DE876312C - Geraet zum impulsartigen Einspritzen in lebende Gewebe - Google Patents
Geraet zum impulsartigen Einspritzen in lebende GewebeInfo
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Description
Das Problem des direkten Einspritzens einer Flüssigkeit in lebende Gewebe ohne die Verwendung
einer Nadel ist bereits gelöst durch die Verwendung von Injektoren der gleichen Art, wie sie
schon lange für Dieselmotoren benutzt werden. Diese Injektoren arbeiten unter hohem Druck und
sind mit einer kalibrierten Öffnung sehr kleinen Querschnitts versehen. Wenn man die Spitze eines
solchen Injektors in unmittelbare Berührung mit der Haut bringt, so ist der aus der Öffnung ausgespritzte
Flüssigkeitsstrahl fähig, die Haut zu durchdringen und in das Gewebe einzutreten.
Bei allen nach diesem Prinzip arbeitenden Geräten genügt eine sehr kleine Verschiebung des
Injektors relativ zur berührten Hautstelle, um Entzündungen wie Wundfieber und Gewebezerreißungen
hervorzurufen. Nun ist es aber praktisch unmöglich, jede Bewegung solcher Art zu verhindern,
so insbesondere die Reflexbewegungen der Haut selbst.
Das den Gegenstand der Erfindung bildende Gerät arbeitet nach dem obengenannten Prinzip,
hat aber zum Ziel, den genannten schwerwiegenden Nachteil zu vermeiden. Es ist dadurch gekennzeichnet,
daß es Mittel enthält, um die Einspritzung in kleinen Teilmengen zu bewirken.
Als Beispiel werden einige Ausführungsformen beschrieben und in der Zeichnung dargestellt.
Abb. ι stellt die gesamten mechanischen Teile dar, die entsprechend der Erfindung der einzuspritzenden
Flüssigkeit kurze Impulse erteilen und die einen Injektor bekannter Ausführung
versorgen, der mit einer Druckregel vorrichtung versehen ist.
Abb. 2, stellt eine Hilfspumpe dar, die als Variante einer Ausführungsform verwendet werden
kann. -
Die erste Ausführungsform umfaßt einen durch
. ein Pedals ge'schalteten Elektromotor ι (Abb. i),
welcher über das Übersetzungsgetriebe 3 und 4 eine Welle 5 antreibt, auf der ein Nocken 6 befestigt ist.
Die Stange 7 des Kolbens 8 der Pumpe wird im
dauernden Kontakt mit dem Nocken durch eineRückholfeder 9 gehalten. Auf dem Körper der Pumpeio,
die auf dem Nockengehäuse aufgeschraubt ist, ist einerseits ein Krämmer 11 befestigt, der gleichzeitig
als Behälter für die einzuspritzende Flüssigkeit dient, und anderseits eine Luftauslaßschraübe.
Eine hochdruckfeste bewegliche Schlauchleitung 13 verbindet die Pumpe mit dem Injektor, der an
seiner Spitze 14 mit einer kalibrierten Öffnung sehr
kleiner Fläche versehen ist. Der mit einem Gewinde versehene Knopf 15 am anderen Ende des Injektors
ermöglicht die Regelung des Druckes, der von der Feder 16 auf die Stange des Regulierventils 17 ausgeübt
wird.
»5 Die Arbeitsweise des Gerätes ist die folgende:
Der das Gerät bedienende Mann setzt zunächst den Behälter, der mit der einzuspritzenden Flüssigkeit
gefüllt ist, ein und beginnt dann, die Pumpe sowie auch den ganzen Schlauch 13 bis zum Injektor
durch die Betätigung der Luftauslaßschraube 12 zu
füllen. Er regelt den gewünschten Einspritzdruck durch die Verstellung-des Knopfes 15 des Injektors.
Dann bringt er die Spitze des Injektors in Kontakt mit der Haut. Wenn er dann auf die Pedale 21
drückt, so vermittelt der Elektromotor 1, der über die Zahnräder 3 und 4 und die Welle 5 den Nocken 6
dreht, dem Kolben 8 eine Wechselbewegung sehr schwacher Amplitude und hoher Frequenz. Die über
den Krämmer 11 aus dem Behälter kommende Flüssigkeit wird durch die flexible Leitung 13 in
den Injektor gefördert, aus dessen kalibrierter öffnung sie in Impulsen austritt und durch die
Haut in die lebenden Gewebe eindringt, wobei der Druck durch die Feder 16 auf dem Ventil 17 bestimmt
wird.
Auf diese Weise wird die Einspritzung in Teilmengen verwirklicht, ohne Entzündungen oder
Zerreißungen des Gewebes.
