DE876253C - Schaltung zum selbsttaetigen Ersatz eines Oszillators oder Verstaerkers durch einen anderen - Google Patents
Schaltung zum selbsttaetigen Ersatz eines Oszillators oder Verstaerkers durch einen anderenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltung, durch die von einem Oszillator bzw. Verstärker mittels' Entladungsröhren
erzeugte bzw. verstärkte elektrische Schwingungen einem Verbraucher zugeführt werden.
Soll eine solche Schaltung dauernd betrieben werden, so ist es wesentlich, daß ein Reserveoszillator
bzw. Verstärker vorhanden ist, der bei einer Störung des normalerweise im Betrieb befindlichen
Oszillators bzw. Verstärkers in Tätigkeit gesetzt wird. Es ist z.B. in Trägerwellenfernspreehsystemen
mit einer Anzahl von Sprechkanälen üblich, die für die verschiedenen Kanäle erforderlichen
Trägerwellen einem gemeinsamen Trägerwellengenerator zu entnehmen, beispielsweise durch
Frequenzvervielfachung. Um zu vermeiden, daß bei einer Störung in diesem Trägerwellengenerator,
durch welche dieser zu oszillieren aufhört oder nur Schwingungen mit verringerter Amplitude erzeugt,
alle Kanäle unbrauchbar werden, muß ein Reserveträgerwellengenerator vorgesehen sein, der im Falle
einer Störung selbsttätig in Betrieb gesetzt wird und auf diese Weise die Möglichkeit gibt, den Betrieb
ununterbrochen fortzusetzen.
Als Beispiel einer Schaltung mit einem Verstärker, der ununterbrochen in Betrieb sein muß,
kann ein Fernsprechübertragungssystem mit in der Übertragungsleitung liegenden Verstärkern angeführt
werden. Bei einer Störung, z. B. infolge eines an einem der Verstärkerröhren auftretenden
Schadens, muß der schadhafte Verstärker selbsttätig durch einen Reserveverstärker ersetzt werden.
Gemäß der Erfindung werden; bei einer Schaltung, die zwei Oszillatoren oder Verstärker mit Entladungsröhren
und einen Verbraucher enthält und bei welcher der den Verbraucher normalerweise speisende Oszillator oder Verstärken bei einer
Störung durch den anderen ersetzt wird, die beiden Oszillatoren oder Verstärker derart eingerichtet,
daß eine zumindest kurzzeitige Veränderung einer der Betriebsspannungen) oder einer der elektrischen
ίο Konstanten eines der Oszillatoren oder Verstärker
eine plötzliche dauernde Veränderung von dessen Betriebszustand bedingt.
Die Erfindung ist in der Zeichnung näher erläutert.
In Fig. ι ist die Schaltung eines Oszillators mit
einer rückgekoppelten Entladungsröhre 1 dargestellt. Der Gitterkreis dieser Röhre enthält einen
Schwingungskreis 2, der mittels einer ■ Rückkopplungsspule 3 in induktiver Beziehung zu dem
Anodenkreis steht. Die Kathodenleitung enthält ferner Widerstände 4 und 5, die von einem Kondensator
6 überbrückt sind, der praktisch einen Kurzschluß für die zu erzeugenden Schwingungen
bedeutet. Diese Widerstände sind in Reihe mit einem Widerstand 7 an die Anodenspannungsquelle
8 angeschlossen und ferner so bemessen, daß der Spannungsabfall eine solche negative Gittervorspannung
hervorruft, daß die Röhre 1 gesperrt <■ ist und die Schaltung nicht oszilliert. Parallel zum
Widerstand 5 sind ein. Schalter19 und ein von einem
Kondensator 11 überbrückter Widerstand 10 vorgesehen.
