DE88808C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H73/00—Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism
- H01H73/36—Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism having electromagnetic release and no other automatic release
- H01H73/38—Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism having electromagnetic release and no other automatic release reset by lever
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Juli 1895 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Neuerung an elektromagnetischen Stromunterbrechern,
d. h. solchen Vorrichtungen, bei welchen ein Elektromagnet beim Anwachsen der Stromstärke über ein gewisses Mafs hinaus
seinen Anker so beeinflufst, dafs der Stromkreis unterbrochen wird. Die bisher nach
diesem Grundsatz arbeitenden Unterbrecher bestanden im wesentlichen aus einem Anker,
welcher, sobald er durch den Elektromagneten angezogen wurde, einen den Ausschalthebel
haltenden Sperrhaken auslöste und somit dem Ausschalthebel gestattete, seiner Feder zu
folgen.
Dabei waren aber Anker und Sperrhaken nur in Bezug auf die eine Bewegungsrichtung
des Ankers in Berührung mit einander, wodurch verschiedene Uebelstände entstanden,
von denen zunächst das Ausschlagen des Ankers durch Erschütterungen und weiter der
zu erwähnen ist, dafs beim Einschalten des Schalthebels der Sperrhaken besonders mit
der Hand einzurücken war. Diese Uebelstände werden vorliegender Erfindung gemäfs dadurch
vermieden, dafs Anker und Sperrhaken derartig zwangläufig mit einander verbunden sind,
dafs beim Bewegen des Ankers nach dem Elektromagneten zu ein Auslösen des Sperrhakens
und nach der anderen Richtung hin ein selbstthätiges Einrücken des Sperrhakens erfolgen mufs.
Im Weiteren bezieht sich vorliegende Erfindung noch auf eine besondere Ausführungsform solcher Unterbrecher, welche im wesentlichen
dadurch gekennzeichnet ist, dafs der Ausschalthebel durch eine drehbare Scheibe gebildet wird, welche die Stromschlufsstücke
trägt. Diese Scheibe hat den Zweck, einen vollständig ausgewuchteten Unterbrecher zu
bilden, der viel weniger als die bisherigen Ausschalthebel für Erschütterungen und Schwankungen
empfindlich ist und somit den Zweck der eingangs erwähnten Anordnung in wirkungsvoller
Weise unterstützt.
In der in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform
ist C der Ausschalthebel, der durch Feder H1 so beeinflufst wird, dafs er
beständig das Bestreben hat, den Stromkreis zu unterbrechen; hieran wird er jedoch, sofern
der Stromkreis geschlossen ist, durch den in U1 gelagerten Sperrhaken U verhindert, welcher
mit seiner Nase U2 über einen Vorsprung C4 des Schalthebels greift. Der waagrechte
Arm iS des Ankers -R ist mit hervorragenden
Stiften S 8 und S ° versehen, zwischen welchen
der Haken U hindurchgeht. An der Durchgangsstelle ist der Haken U so gekrümmt, dafs
er bei der Bewegung des Ankers zwangläufig bewegt wird; ist also der Ausschalthebel C
in der in-Fig. 2 gezeichneten Stellung und erreicht die Stromstärke eine solche Höhe, dafs
der Anker R des Elektromagneten P angezogen wird, so mufs der Stift S 8 den Haken U von
dem Vorsprung C4 abziehen und der Ausschalter kann der Wirkung der Federkraft
folgen. Wird jedoch der Ausschalter wieder eingestellt, so mufs der Vorsprung J1 des Ausschalters
zunächst den Anker treffen, nachdem der Vorsprung C4 an der Fläche U3 des
Sperrhakens vorbeigeglitten ist und letzteren nach links bewegt hat; hierbei wird aber der
Stift S9 den Sperrhaken selbstthätig wieder
nach rechts über den Vorsprung C4 schieben, so dafs der Ausschalter sich selbst sperrt. Bei
einer solchen Anordnung ist es nun nicht gut möglich, verschiedene Empfindlichkeiten des
Ausschalters unter Vermittelung eines mit dem Anker verbundenen Anschlages zu erreichen.
