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Elektrisches Entladungsgefäß Bei elektrischen Entladungsgefäßen ist
es üblich, zur Abstützung und Abstandshalterung der Elektroden oder anderer Teile
des Elektrodensystems Isolierteile aus Glimmer, Keramik od. dgl. zu verwenden. Man
benutzt hierzu meist Scheiben aus Glimmer oder Keramik, die mit Durchbrechungen
versehen sind, durch welche die einzelnen Elektroden. oder nasenförmige Ansätze
der Elektroden bzw. Halteteile hindurchgesteckt werden.
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Bei thermisch oder spannungsmäßig hoch belasteten Röhren, insbesondere
für hohe Frequenzen, z. B. auch bei Senderöhren im Ultrakurzwellenbereich, macht
häufig die Isolierung der einzelnen Elektroden und ihre Abstützung gegeneinander
innerhalb des Elektrodensystems Schwierigkeiten. Glimmer kann im allgemeinen hierbei
nicht mehr verwendet werden, und die Benutzung von Keramik- oder Ouarzteilen ist
vielfach wegen der schlechten Bearbeitungsmöglichkeit dieser Werkstoffe nicht durchführbar.
Die Erfindung beseitigt diesen. Nachteil und ermöglicht die Anwendung einfacher,
leicht herzustellender Bauelemente auch aus schwer zu bearbeitenden Isoliermaterialien
bei hoher Genauigkeit.
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Die Erfindung besteht darin, daß die Isolierteile aus gleichartigen,
im wesentlichen stabförmig gestalteten Bauelementen gebildet werden. Die einzelnen
Isolierteile sind zweckmäßig zylindrisch gestaltet und können auf diese Weise mit
sehr großer Genauigkeit durch Schleifen gefertigt werden. Mit Hilfeeiner Anzahl
solcher zylindrisch oder ähnlich gestalteter Stäbchen lassen sich Elektrodensysteme
verschiedener Art beliebig zusammenbauen. Zu diesem Zweck können die Stäbchen kreuzförmig
angeordnet sein und den Bau von sehr maßhaltigen und. in geringem Maße klin-ganfälligen
Elektrodensystemen
ermöglichen. Die Stübchen können aus Keramik,
Quarz oder einem anderen Isoliermaterial, das genügend hitzebeständig ist und auch
die notwendige Spannungsfestigkeit besitzt, bestehen; dabei ist auch noch darauf
zu achten, daß in dem erforderlichen Frequenzbereich die Verluste des Materials
gering sind.
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An Hand der Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden. Die
Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel in seinen für die Erfindung wesentlichen Teilen
im Grund- und Aufriß. Es handelt sich dabei um eine kleine Senderöhre, bei der die
Erfindung lediglich an einem Ende des Elektrodensystems gezeigt ist. Die Kathode
ist mit i bezeichnet und besitzt die Form einer üblichen Ovalkathode, auf deren
Außenseite sich Emissionsschichten befinden und in deren Innern der Heizkörper untergebracht
ist. Mit 2, 2 sind die iSteuergitterholme bezeichnet, während 3, 3 die entsprechenden
Holme des Schirmgitters veranschaulichen. Ein als Bremsgitter wirksames Blech ist
mit q. bezeichnet.
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Die eigentliche Halterung der Elektroden wird durch die zylindrischen
Stäbchenpaare 5, 6 und 7 bewirkt, welche beispielsweise aus geschliffenen Ouarzstäbchen
bestehen. Diese bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel kreuzförmig angeordneten
Stübchen sind hier an der Anode verankert und, soweit notwendig, noch durch zusätzliche
Laschen und 9 miteinander verbunden. Durch ihren Durchmesser bestimmen sie die Holmabstände
der Gitter untereinander und den Abstand zwischen dem Steuergitter und der Kathode.
Durch geeignete Dimensionierung des gesamten Aufbaus kann gegebenenfalls erreicht
werden, daß sämtliche verwendeten Stützstäbe aus Isolierstoff den gleichen Durchmesser
besitzen. Dazu ist es zweckmäßig, alle Gitterholme gleich breit auszuführen. Es
ist aber auch möglich, mit einer Anzahl von Stübchen verschiedenen Durchmessers
zu arbeiten und dann mit einem Mindestaufwand an Bauelementen eine große Anzahl
verschieden aufgebauter Systeme herzustellen.
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Die hohe erreichbare Genauigkeit der Isolierteile sowie die Möglichkeit,
die Isolierstäbe durch geeignete Federklammern, z. B. aus Tantal, zusammenzudrücken,
l.äßt den Bau vorn sehr maßhaltigen und gering klinganfälligen Elektrodensystemen
gegenüber ==der bisher üblichen Bauart mittels gelochter Keramikscheiben zu. So
ergibt die Erfindung eine ganze Reihe von Vorteilen, die vor allem bei Fertigung
in nicht zu großen Stückzahlen und bei sehr hoher ,Beanspruchung der Röhren besonders
ins Gewicht fallen. Einen großen Vorteil bedeutet die Möglichkeit, an sich sehr
schwer zu bearbeitende, elektrisch und mechanisch aber hochwertige Isoliermaterialien
anzuwenden, bei denen es sonst außerordentlich schwierig wäre, Öffnungen mit großer
Maßhaltigkeit anzubringen. Ein weiterer Vorteil ist die Anwendung einfachster Bauelemente,
z. B. lediglich geschliffener Randstäbe gleichen Durchmessers aus Quarz oder Keramik,
weiterhin die Erzielung einer hohen Genauigkeit der !Elektrodenabstände durchAnwendung
geschliffener Isolierteile, der geringe Materialbedarf bei relativ hoher mechanischer
und elektrischer Festigkeit, eine leichte Möglichkeit einer Konstruktionsänderung
ohne große Werkzeugkosten für Keramikteile und schließlich die Erzielung größerer
Klingfreiheit, als dies sonst mit keramischen Isolierteilen möglich ist.