DE88722C - - Google Patents

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DE88722C
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glycosides
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M4/00Electrodes
    • H01M4/02Electrodes composed of, or comprising, active material
    • H01M4/36Selection of substances as active materials, active masses, active liquids
    • H01M4/48Selection of substances as active materials, active masses, active liquids of inorganic oxides or hydroxides
    • H01M4/56Selection of substances as active materials, active masses, active liquids of inorganic oxides or hydroxides of lead
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
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Description

KAISERLICHES
PATENTA
PATENTSCHRIFT
. KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. November 1895 ab.
Eine wesentliche Aufgabe bei der Herstellung elektrischer Sammelbatterien besteht darin, die wirksame Masse in sich derart festzumachen, dafs sie den mechanischen Beanspruchungen sowohl beim Laden und Entladen, insbesondere mit gröfseren Stromdichten, als auch bei der Verwendung für Transportzwecke gewachsen ist. Zur Erreichung dieses Zweckes haben sich die Körper aus der Reihe der Glycoside, ζ. Β. Coniferin, Saponin, Quercitrin u. s. w., als brauchbar erwiesen.
Zur Bindung der wirksamen Masse sind zwar schon Zuckerarten vorgeschlagen, indessen ist einerseits das chemische Verhalten der Glycoside beim Vermengen derselben mit Bleioxyden, insbesondere mit Mennige, ein anderes als bei den Zuckerarten, andererseits weichen auch die Glycoside hinsichtlich ihrer elektrochemischen Wirksamkeit und ihrem Verhalten gegenüber der Oxydation von den Zuckerarten wesentlich ab. Letztere ergeben nämlich mit Blei- und anderen Metalloxyden sogenannte Saccharate, d. h. die Zuckerarten spielen die Rolle von Säuren gegenüber den Basen; die Glycoside dagegen ergeben infolge einer Art doppelter Wahlverwandtschaft complicirte Verbindungen von basischem Charakter. Hierbei spaltet sich, ebensowenig wie bei der Oxydation, nicht erst der Zucker von dem anderen Bestandtheile der Glycoside ab, sondern es entstehen neue Verbindungen, welche eher eine Analogie in den Doppelsalzen der anorganischen Chemie haben.
Hinsichtlich ihres elektrochemischen Verhaltens unterscheiden sich die Glycosideverbindungen des Bleies schon insofern von den Saccharaten, als letztere, selbst in Lösungen, kaum elektrisch leiten. Die Oxydation der Saccharate erfolgt deshalb nur im secundä'ren Vorgange, mithin sehr langsam. Hauptsächlich aus diesem Grunde haben die Vorschläge zur Verwendung von Zuckerarten zur Bindung der wirksamen Masse in der Praxis keinen Eingang gefunden, obwohl diese Vorschläge nicht erst neuerdings gemacht worden sind. Einen wesentlich günstigeren technischen Erfolg erzielt man durch die Verwendung der Glycoside, da deren Bleiverbindungen selbst elektrisch leiten und aus diesem Grunde sich auch leicht formiren lassen.
Bei der Oxydation spalten sich die Glycoside nicht erst in Zucker und den anderen Bestandtheil, z. B. Coniferin in Zucker und Coniferyl-Alkohol, so dafs mindestens das Oxydationsproduct des einen Bestandteils, des Zuckers, dasselbe würde, als wenn sich bei unmittelbarer Verwendung von Zucker Saccharate gebildet hätten, sondern die Glycoside gehen glatt in neue Säuren über, wie z. B. das Coniferin in Zuckervanillinsäure C14 H1S O8 -f· H2 O. Diese Säuren bleiben an die Bleioxyde gebunden und bewirken bei ihrer intromolecularen Lagerung, vermuthlich infolge ihres hohen Kohlenstoffgehaltes, eine weitere günstige Beeinflussung der elektrischen Leitungsfähigkeit.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Bindung der wirksamen Masse elektrischer Stromsammler, dadurch gekennzeichnet, dafs die Bleioxyde, insbesondere Mennige, mit Körpern aus der Reihe der Glycoside, ζ. Β. Coniferin, Saponin, Quercitrin, angemengt und dann der elektrolytischen Oxydation bezw. Reduction ausgesetzt werden, wodurch die Glycoside neue, mit den Bleioxyden verbunden bleibende chemische Körper ergeben.
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