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Kugel-Schweißmuffenverbindung Die Erfindung bezieht sich auf eine
entlastete Schweißmuffenverbindung für Rohrleitungen, bei der die Muffe und das
Einsteckende kugelig ausgebildet sind. Solche Kugel-Schweißmuffenverbindungen sind
an sich bekannt und haben im Rohrleitungsb:au steigernde Beachtung und Verwendung
gefunden. Sie haben den großen Vorteil, daß sie durch ihre Verschwenkharkeit die
Möglichkeit bieten, die Leitungsführung dem Gelände anzupassen und leichte Krümmungen
durch die Verbindung auszugleichen, ohne bei jeder Abwinkelung Krümmer einbauen
zu müssen. Die Entlastung der Schweißnaht wird bei solchen Kugel-Schweißmuffenverbindungen
dadurch herbeigeführt, d.aß der zurechtgeschnittene überstehende Rand der Außenkugel
nach dem Einführen Ader Innenkugel auf diese heruntergebördelt wird, worauf dann
in der entstehenden Schweißfuge die Schweißnaht gelegt wird.
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In der Praxis hat sich vor ,allem die Ausführung der Kugel-Schweißmuffenverbindung
nach dem Patent 427071 eingeführt und bewährt. Sie ermöglicht Verschwenkungen
der beiden verbundenen Rohre gegeneinander bis zu 6° und gewährleistet durch das
Umbördeln des überstehenden Randes der Außenkugel um die Kröpfung der Innenkugel
eine gute Entlastung. Andererseits haften dieser Ausführung noch einige Unvollkommenheiten
an. Insbesondere ist nachteilig, daß es notwendig ist, sowohl bei gerader als auch
bei abgewinkelter Verlegung einen Ringabschnitt des überstehenden Endes der Außenkugel
auf der Baustelle abzuschneiden, und zwar so viel, daß die Schnittkante nach dem
Bördeln über die verhältnismäßig
steile Kröpfung in dem Winkel
zwischen Kröpfung und Rohrschaft des Einsteckendes liegt.
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Zweck der Erfindung ist nun, eine neue Kugel-Schweißmuffenvenbindung
.zu schaffen, bei welcher das Abschneiden vollkommen fortfällt, d. h. weder bei
gerader noch bei abgewinkelter Verlegung ein Ringabschnitt abzutrennen ist, bei
welcher außerdem das Anbördeln leicht und sicher -durchzuführen sowie das Schweißen
wesentlich erleichert und vereinfacht ist. Darüber hinaus bietet die Erfindung auch
noch die Möglichkeit, eine erheblich größere Verschwenkbarkeit zu erzielen.
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Diese für die Praxis überaus wertvollen Vorteile werden erfindungsgemäß,dadurch
erreicht, daß am Rohreinsteckende zwischen der kugeligen Endfläche und -dem Rohrschaft
ein Übergangsteil von der Form etwa eines Kegelstumpfes vorgesehen und das Muffenende
über den größten Kugelkreis zylindrisch verlängert ist, wobei die Länge des Übergangsteils
e, f und die Verlängerung des Muffenendes so gegeneinander abgepaßt sind,
daß bei größter Verschwenkung das # Ende der Verlängerung der Muffe beim Anbördeln
noch auf den Übergangsteil e, f fällt und die Größe der Anlagefläche d des Einsteckendes
so gewählt ist, daß eine möglichst große Verschwenkung bei zur Entlastung ausreichender
Steigung -des Übergangsteils erreicht ist.
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Das Übergangsteil kann als Kegelstumpf ausgebildet sein oder im Längsschnitt
die Form einer flachen Kurve haben oder sich aus mehreren geraden oder gekrümmten
Linien zusammensetzen. Vorteilhaft hat es .die Form eines die Kugelfläche durchdringenden
Kegelstumpfes oder eine dem Kegelstumpf angenäherte Kurvenform, weil bei dieser
Form eine ,große Entlastung der Schweißnaht erreicht und eine große Verschwenkungsmöglichkeit
der zu verbindenden Rohre erzielt wird. Eine noch größere Entlastung der Schweißnaht
in der Verschwenklage kann dadurch erreicht werden, daß der .dem Rohrschaft zugewandte
Teil des Übergangsteils von der Form des Kegelstumpfes oder angenäherten Kegelstumpfes
nochmals nach innen eingeknickt ist.
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In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel des Gegenstandes,der
Erfindung eine Ausführungsform dargestellt; die den praktischen Verhältrissen. entspricht,
und zwar zeigt Fig. z die ' Verbindung im Längsschnitt bei gerader Verlegung, Fig.
s im Zustande größter Ver schwenkung. Das Rohr a ist zu der Kugelmuffe
b aufgeweitet, welche vor der Herstellung der Verbindung die in der Zeichnung
gestrichelt angedeutete Form hat. Das Rohr c bildet das Einsteckende. Dieses Einsteckende
besteht erfindungsgemäß aus der Kugelfläche d, die als Innenkugel der Verbindung
dient, dem Kegelstumpf e als vorderen Teil des Übergangsteils e, f und der
weiteren Abknickung nach innen, f, des Übergangsteils e, f
zwischen
der Kugelfläche d und Rohrschaft. Die Verbindung wird idadurch hergestellt, daß
nach dein Einführen des Einsteckendes in'die Muffe b diese auf .das Einsteckende
heruntergebördelt und dann an ihrer Kante durch die Schweißnaht g mit dem Einsteckende
verschweißt wird.
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Die Darstellung der Verbindung in der äußersten Verschwenklage in
Fig. a zeigt, daß das Ende des Bördelrandes der Außenmuffe beim Anbördeln immer
auf die Teile e oder f des Übergangsteils e, f fällt, so daß also in keinem
Falle ein Ringabschnitt an der Baustelle -abzuschneiden ist. Es -ist weiter aus
der zeichnerischen Darstellung ersichtlich, daß bei jeder Verlegung der Verbindung,
sei es gerade oder verschwenkt, eine ausgezeichnete Entlastung der Schweißnaht erreicht
ist.
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Die Verschwenkbarkeit der Verbindung erreicht bei üblichen Aufweitungen
der Kugel fast das Doppelte ider bisher möglichen, ist im übrigen aber abhängig
von der Größe der Aufweitung. Weiterhin ist die Verschwenkbarkeit abhängig von der
Größe der Anlagefläche -der Innenkugel d. Diese ist so zu wählen, daß einerseits
.eine möglichst große Verschwenkungsmöglichkeit erreicht wird und daß andererseits
die Steigung des Übergangsteiles das Einsteckende und damit ,die Entlastung der
Schweißnaht ausreichend groß ist. Die dem Verlauf der Kante ides gebördelten Teiles
folgende Schweißfuge ist an allen Stellen übersichtlich und ermöglicht ein sicheres
Schweißen bei Anwendung sowohl der Gas- als auch der elektrischen Schweißung.