DE883203C - Verfahren zur Herstellung von poroesen Kunststoffen aus weichgestelltem Polyvinylchlorid nebst Treibmittel - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von poroesen Kunststoffen aus weichgestelltem Polyvinylchlorid nebst Treibmittel

Info

Publication number
DE883203C
DE883203C DEF3373A DEF0003373A DE883203C DE 883203 C DE883203 C DE 883203C DE F3373 A DEF3373 A DE F3373A DE F0003373 A DEF0003373 A DE F0003373A DE 883203 C DE883203 C DE 883203C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polyvinyl chloride
production
autoclave
plasticized polyvinyl
porous plastics
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF3373A
Other languages
English (en)
Inventor
Carl Dr Franz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEF3373A priority Critical patent/DE883203C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE883203C publication Critical patent/DE883203C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/04Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent
    • C08J9/06Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent by a chemical blowing agent
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2327/00Characterised by the use of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Derivatives of such polymers
    • C08J2327/02Characterised by the use of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment
    • C08J2327/04Characterised by the use of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment containing chlorine atoms
    • C08J2327/06Homopolymers or copolymers of vinyl chloride

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von porösen Kunststoffen aus weichgestelltem Polyvinylchlorid nebst Treibmittel Es ist bekannt, daß aus Gummi, Emulsionen, überhaupt aus Kunstharzen im allgemeinen, u. a. aus Polyvinylchlorid unter Hinzufügung eines Treibmittels, entweder durch direkte oder indirekte Beheiz.ung eine poröse, weiche schwammartige Substanz hergestellt werden kann.
  • Da jedoch aus Polyvinylchlorid erzeugte Schwammgebilde die Eigenschaft haben, äußerst schwer zu sein und daß die dabei erreichte Porenbildung unregelmäßig ist und an manchen Stellen harte Klumpen sich zeigen, außerdem sehr kostspielig sind und dann immer nur kleinere Schwämme erzeugt werden können, und zwar immer bei Temperaturen unter z63°, dem Schmelzpunkt des angewandten Polyvinylchlorids, so wurde erfindungsgemäß versucht, das Volumen eines Schwamms um das Mehrfache bei gleichbleibendem Gewicht der Rohmasse zu erhöhen.
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Kunstschwamm, mittels dem es möglich ist, schwammartige Gebilde in einer Form herzustellen, so daß sie zerschnitten für Matratzen und andere Polsterung sowie als Schwämme für alle Zwecke, wie z. B. für Toilette, Autoschwämme, für Schulen, hauptsächlich für Buchdruckereien und für das graphische Gewerbe, Verwendung finden. Da gerade die auf dem Markt befindlichen sogenannten Kunstschwämme große Nachteile besitzen, da sie die Flüssigkeit nicht halten, sondern einfach auslaufen, oder daß sie fasern und im trockenen Zustand eine zerbrechliche, leicht zerreißbare Masse darstellen, außerdem von organischen wie anorganischen Säuren aufgefressen werden, bietet . dieser synthetische Schwamm große Vorteile. Dieser synthetische Schwamm entsprechend der Erfindung ist in sämtlichen Säuren ganz unlöslich, fasert nicht und kann zwecks Reinigung und eventueller Desinfektion jederzeit in Wasser ausgekocht werden, ohne seine Struktur oder physikalischen Eigenschaften zu ändern. Außerdem ist ein solcher nach der Erfindung herzustellender synthetischer Schwamm wesentlich billiger in der Herstellung .und damit im Verkaufspreis als die bisher auf dem Markt befindlichen Kunstschwämme.
  • Gegenüber den zu importierenden Naturschwämmen ist er devisensparend. Die Haltbarkeit ,des nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Kunstschwamms ist mindestens das 8- Ibis iofache des Naturschwamms. .Außerdem unterliegt er nicht dem organischen Zersetzungsvorgang, d. h. er fault nicht.
  • Das zur Herstellung benötigte Gerät ist in der Zeichnung dargestellt.
