DE8806974U1 - Kupplung für sterile Verbindung - Google Patents
Kupplung für sterile VerbindungInfo
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Description
Dr. Wolfgang Maohat
in Wien
in Wien
Die Neuerung betrifft eine Kupplung für die sterile Verbindung einer vom Patienten ausgehenden Schlauchleitung mit einer im
!"alle eines Peritonealdialysegerätes von einem Diaiysatbeutel
!Oder von einer Infusionsflasche ausgehenden Schlauchleitung !bestehend aus einer zylInderförmigen Hülse mit durchgehender
Axialer Bohrung und einem mit ihrem ersten Ende verbindbaren und •inen Längskanai aufweisenden zylinderiiömigsn Kupplungsteil/ der
fttit einer Schlauchleitung verbindbar bzw. verbunden ist/ aus
•iner in der Hülse vorliegenden durchstechbaren Membran und einem
Ebenfalls in der Hülse befindlichen, zur Aufnahme bakterizider flüssigkeit dienenden saugfShigen, elastischen Körper und weiters
•us einem zur Hülse achsenparallel bzw. koaxial verlaufenden/ zum perforieren der Membran dienenden und einen Längskanal aufweisenden
zyiinderförmigen Dorn, der vom zweiten Ende der Hülse Ausgehend in die Hülse axial einschiebbar angeordnet ist und der
Ireiters mit seinem freien Ende mit der anderen Schlauchleitung
Verbindbar bzw. verbunden ist, so daß nach der Verbindung der fcülse mit dem Kupplungsteil und er folgern Einschieben des Doms
Und der Perforation der Membran einet Verbindung zwischen der fpatientenseitigen Schlauchleitung und der beutel- bzw. flaschen-•eitigen
Schlauchleitung hersteilbar ist.
Bei der chronischen, ambulant durchführbaren Peritonealdialyse
befindet sich am Bauch des Patienten ein Schlauchstück, (las mit seinem inneren Ende in die Peritonealhöhle (Bauchhöhle)
tragt. Das freie Ende wird in bestimmten Zeitabständen (z.B. alle #echs Stunden) mit dem Schlauchendstück eines Beutels in
!Verbindung gebracht, so daß die im Beutel enthaltene Dialysatflüssigkeit
in die Bauchhöhle gelangen kann, wo sie etwa eine halbe Stunde verweilt. Sodann wird eier Beutel auf den Boden
gelegt, wodurch die Flüssigkeit in dem Beutel abströmt und mit diesem weggeworfen wird. Die Kupplung der beiden Schlauchenden
erfolgt über Steck- oder Schraubverschlüsse, die händisch in der Regel vom Patienten selbst unter sterilen Bedingungen (Handschuhe,
Mundmaske) verbunden werden. Trotz aller steriler Maß-
f * I if
nahmen kommt es hiebei verhältnismäßig häufig zu Bauchfellentzündunger..
Aus der FR-PS 2 506 162 ist weiters eine Kupplung für
Peritonealdialysegeräte bekanntgeworden, welche dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1 entspricht.
Der Nachteil dieser bekannten Kupplung besteht darin, daß
bei jedem Kupplungsvorgang zumindest für kurze Zeit die zur gegenseitigen Verbindung bestimmten Bereiche des patientenseitigen
Kupplungsteiles und der Hülse, die über den Dorn mit der beutelseitiaen Schlauchleitung verbunden ist; unsterilen Verhältnissen
ausgesetzt sind, wie dies beispielsweise dort aus der
Fig. 2 hervorgeht. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Verbindung der Kupplungsteile jeweils über eine eher umständlich
handhabbare Schraubverbindung erfolgt und daß der zur Aufnahme bakterizider Flüssigkeit bestimmte Körper gleichzeitig als
durchstechbare Membran fungiert. Es besteht somit die Gefahr, daß bei der Perforation des aus Schaumstoff gefertigten Körpers
Teilchen desselben in die Peritonealhöhle gelangen können. Neiters muß der Patient den zur Aufnahme bakterizider Flüssigkeit
bestimmten Körper bei jedem KupplungsVorgang selbst mit bakterizider
Flüssigkeit tränken, wodurch die ausreichende Dosierung mit bakterizider Flüssigkeit nicht ausreichend sirhergestellt ist.
