DE8803175U1 - Vorrichtung zur Erzeugung von künstlichem Innenraumnebel - Google Patents
Vorrichtung zur Erzeugung von künstlichem InnenraumnebelInfo
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Description
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Günther Schaidt
2000 Schenefeld b. Hamburg
Vorrichtung zur Erzeugung von künstlichem Innenraumnebel.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Erzeugung von künstlichem Innenraumnebel gemäß Oberbegriff des Schutzanspruchs.
Sogenannte elektrische Nebelgeräte ( Theater-Nebelgerate)
sind seit vielen Jahren bekannt. Sie bestehen im wesentlichen aus einem Vorratsbehälter ( Tank) für die zu
vernebelnde Substanz ( Nebelfüssigkeit), einer Fördereinrichtung
dafür une einem elektrisch beheizten Verdampfer (Wärmetauscher). Die Verdampfung erfolgt nach dem Durchlauferhitzer-Prinzip.
Geräte dieser Art werden fast ausschließlich in 110/220
Volt-Wechselstrom-Bauweise hergestellt, mit einer Heizleistung von bis zu 3000 Watt. Für größere Leistungen werden
üblicherweise verbrennungsmotorisch betriebene Geräte oder
gas- crier heizölbetriebene Nebelgeneratoren gefertigt.
Für den Einsatz in Industrie und Forschung, z. B. für klimatechnische und strömuncotechnische Versuche sowie zur
Simulation von Brandrauch bei Katastrophenschutzübungei; sowie
für Unterhaltungszwecke werden für Großanwendungen Geräte mit hon-er Nebelleistung benötigt. Die bisher bekannten elektrische)
Geräte mit einer Stromaufnahme von max. 16A gespeist aus Haushalts-Stromnetzen, weisen jedoch für Großanwandungen den
Nachteil zu kleiner Nebelleistung bei zu kurzer Betriebsdauer auf. Versuche/ die Leistung döv Geräte durch die ver-
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wandung mehrerer paralleler Verdampferayateme zu steigern, !
waren selbst bei der Verwendung mehrphasigen Drehstroms nicht befriedigend, da sich eine Reihe ernsthafter Probleme zeigte.
So stellte die zuverlässige Absicherung der Geräte gegen Übet
temperatur bei gesteigerter Heizleistung ein großes Problem dar.
Da Geräte höherer Leistung einen Leichtmetall-Wärmetauscher haben besteht bei über temperatur oder Versagen eier Temperatur-Regeleinrichtung
das Risiko einer Schmelze des Wärmetauschers. In Verbindung mit der heute üblichen wässrigen Nebellösung besteht
in solchen Fällen zusätzlich zum Brandrisiko die Gefahr einer Dampfexplosion bzw. der elektrol'/tisehen Bildung von explosivem
Wasserstoff-Sauerstoff-Gemischen. Aus diesen Gründen erfordert die Konstruktion von Hochleistungsgeräten, insbesondere wenn
sie im Bereich sicherheitsempflindlicher Objekte eingesetzt werden, hohe Anforderungen an die thermische Absicherung, die
bislang noch nicht erfüllt werden können.
Die Verwendung von Ubertemperatur-Schutzschaltern in
Verbindung mit Thermostaten ist für die besonderen Sicherheitsansprüche solch leistungsstarker Geräte mit entsprechend großem
Wärmetauscher-Volumen ungenügend.
Zusätzliche Nachteile sind, bei der Verwendung mehrerer paralleler Wärmetauscher, die getrennten Nebelaustrittsöffnungen,
die massige Wärmekopplung und das Erfordernis, die einzelnen Wärmetauscher thermisch separat zu überwachen.
