DE879314C - Verfahren zur Stabilisierung von hochmolekularen Stoffen - Google Patents

Verfahren zur Stabilisierung von hochmolekularen Stoffen

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DE879314C
DE879314C DEE1325A DEE0001325A DE879314C DE 879314 C DE879314 C DE 879314C DE E1325 A DEE1325 A DE E1325A DE E0001325 A DEE0001325 A DE E0001325A DE 879314 C DE879314 C DE 879314C
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DE
Germany
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film
weight
parts
molecular weight
high molecular
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Expired
Application number
DEE1325A
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English (en)
Inventor
Alex Dr Jahn
Werner Dr Starck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08K—Use of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00—Use of organic ingredients
    • C08K5/49—Phosphorus-containing compounds
    • C08K5/5399—Phosphorus bound to nitrogen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Stabilisierung von hochmolekularen Stoffen Bekanntlich erleiden die meisten hochmolekularen Substanzen bei Wärmebeanspruchung unerwünschte Veränderungen ihrer Eigenschaften. Durch Abspaltung von niedermolekularen Bruchstücken, wie Säure, Aldehyd, tritt bei einem großen Teil der Hochmolekularen Verfärbung ein; parallel damit geht der Verlust guter Eigenschaften des betreffenden Produktes. Es sind deshalb für den praktischen Einsatz der Produkte eine ganze Reihe von Hitzestabilisatoren bekanntgeworden. Für den Fall chlorhaltiger Stoffe sind in der Patentschrift 732 o87 acylierte Äthylenimine als Stabilisatoren beschrieben, wobei beliebige organische Acylreste als Substituenten am Äthylenimin dienen können.
  • Es wurde nun gefunden, daß man zur Stabilisierung besonders vorteilhaft solche Äthyleniminderivate verwenden kann, deren Stickstoff amidartig an Phosphor gebunden ist. Dabei können r, 2 oder 3 Äthylenimin-Reste mit dem Phosphor verknüpft sein. Die Herstellung derartiger Verbindungen ist Gegenstand der Patente 863 055 und 854 65z.
  • Die genannten Stabilisatoren werden vorteilhafterweise in Mengen von 0,5 bis 5 % zugesetzt. Sie stabilisieren nicht nur gegen Verfärbung des hochmolekularen Stoffes bei Wärmebeanspruchung, sondern auch gegen Lichteinflüsse und wirken ferner weitgehend der Verschlechterung anderer Eigenschaften entgegen. So hemmen die genannten Stabilisatoren z. B. den Abfall der Eigenviskosität bei thermischbeanspruchten Polyvinylacetalen in starkem Maße.
  • Die Zumischung der Stabilisatoren zu den zu stabilisierenden Substanzen kann in beliebiger Weise erfolgen, z. B. durch Vermischen mit oder ohne Lösungsmittel, Einwalzen usw. Zu diesen Mischungen können weitere Substanzen, z. B. Weichmacher, zugegeben werden. Der Zusatz der Stabilisatoren kann bei der Block- und Lösungsmittelpolymetisation auch bereits vor Beginn der Polymerisation oder während ihrer Durchführung erfolgen.
  • Das neue Verfahren ist besonders gut geeignet für die Stabilisierung von säureabspaltenden Hochmolekularen, wie Polyvinylchlorid oder Chlorkautschuk, sowie von Acetalen des Polyvinylalkohols.
  • Beispiel i Eine Mischung aus 6o Gewichtsteilen Polyvinylchlorid und 4o Gewichtsteilen Trikresylphosphat wird unter Zusatz von 3 Gewichtsteilen Triäthyleniminophosphinoxyd bei i6o° zu einem Fell verwalzt. Die Farbe des Felles ist gelblich gegenüber dunkelbraun beim Verwalzen ohne Stabilisator.
  • Beispiel 2 Eine Lösung eines Mischpolymerisats aus 85 Gewichtsteilen Vinylchlorid und 15 Gewichtsteilen Vinylacetat wird mit 2 bis 3 0/0 (bezogen auf Polymeres) Triäthyleniminophosphinoxyd versetzt. Der daraus hergestellte klare Film zeigt bei i2o° nach 6 Stunden eine gelbliche, nach io Stunden gelbe Färbung, während der Vergleichsfilm ohne Stabilisator dunkelbraun bzw. schwarz ist.
  • Beispiel 3 Eine Lösung des Mischpolymerisats aus 85 Gewichtsteilen Vinylchlorid und 15 Gewichtsteilen Vinylacetat wird mit 3 0/0 (bezogen auf Polymeres) Diäthylamino-di-äthylenimino-phosphinoxyd vermischt. Der daraus hergestellte klare Film zeigt nach 6 Stunden bei i2o° nur eine gelbliche Färbung (Vergleichsfilm dunkelbraun).
