DE8856C - Apparat zum Reinigen von Schiffsböden - Google Patents

Apparat zum Reinigen von Schiffsböden

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DE8856C
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DE
Germany
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ship
knives
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brushes
attached
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DENDAT8856D
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Original Assignee
R. MARCUS in Oevelgönne bei Ottensen
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B59/00Hull protection specially adapted for vessels; Cleaning devices specially adapted for vessels
    • B63B59/06Cleaning devices for hulls
    • B63B59/08Cleaning devices for hulls of underwater surfaces while afloat
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B63B2059/087Cleaning devices for hulls of underwater surfaces while afloat the devices being adapted for being pulled across, or along the underwater surface to be cleaned, e.g. by ropes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Cleaning In General (AREA)

Description

1879.
Klasse 65.
ROBERT MARCUS in ÖVELGÖNNE bei OTTENSEN. Apparat zum Reinigen von Schiffsboden.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. August 1879 ab.
Der vorliegende Apparat besteht im wesentlichen aus einer Walze, an deren Umfang abwechselnd eine Anzahl spiralförmig gewundener Messer und Bürsten angebracht sind. Durch einen eigenthümlichen, nachstehend beschriebenen Mechanismus wird der Apparat in Rotation versetzt, gegen die äufsere Schiffswand gedrückt und in der Querrichtung entlang geführt, wobei die an dem Schiffsboden anhaftenden Muscheln etc. von den Messern abgestofsen, die weicheren Theile hingegen durch die Bürsten beseitigt werden.
In beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 ein Querschnitt durch den Antriebsmechanismus, Fig. 2 stellt den Schiffsbodenreiniger mit fortgedachten Bürsten im Längsschnitt nach der Linie A-B1 Fig. 3 einen Querschnitt durch die Messerbezw. Bürstenwalze dar, während Fig. 4 den vollständigen Apparat im Grundrifs veranschaulicht. Fig. 5 und 6 zeigen einen zur Befestigung am Kiel des Schiffes bestimmten Schuh, während Fig. 7 und 8 die Anwendung des Schiffsbodenreinigers erläutern.
Es ist α eine Welle, auf welcher eine Anzahl Scheiben (Armkreuze) b />' b2 angebracht sind, welche zur Befestigung der Messer und Bürsten dienen. Zu diesem Zwecke sind am Umfang der Scheiben, der Anzahl der Messer entsprechend, Flügel Cc1C2C3 angebracht, an welchen die Messer d d1 d2 d3 befestigt sind. Die letzteren sind spiralförmig gewunden derart, dafs bei der Rotation fortwährend ein Messer mit der Schiffswand in Berührung bleibt. Die schraubengangförmige Anordnung der Messer soll ferner dazu beitragen, bei eisernen Schiffen den im Betrieb befindlichen Apparat leicht über die Stofsfugen der übereinandergenieteten Bleche zu führen, während andererseits durch den stetigen Angriff eines der Messer der Widerstand an jedem Punkt der Peripherie nahezu constant bleibt. Die zwischen den Messern angebrachten Bürsten können aus Rohr, Piassava, Stahl- oder Messingdraht etc. hergestellt werden; es dürften hingegen für den vorliegenden Zweck' in Holzrücken befestigte Piassavafasern den Vorzug verdienen. Diese Bürsten müssen, gleichwie die Messer, zum Auswechseln eingerichtet sein, welches im vorliegenden Fall dadurch erreicht wird, dafs die nach dem Scheibendurchmesser gewölbten Bürstenrücken unter die Nasen e e1 e2 es, sowie unter die Unterkante der Messer dd'd2d3 geschoben und durch Eintreiben von Keilen zwischen die Nasen e βΛ e2 e3 und der abgeschrägten Kante des Bürstenrückens oder durch Anquellen des letzteren im Wasser befestigt werden. Diese Befestigungsart der Bürsten schafft eine starre Verbindung der Scheiben (Armkreuze) unter einander, ermöglicht ein müheloses Auswechseln und gestattet im übrigen, die Jn Betracht kommenden Theile leicht zu construiren.