Die wichtigen Organe dieser Vorrichtung, ins-
go besondere der Injektor, die flexible Rohrleitung
und der Körper der Pumpe lassen sich leicht demontieren, um sterilisiert werden zu können.
Da im allgemeinen die einzuspritzende Flüssigkeit
teuer und damit sparsam umzugehen ist, so ist es erwünscht, die Pumpe und den Schlauch nicht
mit solcher Flüssigkeit auszufüllen. Dies wird mittels einer in Abb. 2 dargestellter Hilfspumpe,
die dem Gerät nach Abb. 1 zugesetzt wird, erreicht. Diese Hilfspumpe wird an den Schlauch gekuppelt
und ist mit dem Injektor in seiner unmittelbaren Nähe verbunden. Sie steuert das Einspritzen und
ist selber von der Pumpe aus gesteuert mittels einer Flüssigkeit, wie öl, das .sowohl den über den
Kolben 8 gelegenen Zylinderraum als auch den Schlauch 13 ausfüllt und somit als Druckübersetzungsmittel
dient. Es wird dabei an einzuspritzender Flüssigkeit gespart.
Diese Hilfspumpe besteht aus einem mit einer Rückholfeder 19 versehenen Doppelkolben 18, der
in dem Körper 20 der Hilfspumpe gleitet. Der Behälter für die einzuspritzende Flüssigkeit ist
dann über einen Ansatz 21 an dem einen Ende des Körpers 20 der Hilfspumpe befestigt. Der Kolben
hat zwei Köpfe: Der eine, 22, empfängt den Impuls der Steuerfiüssigkeit, wie z. B. Öl, die durch
die Hauptpumpe (Abb. 1) ihren Druck erhält, der andere Kopf 23 übermittelt diesen Impuls der einzuspritzenden
Flüssigkeit, die durch die Austrittsöffnung 24 in den Injektor gefördert wird. Diese
Hilfspumpe ist so nahe wie möglich zum Injektor angebracht. Ihre Verwendung bringt, wie schon
erwähnt, den Vorteil, die Länge des von der einzuspritzenden Flüssigkeit zu durchlaufenden Weges
zu verkürzen, sowie eine Verminderung der benötigten Flüssigkeitsmenge.
Nach einer letzteren Ausführungsform ist der Behälter der einzuspritzenden Flüssigkeit so ausgeführt, daß er selbst den Körper der Hilfspumpe
bildet.
Claims (7)
1. Gerät zur Einspritzung von Flüssigkeiten in lebende Gewebe ohne Nadel und ohne Entzündungen
oder Gewebezerreißungen mittels eines Strahles hohen Drucks, dadurch gekennzeichnet,
daß ein von einer Pumpe mit Impulsstößen gesteuerter Injektor vorgesehen ist, um
diese Einspritzungen in Teilmengen zu bewirken.
2. Ausführungsform des Gerätes nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der an
sich bekannte Injektor mit einer kalibrierten Ausspritzöffnung versehen ist und durch eine
vorzugsweise von einem Elektromotor angetriebenen Pumpe mit Impulsstößen mit dem einzuspritzenden
Stoff beliefert wird.
3. Ausführungsform des Gerätes nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Antrieb der Pumpe durch den Motor unter Zwischenschaltung eines Übersetzungsgetriebes
über den einen Nocken (6) oder eine exzentrische Scheibe oder ähnliche Vorrichtung erfolgt, die
eine Wechselbewegung oder ungleichmäßige Bewegung ausführt. "5
4. Gerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe als Kolbenpumpe
mit Rückholfeder ausgebildet ist und daß der die Stange des Kolbens betätigende Nocken (6) auf einer senkrecht zur Achse des iao
Kolbens angeordneten Welle befestigt ist, die ihren Antrieb von dem Elektromotor über ein
Untersetzungsgetriebe erhält..
5. Gerät nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Hilfspumpe (20) zwischen der Pumpe (10) und den Injektor
eingeschaltet und so ausgestaltet ist, daß sie mittels einer Steuerflüssigkeit, wie öl, von der
Pumpe (io) aus impulsartig angetrieben wird und den Injektor mit der einzuspritzenden
Flüssigkeit versorgt.
6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfspumpe (20) mit
einem Doppelkolben versehen ist, dessen einer Kolbenkopf (22) gegen die Wirkung einer
Rückholfeder (19) impulsartig beaufschlagt wird und dessen anderer Kolbenkopf (23) die
in einen von der Hilfspumpe (20) getragenen Behälter 21 enthaltenden Einspritzflüssigkeit
durch eine Austrittsöffnung (24) in den Injektor fördert.
7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfspumpe (20) so gestaltet
ist, daß sie den Behälter bildet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
5Ö94 4.S3
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| FR693505X | 1949-10-25 |
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