Zu diesem Zwecke wird der Elektromagnet in bekannter Weise verstellbar angeordnet. Man
lagert deshalb den Kern desselben in einem Bock B2 der Grundplatte und verstellt ihn
mittelst einer Schraube Q. Der Ausschalter greift in bekannter Weise mit seinen Backen C2
und C3 in die Stromschlufsfedern E' und F'
ein, während er noch Kohlenplatten H und / trägt, die auf festen Kohlenplatten E*1 und T3
liegen und beim Stromunterbrechen allmählich von letzteren abgleiten. Hierdurch wird der
Strom nur allmählich unter Vermehrung des Widerstandes unterbrochen und somit auch
Funkenbildung möglichst vermieden bezw. die letztere an leicht zu ersetzende Theile verlegt.
Die Federung des Ausschalters geschieht einerseits durch auf die Kohlenplatten einwirkende
Spiralfedern H1 und andererseits durch eine Feder K3, welche auf eine mit dem Ausschalter
verbundene Stellschraube C" einwirkt.
In der Grundplatte ist noch ein Hebel F gelagert, dessen Nase V3 über einen Bolzen S6
des Ankers greift. Dieser Hebel, welcher durch eine Feder W beeinflufst wird, zieht
.mittelst der Abschrägung F2 den Anker vom Elektromagneten zurück, bewirkt jedoch, sobald
der Bolzen Sa über die Nase F3 geglitten
ist, ein rasches Ausschlagen des Ankers durch die Abschrägung F1.
Besonders wichtig wird die neue Anordnung für selbstthätige Ausschalter auf Erschütterungen
ausgesetzten Fahrzeugen; man wendet dann vortheilhaft die in Fig. 3 bis 10 gezeichneten
Ausführungsformen an.
Fig. 3 ist eine Ansicht eines Umschalters für Wagen, welcher in Uebereinstimmung mit vorliegender
Erfindung gebaut ist.
Fig. 4 ist eine ähnliche Darstellung, bei welcher zum Zwecke leichterer Verständlichkeit
die Scheibe weggelassen ist.
Fig. 5 ist eine Ansicht des unteren Theiles der in Fig. 3 und 4 dargestellten Anordnung,
wobei einige Theile des Magneten, der Anker sowie ein Theil der Klinkvorrichtung im Schnitt
gezeichnet sind.
Fig. 6 ist eine perspectivische Darstellung des feststehenden,
Fig. 7 ist eine solche des beweglichen Stromschlufsstückes.
Fig. 8 ist ein Schnitt in Richtung 8-8 nach Fig. 4.
Fig. 9 ist eine Draufsicht auf eine Abänderung eines für den Gebrauch auf Wagen bestimmten
Ausschalters.
Fig. 10 ist ein Schnitt in Richtung der Linie 10-10 nach Fig. 9.
In der in Fig. 3 bis 8 dargestellten Ausführung ist der Ausschalthebel durch einen Arm Cö
ersetzt, der mit einer Scheibe C7 verbunden ist; letztere besteht aus Isolirstoff; C ist ein
Zapfen, welcher mit der Grundplatte verbunden ist und auf welchem der Arm C6 und die
Scheibe C7 sich drehen können. K3 ist eine Feder, welche einerseits mit einem Vorsprung
des Zapfens C und andererseits mit dem Arm C6 derartig verbunden ist, dafs sie das
Bestreben" hat, diesen Arm in der Richtung des in Fig. 3, 4 und 7 gezeichneten Pfeiles zu
drehen; H ist ein Kohlenstreifen, der in einer Muffe H' getragen wird; letztere ist bei i74
an dem Arm C6 drehbar gelagert und durch eine Feder H" in wesentlich derselben Weise
beeinflufst, wie der drehbar gelagerte Kohlenstreifen H' der in Fig. 1 und 2 gezeichneten
Ausführung. E ist eine Doppelfeder, zwischen deren Backen E' der Vorsprung C2 des
Armes C6 tritt. Im Weiteren ist noch ein fester Kohlenstreifen E2 vorhanden, welcher
mit dem drehbar gelagerten Streifen H in Berührung kommt.