Der Mechanismus zum Betriebe der Messerund Bürstenwalze ist in' den Lauf- oder Führungsrollen f und f1 untergebracht, in deren Naben die Welle α mittelbar gelagert ist. Jede Führungsrolle hat eine innere Verzahnung, in welche ein an einem Arm i drehbar befestigtes Zwischenrad / eingreifend die rotirende Bewegung der Führungsrolle auf das auf der Welle a befestigte Triebrad η überträgt. Die Nabe des Armes i ist in derjenigen der Rolle / gelagert, dagegen mit der Zugstange h fest verbunden; er nimmt, wie diese, an der Rotation der Führungsrolle / bezw. /' nicht theil, es werden daher die Umdrehungen der letzteren auf das Triebrad η der Welle α in directem Verhältnifs der Zähnezahlen »."/übersetzt.
Um den beschriebenen Antriebsmechanismus gegen Unreinigkeiten von aufsen zu schützen, sind in dem ausgedrehten Falz der Rollen / und /' die Scheiben g bezw. g' befestigt, deren Naben, gleichwie diejenige der Arme iil, als Lager für die Welle α dienen, welche vermöge der Muttern m m1 die Führungsrollen ff' und Zugstange h A1 zusammenhält. Die letzteren sind an ihren Enden durch die Traversen k und kl fest mit einander verbunden.
Die Anwendung des Schiffsbodenreinigers ist aus Fig. 7 und 8 ersichtlich. Ein der Form des Kieles entsprechend profilirter Schuh t, Fig. 5 und 6, wird bei jedesmaliger Vornahme der Reinigung unter den Kiel des Schiffes geführt und mittelst in den Oesen ο ο' befestigter Seile oder Ketten ί ί' mit dem Deck des Schiffes in Verbindung gebracht. Diese Seile oder Ketten liegen an dem Schiffsboden in der Richtung der Spanten parallel neben einander; sie dienen, um den Spurkranz u ul der Füh-
rungsrollen ff1 gelegt, dazu, diese mit der Bürsten- und Messerwalze gegen die Schiffswand anzudrücken und auch die rotirende Bewegung einzuleiten. Letztere wird dadurch hervorgerufen, dafs mit Hülfe von Flaschenzügen oder sonstigen Windevorrichtungen, welche am Deck des Schiffes vorhanden, der Apparat in der durch die Seile s s' vorgeschriebenen Bahn auf- und niedergezogen wird, wobei die Spurkränze uul der Führungsrollen ff1 in den Seilen ssl sich abzuwickeln bestreben und infolge dessen in rotirende Bewegung versetzt werden, welche sie, wie beschrieben, auf die Messer und Bürsten übertragen.
Zum Auf- und Niederziehen des Apparates sind an dessen Traversen k k' Seile oder Ketten p p' befestigt. Wie aus Fig. 8 ersichtlich, geht das eine dieser Seile direct über die Rolle r, das andere, nachdem es über die Rolle r" unter den Kiel des Schiffes geführt ist, über die Rolle rl nach dem Deck. Hier sind beide Seile entweder in Verbindung mit einer Wmdevorrichtung oder einem Flaschenzug oder es wird zum Herauf- wie zum Hinabziehen des Apparates ein besonderer Flaschenzug benutzt.
Da zur Zeit nur eine der Länge der Messerbezw. Bürstenwalze entsprechende Fläche des Schiffsbodens in der Spantenrichtung gereinigt werden kann, so wird mit Hülfe der Seile oder Ketten q und q\ welche über im Bug und
Heck aufsenbords angebrachte Blöcke ν ν' geführt sind, der Kielschuh t um die Breite der gereinigten Fläche weitergeschoben und die beschriebene Operation so lange fortgesetzt, bis der Schiffsboden der ganzen Länge nach gereinigt ist.
Die ganze Anordnung der Führungsseile s ί' sowohl wie die Verbindung des Apparates mit den Windevorrichtungen gestatten die gleichzeitige Anwendung eines Apparates auf jeder Seite des Schiffes, andernfalls mufs der Apparat in den Führungsseilen der zweiten Schiffsseite in der bekannten Weise befestigt und die beschriebenen Operationen für diese Seite wiederholt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Combination einer Walze, an deren Umfang eine Anzahl spiralförmig angeordneter Messer und Bürsten befestigt sind, mit zwei den Umtriebsmechanismus für jene enthaltenden Laufrollen, welche in einer durch zwei querschiffs angeordnete Seile oder Ketten vorgeschriebenen Bahn geführt, von denselben gegen die Schiffswand angeprefst und durch vertical auf- und abwärts wirkende Zugkräfte zur rotirenden und gleichzeitig fortschreitenden Bewegung veranlafst werden, zum Zwecke der Reinigung der Böden zu Wasser liegender Schiffe.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT8856D Apparat zum Reinigen von Schiffsböden Active DE8856C (de)

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