Ferner zeigt die US-PS 4 473 369 eine dem gleichen Zweck dienende Kupplung, bei welcher Sterilität durch UV-Licht-Bestrahlung
erreicht werden soll; ähnlich zum Neuerungsgegenstand ist eine am Dorn befestigte, ziehharmonikaartig faltbare Umhüllung desselben.
Die Neuerung setzt sich die Schaffung einer Kupplung zum Ziel, die trotz ihr^r einfachen Handhabung Sterilität gewährleistet.
Dies wird neuerungsgemäß dadurch erreicht, daß der mit
der patientenseitigen Schlauchleitung verbindbare bzw. verbundene und mit der Hülse untrennbar verbundene, axial verschiebbare Dorn
mit Hilfe eines sich durch eine axial verlaufende Ausnehmung der Hülsenwandung radial erstreckenden Verriegelungsteiles in beiden
Endlagen in quer verlaufenden Abschnitten der AusiuL■■·'■ ^ verriegelbar
ist, wobei dieser von einem flanschartigen Abschnitt etwa in der Mitte des Domes abstehende Verriegelungsteil zusammen
mit dem flanschartigen Abschnitt in den Endlagen entweder an eine mit einer Bohrung zur Durchführung des Dorne versehene
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Endwand der Hülse oder an eine in der Hülse befindliche ebenfalls
mit einer Bohrung zur Durchführung des Doms versehene Zwischenwand anschlägt und daß weiters der zur Aufnahme der bakteriziden
Flüssigkeit dienende Körper von der dem ersten Ende der Hülse zugewandten Fläche der Zwischenwand, ausgehend über einen Teil
der Längserstreckung der Hülse an der Innenwand derselben fixiert ist und eine zur Durchführung des Doms durchgehende Längsbohrung
aufweist, daß ferner ein bis zu diesem Körper durch das erste Ende der Hülse einschiebbarer und auswechselbarer hiülsenförmiger
Einsatz vorgesehen ist, der einen ebenfalls zur Aufnahme bakterizider Flüssigkeit dienenden saugfähigen, elastischen Körper mit
einer zur Durchführung des Dorns durchgehenden Längsbohrung enthält, um den fix mit der Hülse verbundenen saugfähigen,
elastischen Körper bei jedem Kupplungsvorgang mit frischer bakterizider Flüssigkeit versorgen zu können und daß weiters der
Mit dem ersten Ende der Hülse verbindbare und mit der beutel-
bzw. flaschenseitigen Schlauchleitung verbindbare bzw. verbundene Kupplungsteil bis zur Anlage an den hülsenförmigen
Einsatz in die Hülse einschiebbar und mit Hilfe eines oder mehrerer sich durch eine oder mehrere axial verlaufende Ausnehmungen. der Hülsenwandung radial erstreckenden VerriegelungsteiIe
im eingeschobenen Zustand in einem quer verlaufenden Abschnitt der Au&nehmung/Ausnehmungen verriegelbar ist, wobei die von der
beutel- bzw. flaschenseitigen Schlauchleitung abgewandte Mündung des Längskanals des Kupplungsteiles mit der durchstechbaren
Membran abgedeckt ist, Dabei weist vorzugsweise der zum Einschieben in den Längskanal des Kupplungsteiles bestimmte
Bndbereich des Dorne unter Ausbildung einer Ringschulter einen
kleineren Außendurchmesser unter Beibehaltung des Innendurchmessers seines Längekanals auf, wobei an der Ringschulter ein aus
elastischem Material bestehender O-Ring befestigt ist, Ger im
eingeschobenen Zustand des Dorne um die Mündung des Längskanals des Kupplungsteiles abdichtend anliegt, und es wird die Kupplung
bevorzugt so ausgebildet, daß weiters die kreisscheibenfurmige
Membran mit einer in einem Bereich unterbrochenen, kreisrunden und konzentrischen Schwächungslinie versehen ist, deren Durchmesser dem Außendurchmesser des Endbereiches des Dorns entspricht, um beim Eindringen dieses Endbereiches in die Membran
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ein Aufreißen der Membran entlang dieser Schwächungslinie mit Ausnahme des unterbrochenen Bereiches zu erreichen.
