und das kristalline (dl)-V-i-p-INitrophenyl-2-aminopropan-i, 3-diol, das sich abscheidet, wird gesammelt und durch Umkristallisieren aus Wasser gereinigt; F. = 137 bis i38°.
  • d) Ein Gemisch, bestehend aus 2 g (dl)-reg.-i-p-Nitrophenyl-2-acetamidopropan-i; 3-diol und i g (dl)-V-i-p-Nitrophenyl-2-acetamidopropan-i, 3-diol,wird zu g ccm Thionylchlorid bei etwa 25° gegeben. Nach etwa 15 Minuten gibt man vorsichtig io ccm Wasser hinzu, erhitzt das Gemisch 2 Stunden auf dem Dampfbad und verdampft dann zur Trockene. Der Rückstand, der aus dem Chlorwasserstoffsalz des (dl)-V-i-p-Nitrophenyl-2-aminopropan-i, 3-diolbesteht, wird in einer geringen Menge Wasser gelöst, die Lösung mit Holzkohle behandelt und dann mit Ammoniak alkalisch gemacht. Die Lösung wird abgekühlt, und das kristalline (dl)-yri-p-Nitrophenyl-2-aminopropan-i, 3-diol, das sich abscheidet, wird gesammelt; F. = 135 bis 137°. Umkristallisation aus Wasser erhöht den Schmelzpunkt auf 137 bis 138°. Beispiel 2 a) 5 g (dl) -reg. - i - Phenyl - 2 - acetamidopropan-1, 3-diol werden zu 15 ccm Thionylchlorid, gehalten auf 25°, während 15 Minuten zugefügt. Chlorwasserstoff entweicht lebhaft, und die Temperatur der Lösung neigt während der Zugabe zum Steigen. Nach Beendigung der Zugabe läßt man die Lösung 15 bis 30 Minuten stehen und fügt dann vorsichtig 3o ccm Wasser hinzu. Das resultierende Gemisch wird i Stunde auf dem Dampfbad erhitzt und zur Trockene verdampft, um das Chlorwasserstoffsalz von (dl)-yp-i-Phenyl-2-aminopropan-i, 3-diol von der Formel zu erhalten. Das Produkt stellt in vielen Fällen ein hellfarbenes Öl dar. Falls erwünscht, kann es in das kristalline (dl)-V-i-Phenyl-2-acetamido-i, 3-diacetoxy propan, F. = 72 bis 73°, umgewandelt werden durch Behandlung mit Essigsäureanhydrid und Pyridin mit nachfolgender Umkristallisation aus Äthylacetat-Petroläther-Gemisch.
  • b) 5 g (dl)-reg.-i-Phenyl-2-acetamido-3-acetoxypropan-i-ol werden zu 15 ccm Thionylbromid gegeben, wobei die Temperatur auf 25° gehalten wird. Die resultierende Lösung läßt man 15 Minuten stehen, und dann werden 15 ccm Wasser vorsichtig zugegeben. Das Reaktionsgemisch wird etwa x Stunde auf dem Dampfbad erhitzt, abgekühlt und mit Natronlauge alkalisch gemacht bis zum pn io. Das Gemisch wird mit Äthylacetat extrahiert, und die Äthylacetatextrakte werden zur Trockene verdampft, um das gewünschte (dl)-V-i-Phenyl-2-aminopropan-i, 3-diol von der Formel zu erhalten, das in reinem Zustande bei 81 bis 83° schmilzt.
  • Das Reaktionsgemisch kann auch im Vakuum zur Trockene verdampft werden, um das Bromwasserstoffsalz von (d1)-V-i-Phenyl-2-aminopropan-i, 3-diol zu gewinnen.
  • c) 5 g (dl) -reg. - i - Phenyl - 2 - benzamidopropan -i, 3-diol werden langsam zu 15 ccm Thionylchlorid zugegeben, wobei die Temperatur unterhalb 30° gehalten wird. Nach beendeter Zugabe läßt man die Lösung 15 Minuten stehen und behandelt dann vorsichtig mit 25 ccm Wasser. Das Gemisch wird i Stunde auf dem Dampfbad erhitzt, abgekühlt und mit io-n Natronlauge alkalisch gemacht. Die Lösung wird mit Äthylacetat extrahiert, die Extrakte werden getrocknet, und das Äthylacetat wird abdestilliert, um das gewünschte (dl)-yp-i-Phenyl-2-aminopropani, 3-diol zu gewinnen.
  • Das gleiche Produkt kann auch erhalten werden, indem man eine äquivalente Menge von (dl)-reg.-i-Phenyl-2-chloracetamidopropan-i, 3-diol an Stelle des beim obigen Verfahren angewandten Benzamidoderivates verwendet.
