DE8901334U1 - Selbsthergestellte Zigarette, insbesondere Filterzigarette - Google Patents
Selbsthergestellte Zigarette, insbesondere FilterzigaretteInfo
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Description
^Selbsthergestellte Zigarette, insbesondere Filterzigarette
Die Erfindung betrifft eine selbsthergestellte Zigarette, insbesondere Filterzigarette, bestehend aus einer dem
Tabakaufnahmeraum der Zigarette angepaßten, formstabilen Tabakportion und einer Umhüllung aus Zigarettenpapier, insbesondere in Form einer Zigarettenhülse, zur dichten Ummantelung der Tabakportion.
Die Herstellung von Zigaretten durch den Verbraucher ist in mannigfachen Formen seit langer Zeit bekannt. Dies gilt vor
allem für das sogenannte Selbstdrehen von Zigaretten unter Verwendung von raiv Klebrandgummierung versehenen Zigarettenpapier-Blättchen. Das Selbstdrehen von Zigaretten erfordert
eine gewisse manuelle Geschicklichkeit und Zeitaufwand. Die Zigaretten selbst fallen selbst bei geübten Selbstdrehern
hinsichtlich Größe, Festigkeit und Füllungegrad über die Länge der Zigarette hin stark unterschiedlich aus und bilden
nur «inen primitiven Ersatz für industriell hergestellte Zigaretten. Nachteilig ist auch das unvermeidliche verbröseln
von Tabak, worunter die Tabakausbeute leidet. Dieselben Probleme - wenn auch vermindert - treten bei Verwendung
von Selbetdreh-Geräten auf.
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—2-·
* herstellung von Zigaretten, nämlich das Selbststopfen von
Zigaretten mittels mehr oder weniger komfortabler Vorrichtungen zum Einbringen einer vorgegebenen Tabakmenge in Ziga-
rettenleerhülsen, die üblicherweise ein Filterstück aufweisen. 5
Einen ganz erheblichen Fortschritt gegenüber diesen herkömmlichen Verfahren stellt der Vorschlag nach der EP-A-155 514
dar, der auf die Anmelderin zurückgeht und gekennzeichnet ist durch ein Tabakerzeugnis bestehend aus einer der Tabak-
^O füllung einer fertigen Zigarette angepaßten und formstabilen
Tabakportion, deren Mantelfläche aus einer Umhüllung aus vollständig rauchbarem Material gebildet ist, wobei die Mantelfläche so luftdurchlässig ist, daß die Tabakportion als
solche nicht rauchbar ist und erst nach dichter Umhüllung
IS ihrer Mantelfläche mit Zigarettenpapier oder dgl. rauchbar
wird. Ein gleichermaßen ausgebildetes Tabakerzeugnis wird durch die EP-A-178 605 vorgeschlagen, wobei nach einer bevorzugten Ausführungsform der Durchmesser der Tabakportion
geringfügig kleiner ist als der Innendurchmesser der Ziga
rettenpapierhülse der fertigen Zigarette, um die Einführung
der Tabakportion in die vorgefertigte Zigarettenpapierhülse zu erleichtern. Um <?ie zum Rauchen erforderliche dichte Anlage der Tabakportion am Zigarettenpapier zu erhalten, muQ daher der Durchmesser der Tabakportion durch nachträgliche tne-
chanische Manipulation derselben durch den Benutzer vergrößert werden.
