DE8903111U1 - Chirurgische Zange zur Gewebeentnahme - Google Patents

Chirurgische Zange zur Gewebeentnahme

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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B10/00Instruments for taking body samples for diagnostic purposes; Other methods or instruments for diagnosis, e.g. for vaccination diagnosis, sex determination or ovulation-period determination; Throat striking implements
    • A61B10/02Instruments for taking cell samples or for biopsy
    • A61B10/06Biopsy forceps, e.g. with cup-shaped jaws
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
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    • A61B17/29Forceps for use in minimally invasive surgery
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    • A61B2017/2905Details of shaft flexible

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Description

PATENTANWALT DIPL-INQ. J. WENZEL 7 STUTTGART HAUPTMANNSREUTE *&
Dr. med. h.c.Karl Storz, 7200 Tuttlingen
Chirurgische Zange zur Gewebeentnahme
Die Neuerung betrifft eine chirurgische Zange nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die bekannten chicurgischen Zangen zur Gewebeentnahme haben vorwiegend löffe1förmige Maul teile, die meistens an einem flexiblen Spiralschaft angebracht sind und mittels des Bowden-Zuges betätigt werden. Öfter sind diese Maulteile kaum größer als 2 mm im Durchmesser. Wenn nun solche Zangen beispielsweise dc-ch den Kanal oder den Schaft eines Endoskopes eingeführt werden müssen, reicht ihre Schneidkraft nicht aus, um das zur Untersuchung dienende Gewebe abzuschneiden. Daher muß in den meisten Fällen das Gewebestück abgerissen werden, was einem schonenden Vorgehen widerspricht und für den Patienten sehr schädlich sein kann. <DE-OS 32 15 949, Europäische Pa 0 117 894, Europ. PS 0 134, 251>.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, die chirurgische Zange der im Oberbegrilf erwähnten Art so zu verbessern, daß der erwähnte schwere Nachteil behoben wird.
PATENTANWALT DIPL-ING. J. WENZEL 7 STUTTGART HAUPTMANNSREUTE 46
t - 2 -
Gemäß der Neuerung soll hierzu die Zange so ausgebildet Ii werden, daß das gefaßte Gewebestück an Ort und Stelle ein-1J wandfrei aus seiner Umgebung gelöst wird,damit es anschließend entnommen werden kann, ohne daß ein grobes ^ Abreißen erfolgen muß.
Zur Lösung dieser Autgabe sind die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 vorgesehen.
Dadurch wird infolge der gleilchen Handbetätigung nnch dem Erfassen des Gewebestückes durch Schließen der Zange eine Drehung der gesamten Zange bewirkt. Diese Drehung wird trotz der Elastizität des Bowden-Zuges und des flexiblen Schaftes auf die Maulteile übertragen, die infolge der Drehung das erfaßte Gewebestück mit Sicherheit lösen.
In weiterer Ausgestaltung der Neuerung sind die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 2-4 vorgesehen. Dadurch kann der Arzt jnter anderem das Betätigungselement zwischen zwei Fingern erfassen, während der Daumen in den Ring des Griffstückos eingreift.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Neuerung ergeben sich aus der nun folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Hinweis auf die Zeichnung. In dieser zeigen:
PATENTANWALT DIPL-ING. J. WENZEL 7 STUTTGART HAUPTMANNSREUTE 4&bgr;
Fig. 1 eine Seitenansicht auf den gesamten Neuerungsgegenstand , teilweise geschnitten, und
Fig. 2 eine Ansicht auf Einzelteile der Ausführungsform nach der Fig. 1.