  • d) Ein Gemisch, bestehend aus 2 g (dl)-reg.-i-Phenyl-2-acetamidopropan-i, 3-diol und i g (dl)-V-i-Phenyl-2-acetamidopropan-i, 3-diol, wird zu g ccm Thionylchlorid zugegeben, wobei die Temperatur auf etwa 25° gehalten wird. Nach beendeter Lösung wird das Gemisch etwa 15 Minuten stehen gelassen, io ccm Wasser werden vorsichtig hinzugefügt, und dann wird das Gemisch etwa 2 Stunden auf dem Dampfbad erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird zur Trockene eingedampft, und der Rückstand, der aus (dl)-yp-i-Phenyl-2-aminopropan-i, 3-diolhydrochlorid besteht, wird in 2 ccm Wasser aufgenommen. Die Lösung wird erkalten gelassen, und das kristalline (dl)-yp-i-Phenyl-2-aminopropan-i, 3-diol-hydrochlorid, das sich abscheidet, wird gesammelt; F. = i78°.
  • Eine weitere Menge des gewünschten (dl)-V-Isomeren kann erhalten werden in Form seines Triacetates durch Verdampfen der wäßrigen Lösung zur Trockene, Behandlung des Rückstandes mit Essigsäureanhydrid und Pyridin bei Zimmertemperatur während 24 Stunden und Eindampfen des Reaktionsgemisches im Vakuum zur Trockene. Das (d1)-V-i-Phenyl-2-acetamido-i, 3-diacetoxypropan wird gesammelt und durch Umkristallisation aus Äthylacetat-Petroläther-Gemisch gereinigt; F. = 7o°.
  • Beispiel 3 a) io g (dl)-reg.-i-o-Methyl-p-nitrophenyl-2-propionamidopropan-i, 3-diol werden langsam zu 35 ccm Thionylchlorid zugegeben, wobei die Temperatur unterhalb etwa 30° gehalten wird. Nach beendeter Zugabe werden langsam 35 ccm Wasser hinzugefügt, und dann wird das Gemisch i Stunde auf dem Dampfbad erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird abgekühlt, mit Holzkohle entfärbt und die Lösung mit konzentriertem Ammoniak alkalisch gemacht. Die Lösung wird abgekühlt und das kristalline (dl)-V-i-o-Methyl-p-nitrophenyl-2-aminopropan-i, 3-diol der Formel gesammelt und aus Wasser umkristallisiert. -b) Durch Anwendung von io g (dl)-reg.-i-o-Tolyl-2-propionamidopropan-i, 3-diol an Stelle der entsprechenden p-Nitroverbindung, die bei der obigen Arbeitsweise verwendet wurde, erhält man (dl) - V - i - o - Tolyl - 2 - aminopropan - i, 3 - diol. Das Schwefelsäuresalz dieses Produktes kann durch Lösen der freien Base in Wasser, das die äquivalente Menge Schwefelsäure enthält, und Eindampfen der Lösung im Vakuum bis zur Trockene erhalten werden. Beispiel q. io g (dl)-reg.-i-m-Methoxyphenyl-2-phenylacetamidopropan-i, 3-dioi werden zu 2o ccm Thionylchlorid gegeben, wobei die Temperatur unterhalb etwa 3o° gehalten wird. Nach beendeter Zugabe läßt man die Mischung kurze Zeit stehen und fügt dann vorsichtig 30 ccm Wasser hinzu. Das Reaktionsgemisch wird auf dem Dampfbad etwa i Stunde erhitzt, die Lösung mit Holzkohle entfärbt und erschöpfend mit Äther zur Entfernung der Phenylessigsäure extrahiert. Die wäßrige Lösung wird im Vakuum zur Trockene eingedampft, um das Chlorwasserstoffsalz von (dl)-V-i-m-112ethoxyphenyl-2-aminopropan-i, 3-diol zu gewinnen, das die Formel besitzt Falls gewünscht, kann die freie Base durch Neutralisation des Salzes erhalten und dann in einige andere Säure-Additionssalze übergeführt werden, wie das Tartrat, Kampfersulfonat, Benzoat usw. durch Behandlung der Base mit einer alkoholischen Lösung der entsprechenden Säure. Wenn bei der obigen. Arbeitsweise (dl)-reg.-i-p-Nitrom-methoxyphenyl-2-phenylacetamidopropan-i, 3-diol an Stelle der entsprechenden des-Nitro-Verbindung verwendet wird, erhält man (dl)-yp-i-p-Nitro-m-methoxyphenyl-2-aminopropan-i, 3-diol oder ein Säure-Salz davon. Beispiel 5 15 g (dl)-reg.-i-(3', 4'-Dimethylphenyl)2-acetamido-3-benzoxypropan-i-ol werden langsam zu 6o ccm Thionylchlorid bei etwa 2o° zugegeben. Man läßt das Gemisch 15 bis 3o Minuten stehen und fügt dann vorsichtig 6o ccm Wasser hinzu. Das resultierende Gemisch wird etwa i Stunde auf dem Dampfbad erhitzt, abgekühlt und erschöpfend mit Äther extrahiert, um die Benzoesäure und die Hauptmenge der Essigsäure, die durch die Hydrolyse gebildet wurden, zu entfernen. Die wäßrige Lösung wird mit konzentriertem Ammoniak alkalisch gemacht und das Gemisch dann mit Äthylacetat extrahiert. Die Äthylacetatextrakte werden getrocknet, und das Äthylacetat wird im Vakuum abdestilliert, um das gewünschte (dl)-V-i-W, 4'-Dimethylphenyl)-2-aminopropan-i, 3-diol zu gewinnen: Dieses Produkt hat die Formel In ähnlicher Weise erhält man bei Verwendung von (dl)-reg.