Die Neuerung ist im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispieles im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert.
Die Fig. 1 zeigt in Explosionsdarstellung die wesentlichen Teile der neuerungsgemäßen Kupplung in Seitenansicht. Fig. 2a
zeigt den Dorn teilweise geschnitten in Seitenansicht und Fig. 2b in Vorderansicht und mit vergrößertem Endbereich, wobei Fig. 2b
einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 2a darstellt. Fig. 3
zeigt die Hülse und den zylinderfönnigen Einsatz teilweise
geschnitten in Seitenansicht, während die Fig. 4 den Kupplungsteil und den Verschlußteil ebenfalls teilweise geschnitten in
Seitenansicht darstellt, wobei noch ein für beide Teile gleich ausgeführter profilierter Drehgriff in Vorderansicht gezeigt
wird. Die Fig. 5 und 6 zeigen die neuerungsgemäß zusammengesetzte Kupplung in beiden Endstellungen des Doms teilweise geschnitten
in Seitenansicht, wobei der besseren Übersichtlichkeit wegen in der Fig. 5 der zur Abdeckung des Doms dienende Schlauch nicht
dargestellt ist. Die Fig. 6 zeigt im Gegensatz zur Fig. 5 die Hülse mit dem aufgeschobenen Verschlußteil. Fig. 7 zeigt in
vergrößertem Maßstab die Membran in Vorderansicht mit Schwächungslinie und den Kupplungsteil teilweise.
Die neuerungsgemäße Kupplung besteht, wie in Fig. 1 dargestellt, aus fünf wesentlichen Teilen, u.zw. aus der Hülse 1, dem
Dorn 2, dem hülsenförmigen Einsatz 4 und dem wahlweise in die Hülse einschiebbaren Verschlußteil 5 bzw. aus dem mit der beutel-
bzw. flaschenseitigen Schlauchleitung 3 verbindbaren Kupplungsteil 3. Eine weiters gezeigte Endwand 11 für die Hüls«, ist im
montierten Zustand mit der Hülse 1 fest verbunden. Wie aus den Fig. 2, 5 und € hervorgeht, weist der Dorn 2 einen Längskanal 20,
ein stumpfes Ende 24, einen einen kleineren Durchmesser aufweisenden Endbereich 25, der wie aus Fit,. 5 ersichtlich, zum
Einschieben in den Längskanal 30 des Kupplungsteiles 3 bestimmt ist, weiters eine Ringschulter 26, an welcher ein elastischer
O-Ring 27 befestigt ist, der, wie ebenfalls aus Fig. 5 zu erkennen ist, bei eingeschobenem Dorn 2 um die Mündung des Längskanals 30 des Kupplungsteiles 3 abdichtend anliegt, sowie einen
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etwa in der Mitte seiner Längserstreckung flanschartigen Abschnitt 22 mit abstehendem Verriegelungsteil 23 auf.
Gemäß den Fig. 3, 5 und 6 weist die Hülse 1 im Bereich ihres ersten Endes IA zwei axial mit dazu quer verlaufenden Abschnitten
14A verlaufende Ausnehmungen 14 in ihrer Wandung auf. Etwa in ihrem mittleren Bereich weist die Hülse einen stufenartigen
Abschnitt ihrer axialen Bohrung unter Ausbildung einer Ringschulter 16 auf, von welcher in Richtung ihres zweiten Ende IB
ausgehend ein saugfähiger, elastischer, zur Aufnahme bakterizider Flüssigkeit dienender Körper 10 mit durchgehender Längsbohrung
1OA bis XU einer Zwischenwand 12 mit einer Bohrung an der Hülseninnenwandung befestigt ist. Weiters weist die Hülse 1 zwischen
der ebenfalls eine Bohrung aufweisenden Endwand 11 und der Zwischenwand 12 eine axial verlaufende Ausnehmung 13 in ihrer
Wandung auf. Diese Ausnehmung 13 weist zur Verriegelung des Doms 2 in den beiden Endlagen quer verlaufende Abschnitte 13A und 13B
auf, in welche der Verriegelungsteil 23 des Doms 2 eingreifen kann.