  • Abb. i zeigt das Gesamtgerät im Längsschnitt; Abb. 2 zeigt das Ventil 12 im Längsschnitt; Abb. 3 zeigt einen Schnitt nach der Linie A-B. Das Verfahren ist unter Verwendung nachstehender Geräte und Einzelteile folgendes: Dieses Verfahren zur 'Herstellung des synthetischen Schwamms zeichnet sich dadurch aus, d,aß die .angewandte Temperatur bis zu 2o° über dem Schmelzpunkt des Polyvinylchlorids liegt, ohne daß die geringste Versengung, Verbrennung oder Schmelzung stattfindet. Der sonst bei unter 163° hergestellte Schwamm ist äußerst schwer, die Oberfläche geschmolzen, so daß viel Verluste eintreten, und der sonst anhaftende äußerst üble Geruch, der kaum zu entfernen ist, bleibt aus. Die anzuwendende Form 2, in welcher das Polyvinylgemisch unter Zusatz des Treibmittels gegeben wird, ist mit einem Rückschlagventil12 an der obersten Stelle versehen, welches erlaubt, daß sowohl die erst erhitzte Luft sowie die aus dem Treibmittel erzeugten Gase (Kohlensäure, eventuell Stickstoff) durch eine feine Düse 16, verursacht durch einen geringen Überdruck in der Form 2 gegenüber dem im Autoklav i herrschenden Druck, in das Innere des mit etwas Wasser i i gefüllten Autoklavs i gepreßt werden.
  • Umgekehrt jedoch kann der erzeugte Wasserdampf, der zur Erhitzung der Form 2 angewandt wird und- in .dem Autoklav i befindlich ist, nicht in das Innere des mit Polyviny lchlorid teilgefüllten Gefäßes oder Form 2 gelangen.
  • Durch das fortwährende Ausblasen der Luft und der erzeugten Gase durch die feine Düse 16 des Ventils 12 in das Innere des Autoklavs i wird eine gewisse Kühlung erzeugt, die das Schmelzen der Masse verhindert. Dadurch kann die Temperatur von 16o° gefahrlos auf 1$1° gesteigert werden. Da sich irr der Form 2 kein Gas- bzw. Luftkissen bilden kann, kann die verwendete Masse io expandieren, während die Zersetzungsprodukte des Treibmittels dauernd abgeführt werden, so daß der üble Geruch mitbeseitigt wird. Durch diese angeführte Maßnahme wird der erzeugte Schwamm blaßhellgelb, fast geruchlos, äußerst weich und geschmeidig. Beispiel Das Polyvinylchlorid, ein weißes Pulver, wird mit einem Weichmacher, z. B. Trikresyl-Phosphat, in der Proportion 5o : 5o innig und lange vermischt und gerieben. Ein Treibmittel, z. B. bestehend aus 3o, Teilen Natriumcarbonat und 26,1 Teilen Weinsäure, wird ebenfalls innig gemischt und etwa 611/o dem Polyvinylchlorid plus Trikresylphosphat zugefügt. Das Gemisch io wird nun in die Form ?- gegeben, welche oben von dem Deckel 5 abgeschlosssen wird, der mit Hilfe der Schrauben 17 auf die Form 2 aufgeschraubt wird.
  • Nun wird die Form 2 in den Autoklav i so eingesetzt, daß sie mit ihren Bolzen auf die Nasen 3 zum Aufliegen kommt. Vorher wurde eine gewisse zu verdampfende Menge Wasser i i in den in einen Feuerraum hineinragenden Autoklav i eingeschüttet.
  • Der Autoklav i wird oben mit einem Verschlußdeckel6 versehen, der mittels der Schrauben unter Verwendung einer geeigneten Dichtung fest auf denselben aufgeschraubt wird.
  • Nun wird der Autoklav i auf etwa 18o° erhitzt, wodurch das in ihm vorhandene Wasser i i verdampft.
  • Dadurch wird, wie bereits oben beschrieben, das in der Form 2 befindliche Gemisch io zur Reaktion gebracht, und die erhitzte Luft und die sich dabei entwickelnden Gase treten durch die Düse 16 des Ventils 12 in den Autoklav i.
  • Damit der sich im Autoklav i entwickelnde Wasserdampf nicht in die Form 2 treten kann, ist die Ventilstange 15, welche in der Verschlußkappe 14 geführt wird, federbelastet, 13. Um den sich im Autoklav i entwickelnden Dampfdruck kontrollieren zu können, ist ein Manometer 9 im Verschlußdeckel 6 befestigt. Außerdem nimmt dieser ein Überdruckventil 8 in sich auf, welches gleichzeitig als Ablaßventil ausgebildet ist. Zur Temperaturmessung im Autoklav i sind geeignete Meßinstrumente vorgesehen. Nach Erreichung von 181° wird die Feuerung abgestellt, und man läßt den Autoklav i bis etwa 8o° abkühlen. Nach Erreichen von 8o° bläst man den Dampf aus dem Autoklav i ab. Nach öffnen desselben wird die Form 2 mittels einer geeigneten Vorrichtung herausgenommen, und man läßt sie, bevor man sie öffnet, noch etwas abkühlen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von porösen Kunststoffen aus weichgestelltem Polyvinylchlorid nebst Treibmittel, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung unter stetiger Abführung eines Überdrucks aus der druckfest verschlossenen Form (2) bis zu 20° über ihrem Schmelzpunkt durch übererhitzten Dampf indirekt erhitzt zur Reaktion und Expansion gebracht wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die druckfeste Form (2) mit einem Rückschlagventil (12) versehen und durch Bolzen (4.) in einem Autoklav einsetzbar ist.
DEF3373A 1950-09-26 1950-09-26 Verfahren zur Herstellung von poroesen Kunststoffen aus weichgestelltem Polyvinylchlorid nebst Treibmittel Expired DE883203C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF3373A DE883203C (de) 1950-09-26 1950-09-26 Verfahren zur Herstellung von poroesen Kunststoffen aus weichgestelltem Polyvinylchlorid nebst Treibmittel

