DE886335C - Antrieb von bewegtes Walzgut schneidenden Scheren durch Drehstrommotoren - Google Patents

Antrieb von bewegtes Walzgut schneidenden Scheren durch Drehstrommotoren

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DE886335C
DE886335C DEN1271D DEN0001271D DE886335C DE 886335 C DE886335 C DE 886335C DE N1271 D DEN1271 D DE N1271D DE N0001271 D DEN0001271 D DE N0001271D DE 886335 C DE886335 C DE 886335C
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DE
Germany
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motor
direct current
winding
drive
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Expired
Application number
DEN1271D
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English (en)
Inventor
Hermann Nehlsen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dr-Ing Dipl-Ing Hermann Gerhard Nehlsen
Original Assignee
Dr-Ing Dipl-Ing Hermann Gerhard Nehlsen
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23QDETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
    • B23Q15/00Automatic control or regulation of feed movement, cutting velocity or position of tool or work

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Stopping Of Electric Motors (AREA)

Description

  • Antrieb von bewegtes Walzgut schneidenden Scheren durch Drehstrommotoren Man hat Scheren ausgeführt, welche in Bewegung befindliches Walzgut durch an Wellen mit gegenläufigem Drehsinn befestigte Messer unterteilen, wobei die Messerwellen für jeden einzelnen Schnitt aus dem Stillstand anlaufen und nach einem Umlauf in der Ausgangsstellung wieder zum Stillstand gebracht werden. Zum Antrieb solcher Scheren hat man sowohl Gleichstrom- als, auch Drehstrommotoren verwandt, die zur Ausführung jedes Schnittes entweder nur einen oder mehrere Umläufe machten, je nachdem, ob die Motoren die Messerwellen unmittelbar oder übersetzt antrieben.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Drehstrommotor zum unmittelbaren oder übersetzten Antrieb der Messerwellen solcher Scheren, der in an sich bekannter Weise von einem besonderen.. Drehstromgenerator gespeist wird, und zwar die besondere Ausbildung dieses Motors, seine Verbindung mit dem Generator und einer Erreger- und Bremsströme liefernden Gleichstromquelle, sowie eine besondere Schaltung, durch die der Scherenmotor nachbeendetem Umlauf genau in der Ausgangsstellung ohne besondere Einrichtungen am Motor stoß- und pendelfrei zum Stillstand gebracht wird.
  • Die Zeichnung zeigt die grundsätzliche Schaltung der Maschinen. nach der Erfindung. r sei der durch gestrichelte Umfassungslinien angedeutete Scherenmotor und a der in .der gleichen Art angedeutete Drehstromgenerator. Einer Gleichstromquelle 3 wird der Strom zur Erregung des Drehstromgenerators und zum Abbremsen des Scherenmotors entnommen.
  • Die Anlage arbeitet in an sich bekannter Weise folgendermaßen: Wenn ein Scherenschnitt, alsoein oder mehrere Umläufe des Motors-ausgeführt werden sollen, wird der dauernd durchlaufende Drehstromgenerator erregt und liefert dem damit verbundenen Scherenmotor Beschleunigungsstrom. Während des Beschleunigungsvorganges erfolgt .das Schneiden. Hat der Motor seine synchrone Drehzahl annähernd erreicht, so wird der Erregerstrom des Drehstromgenerators abgeschaltet und gleichzeitig durch die Ständerwicklung des Scherenmotors Gleichstrom geschickt, wobei er sich in dem entstandenen stehenden Feld annähernd bisi zum Stillstand abbremst. Durch ein restliches schwaches Drehmoment in der ursprünglichen Richtung wird .der Motorläufer mit stark verringerter Geschwindigkeit bis in die beabsichtigte Grundstellung weitergedreht und soll genau in dieser zum Stillstand kommen.
  • Man hat zur Durchführung des beschriebenen Arbeitsspiels die Scheren mit zwei getrennten Drehstrommoto,ren. ausgeführt, von denen jeder Motor eine Messerwelle antrieb, was trotz mancher Vorteile die Scherenanlage stark verteuerte. Zum Anhaltendes Motorläufers in der Ausgangsstellung hat man außerhalb des Motors besondere gleichstromerregte Magnetsysteme angeordnet, wodurch der Stillstand in dieser Stellung erst nach mehreren Pend,lungen um dieselbe eintrat, wodurch wertvolle Zeit verlorenging. Denn mit solchen .Scheren sollen auch kurze Teilstücke geschnitten werden, zu welchem Zweck dieselben wieder schnellstmöglich schneidebereit sein müssen.
