DE884939C - Verfahren und Vorrichtung zum Streckziehen von Formstuecken mit einer Gegenfasson - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Streckziehen von Formstuecken mit einer GegenfassonInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D11/00—Bending not restricted to forms of material mentioned in only one of groups B21D5/00, B21D7/00, B21D9/00; Bending not provided for in groups B21D5/00 - B21D9/00; Twisting
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Streckziehen von Formstücken mit einer Gegenfasson Das Streckziehen von Blechteilen, bei denen das zu verformende Blech durch an seinen Enden angreifende Zugkräfte über eine Schablone gezogen wird, war bisher wirtschaftlich dann nicht anwendbar, wenn in der durch die angreifenden Kräfte bestimmten Schnittebene die Krümmungsradien der herzustellenden Form nicht durchweg auf der einen Seite der Schnittebene liegen, also Formstücke mit einer Gegenfasson hergestellt werden sollen. Nach einem bekannten Verfahren wird die Gegenfasson bei einem auf der Streckpresse zu verformenden Blech in der Weise hergestellt, daß bei Erreichung der Zugspannung das Blech am Gegenstempel anschlägt, damit bei weiterer Hebung des Tisches die Gegenfasson 'sich allmählich eindrücken kann. Bei dieser Herstellungsart kann aber das Material für die obere Einbuchtung nicht so bereitgestellt werden, daß das Eindrücken der Gegenfasson ohne Einreißen des Bleches möglich ist. Wird ein Blech auf der Streckpresse gezogen, dann ist die Dehnung des Bleches zur Erzielung der Streckform vollständig ausgenutzt, d. h. das Blech spannt sich über der Einbuchtung des Formkörpers so stark, daß bei dem Eindrücken dieses Blechteils durch den Gegenstempel eine Beschädigung der Randteile der Einbuchtung unvermeidlich ist. Bei Leichtmetallblech bringt auch ein wiederholtes Zwischenglühen keinen Vorteil mehr, wenn die Dehnung des Bleches ausgenutzt ist und es grobkörnig wird. Auch ein Einpressen der Vertiefung vor dem Streckziehen ist infolge der großen Faltenbildung nicht möglich. Ist- andererseits die Einbuchtung tiefer als beim Streckziehen Material über derselben bereitgestellt werden kann, dann ist ein Arbeiten nach der bekannten Weise überhaupt nicht möglich. In diesem Fall würde der Gegenstempel ein mehr oder weniger großes Loch in dein oberliegenden Blechteil drücken.
- Nach der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch vermieden, daß zunächst ein Zwischenerzeugnis durch Streckziehen hergestellt wird, bei dein die Gegenfasson bzw. Einbuchtung durch eine Ausbuchtung mit gleicher Oberfläche derart ersetzt ist, daß die Schnittlinie der herzustellenden Form mit der durch die angreifenden Zugkräfte bestimmten Ebene einfach gekrümmt ist und daß dieses Zwischenerzeugnis durch Einbeulen der betreffenden Stelle in die endgültige Form gebracht wird. Man kann auch für die Einbeulung eine etwas zu große Fläche bereitstellen und die sich bildenden Falten durch nochmaliges Streckziehen beseitigen.
- Die zu verwendende Schablone wird zweckmäßig nach der endgültigen Form des Werkstückes hergestellt und die vertiefte Stelle durch eine Auflage ausgefüllt, die zusammen mit der eigentlichen Schablone die Form des Zwischenerzeugnisses ergibt. Nach Abnehmen dieser Auflage kann die Schablone dann sofort dazu verwendet werden, durch Einbeulen das Zwischenerzeugnis in die endgültige Form umzuwandeln, indem entweder die abgenommene Auflage oderbesser ein entsprechend geformter aber oben eben abgeschnittener Formkörper eingedrückt wird. Unter dem Druck dieses zweiten Preßkörpers kann sich dann gleichzeitig noch ein weiterer Streckziehvorgang mit geringerer Verformung anschließen. .
- Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Abb. r und 2 zeigt in zwei Schnitten den herzustellenden Blechkörper i ; erfindungsgemäß wird an Stelle der Einbuchtung :2 zunächst eine Ausbuchtung 3 hergestellt und diese nachträglich in die voll gezeichnete endgültige Form :2 umgewandelt. Abb. 3 zeigt den zum Streckziehen zu verwendenden Formkörper im Schnitt; der Teil 5 entspricht für sich allein der endgültigen Werkstückform, zusammen mit der Auflage 6 der des Zwischenerzeugnisses. Abb. q. zeigt, wie dieses Zwischenerzeugnis zwischen dem Preßkörper 5 und einem zweiten Preßkörper 7 durch einfaches Einbeulen in die endgültige Form gebracht wird.
- Für das erfindungsgemäße Verfahren können übliche Streckziehpressen Verwendung finden, bei denen der Tisch beispielsweise hydraulisch gehoben wird; über dem Pressentisch ist jedoch, wenn der ganze Arbeitsvorgang auf der Maschine durchgeführt werden soll, ein Querhaupt erforderlich. Das Streckziehen geschieht zunächst wie üblich durch Heben des Preßkörpers bei festgespannten Enden des eingelegten Bleches; dann wird der Tisch gesenkt, die Auflage 6 des Formkörpers herausgenommen und über dem Werkstück -der Preßkörper 7 eingesetzt und durch nochmaliges Hochfahren des Tisches mit dem Preßkörper 5 der Vorgang beendet. Zur genauen Einhaltung der gewünschten Form .kann das zwischen den Preßkörpern 5 und 7 liegende Blech durch nochmaliges Festspannen seiner Enden und Heben des Pressentisches nachgezogen werden, wobei aber der Preßkörper 7 bzw. das ihn tragende Querhaupt nachgiebig abgestützt sein müssen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Streckziehen von Formstücken mit einer Gegenfasson, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst ein Zwischenerzeugnis durch Streckziehen hergestellt wird, bei dem die Gegenfasson bzw. Einbuchtung durch eine Ausbuchtung mit gleicher Oberfläche derart ersetzt ist, daß- die Schnittlinie der herzustellenden Form mit der durch die angreifenden Zugkräfte bestimmten Ebene einfach gekrümmt ist und daß dieses Zwischenerzeugnis durch Einbeulen der betreffenden Stelle in die endgültige Form gebracht wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet; daß die Ausbuchtung mit um ein geringes größerer Fläche als die Einbeulung hergestellt wird und nach dem Einbeulen die entstandenen Falten durch nochmaliges Streckziehen geglättet werden.
- 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch einen der endgültigen Form entsprechenden Formkörper mit einer ihn zu der erforderlichen Zwischenform ergänzenden abnehmbaren Auflage,_- diese Auflage oder ein ähnlich geformten jedoch oben eben abgeschnittener Körper zusammen mit .dem die endgültige Form darstellenden Preßkörper als Werkzeug zum Einbeulen, also zur Herstellung der endgültigen Form aus dem Zwischenerzeugnis, verwendet wird. q:. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Streckziehpresse üblicher Bauart durch ein über dem Tisch angeordnetes, gegebenenfalls nachgiebig abgestütztes Querhaupt ergänzt ist. Angezogene Druckschriften: »Illustrierte Zeitung. für Blechindustrie und Installation«, 66. Jahrgang, 193,7, Nr. 49, S. 370 (Abb. 2) bis 372 (Abb. 7).
Priority Applications (1)
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| DE884939C true DE884939C (de) | 1953-07-30 |
Family
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Family Applications (1)
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| DEM3376D Expired DE884939C (de) | 1940-12-21 | 1940-12-21 | Verfahren und Vorrichtung zum Streckziehen von Formstuecken mit einer Gegenfasson |
Country Status (1)
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-
1940
- 1940-12-21 DE DEM3376D patent/DE884939C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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