J ist ein Handgriff, durch welchen die Scheibe C7 gedreht werden kann, so dafs der
Arm C6 in die in Fig. 3 gezeichnete Stellung' gebracht werden kann, in welcher der Stromkreis
geschlossen ist. Der Strom geht dann durch E, Streifen E2 und H, dann durch den
Arm Cü und durch den Drehzapfen desselben.
Der Hebel F, die Feder W und die Rolle S6
(Fig. 5) entsprechen den mit gleichen Buchstaben bezeichneten Theilen der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2. Die Verklinkung
wird durch einen Arm ZJ hergestellt, welcher mit dem Hauptrahmen des Schalters drehbar
verbunden ist und mit Hilfe seines vorderen Hakens U~ mit einem Stift C4 der runden
Scheibe C7 in Eingriff kommen kann. Der Anker R des Elektromagneten P wird noch
durch einen Arm S* vervollständigt, welcher zwei Stifte S0 und Si0 trägt. Der Stift S9
befindet sich gewöhnlich unter dem Arm U und in der Nähe einer Kerbe Y des genannten
Armes (Fig. 3), so dafs, wenn der Arm S1
durch den Elektromagneten P angezogen wird, der Stift S9 genau über die Kerbe Y kommt,
so dafs nun der Arm U unter dem Einflufs seiner Schwere von dem Stift C4 abfallen kann.
Hierdurch wird die/ Scheibe C freigegeben, sie kann sich drehen und den Strom unterbrechen.
Das Ende des Armes Si ist bei S11
abgeschrägt oder curvenförmig gestaltet, so dafs der Stift C4 bei seinem Rückgang mit der
Scheibe C7, wenn die letztere wieder entgegengesetzt
dem in Fig. 3 gezeichneten Pfeile gedreht, der Strom also geschlossen wird, gegen
den abgeschrägten Theil schlagen kann, und der Arm S* derartig schlägt, dafs der Anker R
von dem Elektromagneten abbewegt wird. Bei dieser Bewegung des Armes S4 hebt der
Stift Sw den Arm U und bringt ihn somit aufser Eingriff mit dem Stift S 9, welcher bisher
in der Kerbe Y war. Hierbei wird auch gleichzeitig der Arm U in Eingriff mit dem Stift C*
Claims (2)
1. Elektromagnetischer Stromunterbrecher, dadurch gekennzeichnet, dafs der den Schalthebel
(C) sperrende Haken (U) durch die Bewegung des Ankers (R) mit Hülfe zweier
in diesem angeordneter Stifte ^S8 und S9)
derart zwangläufig bewegt wird, dafs derselbe beim Anziehen des Ankers (R) aus-
und beim Abheben eingerückt und in den beiden Endstellungen festgehalten wird.
2. Eine Abänderung der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs
der Ausschalthebel (C) aufser dem Stift (C1)
einen Stift (S10) trägt, der beim Zurückführen des Ausschalters in die Schlufsstellung
den mit dem Anker (R) verbundenen Hebel (Si) so anschlägt, dafs dieser
den Arm (U) in den Vorsprung (C *) einrückt
und ihn dabei auch gleichzeitig aus dem Stift (S9) des Hebels (S*) heraushebt,
in welchen er beim Anziehen des Ankers mit seiner Kerbe (Y) fällt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE88808C true DE88808C (de) |
Family
ID=360672
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT88808D Active DE88808C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE88808C (de) |
-
0
- DE DENDAT88808D patent/DE88808C/de active Active
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