Weiters geht aus den Fig. 3, 5 und 6 ein in die Hülse 1
einschiebbarer hülsenförmiger Einsatz 4 hervor, welcher einen weiteren, zur Aufnahme bakterizider Flüssigkeit dienenden, saugfähigen, elastischen Körper 40 mit einer Längsbohrunr 4OA enthält. Dieser Einsatz 4 ist ferner mit einem Schiebeteil 43 ausgestattet, welcher bei Einschieben des Einsatzes 4 in die Hülse 1
aus der axial verlaufenden Ausnehmung 14 der Hülse 1 herausragt. Aus der Fig. 4 wird der Kupplungsteil 3 mit seinem Längskanal 30
ersichtlich, wobei der Längskanal 30 an seiner dem zweiten Ende IB der Hülse 1 zugewandten Mündung durch eine durchstechbare
Membran 31 abgedeckt ist. Der Kupplungsteil 3 weist weiters radial abstehende Verriegelungsteils 33 auf, die beim Einschieben
des Kupplungeteiles 3 in die axial verlaufenden Ausnehmungen 14 geführt und in den quer verlaufenden Abschnitten 14A verriegelt
werden können. Analog zu den Verriegelungsteilen 33 weist der Verschlußteil 5 radial abstehende Verriegelungsteile 53 mit
gleicher Funktion auf. Der Kupplungsteil 3 und der Verschlußteil
5 sind mit einem profilierten Handgriff 35 bzw. 55 ausgestattet.
Fig. 6 zeigt einen einerseits nahe dem flanschartigen Abschnitt 22 des Dorrs 2 und andererseits an der dem zweiten Ende
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IB der Hülse 1 zugewandten Fläche der Zwischenwand 12 dichtend
befestigten Schlauch 15, der aus elastischem bzw. biegsamem Material gefertigt ist und sich ziehharmonikaartig faltet.
Weiters wird besonders aus Fig. 3 ersichtlich, daß die Ringschulter 16 der Hülse 1 als Anschlag der Stirnwand des
zylinderförraigen Einsatzes 4 dient. Fig. 7 zeigt die Membran 31
mit der kreisrunden konzentrischen Schwächungslinie 311, die in den Bereichen 310 jeweils unterbrochen ist und deren Durchmesser
dem Endbereich 25 des Dorns 2 entspricht.
Die Kupplung wird vorteilhaft wie folgt angewendet: Während des operativen Einsetzens eines Schlauches in die 'Veie Bauchhöhle
des Patienten kam die Hülse 1 mit dem Dorn 2 mit aufgell setztem Verschlußteil 5 unter sterilen Bedingungen am Schlauch-
t ende A angebracht werden. Am Schlauchende B jedes Dialysatbeutels
bzw. einer Infusionsflasche ist bereits der mit der Membran 31 verschlossene Kupplungsteil 3 befestigt.
II Soll die Dialyse durchgeführt werden, entfernt der Patient
den Endteil 5 von der Hülse 1. Nun ersetzt er den in der Hülse 1 f befindlichen Einsatz 4 durch einen neuen Einsatz 4; während
dieses Vorgangs ist zumindest der Endbereich des Dorns - wie
| schon vorher erwähnt - unter Wahrung steriler Verhältnisse vom
mit bakterizider Flüssigkeit getränkten elastischen Körper 10
; vollständig umschlossen. Durch den Ersatz des elte&eegr; Einsatzes 4
durch einen neuen Einsatz 4 wird erreicht, daß der fix befestigte ; Körper 10 bei jedem Dialysevorgang mit frischer bakterizider
Flüssigkeit getränkt wird.