  • Beispiel 4 Eine Lösung des Mischpolymerisats aus 85 Gewichtsteilen Vinylchlorid und 15 GewichtsteilenAcrylsäuremethylesterwird mit 3 % Äthoxy-di-äthylenimino-phosphinoxyd vermischt. Der daraus hergestellte Film zeigt nach 6 Stunden bei i2o° nur eine gelbliche Färbung (Vergleichsfilm dunkelbraun).
  • Beispiel s Eine 30%ige Lösung von Chlorkautschuk in Xylol wird mit 5 % Triäthyleniminophosphinoxyd versetzt und auf ioo° erhitzt. Die Lösung zeigt nach 2ostündigem Erhitzen keine saure Reaktion. Die Vergleichslösung ohne Stabilisator spaltet schon nach kurzer Zeit Chlorwasserstoff ab.
  • Beispiel 6 ioo Gewichtsteile Polyvinylbutyral und 45 Gewichtsteile Dibutylphthalat werden unter Zusatz von 3 bis 40/, Triäthyleniminophosphinoxyd in 335 Teilen Methanol gelöst und ein Film gegossen. Etwa 6o mm lange Streifen des Films werden frei hängend bei iio° unter Luftzutritt erwärmt. Während der Vergleichsfilm ohne Stabilisator bereits nach spätestens 2 Stunden eine Längenzunahme von über 350 0/0 erreicht, erfährt der Prüffilm erst nach 6 bis 8 Stunden eine Längung von Zoo bis 25o 0/0. Dabei tritt eine zunehmende Verfestigung ein, die nur zum Teil auf die fortschreitende Verdampfung des Weichmachers zurückzuführen ist. Die Filme bleiben klar. Ein anderer Filmstreifen wird io bis 15 Stunden auf i2o bis i25° erhitzt. Während der Vergleichsfilm nach dieser Behandlung gelbbraun ist, zeigt der Prüffilm nur eine geringe Vergilbung.
  • Es können Stabilisatormengen von 2,5 bis 511/0 verwendet werden, wobei das Optimum bei 3 bis 4 0/0 liegt.
  • ' Beispiel ? Ein aus einer Lösung hergestellter Film aus einem Mischpolymerisat aus 85 Gewichtsteilen.Vinylchlorid und 15 Gewichtsteilen Vinylacetat, der 2 bis 3 0/0 Triäthyleniminophosphinoxyd enthält, wird 24 Stunden unter der UV-Lampe belichtet. Er färbt sich nur gelblich, während ein ebensolcher Film ohne Stabilisatorzusatz braun wird. Die Temperatur des Films bei der Belichtung beträgt jeweils 40°.
  • Beispiel 8 Der in Beispie17 beschriebene Mischpolymerisat-Film wird mit 301,) Diäthylamino-di-äthylenimino-.phosphinoxyd stabilisiert. Er ist nach 24stündiger UV-Belichtung bei 40° nur gelblich, während ein unstabilisierter Vergleichsfilm braun ist.
  • Beispiel g Ein aus einer Lösung hergestellter Film des Mischpolymerisats aus 85 Gewichtsteilen Vinylchlorid und 15 Gewichtsteilen Acrylsäuremethylester wird mit 3"/o Äthoxy-di-äthylenimino-phosphinoxyd stabilisiert. Nach 24stündiger UV-Beleuchtung ist der Film gelbbräunlich, während der Vergleichsfilm ohne Stabilisator dunkelbraun ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Stabilisieren von hochmolekularen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daB man ihnen solche Äthyleniminderivate zusetzt, deren Stickstoff amidartig an Phosphor gebunden ist.
DEE1325A 1950-06-13 1950-06-13 Verfahren zur Stabilisierung von hochmolekularen Stoffen Expired DE879314C (de)

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DE (1) DE879314C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1161687B (de) * 1959-07-28 1964-01-23 Eastman Kodak Co Lichtstabilisatoren fuer Polyvinylchlorid und Vinylchlorid-Mischpolymerisate
DE1281613B (de) * 1963-05-31 1968-10-31 Hoechst Ag Herstellung von auf Metallen, Glas und Keramik haftenden UEberzuegen und Dichtungen aus Vinylchlorid-Polymerisaten
DE1297342B (de) * 1960-10-21 1969-06-12 Degussa Herstellen von Kunststofformteilen mit vermindertem plastischem Fluss und verbesserter Stabilitaet

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DE1297342B (de) * 1960-10-21 1969-06-12 Degussa Herstellen von Kunststofformteilen mit vermindertem plastischem Fluss und verbesserter Stabilitaet
DE1281613B (de) * 1963-05-31 1968-10-31 Hoechst Ag Herstellung von auf Metallen, Glas und Keramik haftenden UEberzuegen und Dichtungen aus Vinylchlorid-Polymerisaten

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