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Schaltungsanordnung zur Uberwachung von Fernschreibhaupt-und -nebenstellenanlagen
Soll ein Ruf vom Amt, der in einer Hauptstelle ankommt, auf eine Nebenstelle weitergeleitet
werden, so wird in der Hauptstelle durch Bedienungspersonen die Vermittlung von
Hand zu der gewünschten Nebenstelle durchgeführt. Nachts ist eine derartige Hauptstelle
im allgemeinen unbesetzt. Wenn auch die Fernschreibmaschine in der Hauptstelle in
der Lage ist, ohne die Gegenwart von Bedienungspersonen Nachrichten aufzunehmen,
so ist es doch häufig erforderlich, Nachrichten, die dringend ausgewertet werden
müssen, in eine Nebenstelle zu leiten, die auch des Nachts besetzt ist. Aus :diesen
Gründen wird des Nachts eine feste Durchschaltung; z. B. durch Umlegen eines Umschalters,
zu einer Nebenstelle hergestellt, so .daß alle vom Amt kommenden Fernschreibsendungen
zu der Nebenstelle übertragen werden. Ist die Nebenstellenleitung aus irgendwelchen
Gründen gestärt, so kann der rufende Teilnehmer seine Nachricht nicht absetzen.
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Die Erfindung sieht nun Mittel vor, um diesen Nachteil zu vermeiden.
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Gemäß der Erfindung sind in der Hauptstelle Schaltmittel vorgesehen,
die bei Dauerdurchschaltung
der Amtsleitung zu einer Nebenstelle
die Betriebsfähigkeit der Dauerdurchsch.altung zur Nebenstelle überwachen und .bei
Störungen in dem Nebenstellenstromkreis die Amtsleitung auf den Fernschreiber der
Hauptstelle zurückschalten.
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Die Betriebsfähigkeit der Dauerdurchschaltung zur Nebenstelle wird
gemäß weiterer Erfindung jeweils bei abgehendem oder ankommendem Ruf durch eine
vorzugsweise akustische Signalgabe in der Hauptstelle angezeigt.
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Die Anzeige der Betriebsfähigkeit der Dauerdurchschaltung zur Nebenstelle
in der Hauptstelle hat den weiteren Vorteil"daß bei Wie@derbesebzung der Hauptstelle,
z. B. des Morgens, jeder abgehende und ankommende Ruf in der Hauptstelle angezeigt
wird und dadurch die Bedienungsperson in der Hauptstelle darauf aufmerksam gemacht
wird, -daß der Umschalter noch umgelegt ist. Die Bedienungsperson wird durch die
Signalgabe daher veranlaßt, die Dauerdurchschaltung zu trennen und während des Tages
bzw. während :der Besetzung der Hauptstelle die Nachrichten auf die eigene Maschine
b,zw., wenn weitere Nebenstellen verlangt werden, auf diese umzuleiten.
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Eine beispielsweise Schaltungsanordnung soll an Hand einer Figur näher
erläutert werden. Im Ruhezustand der Anlage liegen das Telegrafenrelais ER und ein
hoher Widerstand W in der vom Amt kommenden Leitung, und zwar ist der Widerstand
derart bemessen, daß ein Strom von etwa 5 Milliampere fließt. Der Strom fließt dann
von,der a-Ader über den di Kontakt, Empfangsrelais ER, Widerstand W, mi - Kontakt,
ds - Kontakt zur b-Ader. In ähnlicher Weise fließt in der zur Nebenstelle führenden
Leitung ein Strom von etwa 5 Milliampere, der das Relais R nicht zum Ansprechen
zu bringen vermag. Das Relais V ist über die geschlossenen Kontakte d7 und m2 erregt.
Seine Kontakte v. und v2 befinden sich deshalb in der der dargestellten Lage entgegengesetzten
Lage. Soll von ;der Bedienungsperson :die Amtsleitung dauernd auf die Nebenstelle
gelegt werden, so muß der Umschalter Sch mit den Kontakten Schi und Sch,
in die gestrichelte Lage umgelegt werden.
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Läuft nun vom Amt ein Anruf ein, so wird das Empfangsrelais
ER trennseitig erregt und der Kontakt er in die Trennlage umgelegt.
Dann fließt ein Strom von Erde, Kontakt er in Trennlage, umgelegter Kontakt
v,, Kontakt r", umgelegter Schalter Schi, AR-Relais nach Minus. Das AR-Relais wird
hierdurch erregt und bringt durch seinen Kontakt cri den Wecker Wch zum Ertönen.
Der Kontakt arg wird ,ebenfalls umgelegt und schließt einen Stromkreis für
.das Relais D über Erde, geschlossenen Kontakt ar,, geschlossenen Schalter Sch,,
geschlossenen Kontakt vi, Relais D, Minus. Das Relais D schaltet bei seinem Ansprechen
mit seinen Kontakten d, bis d4 die Amtsleitung auf die Nebenstelle und trennt das
Empfangsrelais ER ab, wobei dessen Kontakt er in der Trennlage liegenbleibt.