Versuche, groöe einteilige Wärmetauscher mit einem vergrößerten
Verdampfersystem zu konstruieren, ergaben Probleme | mit der Wärmeübertragung bei den erforderlichen Durchströmge- &Ggr;
schwindigkeiten. j
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
gemäß Oberbegriff des Schutzanspruchs so auszugestalten, daß
sie nicht nur hinsichtlich der Nebelerzeugung, sondern auch : im Hinblick auf die Betriebssicherheit bekannten Nebelgene- j
rotoren üiserlegen ist» 1
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Erreicht wird dies durch eine Vorrichtung nach dem Schutzanspruch.
Das Prinzip der vorliegenden Erfindung beruht im wesentlichen auf der mehrfachen Absicherung der einzelnen
Schaltelemente. Versacft ein Schaltelement, so stehen noch
weitere Elemente zur Verfügung, die sicherstellen, daß in einem Störungsfall der Nebelgenerator von seiner Energiequelle
abgeschaltet; wird. Nur so kann das Wagnis eingegangen werden, Nebelgeneratoren mit hoher Nebelerzeugung
einzusetzen.
Entsprechend der Erfindung werden nicht nur die vorgenannten Probleme gelöst, sondern darüber hinaus zusätzliche
VErbesserungen erreicht.
Der Wärmetauscher wird großvolumig in Leichtmetall-Ausführung für hohe Wärme-Speicherkapazität mit mehreren integrierten
Verdampfersystemen ausgeführt. Der Vorteil besteht in der gemeinsamen Temperaturregelung aller Verdampfersysteme
in einer hohen Speicherkapazität und in einwandfreier Verdampfung auch bei hoher Durchflußrate des Nebelpräparates.
Die gemeinsame, aus gut wärmeleitenden Werkstoffen gefertigte, thermisch an den Wärmetauscher gekoppelte Auslaßöffnung
des Nebels ( Düse ) erreicht ein tropfenfreies Vernebeln der Präparate. Die Edelstahlauslaßrohre der Verdampf
er sy sterne münden in ein gemeinsames Kupferrohr, welches von gut wärmeleitendem Material umgeben ist. und mit
dem Wärmetauscher zwecks Wärmeleitung verbunden ist.
Die Temperaturregelung und Absicherung gegen Übertemperatur
wird durch die Kombination mehrerer verschiedenartiger Thermostate und Temperaturwächter in Kombination mit einem
Relais erreicht.
Zur Erzielung maximaler Nebelleistung wurden die vorgenannten Temperaturregel- und Schalteinheiten so gestaltet,
daß im Gegensatz zu üblichen Thermostatsteuerungen die Heizleistung in dem Augenblick einsetzt, in dem die Nebelerzeugung
gestartet wird. Nachteilig bei bekannten Systemen ist
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d*.e zeitlich verzögerte Erkennung desTemperafcurabfalls bei
schlagartiger Inanspruchnahme des Gerätes. Selbst bei hochempfindlichen Temperaturreglern liegt die Ansprechzeit
bei mehr als 30 Sekunden, bedingt durch die WärmeIeit-Trägheit
der großen Speichermasse, Für leistungsstarke Geräte ist es jedoch erforderlich, sofort bei Beginn der Nebelerzeugung
Energie zuzuführen, um eine möglichst lange und somit quantitativ hohe Nebelerzeugung zu erzielen. Zu diesem Zweck
wird die Thermostat/Relais-Kombination gemäß der Erfindung so angeordnet, daß im Augenblick des Auslösens der Nebelerzeugung
( Einschalten des Nebelpräparat-Fördersystems-Pumpe)
die Heizkörper sofort mit der Aufheizungt· des Wärmetauschers
beginnen, ohne daß bei Versagen der Fördereinrichtung oder bei Betriebsstoffmangel eine gefährliche Ubertemperatur entsteht.
Zusätzlich wurde die Thermostat/Relais-Kombination gemäß
der Erfindung mit einem elektronischen Regelkreis dergestalt verbunden, daß das Relais und damit die Sofortheizung auch
dann einschalten, wenn das Ansteuersignal (z.B. Ansteuerstrom oder -spannung) von den erforderlichen Werten des Regel»
gerätes ( Relais) abweichen. Dadurch wird es ermöglicht, die Regelung der Nebelleistung, z. B. durch Phasenanschn-xtt-Steuerung
der Fördereinheit mit der Sofortheizungssteuerung zu kombinieren, so daß auch im Fernsteuerbetrieb auf die Steuerungsart
nicht verzichtet werden muß
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise
erläutert.
