DE883785C - Trockengleichrichter - Google Patents
TrockengleichrichterInfo
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Classifications
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- H10D48/00—Individual devices not covered by groups H10D1/00 - H10D44/00
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Description
Manche Trockengleichrichter, insbesondere Selengleichrichter,
sind gegen Ouecksilberdämpfe äußerst empfindlich. Quecksilbieirdämpfe, wie sie z. B. schon
infolge des Bruches eines Thermometers oder eines 5 Ouecksilberschalters auftreten, können bei Selengleiehriehtern
ein Nachlassen der Sperrfestigkeit bewirken. Das kann dahin führen, daß unter Umständen
schon in Stunden 'bis wenigen Tagen völlige Unbrauchbarkeit des Gleichrichters eintritt. Durch
ίο bisher im Trockengleichrichterbau auch aus anderen
Gründen übliche Schutzüberzüge, vor allem durch Überzüge mit besonders guten handelsüblichen
Lacken, kann zwar eine gewisse Dämpfung des Quecksil'bereinflusses erreicht werden, eine ausreichende
oder gar dauerhafte Schutzwirkung tritt jedoch nicht ein, weil es absolut quecksilberdampfundurchlässige
Lacke bisher noch nicht gibt und weil bereits geringfügige Quecksilberspuren die
Gleichrichter schädigen.
Die Erfindung .bezieht sich auf vorzugsweise zum Betrieb in quecksilbergefährdeten oder quecksilberverseuchten
Räumen bestimmte Trockengleichrichter, insbesondere Selengleichrichter, und zielt
darauf ab, die Gleichrichter gegen Ouecksilberdämpfe sicher und dauerhaft unempfindlich zu
machen. Erfindungsgemäß sind die gegen Ouecksilberdämpfe empfindlichen Schichten des Gleichrichters
durch Anwendung eines Überzuges geschützt, der in feiner Verteilung einen Stoff oder
ein chemisches Element als Zusatz enthält, der Ouecksiiberdämpfe, soweit sie noch in den Überzug
einzudringen vermögen, bindet und damit deren weiteres Vordringen bis zu den empfindlichen
Gleichrichterseheiben verhindert. Die bei der Erfin-
dung angewendeten Schutzüberzüge können als quecksil<berdampfbrndendes: Mittel beispielsweise
Schwefel, Jodkohle oder Selen, in gemahlener oder gefällter Form, enthalten.
Vorzugsweise wird man 'bei der Herstellung des
Schutzüiberzuges für einen Gleichrichter gemäß der weiteren Erfindung so vorgehen, daß der in dem
Schutzüberzug zu verwendende Zusatzstoff bereits als Pigment ader Pigmenibestanditeil bei der Herstellung
deis Überzuigsmittels selbst beigefügt wird.
'Man kann aber auch die Zusatzstoffe nachträglich zu den- bereits fertigen Überzugsmittel·!! zumengen.
Schiutzüberzüge nach der Erfindung wird man beispielsweise
in Form von ÖKiberzügen oder Lackierungen,
die einfach oder mehrfach aufgebracht werden können, zur Anwendung bringen.
Diei Erfindung hat vorzugsweise Bedeutung in Anlagen, bei denen Selengleichrichter als Hauptoder
Hilfsigleichrichter im queeksilbergefährdeten
oder -verseuchten Räumen verwendet wenden. Sie
kommt ferner auch insbesondere in Betracht bei solchen Anordnungen, in denen Trockengleichrichter
als Hilfs- oder Steuergleichrichter für Quecksilberdampfstromrichter
benutzt wenden. Auf die erwähnten Anwendungsgebiete ist die Erfindung
jedoch nicht !beschränkt, man kann sie vielmehr grundsätzlich auch ganz .allgemein für die Herstellung
aller Trockengleichrichter anwenden, um diese Gleichrichter in jedem Fall gegen die möglicherweise
auftretende Gefährdung durch Spuren von Quecksilberdämpfen zu schützen.
Claims (1)
- PATENTANSPBÜCHE:i. Vorzugsweise zum Betrieb in quecksilbergefährdetem oder -verseuchten Räumen bestimmter Trockengleichrichter, insbesondere Selengleichrichter, 'dadurch gekennzeichnet, daß die gegen Ouecksiiberdämpfe empfindlichen Schichten des Gleichrichters durch Anwendung eines Überzuges geschützt sind, der in feiner Verteilung einen Stoff oder ein chemisches Element als Zusatz enthält, der Quecksilberdämpfe, soweit sie noch in den Überzug einzudringen vermögen, 'bindet und damit deren weiteres Vordringen bis zu den empfindlichen Gleichrichterscheiben verhindert.2·. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzüberzug als quecksil'berdampfibindendes Mittel Schwefel, Jodkohle oder Selen in gemahlener oder gefällter Form 'enthält.3. Verfahren zur Herstellung eines Schutzüberzuges für einen Gleichrichter nach Anspruch ι ader 2, dadurch gekennzeichnet, daß der im Schutzüberzug verwendete Zusatzstoff bereits als Pigment oder Pigmentbestanditeil bei der Herstellung des Überzugsmittels beigefügt wird.4. Verfahren zur Herstellung eines Schutz-Überzuges für Gleichrichter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der im Schutzüberzug verwendete Zusatzstoff nachträglich zu dem bereits fertigen Überzugsmittel zugemengt wird.5. Anordnung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, gekennzeichnet durch die Verwendung eines mehrfach aufgebrachten Schutzüberzuges.6. Anordnung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß ölüberzüge zum Schutz gegen Quecksilberdämpfe verwendet werden.7. Anordnung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß Lackierungen zum Schutz gegen Quecksilberdämpfe verwendet sind.) 5266 7.53
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1043516B (de) * | 1954-07-26 | 1958-11-13 | Siemens Ag | Trockengleichrichteranordnung mit kuenstlicher Kuehlung durch einen Luftstrom |
Families Citing this family (1)
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