Anschließend kuppelt der Patient den am Schlauchende B befestigten Kupplungsteil 3 mit Hilfe der oben beschriebenen
Verriegelungsmechanik 14, 14A, 33 an die HIUse 1 an. Der Dorn 2
wird nach Entriegelung seines Verriegelungsteiles 23 aus der Ausnehmung 13B in Richtung zum Schlauchende B verschoben. Dabei
durchdringt der Dorn 2 die Eohrung 4A des getränkten Körpers 40 des Einsatzes 4. Sodann erreicht das stumpfe Ende 24 des Dorns 2
die mit der Schwächungslinie 311 versehene Membran 31 und reißt diese entlang der Schwächungslinie 311 auf; der Endbereich 25 des
Dorns 2 wird sodann so lange in den Längskanal 30 des Küpplungsteiles
3 vorgeschoben, bis der an der Ringschulter 26 befestigte O-Ring 27 um die Mündung des Längskanals 30 des Kupplungsteiles 3
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zur abdichtenden Anlage des Dorns 2 an den Kupplungsteil 3
angepreßt wird, so daß die im Beutel befindliche Dialysatflüssigkeit in die Bauchhöhle des Patienten strömen kann. Zur
eicheren Festlegung des Domes 2 in dieser Lage wird dabei sein Verriegelungsglied in der Ausnehmung 13A eingerastet.
Nachdem der gesamte Beutelinhalt in die Bauchhöhle gelangt
ist, wird der Dorn 2 zurückgezogen und in der Ausnehmung 13B verriegelt; sodann entkuppelt der Patient den Kupplungsteil 3 von
der Hülse 1 und ersetzt diesen durch den Verschlußteil 5, welchen er in der Ausnehmung 14A verriegelt. Nach Beendigung der Dialyse
entfernt der Patient den Verschlußteil 5 und ersetzt diesen wiederum durch den Kupplungsteil 3 und verriegelt diesen. Sodann
wird der Dorn 2 wieder vorgeschoben und in der Ausnehmung 13A verriegelt. Anschließend wird der leere Beutel auf den Boden
gelegt, wodurch es zu einem Zurückstreben der Dialysatflüssigkeit
in den Beutel kommt.
Hernach wird der Dorn 2 wieder zurückgeschoben und in der Ausnehmung 13B verriegelt. Abschließend wird der Kupplungsteil 3
von der Hülse 1 entfernt und die Hülse 1 durch den Verschlußteil 5 verschlossen.
Nach einer bestimmten Zeit wird dieser Vorgang wiederholt. Die neuerungsgemäße Kupplung kann dabei nicht nur für den oben
beschriebenen Einsatz zur Durchführung einer Dialyse verwendet werden, sondern in jedem Fall, in welchem eine sterile Verbindung
zwischen Schlauchleitungen hergestellt werden muß, wie beispielsweise die Verabreichung von Infusionen od. dgl.. Durch die
geschilderte Funktionsweise der neuerungsgemäßen Kupplung wird bei einfacher Handhabung die Sterilität des Kupplungsvorganges
gewährleistet, ferner wird durch die neuerungsgemäße Ausbildung
der Membran und des stumpfen Endes des Dorns sichergestellt, daß keine Membranteilchen sowie keine mit bakterizider Flüssigkeit
getränkten Schaumstoffpartikel mit dem Flüssigkeitsstrom in die Bauchhöhle des Patienten geschwemmt werden können.