Ale Umhüllung für die Tabakportion wird bei den letztgenannten Lösungen in erster Linie perforiertes Zigarettenpapier
oder perforierte Tabakfolie vorgeschlagen, wobei es sich bei letztgenanntem Umhüllungsmaterial um ein papierenes Trägermaterial handelt, auf welches TabakstauL· aufgeklebt ist derart,
daß eine geschlossene TabakitaubflChicht entsteht. Beide Umhüllungematerialien zeichnen sieh aber durch für das Rauchen un~
nötiges Papier und bei der Tabakfolie zusätzlich unnötiges
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Bindemittel für den Tabakstaub aus, die augenscheinlich zu
einer Geschmacksverfälschung führen. Auch sind diese Umhüllungen
nicht ideal für das Aussehen sowie einen festen Sitz der Tabakportion innerhalb der Zigarettenpapierhülse. Insbesondere
wird der Raucher gezwungen, mehr Papier und gegebenenfalls auch Bindemittel zu rauchen, als das üblicherweise der
Fall ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für den genannten Zweck eine Tabakportion zur Verfügung zu stellen,
die vollständig aus Tabak besteht und dementsprechend beim Rauchen der konfektionierten Zigarette keinerlei Geschmacksveränderungen zur Folge hat, und die in optischer Hinsicht
sofort als reine, d. h. vollständig aus Tabak bestehende Tabakportion erkennbar ist und d mentsprechend vom Verbraucher
als rauchbares und insbesondere vollständig genießbares Produkt akzeptiert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Tabakportion nach Art eines Zigarillos ausgebildet ist und vollständig, d. h. einschließlich Umhüllung, aus Tabak oder
einer Tabakmischung besteht.
Der Kern der Erfindung liegt also darin, daß die Tabakportion nach Art eines Zigarillos ausgebildet ist, d. h. ein Produkt,
das vom Verbraucher als vollständig rauch- und insbesondere genießbar angesehen und erkannt wird, so daß die Verwendung
der erfindungsgemäßen Tabakportion- zur Herstellung einer Zigarette
im Rahmen des erfindtmgsgemäßen Systems keiner Überwindung
beim Verbraucher bedarf. Es muß die zigarilloartige .Tabakportion lediglich den Abmessungen, d. h. Länge und
Durchmesser, des Tabakaufnahmeraums einer Zigarette angepaßt
werden. Ähnliches gilt für die Tabakmenge. Vorzugsweise be-
-4-
steht die Tabakportion aus einem Tabak oder einer Tabakmischung, die dem Raucher der konfektionierten Zigarette in Verbindung mit dem Zigarettenpapier etwa den Geschmack einer
industriell gefertigten Zigarette vermittelt. Genauso gut
läßt sich jedoch auch typischer zigarilloartiger oder zigarrenartiger Geschmack beim Rauchen der konfektionierten Zigarette durch entsprechende Auswahl von Tabaksorten und Ingredienzien erreichen.
Die erfindungsgemäße Tabakportion ist wie ein herkömmlicher Zigarillo herstellbar. Die Herstellung der Tabakportion
weist also keine Besonderheiten auf, die entsprechende Probleme auslösen. Schließlich zeichnet sich die erfindungsgemäße Tabakportion in vielen Ländern durch eine besonders gün-
stige Besteuerung aus, nämlich die Besteuerung für Zigarillos. Diese ist in manchen Ländern sogar noch niedriger als
die Besteuerung für eine vergleichbare Menge Feinschnitttabak, der üblicherweise zur Selbstherstellung von Zigaretten verwendet wird.
Um die erfindungsgemäße Tabakportion ohne Hilfsmittel besonders leicht in eine vorgefertigte Zigarettenhülse, insbesondere Filterzigarettenhülse einführen und -schieben zu können,
ist sie an einem Ende vorzugsweise geringfügig "angespitzt",
d. h. sich zum freien Ende hin konisch verjüngend ausgebildet.
Die erfindungsgemäße Tabakportion ist sowohl vor als auch
nach der Ummantelung mit Zigarettenpapier rauch- und genieß
bar, und zwar zum einen als Zigarillo und zum anderen als Zi
garette. Die erfindungsgemäße Tabakportion zeichnet sich
insofern, d. h. insbesondere durch die Anpassung an den Tabakaufnahmeraum einer Zigarette sowohl nach Dimension als
auch Tabakmenge, durch eine überraschende Doppelfunktion aus.
Ein Vorbild dafür gibt es auf dem gesamten Gebiet der Raucherartikel nicht.
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-5-
Die obigen Ausführungen lassen erkennen, daft nicht nur die Umhüllung der erfindungsgemäßen Tabakportion, sondern auch
die übrige Struktur derjenigen eines Zigarillos entsprechen
soll.