Die Zeichnung zeigt eine schaubildliche Ansicht der wesentlichen Teile einer Vorrichtung gemäß der Erfindung.
BtLt 10 ist in der Schaltung eine dreiphasige elektrische Energieversorgung mit Mittelpunkts leiter gezeigt. Die entsprechenden
Leiter gelangen zu der mit 12 bezeichneten Heizung des Nebelgenerators, die ihrerseits zum nicht gezeigten Verdampfer
des Nebelgenerators gehört.
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Mit 11 ist eine Elektronik bezeichnet, welche dazu dient, die Eingabebefehle der Bedienungsperson umzusetzen.
In den Speisestromkreisen zur Heizung 12 sind hintereinander ein mehrpoliges Relais 14 und ein mehrpoliger
Schalter 15 gezeigt, weiche bei Betätigung die Energieversorgung zur Heizung 12 abschalten können.
Mit 13 ist eine Pumpe für die Verdampferflüssigkeit gezeigt, welche im Gegensatz zur Heizung 12 einphasig betrieben
wird.
Im Bereich des Verdampfers bzw. der Heizung sind Temperaturmeßstellen angeordnet, welche über Temperaturmeßleitungen T1, T2 und T3 mit nachgeordneten Bauteilen verbunden sind. Die Temperaturmeßleitung T1 führt zu einem Regelthermostat 16, die Leitung T2 zu dem Schalter 15 und die Leitung T3 zum Sicherheitsthermostat 17.
Im Bereich des Verdampfers bzw. der Heizung sind Temperaturmeßstellen angeordnet, welche über Temperaturmeßleitungen T1, T2 und T3 mit nachgeordneten Bauteilen verbunden sind. Die Temperaturmeßleitung T1 führt zu einem Regelthermostat 16, die Leitung T2 zu dem Schalter 15 und die Leitung T3 zum Sicherheitsthermostat 17.
Zur Veranschaulichung sei gesagt, daß die Elemente 16, 15 und 17 bei Temperaturen von 330 bzw. 360 bzw. 4800C
ansprechen können.
&iacgr; Schließlich befinden sich in den Speisestromkreiyen
20 zu der Heizung 12 noch Schnappseheiben, hierbei handelt
um
es sich auf überstrom bzw. Temperatur ansprechende Elemente,
die beispielsweise so eingestellt werden können, daß sie bei einer Temperatur über 4800C ansprechen.
Im Normalbetrieb betätigt die Bedienungsperson die Stewerteile der Elektronik 11, so daß die Elektronik veranlaßt,
daß das Relais 14 und der Schalter I5 eingeschaltet
werden, so daß die Heizung aufheizt. Bei Erreichen der Betriebstemperatur *»ird auch die Pumpe 13 mit Energie vti.-sorgt,
so daß Nebel erzeugt wird.
Die Elektronik stellt dabei auch sicher, daß in jedem Falle die Anzugsspannung für das Relais 14 zur Verfügung
steht, wenngleich die an die Pumpe 13 gelegte Spannung nicht mit der Netzspannung übereinstimmt, sondern irgendeinem
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niedrigeren Wert entspricht, so wie dies wiederum der abgegebenen Nebelmenge entspricht.
Gemäß der Erfindung ist auch sichergestellt worden, daß folgendes Betriebsverhalten des Nebelgenerators gemäß
der Erfindung möglich ist. Wird die Abgabe einer bestimmten Nebelmenge verlangt, so wird bereits bei Beginn dieses Vorganges die Thermostatsteuerung der Heizung "überbrückt",
es wird nämlich sofort eine erhöhte Einspeisung der Heizung 12 vorgenommen, und zwar unabhängig davon, ob dies rein von
der gegenwärtigen Temperatur im Verdampf er 1^tIg wäre. Dadurch
wird sichergestellt, daß bei längerer Abnahme oder bei sehr starker Abnahme von Nebel der Verdampfer nicht in einen
ungünstigen Untertemperaturbereich gerät.