  • Die Ausbildung von Maschinen und Schaltung nach der Erfindung vermeidet die genannten Nachteile. Es wird zum Antrieb der Schere nur ein Drehstrommotor i verwandt, der die Scherenwellen unmittelbar oder übersetzt antreibt, so daß dieser Motor für jeden Schnitt einen oder mehrere Umläufe macht. Der Ständer des Motors ist mit zwei voneinander getrennten, dreiphasigen Wicklungen 4 und 5 versehen, die gleichachsig miteinander 4n den gleichen Ständernuten liegen und deren drei Phasen beispielsweise in. Stern geschaltet sein mögen. Eine dreiphasige Läuferwicklung führt zu den Schleifringen 7, an die ein Anlaßwiderstand 8 angeschlossen ist, der durch ein Schütz 9 nach beendetem Anlauf bis auf einen gewissen Restbetrag kurzgeschlossen wird, was bei praktischen Ausführungen in mehreren Stufen erfolgt. Die beiden Ständerwicklungen 4 und 5 sind in an sich bekannter Art mit den Ständerwicklungen des Drehstromgenerators verbunden, die aus zwei gleichen miteinander verbundenen Gruppen io und ii in jeder Phase bestehen. 12, ist die Erregerwicklung des Drehstromgenerators, die zu den Schleifringen 13 führt.
  • Wenn ein Schnitt ausgeführt werden soll, wird bei geschlossenem Schütz 16 und offenem Schütz 22 die Erregerwicklung 12 über den Schnellerregungswiderstan.d 14 durch das Schütz 15 an die Gleichstromquelle 3 geschaltet. Durch den beide Ständerwicklungen :durchfließenden Strom erreicht der Scherenmotor nach -dem Kurzschließen. des Anlaßwiderstandes 8 annähernd seine synchrone Drehzahl. Während dieses Geschwindigkeitsanstieges findet das Schneiden des Walzgutes statt, wobei man die Scherenmessen in bekannter Weise aus einer solchen Grundstellung heraus anfahren läßt, daß deren Schneiden beim Aufsetzen auf das Walzgut gerade dessen Geschwindigkeit erreicht haben.
  • Kurz vor Erreichen der vom Scherenmotor angestrebten höchsten Drehzahl wird die Erregung des Drehstromgenerators abgeschaltet und durch Öffnen des Schützes 16. die Verbindung zwischen .der Ständerwicklung 5 des Scherenmotors und der des Drehstromgenerators unterbrochen. Gleichzeitig werden durch die beiden .bis dahin offenen Schütze 17 und 18 bei .ebenfalls offenem Schütz 2i über die Schnellerregungswi-derstände i9 und 2o die beiden Ständerwicklungen 4 und 5 des Scherenmotors so an die Gleichstromquelle 3 geschaltet, ,daß die. beiden äußeren Phasen durchflossen `verden, wodurch sich ein im Raum stehendes Feld bildet. Damit sich bei sinkender Drehzahl ,das Bremsmoment nicht zu sehr verringert, wird mit dem Bremsbeginn das Schütz 9 wieder geöffnet und damit der- Widerstand im Läuferkreis vergrößert, der durch Schließen dieses Schützes gegen. Ende ,des Abbremsvorganges wieder verkleinert wird. .
  • Der Scherenmotor würde je nach der Temperatur des geschnittenen, Walzgutes durch die dabei ,leistete verschieden große Arbeit, die zum Teil aus seinen unid den Schwungmassen der Schere entnommen wird, mehr oder weniger früh zum Stillstand kommen und die einzunehmende Grundstellung nicht sicher genüg erreichen. Deswegen wird, noch bevor der Stillstand eingetreten ist, mittels der Wicklung 4 im Scherenmotor dadurch wieder ein Drehmoment in der ursprünglichen. Richtung erzeugt, daß diese von der unteren Hälfte i i der Ständerwicklung des Drehstromgenerators wieder mit Drehstrom gespeist wird, zu welchem Zweck die Erregung des Drehstromgenerators über das Schütz 15 wieder eingeschaltet wird. Durch vorheriges Öffnen ,des Schützes 17 wurde der bis dahin in der Wicklung 4 fließende bremsende Gleichstrom unterbrochen, während er in der Wicklung 5 weiterfließt, da das Schütz i8 eingeschaltet geblieben ist. Da die Ständerwicklung des Drehstromgenerators durch dass Öffnen des Schützes 16 keine Verkettung mehr hat, wird eine solche durch dauernden Anschluß einer Drosselspule, einer Kapazität oder eines Widerstandes 24 an die Verbindungen der beiden Hälften der Ständerwicklungen des Drehhstromgenerators dauernd aufrechterhalten, die natürlich bei geschlossenem Schütz 16 stromlos ist. In diesem Betriebszustand sind -im Motor i sowohl ein stehendes, als auch eindrehendes Feld vorhanden, die sich bei Anschluß der Gleichstromquelle in der durch Zeichen angedeuteten Polarität gegenseitig nicht stören. Durch entsprechende Einstellung des Widerstandes des Verkettungselements 24 hat man es in der Hand, den Scherenmotor mit einer beliebig niedrigen Schleichgeschwindigkeit weiterlaufen zu lassen.