Durch Schließen, dieses Schalters 9 wird die negative Gittervorspannung so weit verringert,
daß die Schaltung zu oszillieren beginnt. Durch richtige Einstellung 'der Schaltung kann erreicht
werden, daß die Schwingungen bestehen bleiben, auch nachdem der Schalter 9 wieder geöffnet
worden ist. Nimmt jedoch die Steilheit der Röhre 1 entweder durch Alter oder infolge Verringerung
einer der Speisespannungen ab/ so> hört die Schaltung auf zu oszillieren, und die Schwingungen
setzen nicht mehr selbsttätig ein, auch nicht, nachdem die Röhre erneuert worden ist oder die Speisespannungen
ihren normalen Wert zurückerhalten haben. .- ._
Zur Erläuterung der vorstehend beschriebenen Wirkungsweise ist in Fig. 2 der Zusammenhang
zwischen der Gittervorspannung vs der Röhre 1 und
der. Amplitudei der erzeugten Schwingungen dargestellt. Bei kleinen Werten der Gittervorspannung
werden, überhaupt keine Schwingungen erzeugt. Wird jedoch .,die.Vorspannung auf einen Wertz/g'
erhöht, .so beginnt die Schaltung plötzlich zu
oszillieren, .wob.ei die. Amplitude...der erzeugten Schwingungen i' _ beträgt. Bei weiterer Erhöhung
der Gittervorspannung nimmt die Amplitude der erzeugten Schwingungen gemäß der Kurve a-b zu.
Wird darauf _ die Gittervorspannung, wieder verringert, so nimmt die Amplitude gemäß der
Kurve b-c ab und springt bei vg"_ von dem Wert i"
. plötzlich .auf den Wert Null·.
- Bei der Schaltung nach.Fig. 1 wird nun bei geöffneiem.
..Schalter 9 .die _ Gittervorspannung auf
einen zwischen vs" und vg' liegenden Wert wg0 eingestellt,
bei dem Schwingungen sich nicht selbsttätig in Gang setzen. Durch kurzzeitiges Schließen
des Schalters 9 wird die Gittervorspannung kurzzeitig
auf den Wertv/ oder höher erhöht, was zur
Folge hat, daß die Schaltung zu oszillieren beginnt. Nachdem der Schalter 9 wieder geöffnet worden
ist und die Gittervorspannung somit wieder ihren ursprünglichen. Wert ^0 angenommen hat, bleiben
die Schwingungen mit einer Amplitude ia bestehen.
Hierdurch wird eine Zunahme des mittleren Anodengleichstroms bedingt. Denn wenn die Röhre
schwingt, bildet sich infolge der großen negativen Gittervorspannung kein unverzerrter Anodenwechselstrom
aus, da die negativen Halbwellen ganz oder doch zum mindesten teilweise unterdrückt sind,
während die positiven unverzerrt sich ausbilden. Insofern ist bei verzerrtem Anodenwechselstrom
eine Gleichstromkomponente vorhanden, die größer ist als der Anodengleichstrom, der in schwingungslosem
Zustand fließt.
Wenn jedoch infolge einer Störung die Spannung der Quelle 8 unter einen bestimmten Wert sinkt,
hören die Schwingungen auf und können nicht wieder einsetzen, auch nicht, nachdem die Spannung
der Quelle 8 wieder zu dem gewöhnlichen Wert zurückgekehrt ist. Gleichzeitig nimmt der mittlere
Anodengleichstrom bis zum Wert Null ab. Das gleiche erfolgt, wenn eine andere Betriebsspannung
oder eine der elektrischen Konstanten der Schaltung, wie z. B. die Steilheit der Röhre i, kleiner
wird.
Aus vorstehendem folgt, daß die Oszillatorschaltung somit derart eingerichtet und eingestellt
ist, daß' eine zumindest kurzzeitige Veränderung einer der Betriebsspannungen eine plötzliche
bleibende Veränderung desi Betriebszustandes bedingt, und zwar daß ein nicht arbeitender Oszillator
nach kurzzeitiger Erhöhung der Gittervorspannung in Betrieb gestellt wird, während nach einer Veränderung
einer der Betriebsspannungen oder einer der elektrischen Konstantem, die eine Abnahme der
Amplitude der erzeugten Schwingungen bedingt, der Oszillator außer Betrieb gesetzt wird.
In Fig. 3 sind zwei, solche Oszillatoren dargestellt,
wobei gleiche Bezugszeichen die gleichen Teile wie in Fig. 1 bezeichnen. Die Teile des rechts
in der Figur dargestellten Oszillators 12 sind durch
Beistriche von denen, des linken Oszillators 13
unterschieden. .