Claims (8)
1. Kupplung für die sterile Verbindung einer vom Patienten
ausgehenden Schlauchleitung (A) mit einer im Falle eines Peritonealdialysegerätes von einem Dialysatbeutel oder von einer
Infusionsflasche ausgehenden Schlauchleitung (B) , bestehend aus einer zylinderförmigen Hülse mit durchgehender axialer Bohrung
und eines mit ihrem ersten Ende verbindbaren und einen Längskanal aufweisenden zylinderförmigen Kupplungsteil, der mit einer
Schlauchleitung verbindbar bzw. verbunden ist, aus einer in der Hülse vorliegenden durchstechbaren Membran und einem ebenfalls in
der Hülse befindlichen, zur Aufnahme bakterizider Flüssigkeit dienenden saugfähigen, elastischen Körper und weiters aus einem
zur Hülse achsenparallel bzw. koaxial verlaufenden, zum Durchstechen der Menbrar dienenden und einen Längskanal aufweisenden
Dorn, der vom zweite*? Ende der Hülse ausgehend in die Hülse axial
einschiebbar angeordnet ist und der weiters mit seinem freien Ende itfit der anderen Schlauchleitung verbindbar bzw. verbunden
ist, so daß nach der Verbindung der Hülse mit dem Kupplungsteil und erfolgtem Einschieben des Doms und der Perforation der
Membran eine Verbindung zwischen der patientenseitigen Schlauchleitung (A) und der beutel- bzw. flaschenseitigen Schlauchleitung
(B) herstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der mit der patientenseitigen Schlauchleitung (A) verbindbare bzw. verbundene
und mit der Hülse (1) untrennbar verbundene, axial verschiebbare Dorn (2) mit Hilfe eines sich durch eine axial verlaufende
Ausnehmung (13) der Hülsenwandung radial erstreckenden Verriegelungsteiles (23) in beiden Endlagen in quer verlaufenden Abschnitten (13A, 13B) der Ausnehmung (13) verriegelbar ist, wobei
dieser von einem flanschartigen Abschnitt (22) etwa in der Mitte des Dornes (2) abstehende Verriegelungsteil (23) zusammen mit dem
flanschartigen Abschnitt (22) in den Endlagen entweder (Fig. 6) an eine mit einer Bohrung zur Durchführung des Doms (2) versehene Endwand (11) der Hülse (1) oder (Fig. 5) an eine in der
Hülse (1) befindliche ebenfalls mit einer Bohrung zur Durch-
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führung des Dorns (2) versehene Zwischenwand (12) anschlägt und daß weiters der zur Aufnahme der bakteriziden Flüssigkeit
dienende Körper (10) von der dem ersten Ende (IA) der Hülse (1) zugewandten Fläche der Zwischenwand (12) ausgehend über einen
Teil der Längs er Streckung der Hülse (1) an der Innenwand derselben fixiert ist und eine zur Durchführung des Dorns (2)
durchgehende Längsbohrung (10A) aufweist, daß ferner ein bis zu diesem Körper (10) durch das erste Ende (IA) der Hülse (1)
einschiebbarer und auswechselbarer hülsenförmiger Einsatz (4)
vorgesehen ist, der einen ebenfalls zur Aufnahme bakterizider Flüssigkeit dienenden saugfähigen, elastischen Körp^*: (40) mit
einer zur Durchführung ues Dorns (2) durchgehenden Längsbohrung (40A) enthält, um den fix mit der Hülse (1) verbundenen saugfähigen,
elastischen Körper (10) bei jedem Kupplungsvorgang mit frischer bakterizider Flüssigkeit versorgen zu können, und daß
weiters der mit dem ersten Ende (IA) der Hülse (1) verbindbare
und mit der beutel·» bzw. flaschenseitigen Schlauchleitung (B)
verbindbare bzw. verbundene Kupplungsteil (3) bis zur Anlage an den hülsenförmigen Einsatz (4) in die Hülse (1) einschiebbar und
mit Hilfe eines oder mehrerer sich durch eine oder mehrere axial verlaufende Ausnehmungen (14) der Hülsenwandung radial erstreckenden
Verriegelungsteile (33) im eingeschobenen Zustand in einem quer verlaufenden Abschnitt (14A) der M.snehmung/Ausnehmungen
(14) verriegelbar ist, wobei die von der beutel- bzw. flaschenseitigen Schlauchleitung (B) abgewandte Mündung des
Längskanals (30) de-* Kupplungsteiles (3) mit der durchstechbaren
Membran (31) abgedeckt ist.