  • Hat der Motorläufer mit dieser Schleichgeschwindigkeit die beabsichtigte Grundstellung annähernd erreicht, so wird .zuerst das Schütz 21 geschlossen und daraufhin das Schütz 18 wieder geöffnet. Hierdurch wird der bisher über den Widerstand 20 und das Schütz 18 durch die Ständerwicklung 5 fließende bremsende Gleichstrom gezwungen, seinen Weg durch die Läuferwicklung 6 des Scherenmotors zu nehmen. Gleichzeitig wird auch die Erregung des Drehstromgenerators wieder abgeschaltet, womit das Drehmoment im Scherenmotor restlos verschwindet. Der Bremsstrom fließt jetzt durch eine der Läuferwicklungen zum Verkettungspunkt und von diesem durch die beiden anderen Phasenwicklungen in Parallelschaltung, die außen durch das Schütz 21 verbunden sind, so,daß :der Läufer einphasig kurzgeschlossen ist. Unter der Wirkung des in der Wicklung 5 weiterfließenden Gleichstromes stellt sich der Läufer in die beabsichtigte Grundstellung ein, was jedoch trotz der Dämpfung durch den ein.phas.i:gen Kurzschluß der Läuferwicklung. noch unter Ausführung einiger Schwingungen um dieselbe stattfindet. Um den hierdurch entstehenden Zeitverlust zu vermeiden, wird gleichzeitig auch noch die vorher stromlos gewordene Ständerwicklung 4 des Scherenmotors dreiphasig durch das Schütz 22 kurzgeschlossen, wodurch die Dämpfung so verstärkt wird, daß der Motorläufer schwingungsfrei in die Grundstellung gezogen wird. Infolge der Feinheit der Nutenteilung des Scherenmotors wird der Läufer stets mit einer Abweichung von nur Bruchteilen von Raumgraden in der Grundstellung zum Halten gebracht, die an. den Messern: noch verringert in Erscheinung tritt, wenn der Motor die Messerwellen. übersetzt antreibt. Die genaue Einnahme der Grundstellung ist deswegen sehr wichtig, weil die Abweichung von derselben die Genauigkeit des folgenden Schnittes um den Abweichwinkel ungünstig beeinflußt. Die mit der Ausnutzung der ganzen magnetischen Richtkraft des Scherenmotors erzielte Genauigkeit in der Grundeinstellung ist um ein Vielfaches größer als bei den bisher hierzu verwandten besonderen Richtmagneten.
  • Nach eingetretenem Stillstand wird auch der Gleichstrom in der Läuferwicklung und der Ständerwicklung 5 des Scherenmotors durch Öffnen des Schützes 2!1 abgeschaltet. Natürlich werden -die verschiedenen Schütze von einem mit der Scherenmesserwelle gekuppelten Schaltwerk in bekannter Art geschaltet, während der Anfahrimpuls zum Schneiden von der ankommenden Spitze des Walzgutes selbst gegeben wird.
  • Der Scherenmotor hat .bei der gleichzeitigen Durchflutung von Ständer- und Läuferwicklung so viel Stellungen, in die er gezogen werden kann., als er Polpaare hat. Erfindungsgemäß wird diese Zahl der Stellungsmöglichkeiten dadurch ver= doppelt, daß man vor dem Schütz 18 und dem Widerstand 2o einen. zweipoligen Umschalter 23 anordnet, mit dessen Umlegen man die Richtung der Stromdurchflutung der Läuferwicklung gegenüber der im Ständer unverändert bleibenden umkehren kann, womit sich die Verdopplung der Stellenzahl ergibt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Antrieb von zu jedem Schnitt aus dem Stillstand anlaufenden, bewegtes Walzgut schneidenden Scheren durch einen von einem Drehstromgenerator gespeisten und durch Gleichstrom abgebremstem Drehstrommotor, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehstrommoto.r (i) zwei gleichachsig angeordnete, in sich verkettete, jedoch getrennte' Ständerwicklungen (4 und- 5) besitzt, zwischen welche .die un.verketteten Ständerwicklungen (io und i i) des Drehstromgenerators (2) geschaltet sind.
  2. 2. Antrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ständerwicklungen (4 und 5) des Drehstrommotors (i) beim Anfahren mit Drehstrom und beim Abbremsen bis auf eine Schleichdrehzahl mit Gleichstrom gespeist werden, während beim Lauf mit der Schleichdrehzahl die eine Ständerwicklung mit Gleichstrom erregt und die andere mit Drehstrom gespeist wird, der sich über einen an den Mittenanzapfungen der Ständerwicklung (io und: ii) angeschlossenen Verkettungswiderstand (24) schließt.
  3. 3. Antrieb nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, ,daß bei Annäherung des Motorläufers an eine feste Grundstellung dessen Läuferwicklung (6) von dem hierbei durch die eine der Ständerwicklupgen (5) fließenden Gleichstrom durchflossen wird, während die bis dahin mit Drehstrom gespeiste andere Ständerwicklung (4) dreiphasig kurzgeschlossen wird.
  4. 4. Antrieb nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei. unverändert bleibender Richtung des Gleichstromes in der einen Ständerwicklung (5) des Drehstrommotors die Durchflutungsrichtung seiner Läuferwicklung (6) umkehrbar ist.
DEN1271D 1941-10-03 1941-10-03 Antrieb von bewegtes Walzgut schneidenden Scheren durch Drehstrommotoren Expired DE886335C (de)

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