-i-(2'-Nitro-4', 5'-dimethylphenyl)-2-acetamido-3-benzoxypropan-i-ol bei der obigen Arbeitsweise (dl)-ip-i-(2'-Nitro-4', 5'-dimethylphenyl)-2-aminopropan-i, 3-diol. Beispiel 6 io g (dl)-reg.-3-(3'-Chlor-5'-nitrophenyl)-2-acetamido-i-acetoxybutan-3-01 werden langsam in 30 ccm Thionylbromid eingetragen, wobei die Temperatur in der Nähe von 25° gehalten wird. Das Reaktionsgemisch läßt man etwa 15 Minuten stehen und fügt dann vorsichtig 30 ccm Wasser hinzu. Das Reaktionsgemisch wird i Stunde auf dem Dampfbad erhitzt, mit Holzkohle entfärbt und die Lösung mit konzentriertem Ammoniak alkalisch gemacht. Das kristalline .(dl)-Ip-3-(3'-Chlor-5'-nitrophenyl)-2-aminobutani, 3-diol, das sich aus der kalten Lösung abscheidet, wird gesammelt. Es hat die Formel Bei Verwendung von (dl)-reg.-3-(3', 5'-Dichlorphenyl)-2-acetamido-z-acetoxybutan 3-o1 erhält man bei der obigen Arbeitsweise (d1)-1)-3-(3', 5'-Dichlorphenyl)-2-aminobutan-i, 3-diol.
  • Das (dl)-reg.-Acylamidodiol und die Acylamidoacyloxy-Alli:oholverbindung, die bei Ausführung der vorliegenden Erfindung als Ausgangsstoffe verwendet werden, können nach verschiedenen Verfahren hergestellt werden, für die hier an sich kein Schutz beansprucht wird.
  • Eine der Methoden zur Herstellung der (dl)-reg.-Acylamido-acyloxy-Alkoholverbindungen umfaßt die Diacetylierung des entsprechenden (dl)-reg.-Aminodiols mit einem Säureanhydrid bei etwa 7o°. Die so erhaltenen (dl)-reg.-Acylamidoacyloxy-Alkoholverbindungen können in die entsprechenden (dl)-reg.-Acylamido-diole durch Hydrolyse mit einem Äquivalent Alkali in kalter wäßriger Acetonlösung übergeführt werden. Wenn das gewünschte Ausgangsmaterial eine Acylamidoacyloxy-Alkoholverbindung ist, in der die Acylgruppen an den Amino- und Alkoholradikalen verschieden sind, so wird die entsprechende (dl)-reg.-Acylamidodiol-Verbindung erneut mit einem Säureanhydrid bei etwa 7o° acyliert. Eine weitere Methode zur Herstellung der (dl)-reg.-Acylamidodiol-Ausgangsstoffe besteht im Umsetzen des freien (dl)-reg.-Aminodiols mit einem Säurehalogenid oder -anhydrid in Gegenwart von Wasser und einer basischen Substanz. Falls erwünscht, kann diese letzte Umwandlung durch Erhitzen des freien Aminodiols mit einem Säureester unter wasserfreien Verhältnissen durchgeführt werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Umwandlung diastereoisomerer reg.-Aminodiole in ip-Aminodiole, dadurch gekennzeichnet, daß man (dl)-reg.-Aminodiol-Derivate der Formel durch Einwirkung eines Thionylhalogenids, vorzugsweise von Thionylchlorid, und nachfolgende Hydrolyse in (dl)-y@-Aminodiol-Salze der Formel worin Y Wasserstoff oder N 02 bedeutet, R, und R, gleich oder verschieden sind und Wasserstoff, Halogen, niedere Alkyl- oder niedere Alkoxy-Radikale bedeuten, R3 Wasserstoff oder ein niederes Alkylradikal, R4 Wasserstoff oder ein niederes Acylradikal und X Halogen bedeuten, überführt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung zwischen dem (dl)-reg.-Aminodiolderivat und dem Thionylhalogenid bei einer Temperatur unterhalb etwa 5o° und unter im wesentlichen wasserfreien Bedingungen durchgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydrolyse bei Temperaturen zwischen etwa 6o und iio'= durchgeführt wird. q. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangsmaterial ein Gemisch von einem (dl)-reg.-Aminodiolderivat und einem (dl)-7p-Aminodiolderivat verwendet wird. Angezogene Druckschriften Journ. Chem. Soc. (19q.8), S. 34; Journ. Am. Soc. 70 (19q8), S. 22q7;98.
DEP351A 1948-12-21 1949-11-29 Verfahren zur Umwandlung diastereoisomerer reg.-Aminodiole in ªÎ-Aminodiole Expired DE876097C (de)

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