5
Vorzugsweise weist die zigarilloartige Tabakportion auch Ingredienzien auf, die beim Abrauchen zumindest im Bereich der
fortschreitenden Glutzone ein selbsttätiges "Aufpalmen", d. h. eine radiale Expansion, bewirken, so daß ohne nachträgliche
Manipulation der Tabakportion und/oder der Umhüllung durch
den Benutzer - so wie z. B. in der EP-A-178 605 vorgeschlagen
- stets die erforderliche dichte Anlage des Anlage des Tabaks am Zigarettenpapier gewährleistet ist.
Nachstehend wird das erfindungsgemäße System anhand der beigefügten Zeichnung näher beschrieben. Diese zeigt in auseinandergezogener perspektivischer Darstellung das erfindungsgemäße
System zur Selbstherstellung einer Zigarette unter Verwendung einer vorgefertigten Tabakportion 10 und einer herkömmlichen,
fabrikatorisch hergestellten Filterzigarettenhülse 11 mit
Filter 12. Die formstabile Tabakportion 10 ist nach Art eines Zigarillos ausgebildet, d. h. ist ein Zigarillo mit Abmessungen, nämlich Länge und Durchmesser, die denjenigen des Tabakaufnahmeraums 16 der Zigarettenhülse 11 entsprechen. Die Ta-
bakportion 10 ist dementsprechend sowohl außerhalb der Zigarettenhülse 11 als Zigarillo und innerhalb derselben als Zigarette rauch- und genießbar. Die Umhüllung 13 der Tabakportion
10 ist - wie bei einem Zigarillo üblich - durch Tabakblattmaterial gebildet, welches oberflächenstrukturiert ist. Diese
Oberflächenstruktur gleicht in vorteilhafter Weise Durchmessertoleranzen von Tabakportion und/oder Zigarettenhülse aus
derart, daß beim Rauchen der konfektionierten Zigarette praktisch keine Nebenluft zwischen Zigarettenpapierhülse und Tabakportion gelangt, die zu einem vorzeitigen und unkontrol-
lierten Abbrand des Zigaret.tenpapiers führen würde. Dabei ist
1 zu bedenken, daß die auf dem Markt befindlichen Zigarettenpapierhülsen hinsichtlich des Durchmessers Toleranzen in der
Größenordnung von + 1/10 - 2/10 mm aufweisen. Die Oberflächenstruktur der Umhüllung 13 gewährleistet des weiteren einen
!· ° sicheren Halt der Tabakportion 10 innerhalb der Zigarettenhülse
11, und zwar auch bzw. gerade bei den genannten Durchmessertoleranzen.
Die Tabakmenge der Tabakportion 10 soll insgesamt, d. h. ein-10
schließlich Umhüllung, etwa der Tabakmenge einer herkömmlichen industriell hergestellten Zigarette entsprechen. Dies
ist eine weitere bevorzugte Anpassung eines herkömmlichen Zigarillos an das erfindungsgemäße System, wobei die Tabak-/;'
auswahl vorzugsweise so getroffen wird, daß die zigarillo-
IS artige Tabakportion nach Ummantelung mit Zigarettenpapier dem
Raucher einen Geschmack vermittelt, den er vom Rauchen einer industriell gefertigten Zigarette gewohnt ist. Die erwähnte
mengenmäßige Anpassung des erfindungsgemäßen Zigarillos verl|
mittelt dem Raucher auch vom Zug her das Gefühl, eine herkömm-
;r 20 liehe industriell gefertigte Zigarette zu rauchen. Wie ein-
^ gangs erwähnt, kann die Geschmacksrichtung selbstverständlich t; variiert werden, z. B. derart, daß der typische Zigarillo-/
geschmack auch dann erhalten bleibt, wenn die Tabakportion
mit Zigarettenpapier ummantelt ist. 25
Da die Tabakportion nach Art eines Zigarillos ausgebildet
ist, ist sie selbstverständlich auch ohne dichter Ummantelung k mit Zigarettenpapier rauchbar. Dementsprechend kann der Ver-S
braucher wählen, ob er einen (kleiner dimensionierten) Ziga- § 30 rillo oder eine Zigarette rauchen möchte. In letztgenanntem
I Fall muß er die zigarilloartige Tabakportion lediglich noch |[ mit Zigarettenpapier ummanteln, d. h. entweder mit einem heri|
kömmlichen Zigarettenpapierblättchen, wie sie zum Selbstdrehen i>
von Zigaretten verwendet werden, oder durch Einführen bzw. H 35 -schieben (s. Teil P in anliegender Zeichnung) in eine Ziga-
rettenhülse 11, wie sie zum Selbststopfen von Zigaretten verwendet
wird.