Nachfolgend werden mögliche Störungsfälle betrachtet und erläutert, wie der Nebelgenerator gemäß der Erfindung in
diesen Fällen wirkt.
Überschreitet die Temperatur im Verdampfer die Temperatur
TI, so spricht der Regelthermostat 16 an und öffnet das Relais 14.
Liegt ein Defekt vor, beispielsweise bei der Temperaturmessung oder im Regelthermostat 16 oder beim Relais 14, so
steige die Temperatur weiterhin an und bei Erreichen der Temperatur T2 öffnet der Schalter 15.
Temperaturmessung T2 vor, so wird die Heizung 12 weiterhin mit Energie versorgt und dip Temperatur steigt weiterhin an.
In diesem Falle spricht das Sicherheitethermostat 17 an, und veranlaßt, daß das Relais 14 und/oder der Schalter 14 öffnet.
Liegt auch hier wiederum ein Fehler bei dem Relais 14 oder dem
und nunmehr sprechen- die Schnappscheiben 18 an und unterbrechen
die weitere Energieeinspeieung zur Heizung 12.
Ee zeigt sich, daß eine Vielzahl von unabhängigen Fehlern
auftreten müssen, bis dieser Fall auftreten könnte.
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Claims (1)
- SchutzanspruchVorrichtung zur Erzeugung von künstlichem Innenraumnebel, aufweisend einen Verdampfer für Nebelflüssigkeit, eine gesteuerte Heizung für den Verdampfer, eine Pumpe für die Nebelflüssigkeit und Steuereinrichtungen für die Heizung und die Pumpe hinsichtlich der abgegebenen Nebelmenge, der Temperatur des Verdampfers und dergl., dadurch gekennzeichnet, daß die Heizung (12) über drei Speisestromkreise ( 10) versorgt ist und daß in den Speisestromkreisen (10) die folgenden Schaltelemente angeordnet sind:Ein Relais (14), das über einen ersten Regelthermostat (16) bei einer bestimmten ersten Temperatur (T1) des Verdampfers bzw. der Heizung (12) angesteuert Let und öffnet, wobei ein zweiter Thermostat (17) vorgesehen ist, der bei einer höheren Temperatur (T2) das Relais (14) öffnet,ein mehrpoliger Schalter (15), der bei einer höheren Temperatur ( T3) angesteuert ist und öffnet, undbei überstrom öffnende Schalter (18),vorzugsweise nicht selbsttätig rückeehaltende Schnappscheiben.Mnlnii<o toi nn i7 &tgr;&igr; «&igr; Mi -IfJ I? :< II "Hi!» limit» Mpx&Igr;&Igr;.&iacgr;&mgr;&Igr;- &lgr;&igr;·, 1111<■ &igr; Ii &igr; iwmiin■{.» &iacgr; ,; &igr;?&igr;&idiagr;.&igr;&igr;.
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8803175U DE8803175U1 (de) | 1988-03-09 | 1988-03-09 | Vorrichtung zur Erzeugung von künstlichem Innenraumnebel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8803175U DE8803175U1 (de) | 1988-03-09 | 1988-03-09 | Vorrichtung zur Erzeugung von künstlichem Innenraumnebel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8803175U1 true DE8803175U1 (de) | 1988-05-11 |
Family
ID=6821638
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8803175U Expired DE8803175U1 (de) | 1988-03-09 | 1988-03-09 | Vorrichtung zur Erzeugung von künstlichem Innenraumnebel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8803175U1 (de) |
-
1988
- 1988-03-09 DE DE8803175U patent/DE8803175U1/de not_active Expired
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