DE882865C - Fahr- und Bremsschalter, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge aller Art - Google Patents
Fahr- und Bremsschalter, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge aller ArtInfo
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Description
- Fahr- und Bremsschalter, insbesondere für Schienenfahrzeuge aller Art Bei Schienenfahrzeuge, insbesondere bei mehrmotorigen Straßenbahntriebwagen, hat man den in ,der Mitte unter dem Wagenkasten angeordneten Fahr- und Brernssehalter anstatt durch einen mechanischen Antrieb -durch eine hydraulische Anordnung betätigt in der Weise, daß je ein hydraulischer Geberzylinder auf jeder der beiden Plattformen des Wagens angeordnet ist, die durch Rohrleitunggen mit einem die Schaltwalze betätigenden Empfängerzylinder in Verbindung stehen. Um nun die Kolben der Geberzylinder und des Empfängerzylinders stets in synchroner Lage zueinander zu halten, ist gemäß der Erfindung in den Rohrleitungen eine besondere, kurz vor der Endlage des Empfängerkolbens wirkende Synchronisiervorrichtu.ng vorgesehen, die dadurch in Tätigkeit tritt, daß der Empfängerkolben kurz vor seinen Endlagen gegen einen beweglichen Anschlag stößt, ,der ein zu einem Ausgleichsbehälter führendes Ventil öffnet. Es, kann nämlich -während des Betriebes vorkommen, daß an irgendeiner Stelle der hydraulischen Einrichtung eine Leckstelle entsteht oder,daß durch ungleichmäßige Erwärmung oder auch @durch sehr schnelles Zurückreiß,en der Kurbel des Gebers auf der einen Seite ein starker Überdruck entsteht, der zur Folge hat, daß etwas von .der Flüssigkeit an der Dichtung ,des Kolbens entlang auf die andere Seite tritt. Dadurch würde die gegenseitige Stellung von Geber- und Empfängerkolben beeinflußt. Die Synchron:isiervorriohtung, die kurz vor jedem Hubende des Empfängerzylinders in Tätigkeit tritt, gleicht diesen Flüssigkeitsverlust `auf der einen Seite ;des Kolbens wieder aus, so :däß stets die Gewähr gegehen ist, daß die Kolben bei ihrer Bewegung vollkommen synchron verbleiben..
- Die zum Ausgleic'hshehälter führenden Regelventile können mit einem Überdruckventil vereinigt sein, um bei etwaigem Verklemmen zwischen Empfänger und Schaltwalze ein Weitendrehen des Schalthebels zu gestatten.
- Drei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt Abb. i eine erste Ausführungsform mit einem .einzigen Empfängerzylinder, Abb. 2 in größerem Maßstab Idas zugehörige Regel- und Überdruckventil, Abb. 3 eine Ausführungsform mit zweli in einem gemeinsamen Gehäu=se angeordneten Empfängerzylindern, Abb. 4. eine Ausführungsform, bei der zwei getrennte- Empfängerzylinder vorgesehen. sind, deren Kolben ,durch eine in Abb.5 dargestellt--- Kupplurngseinrichtun:g abwechselnd mit der Schaltwalze verbunden werden können..
- Bei der Ausführungsform nach Abb. i ist auf jeder Plattform ein Geberzylinder i vorgesehen, in dem ein Doppelkolben :2 verschiebbar isst, wobei die beiden Kolbenhälften durch eine Zahnstange 3 mit-.einander verbunden sind, in die ein Zahnrad 4 eingreift, das durch :einen in A:bb. i nicht dargestellten Hand!hebel oder eine Handkurbel gedreht werden kann.
- Unter dem Wagen ist der Empfängerzylinder 5 angebracht, der gleichfalls ztvei! Kolben 6, hat, die durch die Zahnstange 7 miteinander verbunden sind. Die- Zahnstange 7 greift in ein Zahnrad 8 ein, das auf der nicht näher :beizeichneten Welle der Schaltwalze 9 sitzt.