Der Anodenkreis des Oszillators 13 enthält ein von einem Kondensator 14 überbrücktes Relais 15,
das einen Schalters i6- betätigt. Ist dieses Relais vom Anodenstrom der Röhre i' erregt, so steht
der Schalter 16 nach, rechts, so daß über eine mit Spule 3' gekoppelte Spule 17' der an die Klemmen
und 19 angeschlossene Verbraucher Energie vom Oszillator 13 empfängt.
Vorausgesetzt wird, daß auch Oszillator 12
Schwingungen erzeugt, aber dieser kann jetzt keine Energie an den Verbraucher abgeben. Fällt jedoch
der Oszillator 13 infolge einer Störung auf die vorstehend,
im Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebene
Weise aus, so wird infolge der Abnahme des mittleren-
Anodengleichstroms das Relais 15 aberregt, der Schalter 16 nimmt die dargestellte Stellung ein,
und Oszillator 12 liefert nunmehr über die Anodenspule 3 und die Koppelspule 17 Energie an den Verbraucher.
Hieraus folgt, daß diese Oszillatoren derart geschaltet sind, daß die mit dem Außerbetriebsetzen
des den Verbraucher speisenden Oszillators bedingte Veränderung des mittleren Anodenstroms
des Oszillators die Umschaltung des Verbrauchers auf den Reserveoszillator herbeiführt.
In Fig. 4 ist eine weitere Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Die Schaltung entspricht im wesentlichen derjenigen der Fig. 3, mit der Maßgabe, daß beim Oszillator 12 das Relais
20, das die Kontakte 23, 25 und 26, das Relais 21, das die Kontakte 9, 9' und 27, und das Relais 22,
das die Kontakte 16 betätigt, hinzugefügt worden sind; beim Oszillator 13 betätigt Relais 15 die
Kontakte 24 und 28. Sämtliche Kontakte sind in der Ruhestellung dargestellt, d. h. in der Lage, in
der das zugehörige Relais nicht erregt ist. Ferner ist die Schaltung mit zwei Alarmkreisen A und B
versehen, wobei der Alarmkreis A einen Alarm geben soll, wenn der normalerweise in Betrieb befindliche
Oszillator (der Hauptoszillator) ausfällt und auf den Reserveoszillator umgeschaltet wird,
während der Alarmkreis B einen dringenden Alarm geben soll, wenn beide Oszillatoren ausfallen.
Der Oszillator 12 ist der Hauptoszillator und 13
ist der Reserveoszillator; beide sind dauernd in Betrieb.
Da beide Oszillatoren arbeiten, sind unter dem Einfluß der mittleren Anodenströme die Relais 20
und 15 erregt; Kontakte 23 und 24 sind geschlossen, Kontakte 25, 26 und 28 sind geöffnet.
Da die Kontakte 26 und 28 geöffnet sind, ist der Alarmkreis A nicht in Betrieb. Relais 21 ist erregt,
weil die Kontakte 23 und 24 geschlossen sind; die Kontakte 9, 9' und 27 sind somit geöffnet; da der
Kontakt 27 geöffnet ist, ist auch der dringende Alarmkreis geöffnet.
Da Relais 22 infolge des Geöffnetseins des Kontakts 25 nicht erregt ist, nimmt Kontakt 16 die dargestellte
Stellung ein, und der Verbraucher ist daher mit dem Oszillator 12 gekoppelt.
Tritt nun infolge einer der vorstehend erwähnten Ursachen eine Störung im Oszillator 12 auf, wodurch
dieser ausfällt, so wird infolge der Verringerung des mittleren Anodenstroms das Relais 20 aberregt,
wodurch Kontakt 25 und 26 geschlossen und 23 geöffnet werden.
Es geschieht nun folgendes: Infolge des Schließens von 26 wird Alarm gegeben; infolge des
Schließens von 25 wird Relais 22 erregt, das Kontakt 16 umschaltet und den Verbraucher mit dem
Oszillator 13 koppelt. Das Öffnen von 23 hat keine weitere Wirkung.