2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Einschieben in den Längskanal (30) des Kupplungsteiles (3)
bestimmte Endbereich (25) des Dorns (2) unter Ausbildung einer Ringschulter (26) einen kleineren Außendurchmesser unter Beibehaltung
des Innendurchmessers seines Längskanals (20) aufweist, wobei an der Ringschulter (26) ein aus elastischem Material
bestehender O-Ring (27) befestigt ist, dir im eingeschobenen
Zustand des Dorns (2) um die Mündung des Längskaßals (30) des
Kupplungsteiles (3) abdichtend anliegt.
3. Kupplung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die kreisscheibenförmige Membran (31) mit einer in einem
Bereich unterbrochenen, kreisrunden und konzentrischen Schwächungslinie (311) versehen ist, deren Durchmesser dem
AuBendurchmesser des Endbereiches (25) des Dorns (2) entspricht, um beim Eindringen dieses Endbereiches in die Membran (31) ein
Aufreißen der Membran entlang dieser Schwächungslinie (311) mit
Ausnahme des unterbrochenen Bereiches zu erreichen.
4. Kupplung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Durchstechen der Membran (31) bestimmte
Endbereich des Dorns (2) in der zurückgezogenen Endlage (Fig. 6) in der LSngsbohrung (ICA) ueö &Pgr;&igr; ic. bakterizider Flüssigkeit
getränkten Körpers (10), der an der Innenwand der Hülse (1) fixiert ist, vollständig aufgenommen ist, so daß es zu keinem
Zeitpunkt während des Wechsels des hülsenförmigen Einsatzes zu
einer Kontamination des Endstücks mit Bakterien kommen kann.
5. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der dem zweiten Ende (IB) der Hülse (1)
zugewandten Fläche der Zwischenwand (12) und an einem von der
Hülse (1) umschlossenen Bereich des Dorns (2) nahe dessen mit der patientenseitigen Schlauchleitung (A) verbindbaren bzw. verbundenen freien Ende in bekannter Weise ein Schlauch (15) aus
biegsamem oder elastischem Material abdichtend, befestigt ist, der je nach Stellung des Dorns (2) gedehnt oder entspannt,
vorzugsweise harmonikaartig gefaltet ist, um den von ihm abgedeckten Bereich des Dorns (2) steril halten zu können (Fig. 6).
6. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß für den Fall der Trennung der Hülse (1) vom Kupplungsteil (3) ein am ersten Ende (IA) der Hülse (1) in diese
einschiebbarer, zylindrischer Verschlußteil (5) vorgesehen ist,
der im eingeschobenen Zustand mit Hilfe eines radial abstehnden Verriegelungsteiles (53) in dem quer verlaufenden Abschnitt (14A)
der Ausnehmung (14) der Hülse (1) verriegelbar ist.
7. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die durchgehende Bohrung der Hülse (1) in
Richtung ihres ersten Endas (IA) etwa im Bereich des freien Endes des elastischen, saugfähigen Körpers (10) stufenartig erweitert
ist, wobei die dadurch gebildete Ringschulter (16) als Anschlag für die Stirnwand des in die Hülse (1) eingeschobenen hülsenförmigen Einsatzes (4) dient.
• T 4 — &igr; · ·
8. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der hülsenförmige Einsatz (4) zu seiner
besseren Handhabung mindestens einen radial abstehenden, sich durch die axial verlaufende Ausnehmung (14) der Hülse (1) erstreckenden
Schiebeteil (43) aufweist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT99487A AT386523B (de) | 1987-04-22 | 1987-04-22 | Kupplung fuer peritonealdialysegeraete |
| AT136787A ATA136787A (de) | 1987-05-27 | 1987-05-27 | Kupplung fuer peritonealdialysegeraet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8806974U1 true DE8806974U1 (de) | 1988-09-15 |
Family
ID=25594544
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8806974U Expired DE8806974U1 (de) | 1987-04-22 | 1988-05-27 | Kupplung für sterile Verbindung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8806974U1 (de) |
-
1988
- 1988-05-27 DE DE8806974U patent/DE8806974U1/de not_active Expired
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