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF3373A DE883203C (de) 1950-09-26 1950-09-26 Verfahren zur Herstellung von poroesen Kunststoffen aus weichgestelltem Polyvinylchlorid nebst Treibmittel

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE883203C true DE883203C (de) 1953-07-16

Family

ID=7083808

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF3373A Expired DE883203C (de) 1950-09-26 1950-09-26 Verfahren zur Herstellung von poroesen Kunststoffen aus weichgestelltem Polyvinylchlorid nebst Treibmittel

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE883203C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE959408C (de) * 1952-11-16 1957-03-07 Basf Ag Verfahren zum Herstellen von Schaumstoffen aus Loesungen von haertbaren Kunstharzen
DE1214867B (de) * 1956-11-09 1966-04-21 Jean Bourgois Verfahren und Vorrichtung zum unmittelbaren Aufschaeumen einer Schaumkunststoffmasse auf einen mit einer Polsterung zu versehenen festen Koerper

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE959408C (de) * 1952-11-16 1957-03-07 Basf Ag Verfahren zum Herstellen von Schaumstoffen aus Loesungen von haertbaren Kunstharzen
DE1214867B (de) * 1956-11-09 1966-04-21 Jean Bourgois Verfahren und Vorrichtung zum unmittelbaren Aufschaeumen einer Schaumkunststoffmasse auf einen mit einer Polsterung zu versehenen festen Koerper

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2401948B2 (de) Verfahren zur herstellung von hohlkoerpern aus thermoplastischem kunststoff
DE1504279A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyurethanschaumstoffteilen mit kompakter Aussenhaut
DE2827102C2 (de)
DE883203C (de) Verfahren zur Herstellung von poroesen Kunststoffen aus weichgestelltem Polyvinylchlorid nebst Treibmittel
CH691218A5 (de) Verfahren zur Sterilisation von Oberflächen von beliebigen Gegenständen.
WO2002088466A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum beladen von in einer faserstoffsuspension enthaltenen fasern mit calciumcarbonat
DE2738382A1 (de) Verbesserter kunststoffbehaelter und verfahren zu seiner herstellung
DE1508653B1 (de) Verfahren zur herstellung feuerfester keramischer gussformen
DE69603474T2 (de) Verschluss-vorrichtung für behälter
DE2638289A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum verschliessen von gefaessen aus verformbarem material
DE102010029613B4 (de) Verfahren zur Herstellung eines Schaumstoffes und Formkörper
DE1471196A1 (de) Keramischer Stoff zur Herstellung von poroesen keramischen Koerpern
DE1065962B (de) Verfahren zur Herstellung eines wasserfesten Dichtungsmittels auf Basis von Imprägnierungssroffe enthaltenden Schaumstoffen
DE946981C (de) Verfahren zum Abdichten der Poren poroeser Stoffe, insbesondere von Graphit- oder Kohleformkoerpern, durch Impraegnieren mit haertbaren fluessigen Kunststoffen
DE1535C (de) Verfahren zur Fabrikation von assimilirbarem Dünger aus Leder, Lederrückständen etc. durch Behandlung derselben mit Schwefelsäure und schwefelsäuren Salzen bei erhöhter Temperatur
DE2823388A1 (de) Schaumstoff aus asphalt, bitumen, teer oder pech
DE120049C (de)
DE69425635T2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Formkörpers umfassend eine Oberflächenbehandlungsstufe in Abwesenheit von Sauerstoff
DE550315C (de) Verfahren zum Vergueten von Holz
DE942564C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten von Staerke mit Formaldehyd und/oder Acetaldehyd
DE568954C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Kohlenwasserstoffen mit oxydierenden Gasen
DE1109876B (de) Das Aufschaeumen von thermoplastischen oder elastomeren kautschukaehnlichen Kunststoffen
AT56757B (de) Verfahren zur Gewinnung plastischer Massen aus Zellulosexanthogenat.
AT232741B (de) Verfahren zur Herstellung eines dichten und steifen Zellkörpermaterials
DE956808C (de) Verfahren zur Herstellung poroeser Formkoerper aus thermoplastischen Kunststoffen