Durch die vom Amt kommende Umpolung wird die Nebenstelle niederohmig gemacht, und
der nunmehr in der Leitung fließende Strom von :q.o Milliampere bringt das Relais
R zum Ansprechen. Der Kontakt ri legt um und trennt .das Relais AR ab. Der Stromkreis
für das Relais AR .ist nunmehr unterbrochen, da zuvor beim Ansprechen des Relais
D auch der Kontakt df; geöffnet hatte. Die Kontakte r." und d5 halten das Relais
D erregt, wenn das Relais AR abfällt und .der Kontakt arg öffnet.
Durch Öffnen des Kontaktes aribeim Aberregen des Relais AR wird das Weckerzeichen
beendet.
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Soll während,derDauerdurchschaltung derAmtsleitung zur Nebenstelle
von der Nebenstelle auf die Amtsleitung geschrieben werden und gibt die Nebenstelle
ihren Ruf heraus, so wird die Leitung zur Nebenstelle niederohmig gemacht, .so daß
ein Strom von 40 .Miniampere fließt. Dadurch wird das Relais R zum Ansprechen gebracht.
Der Kontakt ri legt um und bringt über .den Kontakt d6 und den Schalter Schi das
Relais AR zum Ansprechen. Der Kontakt ay, schaltet den Wecker ein, während der Kontakt
arg über den Schalter Sch2 das Relais D zum Ansprechen bringt. Über die Kontakte
d, bis d4 wird sder Anruf zur Amtsleitung durchgeschaltet, wie in dem zuvor betrachteten
Betriebsfall geschildert wurde. Mit dein Ansprechen des Relais D öffnet der Kontakt
d6 wieder, wodurch der Abfall des Relais AR eingeleitet wird. Ober die Kontakte
d5 und r, fängt sich, wie vorher beschrieben, das Relais D; wenn der Kontakt arg
öffnet. Durch Öffnen des Kontaktes cri wird das Weckerzeichen beendet. Wird vom
Amt her Schlußzeichenkriterium (durch Umpolung der Schleife) gegeben oder gibt die
Nebenstelle das Schlußzeichen (durch Unterbrechung der Schleife), so wird in je-dem
Fall das Relais R aberregt. Durch Öffnen des Kontaktes r2 wird das Relais D zum
Abfallen gebracht. Die Kontakte di und d3 legen dadurch das Empfangsrelais wieder
an die Amtsleitung an. Vom Amt her wird das Empfangsrelais ER durch Zurückpolen
der Amtsschleife wieder in dem Sinn erregt, daß es seinen Kontakt er in die Zeichenlage
zurücklegt. Während der kurzen Zeit, während der nach Zurücklegen des Kontaktes
r. 'der Kontakt er noch auf der Trennseite liegt, kann das Relais AR nicht
zum Ansprechen gebracht werden, da es ansprechverzögert ist.
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Liegt in der Nebenstellenanlage eine Störung vor, so kann das Relais
R nicht zum Ansprechen gebracht werden. Bei einem Anruf vom Amt legt, wie beschrieben,
das Relais ER um. Das Relais AR zieht an, desgleichen das Relais D. Spricht das
Relais R infolge einer Störung der Nebenstellenleiturig nicht an und öffnet beim
Ansprechen des Relais D der Kontakt d7, so wird das Relais V stromlos und
fällt nach einiger Zeit verzögert ab. Durch Öffnen des Kontaktes v, wird das Relais
-D stromlos und fällt ab. Dadurch werden :die Kontakte d. bis d4 wie-der umgelegt
und die Amtsleitung auf die Hauptstelle zurückgeschaltet. Beim Stromloswerden des
Relais V legt auch der Kontakt v2 in die gezeichnete Stellung um, so @daß über den
Kontakt cri ,der Weckerruf aufhört. Außerdem bringt der Kontakt v2 das Relais 1V1
zum Ansprechen,
das .über den Kontakt m1 :den : hochohmigen Widerstand
W kurzschließt, so daß nunmehr in der Leitung zum Amt 40 Milliampere fließen und
die Fernschreibmaschine FSder Hauptstelle an die Amtsleitung gelegt wird, die nun
die Nachricht, die über :die Amtsleitung kommt, aufnehmen dann. Damit durch das
abfallende Relais D über den Kontakt d7 :das Relais V nicht wieder erregt werden
kann, ist der Kontakt m2 vorgesehen, der das Relais V stromlos hält.
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Ein Anruf von der Nebenstelle aus kann naturgemäß nur dann erfolgen,
wenn die Nebenstellenleitung in. Ordnung ist. Der Anruf erfolgt dann wie zuvor beschrieben.
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Ist die Nebenstellenletung gestört und die Verbindung mit Hilfe des
Relais V und M zur Hauptstelle zurückgeschaltet worden, so findet die Auslösung
ider Verbindung -in der Regel von der Amtsseite her statt. Durch Umpolung der Schleife
wird das Empfangsrelais ER so erregt, .daß es seinen Anker In die Zeichenlage umlegt.
Dadurch wird das Relais M aberregt und .durch den Kontakt m2 der Stromkreis für
das .Relais V wieder geschlossen. Damit ist der Ruhezustand wiederhergestellt.