- Von den Geberzylindern i führen zu den Empfängerzylinrdern 5 -die Rdhrleibungen,@io und ii in der Weise, daß bei Betätigung eines der Geberkolben 2 die entsprechenden Flüssigkeitssäulen die Empfängerkolben 6 nach .der einen oder anderen Richtung verschieben und ;damit die Schaltwalze 9 in Umdrehung versetzen. In den Empfängerzylinder 5 ragt ein um den Punkt i2 ,drehb-arer Hebel 13 hinein, dessen anderes Ende id'ie beiden -in den Gehiiusen, 14 und -15 untergebrachten Ventile betätigen kann. Diese Gehäuse stehen mit dem Ausgleichs--ldhälter 16 für die Flüssigkeit in Verbindung, in dem der federbelastete Kolben 17 ständig einen gewissen Druck aufrechterhält.
- Die' Ventile in den (:;e'h-"vusen@14 und 15. sind in Abb.2 in größerem Maßstabe dargestellt. Der federbelastete Ventilteller 18 ruht auf zwei Sitzen ig und 2o" von denen der erste, i9, unteir der Wirkung einer Feder 2;1 steht. Auf den Ventilsitz i9 wirkt ein kleiner Druckkörper 2.2 ein, der durch eine Doppeilippenmanscbette 2.3 ,gegen ,das Gehäuse abgedichtet ist und außen in den Bereich des Hebels 13 (Abb. i) hineinragt. Die beiden Ventilgehäuse sind durch @die Rohrleitungen 24 und 25 mit den Rohrleitungen,io und- ii verbunden.
- Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist folgende: Wenn einer der Geberlurch Verschiebung seiner Kolben 2 von dem Fahrerbetätigt wund, beispiels.weise diese Kolben 2 nach links (Abb. i) verschoben werden, so werden ldadurch die :beiden Kol bei 6 des Empfängerzylinders 5 nach, rechts verschoben und, dementsprechend die Schaltwalze 9 gedreht. Dabei ist ider auf .der anderen Plattform sich befintdenide zweite Geberzyllinder blockiert, so daß sich die Flüssigkeitssäule auf den blockierten Zylinder abstützen kann. Haben -die beiden Empfän:gerkolben 6 ihre äußerste rechte Lage fast erreicht, so stößt der linke Kolben 6 gegen den um ,dem Punkt 12 dreh ::baren -Hebel 113, wobei das andere Hebelende auf den Druckkörper 22 (Abh. 2) des im Gehäuse 14 befindlichen Ventils einwirkt und .dadurch dieses Ventil öffnet, so,daß die Rohrleitung io nunmehr mit dem Ausgleichsbehälter 16 in Verbindung steht und dadurch ein etwaiger, durch Lecken, Temperaturänderung oder sonstwie entstandener Druckverlust wieder ausgeglichen wenden kann und die Flüssigkeitssäule wieder unter denselben Druck kommt, wie er infolge des federbelasteten Kolbens 17 in dem Ausgleichsbehälter -16 vorhanden ist.
- Wind der Geberkolben nach .der anderen Seite bewegt, so werden dementsprechend auch die Empfängerkolben nach, links verschoben und die Schaltwalze 9 in Ader anderen Richtung gedreht. Dabei stößt weder kurz vor der Endlage, der eine Kolben 6 an den Hebel 13, wodurch .das in dem anderen Gehäuse 15 befindliche Ventil geöffnet und, damit ,diel Rohrleitung i i unter den Druck -des Ausgleichsbehälters 16 gestellt wird.
- Auf diese Weise wird erreicht, duß ständig in dem hydraulischen System in der Rüheliage der gleiche Druck vorhanden und somit vollkommener Synchronismus zwischen Geber- und. Empfängerkolben gewährleistet ist.
- Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 sind wieder die beiden je auf einer Plattform befindlichen Geberzylinder mit i und ihre zugehörigen. Kolben mit 2 bezeichnet. Diese werden unmittelbar durch die -um Punkte 26 drehbaren Handhebel 27 vom. Fahrer betätigt.
- Beidieser Anordnung sind an Stelle eines einzigen Empfängerzylinders deren zwei, nämlich 28 und 29, vorgesehen, die je durch besondere in sich geschlossene Rohrleitungskreise 3o und, 31 bzw. 32 und 33 an ,die zugehörigen Geberzylinder i angeschlossen sind. Jeder Empfängerzylinder 28 bzw. 29 hat einen Doppelkolben 34 :bzw. 35, .die wiederum @durch Zahnstangen 36, bzw. 37 miteinander verbunden sind. In diese Zahnstangen greift ein geme:insameis Zahnrad 3$ ein, das auf der nicht näher bezeichneten Welle der in Abb. 3 nicht dargestellten Schaltwalze ,sitzt.
- Auch hier ist für jeden Empfängerzylinder 28 bzw. 29 ein Regelventil 3r91 bzw. 4o vorgesehen, d ic, durch die um Punkte 41 bzw. 42 drehbaren Hebel 43 bzw. .44 betätigt «-erden, sobald kurz vor einer der Endlagen !die Empfängerkolben 3d. bzw. 35 gegen -diese Hebel stoßen. Dadurch wird jeweils der zugehörige Ausgleichsbehälter 45 bzw. 46 mit den Flüssigkeitssäulen in Verbindung gesetzt und dadurch der Druckausgleich hergestellt. Außerdem sind in die die Rohrleitungen 3,0 und 3.1 bz-%v. 32 und 33 mit den Ausgleichsbehältern 45 und 46 verbindenden Rohrleitungen 47 bzw. 48 die Ventile 49, 50., 51 und 52 eingeschaltet, die durch die in die Empfüngerzylinder 28 b:zw. 29 hineinragenden Anschlä:g-e 53, 54, 55 und 56 geöffnet «-erden.
- Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist ähnlich derjenigen der vorhergehend beschriebenen Abordnung, jedoch werden bei jedem Arbeiten des einen Empfängerzylinders die Kolben des .anderen Empfängerzylinders gleichfalls verschoben, aber in entegengesetzter Richtung. Bei dieser Verschiebung z. B. des zweiten Kolbens 3 5 werden durch ,d,ie Anschläge 55 und 56 die zugehörigen Ventile 51 und 52 geöffnet und damit die Rohrleitungen 32 und 33 über den Ausgleichsbehälter,16 kurzgeschlossen, so daß die Verschiebung der Kolben 35 nicht gehindert ist.
- hei der Ausfüb rtingsform nach Abt). d. sind wiederum zwei Empfängerzlinder 28 und 29 vorges-eien. #:ie aber räumlich' voneinander getrennt sind. Jeder dieser Zylinder ist über Regelventile nach Art d,@r Ausführung gemäß den Abb. i und 2 mit den Ausgleichsbehältern 45 und .46 verbunden in der gleichen Weise wie bei der erstgenannten Ausführungsform, so d:aß kurz vor dien Endlagen der Empfängerkolben die zugehörige Rohrleitung mit dem Ausgleiclisbebälter verbunden und unter denselben Druck wie dieser gestellt wird.
- Dabei ist noch erforderlich, die Kolben der beiden Empfängerzylinder abwechselnd mit der Schaltwalze zu kuppeln, je nachdem der Geher auf der -3i11211 oder anderen Plattform benutzt wird. Diese Kupplungseinrichtung ist in Abb. S dargestellt; sie wird durch den um den Punkt 57 drehbaren Handliebel 58 verstellt und verbindet je nach ihrer Stellung die Kolben des einen oder ,des anderen Empfängerzylinders mit der Sclraltwalzenwell"e 59.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Fahr- und Bremsschalter, insbesondere für Scliienenfa@hrzeu-e aller Art, mit hydraulischem Geberzylinder, dessen beide Räume mit entsprechenden Räumen des Empfängerzylinders durch Rohrleitungen verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß in die Rohrleitungen eine selbsttätige, kurz vor der Endlage des Empfängerkolbens wirkende Syn.clironii,siervorriclitung eingeschaltet ist.
