DE87655C - - Google Patents

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DE87655C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22—CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D15/00—Casting using a mould or core of which a part significant to the process is of high thermal conductivity, e.g. chill casting; Moulds or accessories specially adapted therefor
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22—CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D19/00—Casting in, on, or around objects which form part of the product
    • B22D19/04—Casting in, on, or around objects which form part of the product for joining parts

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Eisenbahnwagen-Rad.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Neuerung in der Herstellung von Rädern für Eisenbahn- und hauptsächlich für Strafsenbahnwagen, bei denen der Spurkranz, der Laufkranz und der Radkörper des Rades aus verschiedenen der Beanspruchung bezw. Abnutzung dieser Radtheile einen ungleichen Widerstand entgegensetzenden Metallen besteht, welches die Vortheile des Hartgusses mit denen des aus Stahl und Gufseisen bestehenden Rades in sich vereinigt. , ■
Die Räder, beispielsweise für Strafsenbahnwagen, wurden, um der Abnutzung einen gröfseren Widerstand entgegenzusetzen, bisher aus Hartgufs hergestellt. Dieses Rad hat sich jedoch für die mit Elektricität betriebenen Strafsenbahnwagen, namentlich infolge der durch den Motor bedeutend erhöhten Last des Wagens, nicht als brauchbar erwiesen, weil aufser dieser und der gleichzeitig dabei verlangten gröfseren Geschwindigkeit dieses Rad den hieraus resultirenden heftigeren Stöfsen nicht gewachsen war und leicht zersprang. Um dieses Brüchigwerden bezw. Zerspringen des Rades zu beseitigen, wurde der Radkranz und Spurkranz aus Stahl und der übrige Radkörper entweder aus Gufseisen oder Schmiedeisen hergestellt. Der Spurkranz eines so hergestellten Rades nutzte sich jedoch schneller wie der Laufkranz ab, so dafs das Rad aus diesem Grunde und zur gröfseren Betriebssicherheit in verhältnifsmäfsig kurzer Zeit aufser Gebrauch gesetzt werden mufste. Aufserdem wurden Räder hergestellt, deren Körper und Spurkranz aus Gufseisen bestanden und die nur mit einem Laufkranz aus Stahl versehen waren. Auch diese Räder besitzen den oben erwähnten Uebelstand der schnellen Abnutzung des Spurkranzes, obwohl dieses Material sich für den Radkörper als geeignet erweist. Hieraus folgt, dafs, wenn ein für den Spurkranz geeignetes Material zur Herstellung eines Rades verwendet wird, dieses Material sich nicht auch gleichzeitig für den Laufkranz eignet, da dieser schnell abgeflacht wurde bezw. Brüchen unterworfen ist. Umgekehrt ist ein für den Laufkranz geeignetes Material, wie oben gezeigt, nicht für den Spurkranz geeignet, da dieser, aus solchem Material gefertigt, sich schnell abnutzen wird. Auch der bisher für den Laufkranz verwendete Tiegelgufs - bezw. Schweifsstahl eignet sich nicht besonders für den Laufkranz des Rades, weil ein Abflachen desselben durch das häufige Anziehen der Bremsschuhe und dadurch erfolgende Schleifen des Rades auf den Schienen, namentlich wenn dieselben des besseren Angriffs der Räder wegen mit Sand bestreut sind, nicht vermieden wird. Die oben erwähnte Herstellungsweise der Räder für Strafsenbahnwagen unterscheidet sich nicht von denen von Rädern für Eisenbahnwagen.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist deshalb, die_bben beschriebenen Uebelstände zu beseitigen und ein Rad herzustellen, welches allen an dasselbe gestellten Anforderungen entspricht.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι ein theilweiser Schnitt durch ein für Strafsenbahnwagen geeignetes Rad und
Fig. 2 ein solcher einer abgeänderten Form des Rades, welche gleichzeitig für Eisenbahnräder geeignet ist.
Der für das Rad der vorliegenden Erfindung verwendete Laufkranz α besteht aus besonders getempertem oder gewalztem Stahl, welcher dem Abflachen einen grofsen Widerstand entgegensetzt bezw. dieses Abflachen durch seine Beschaffenheit verhindert. Dieser Laufkranz, welcher entweder von gleicher Querschnittstärke, wie Fig. ι zeigt, oder ein wenig stärker nahe der Flantschseite ist, wie Fig. 2 veranschaulicht, wird zu einer zum Schweifsen geeigneten Temperatur erhitzt und in eine Form gebracht, in welche ein den Radkörper b und Flantsch c bildendes Metall eingeführt wird. Das in die Form eingeführte, den Radkörper bildende Metall verbindet sich in bekannter Weise mit dem Laufkranz α derart, dafs derselbe unverrückbar auf dem Radkörper aufsitzt. Zu gleicher Zeit, in welcher die Verbindung des Radkörpers b mit dem die Radbandage bildenden Laufkranz α vor sieht geht, wird der Radflantsch c, welcher aus gleichem Material wie der Radkörper besteht, an der durch starke Linien in der Zeichnung gekennzeichneten Stelle, d. h. auf der nach der Schiene zu liegenden Seite durch Abkühlen gehärtet bezw. in Hartgufs umgewandelt.
Infolge des verwendeten besonders getemperten Stahles wird ein Abflachen des Laufkranzes vermieden. Ebenso wird eine schnelle Abnutzung des Spurkranzes durch die Umwandlung desselben an seiner der Abnutzung unterworfenen Stelle in Hartgufs verhindert und ein Rad hergestellt, welches entsprechend den verschiedenen Beanspruchungen, seiner Theile aus Metallen gebildet wird, welche diesen Beanspruchungen den erforderlichen Widerstand gegen Abnutzung sowohl als auch gegen Bruch entgegensetzen. Die Beriutzungsdauer, sowie die Betriebssicherheit bei Verwendung so hergestellter Räder wird dem entsprechend bedeutend erhöht und alle die eingangs erwähnten Uebelstände der bisher verwendeten Räder vermieden.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Eisenbahnwagenrad, dessen Lauffläche aus Stahl, dessen Spurkranz auf der nach der Schiene' zu liegenden Seite aus Hartgufs und dessen übriger Körper aus gewöhnlichem Gufseisen besteht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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