Sollte auch Oszillator 13 ausfallen, wodurch das
Relais 15 aberregt wird, so öffnet sich der Kontakt 24, wodurch 21 aberregt, Kontakt 27 geschlossen
und dringender Alarm im Kreis B gemacht wird.
Das gleiche erfolgt natürlich, wenn beide Oszillatoren gleichzeitig, z. B. infolge einer Störung
in der gemeinsamen Speisespannung, ausfallen.
Infolge der Aberregung des Relais 21 werden außerdem die Kontakte 9 und 9' geschlossen, wodurch
die negative Gittervorspanung derart verringert wird, daß beim Zurückkehren der Speisespannung
beide Oszillatoren wieder zur Wirkung kommen. Hierdurch werden die Relais 20 und 15
wieder erregt und die Kontakte 9 und 9' wieder geöffnet. Mittels der Schaltung mach Fig. 4 wird somit
erzielt, daß, wenn beide Oszillatoren infolge des Fehlens wenigstens einer der Speisespannungen
außer Tätigkeit gesetzt werden, unter dem Einfluß der mittleren Anodenströme einer Entladungsröhre
eine Umschaltung stattfindet, wodurch beide Oszillatoren in eine solche Lage versetzt werden, daß
wenigstens- einer beim Zurückkehren der fehlenden Speisespannung dem Verbraucher Energie zuführt;
Ähnliche Eigenschaften, wie die Schaltung nach Fig. ι zeigt, sind mit der Schaltung nach Fig. 5
erzielbar, in der gleiche Bezugszeichen wieder gleiche Teile wie in den vorigen Figuren darstellen.
Bei dieser Schaltung ist mit der Anodenspule 3 eine Spule 29 gekoppelt, die einen Teil der Ausgangsenergie
einem Gleichrichter 30 zuführt. Die hierdurch erhaltene gleichgerichtete Spannung, die
über dem Widerstand 10 entsteht, wird dazu verwendet, die über die Widerstände^ und 5 auftretende
negative Gittervorspannung zu verringern.
Die Wirkungsweise dieser Schaltung ist wie folgt: Die über die Widerstände 4 und 5 auftretende
große negative Vorspannung verhütet, daß die Röhre 1 Schwingungen erzeugt. Wird der Schalter 9
kurzzeitig geschlossen, so wird der Arbeitspunkt der Röhre 1 derart verschoben, daß Schwingungen
erzeugt werden und in der Spule 29 eine Wechselspannung induziert wird. Diese Spannung wird vom
Gleichrichter 30- gleichgerichtet, wodurch über den Widerstand 10 eine Ausgleichspannung auftritt, die
den Arbeitspunkt der Röhre 1 derart verschiebt, daß fortdauernd Schwingungen erzeugt werden.
Wenn jedoch infolge einer Störung beispielsweise die Speisespannung unter einen bestimmten Wert
sinkt, verringert sich die Amplitude der erzeugten Schwingungen, die ausgleichende Gitterspannung
über den Widerstand 10 nimmt ab, und die negative Gitterspannung der Röhre 1 wird vergrößert. Hierdurch
wird ihrerseits die Amplitude der erzeugten Schwingungen verringert usw., so daß schließlich
die Röhre außer Betrieb gesetzt wird.
Bei dieser Schaltung ist dafür Sorge zu tragen, daß eine Erhöhung der Gittervorspannung keine Erhöhung
der Amplitude der erzeugten Schwingungen bedingt, weil sonst die Schaltung absatzweise zu
oszillieren beginnt, was vermieden werden muß. Ist diese Bedingung nicht erfüllt, so muß ein begrenzendes
Element in die Schaltung eingefügt werden, z. B. ein Spannungsbegrenzer, wie eine
Glimmlampe, parallel zum Widerstand io<.