- 2. Schalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Empfängerkolben kurz vor seinen Endlagen gegen einen :beweglichen, Anschlag stößt, der ein zu einem Ausgleichsbehälter führendes Ventil öffnet.
- 3. Schalter nach Anspruch 2, -d,a;d@urch gekennzeichnet, daß :die Flüssigkeit des Ausgl@e@iclisbehälters unter Druck steht, etwa durch einen federbelasteten Kolben, und daß bei Flüssigkeitsmangel im hydraulischen Gestänge .das Ventil Flüssigkeit aus dem Ausgleichsbehälter in die Rohrleitung zurücktreten läßt.
- 4. Schalter nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Regelventil mit einem Überdruckventil vereinigt ist, das bei Verklemmung zwischen Empfänger und Schaltwalze eine Weiterdrehung des Schalthebels gestattet.
- 5. Schalter nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in einem gemeinsamen Gehäuse zwei getrennte Empfängerzylinder sitzen, deren Kolben sich in entgegengesetzter Richtung bewegen.
- 6. Schalter nach Anspruch i bis d., dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben oder räumlich getrennten Empfängerzylinder durch eineK:upplung jeweils mit der Schaltwalze gekuppelt w eirden, je nachdem der Geber der einen oder der anderen Plattform des Wagens betätigt wird.
- 7. Schalter nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei. der Empfänger.anordnun.g die zum blockierten Geber gehörenden Rohrleitungen durch vom Empfängerkolben gesteuerte Ventile kurzgeschlossen werden. B. Schalter nach Anspruch 7,,dadurch gekennzeichnet, daß .der Kurzschluß der Rohrleitungen über den unter Vorspannung stehenden Ausgleichsbehälter erfolgt. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 561 431, 683 324.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET1382D DE882865C (de) | 1942-01-17 | 1942-01-17 | Fahr- und Bremsschalter, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge aller Art |
| FR888687D FR888687A (fr) | 1942-01-17 | 1942-12-01 | Contrôleur de marche et de frein, en particulier pour véhicules sur rails |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET1382D DE882865C (de) | 1942-01-17 | 1942-01-17 | Fahr- und Bremsschalter, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge aller Art |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE882865C true DE882865C (de) | 1953-07-13 |
Family
ID=7543437
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET1382D Expired DE882865C (de) | 1942-01-17 | 1942-01-17 | Fahr- und Bremsschalter, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge aller Art |
Country Status (2)
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| FR (1) | FR888687A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3040533A (en) * | 1960-02-25 | 1962-06-26 | Celotex Corp | Hydraulic pressure equalizing system |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE561431C (de) * | 1931-02-25 | 1932-10-14 | Aeg | Hydraulischer Antrieb von Schaltwerken, insbesondere fuer elektrische Bahnen |
| DE683324C (de) * | 1937-12-03 | 1939-11-03 | Aeg | Fluessigkeitsantrieb fuer insbesondere elektrische Fahrschalter von Fahrzeugen |
-
1942
- 1942-01-17 DE DET1382D patent/DE882865C/de not_active Expired
- 1942-12-01 FR FR888687D patent/FR888687A/fr not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE561431C (de) * | 1931-02-25 | 1932-10-14 | Aeg | Hydraulischer Antrieb von Schaltwerken, insbesondere fuer elektrische Bahnen |
| DE683324C (de) * | 1937-12-03 | 1939-11-03 | Aeg | Fluessigkeitsantrieb fuer insbesondere elektrische Fahrschalter von Fahrzeugen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR888687A (fr) | 1943-12-20 |
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