Damit eine dichte bzw. satte Anlage der Tabakportion 10 an der Innenseite der Zigarettenpapierhulse Il stets gewährleistet
ist, soll sich die Tabakportion beim Gebrauch vorzugsweise radial expandieren bzw. "aufpalmen" unter entsprechend
dichter Anlage des Tabaks am Zigarettenpapier, und zwar zumindest im Bereich der Glutzone und mit dieser beim Abrau chen der hergestellten Zigarette fortschreitend, überraschen
derweise stellt sich dieser Effekt bei der Ausbildung der Tabakportion ausreichend ein. Durch Zugabe von herkömmlichen
Weiß- und Flottbrandmitteln läßt sich das erwähnte Aufpalmen des Tabaks im Bereich der Glutzone zusätzlich begünstigen.
Auf diese Heise ist ein einwandfreier Abbrand der konfektionierten Zigarette über die gesamte Rauchlänge auch dann gewährleistet, wenn sich Zigarettenpapierhulse und Tabakportion
durch größere Durchmessertoleranzen auszeichnen.
Die oben erwähnte strukturierte Mantelfläche der zigarilloartigen Tabakportion 10 begünstigt auch das Umwickeln mit
einem Zigarettenpapierblättchen. Dieses rutscht nicht ohne weiteres beim Umwickeln von der Oberfläche der Tabakportion
10 ab. Die Tabakportion 10 läßt sich diesbezüglich in ähnlich
guter Weise umhüllen wie ein Strang aus losem Tabak beim herkömmlichen Selbstdrehen von Zigaretten.
Grundsätzlich ist es denkbar, das die Tabakportion durch ein
Tabakeurrogat ersetzt ist, welches beim Rauchen weniger gesundheitegefährdend ist als herkömmlicher Tabak. Gleiches
gilt für die Umhüllung 13, die im übrigen auch eine Tabakfolie mit einer einem herkömmliehen Zigarettenpapier eigenen
Porosität sein kann.
Sämtliche in den Anmeldungeunterlagen offenbarten Merkmale
werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik
neu sind.
&Ggr;&Iacgr;1·· i .'s. Vf
Claims (1)
- Ansprüche :10 15 20 26 30Selbsthergestellte Zigarette, insbesondere Filterzigarette, bestehend aus einer dem Tabakaufnahmeraum (16) der Zigarette angepaßten, formstabilen Tabakportion (10), und einer Umhüllung aus Zigarettenpapier, insbesondere in Form einer Zigarettenhülse (11), zur dichten Ummantelung der Tabakportion (10),dadurch gekennzeichnet, daß die Tabakportion (10) zigarilloartig ausgebildet ist und vollständig, d. h. einschließlich Umhüllung (13), aus überwiegend labak einer Tabakmischung bzw. anderen für den Rauchgenuß geeigneten Naturprodukten besteht.Zigarette nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung (13) der Tabakportion (10) aus natürlichemBlatt-, insbesondere Tabakblattmaterial besteht.Zigarette nach Anspruch 1 oder 2,dadurch gekennzeichnet, daß die Tabakportion (10) an einem Ende geringfügig "angespitzt", d. h. sich zum freien Ende hin konisch verjüngend ausgebildet ist.·# # I 1 4 I I *
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