Der in der Oszillatorschaltung nach Fig. 5 angewendete Grundgedanke ist auch auf Verstärker
anwendbar. Dabei sind zwei Fälle zu unter-
scheiden. Im einen Fäll enthalten die zu verstärkenden
Schwingungen,' eine Komponente von gleichbleibender Größe und Frequenz, wie sie z. B.
bei Verstärkern für Trägerwellentelephonie vor~ kommt. Hierbei kann der Ausgangsseite des· Verstärkers
eine Wechselspannung von gleichbleibender Größe entnommen und einem Gleichrichter zugeführt
werden, entsprechend, dem durch Fig. 5
wiedergegebenen .Grundgedanken. Im zweiten Fall, wo keine konstant bleibende Komponente vorhanden,
ist, wie" z. B, bei Verstärkern für Sprache und
Musik, ist mittels einer außerhalb des Frequenzbereichs· liegenden Hilfsschwingung, die dem.Gitter
einer der Röhren zugeführt wird, die gleiche Wir- *5 kung erzielbar, was... an Hand der Fig, 6 erörtert
werden soll, . . .-
Hierin . .ist. .ein widerstandgekoppelter Zweistufenverstärker
dargestellt, in dem auf die bereits mehrfach erwähnte Weise mittels der Teile 4, 5, 6,
7, 10 und 11 die Röhre 1 eine so große negative
Vorspannung erhält, daß sie gesperrt ist. _ Die zu verstärkenden Schwingungen, die z. B. über eine.
Fernsprechlinie empfangen werden,, werden über den Niederfrequenztransformator 32. dem Gitter der
Röhre 1. zugeführt,: und außerdem wird eine .Hilfsschwingung;
mit außerhalb des. zu verstärkenden Bereichs Hegender Frequenz und gleichbleibender
Amplitude über den Transformator .33 diesem Gitter aufgedrückt. Die Röhre 50 ist mittels des übliehen
Kondensators 34 und. Widerstands 35 mit dem Anodenkreis der Röhre ι gekoppelt. Die
Röhre 50 erhält eine negative ,Vorspannung durch einen von einem . Kondensator. 37 .. ,überbrückten
Kathodenwiderstand 36. ._ ._.,...:·. Im Ausgangskreis der Röhre 50 ist z. B. eine
Fernsprechlinie 38 über einen Ausgangstransformator 3.9 angeschlossen. Die Primärsp'ule des Ausgangstransformators
ist von einem Kondensator 40 überbrückt. Der Ausgangskreis enthält auch den auf die Hilfsschwingung abgestimmten Kreis 41;
die in diesem Kreis gegebenenfalls auftretenden Schwingungen induzieren in Spule42 eine Wechselspannung,
die von dem Gleichrichter 30 gleichgerichtet wird, so daß. über dem Widerstand eine
Gleichspannung auftritt.
Beim Inbetriebsetzen wird der Schalter 9 kurzzeitig geschlossen,· die Einstellung der Röhre ist
dann normal und sowohl die vom Transformator 32
als auch die vom Transformator 33 zugeführten Schwingungen werden durch die Einrichtung verstärkt.
Infolgedessen gelangt über den Kreis- 41, die
Spule 42 und den Gleichrichter 30 eine Gleichspannung an den Widerstand 10, wodurch die normale
Einstellung der Röhre 1 bestehenbleibt, auch wenn der Schalterg wieder geöffnet wird. Auch
diese Schaltung kann wieder gemäß Fig. 4 erweitert .werden.
Sinkt jedoch, z. B. infolge einer Störung, beispielsweise einer Veränderung in den elektrischen
Konstanten der Vorrichtung, die Amplitude der.
verstärkten oder erzeugten Schwingungen, so ver-■ ringert sich auch die am.Widerstand 10 auftretende
Ausgleichspannung; die Röhre 1 wird auf einen.
unvorteilhafteren Arbeitspunkt eingestellt, wodurch die Amplitude der im Ausgangskreis der
Vorrichtung auftretenden Spannungen noch mehr verringert wird usw. und wodurch schließlich die
Vorrichtung sich selbst außer Betrieb setzt.
