DE88652C - - Google Patents

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DE88652C
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Classifications

    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63J—DEVICES FOR THEATRES, CIRCUSES, OR THE LIKE; CONJURING APPLIANCES OR THE LIKE
    • A63J5/00—Auxiliaries for producing special effects on stages, or in circuses or arenas
    • A63J5/12—Apparatus for raising or lowering persons

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  • Ropes Or Cables (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
KLASSE 77: Sport.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schwebevorrichtung für Bühnenzwecke, welche einem oder mehreren Künstlern gestattet, sich zu einer gröfseren oder geringeren Höhe über die Bühne zu erheben und gleichzeitig seitlich zu bewegen, ohne dafs die Zuschauer die Kühlvorrichtungen wahrzunehmen vermögen.
Die neue Vorrichtung verleiht'den Künstlern anmuthige Bewegungen und gestattet denselben, ihren Platz durch riesige Sprünge sowohl aufwärts als seitlich zu verändern; hierbei ist die Vorrichtung in allen Stellungen zuverlässig und gewährt aufserdem den grofsen Vorzug, dafs die einzelnen Künstler sich nicht gegenseitig in ihren Bewegungen stören können.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Vorrichtung ist auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt worden.
Fig. ι zeigt die neue Vorrichtuug in ihrer Anwendung auf einen Künstler.
Fig. ι a veranschaulicht die vorliegende Erfindung in ihrer Anwendung auf mehrere Künstler.
Die Fig. 2 bis 6 zeigen Einzelheiten.
In Fig. ι befindet sich an der Bühnendecke eine Rolle F, über welche das den Künstler tragende Drahtseil d geführt ist, wobei der Künstler an einem mit der Oese Z ausgestatteten Draht e hängt. Das. Drahtseil d ist auf den cylindrischen Theil einer Rolle D aufgewickelt, während das auf die Stufenrolle a1 aufgewickelte Seil dl unter Einschaltung einer Feder oder sonstigen kraftsammelnden Vorrichtung an einen festen Punkt angeschlossen ist. Die Stärke und Spannung der Feder wird dem Gewicht des Künstlers angepafst, welcher bei ganz gestreckter Feder auf der Bühne steht.
Der den Künstler tragende Draht e ist durch eine Führungsvorrichtung K hindurchgeführt, an welche das Seil h angeschlossen ist. Letzteres wird über zu beiden Seiten der Bühne befestigte Rollen nach einer Trommel E geführt, auf welche es theilweise aufgewickelt ist.
Die beiden Trommeln D und E werden zweckmäfsig in einem transportablen Gestell gelagert und das Seil h noch über eine am Fufs des Gestelles befindliche Hülfsrolle geleitet. Es ist nun ohne Weiteres klar, dafs man durch Drehung der Trommel E eine seitliche Verschiebung der Führungsvorrichtung herbeiführen kann, wobei sich das Seil h auf den Theil ο der Trommel E aufwickelt, wenn es sich von dem Theil ρ abwickelt, und umgekehrt.
In Fig. ι a sind an der Bühnendecke drei Rollen F1 VV2 angebracht, über welche die Drahtseile d2 d3 d* geführt sind. An diese Drahtseile sind die drei zur Aufhängung der Künstler mit Oesen Z1ZZ2 ausgestatteten Drähte eJ e e 2 angeschlossen. Die Drahtseile d2 d3 d^ sind an einen Ring s angeschlossen, der am Ende des Seiles d befestigt ist. Das Seil d ist in derselben Weise wie in Fig. ι auf die Trommel D gewickelt.
Die die Künstler tragenden Drähte e1 e e2 sind durch die Führungsvorrichtungen K1 K K2 hindurchgeführt, welche sämmtlich in das Seil h so eingesetzt sind, wie dies bei Fig. ι für die Führungsvorrichtung K beschrieben wurde.
Die Führungsvorrichtung K (Fig. 5 und 5a) besteht im wesentlichen aus zwei flachen
Schienen k, die durch Bolzen i mit einander verbunden sind.
Zwischen den Schienen k sind zwei Rillenscheiben in gelagert, zwischen denen sich der herabhängende Draht befindet. Um den Draht e bequem einführen zu können, wird die eine Schiene k in der Mitte zweckmäfsig mit einer Oeffnung versehen, die durch ein gelenkartig eingesetztes Stück k1 verschlossen ist.
Wenn die Künstler angehoben sind, ist das Seil d auf die Trommel D aufgewunden und das Seil d1 abgewunden, so dafs die Spannung der Feder f dementsprechend vermindert ist. Auf diese Weise erzielt man eine gleichmäfsige Spannung des Seiles d und vermeidet jeden Ruck bezw. einen für den Künstler allzu heftigen Angriff.
Die Trommel E besteht aus den beiden Theilen ο und p, deren einander zugekehrte Scheiben den mittleren Flantsch r bilden. Von diesen beiden Scheiben greift die eine mit Pflöcken in geeignete Vertiefungen der anderen, so dafs sich beide mit einander drehen müssen, wenn sie an einander liegen. Um nun das Seil h zu justiren, bringt man die beiden Theile aus einander und verdreht sie gegen einander, bis das Seil die gewünschte Spannung hat, worauf man die beiden Theile ο und ν wieder in einander greifen läfst. Selbstverständlich kann man die beiden Theile der Trommel E anstatt durch Pflöcke auch durch einen beliebigen sonst geeigneten Verschlufs mit einander verbinden.
Um das Reifsen des Drahtes auszuschliefsen, wird derselbe an seiner gefährlichsten Stelle besonders verstärkt. Letztere befindet sich nach den diesbezüglichen Versuchen des Erfinders unmittelbar über dem Aufhängungsring Z. Man legt deshalb einen zweiten Draht von ziemlich derselben Stärke um die Oese Z herum, wickelt denselben eine kurze Strecke oberhalb des Aufhängungsringes auf den Draht e und verlöthet das Ganze. Auf diese Weise wird die Stärke des Drahtes
Stelle verdoppelt.
an der gefährlichsten

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Eine Schwebevorrichtung für Bühnenzwecke, dadurch gekennzeichnet, dafs die zum Heben der Künstler dienenden Seile bezw. Drähte (d e) einerseits über feste Rollen (V1 V V2J zur Windetrommel (D) geleitet werden, andererseits durch Führungen (K1KK^) hindurchgehen, welche in ein endloses über eine zweite Windetrommel (E) geführtes Seil (h) eingesetzt sind und zur seitlichen Verschiebung der herabhängenden Seile (e e1 e2) dienen.
    Bei der unter i. gekennzeichneten Vorrichtung:
    a) die Verbindung der die Künstler tragenden Drähte e^e2 mit dem Seil d durch einen Ring (s);
    b) eine Windetrommel (D), auf deren cylindrischen Theil α das Seil d aufgewickelt ist und um deren konischen Theil (Stufenrolle al) das eine Ende eines behufs Gewichtsausgleichung des Künstlers mit einer Feder f ausgerüsteten, mit seinem anderen Ende an einem festen Punkte aufserhalb der Windetrommel angreifenden Seiles d1 in entgegengesetzter Richtung gewunden ist;
    c) eine zweitheilige Windetrommel E, auf deren Theile op je ein Ende des Führungsseiles h derartig gewickelt ist, dafs nach Lösung der Verbindung zwischen den beiden Theilen das Seil h gespannt werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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