Auch den Schaltungen nach den Fig. 5 und 6 wohnt somit die Eigenschaft inne, daß nach einer
kurzzeitigen Behebung der Sperrung fortdauernd Schwingungen erzeugt oder verstärkt werden und
diesen erzeugten oder verstärkten Schwingungen eine Ausgleichspannung entnommen wird, welche
die Sperrspannung zumindest teilweise behebt und die nach einer zumindest kurzzeitigen Veränderung
einer der Betriebsspannungen.oder einer der elektrischen Konstanten, die eine Abnahme der Amplitude
der.erzeugten oder verstärkten Schwingungen bedingt, derart schnell abnimmt, daß der Oszillator 8Q
oder Verstärker außer Betrieb gesetzt wird.
Claims (8)
1. Schaltung zum selbsttätigen Ersatz eines
Oszillators . oder Verstärkers durch einen anderen, dadurch gekennzeichnet, daß beide Oszillatoren
oder Verstärker derart eingerichtet sind, daß schon eine kurzzeitige Veränderung
einer der Betriebsspannungen oder einer der elektrischen Konstanten eines der Oszillatoren
oder Verstärker eine.plötzliche, dauernde Veränderung von dessen Betriebszustand bedingt.
2. Schaltung nach Anspruch 1, die zwei Oszillatoren
enthält, dadurch gekennzeichnet, daß beide Oszillatoren eine solche negative Gittervorspannung
aufweisen, daß nach einer zumindest kurzzeitigen Erhöhung dieser Gittervorspannung
fortdauernd Schwingungen erzeugt werden, und infolge einer zumindest
kurzzeitigen Veränderung einer der Betriebsspannungen oder einer der elektrischen Konstanten,
die eine Abnahme der Amplitude der erzeugten Schwingungen bedingt, der Oszillator
außer Betrieb gesetzt wird.
3. Schaltung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet,
daß beide Oszillatoren oder Verstärker durch eine an eine der Elektroden einer
Entladungsröhre angelegte Spannung gesperrt sind und derart eingerichtet sind, daß nach
einer zumindest kurzzeitigen Behebung dieser Sperrung fortdauernd Schwingungen erzeugt
oder verstärkt werden, wobei den erzeugten oder verstärkten Schwingungen eine Ausgleichspannung
entnommen wird, welche die Sperr- U5 spannung zumindest teilweise behebt und welche
nach einer zumindest kurzzeitigen Veränderung einer der Betriebsspannungen oder einer der
elektrischen Konstanten, die eine Abnahme der Amplitude der erzeugten oder verstärkten
Schwingungen bedingt, derart schnell abnimmt, daß der Oszillator oder Verstärker außer Be-
. trieb gesetzt wird,
4. Schaltung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch.
gekennzeichnet, daß die mit dem Außerbetrieb- 12S
. setzen des den Verbraucher speisenden
Oszillators oder Verstärkers bedingte Veränderung des mittleren Anodenstroms einer Oszillator-
oder Verstärkerröhre die Umschaltung des Verbrauchers auf den anderen Oszillator oder
Verstärker bewirkt.
5. Schaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß infolge der Veränderung des mittleren Anodenstroms auch der nicht mit dem
Verbraucher verbundene Oszillator oder Verstärker in Tätigkeit gesetzt wird.
6. Schaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß, wenn beide Oszillatoren oder
Verstärker infolge des Fehlens zumindest einer der Speisespannungen außer Tätigkeit gesetzt
werden, unter dem Einfluß der mittleren Anodenströme einer Entladungsröhre beider
Oszillatoren oder Verstärker eine Umschaltung stattfindet, wodurch beide Oszillatoren oder
Verstärker in eine solche Lage versetzt werden, daß zumindest einer beim Zurückkehren der ao
fehlenden Speisespannung dem Verbraucher Energie zuführt.
7. Schaltung nach Anspruch 2, 3, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daiß die mit dem Außerbetriebsetzen
des den Verbraucher speisenden Oszillators oder Verstärkers bedingte Veränderung
des mittleren Anodenstroms einer Oszillator- oder Verstärkerröhre einen Alarmkreis
in Gang setzt.
8. Schaltung nach Anspruch 2,3,4,5,6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß, wenn beide Oszillatoren oder Verstärker außer Betrieb gesetzt
werden, ein Alarmkreis unter dem Einfluß der Veränderung der mittleren Anodenströme einer
Entladungsröhre beider Oszillatoren oder Verstärker in Gang gesetzt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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