Oben links sieht man das patientennahe Ende der neuerungsgemäßen chirurgischen Zange mit den beicn geöffneten Maul teilen 11 und 12. Daran schließt sich rechts der Spiralschaf I 2 an, der sehr lang sein kann, und zwar eine Länge von über 1 m h^ben kann. Dagegen können die Maul teile sehr klein sein, und zwar kaum größer als 2 mm im Durchmesser. Insofern ist die Zeichnung nicht maßstabsgerecht, insbesondere ist der elastische Spiralschaft mit dem darin hin- und herbeweelichen Bowden-Zug 3, der weiter rechts zur Klarstellung dargestellt ist, z" sehen, wobei an dieser Stelle der Spiralschaft 2 zu diesem Zweck weggelassen worden ist.
Unten sieht man das Griffstück 1 mit dem Betätigungselement 4, das als Hülse 5 mit den beidseitigen Flanschen 6, 7 ausgebildet und auf dem stabförmigen Teil 13 des Griffstückes 1 in Längsrichtung hin- und herbewegbar ist. Diese Hülse 5 ummantelt das stabförmige Teil 13,zu welchem Zweck sie mit einem Hohlraum 17 zur Aufnahme auch der Feder 16 versehen ist.
PATENTANWALT DIPL.-INQ. J. WENZEL 7 STUTTGART HAUPTMANNSMEUTf 4&bgr;
Die Verbindung zwischen dem Bowden-Zug 3 und der Hülse 5 erfolgt über die Feder 16, die über die am F,nde gelagert^ Scheibe 19 euf den Stift 8 einwirkt, der quer zur La^ tung angeordnet und in dem Schlitz 9 des stabförmigen Teiles 13 bewegbar ist.
Der Spiralschaft 2 ist mit dem Griffst'ick 1 drehfest verbunden. Dies kann zum Beispiel dadurch geschehen, daß der Spiralschaft 2 in den stabförmigen Teil 13 eingelötet ist.
Der Ring 10 am linken patientenfernen Ende i-.;t über ein Lager 15 gegenüber &Iacgr;&ogr;&igr;&ggr; stabförmigen Teil 13 leicht drehbar. In seinem linken Bereich zeigt dieses .stabförmige Teil 13 nun Gewindegänge 14 mit einer groben Steigung, die in einem Abstand a gegenüber dem linken Flansch 6 der Hülse in ein geradliniges Führungsteil 18 übergehen Ha8 parallel zu dem stabförmigen Teil 13 angeordnet ist und nach dem Durchdringen der Hülse 5 auch am rechten Ende der Hülse sichtbar ist.
Die Teile im Innern der Hülse 5 sind in der Fig. 2 für sich allein deutlich dargestellt, Es handeLt sich links um den schon erwähnten Stift 8, dessen Länge etwas geringer ist als der Durchmesser der Scheibe. Er ist mit der Scheibe 19 verlötet, damit er im montierten Zustand nicht verrutschen kann.
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Die Mitte des Stiftes ist durch die Öffnung der Scheibe 19 mit dem Bowden-Zug 3 verbunden.
Weiter rechts sieht man in der Fig. 2 die schon erwähnte feder iG, deren Äußendurchmesser etwas kleiner ist als u Durchmesser des erwähnten Hohlraumes 17, damit sich die Feder 16 in dem Hohlraum 17 bewegen Kann.
Im nachfolgenden wird die Wirkungsweise des Neuerungsgegenstaoäesbeschrieben:
Der Arzt stockt den Daumen in den Ring 10 und erfaßt das Betätigungselement vorzugsweise zwischen dem Zeige- und dem Mittelfinger. Dadurch verfügt er über eine große Handkraft ähnlich wie bei der Betätigung einer Spritze.
Zur Betätigung wird nun das Betätigungselement 4 in der Fig. 1 nach links geschoben. Da die Feder 16 sich auf dem Flansch 7 rechts abstützt, im übrigen aber in dem Hohlraum frei beweglich ist, drückt die Feder 16 auf die Scheibe 19, welche den Stift 8 in dem Schlitz 9 nach links bewegt und damit den Bowden-Zug 3 zum Schließen der Maul teile 11, 12 betätigt.
PATENTANWALT DIPL-INQ. J. WENZEL 7 STUTTGART HAUPTMANNSREUTE 4&bgr;
Dieser Betätigungsweg; zum Schließen der Zange kann zum Beispiel nur '· mm betragen. Dabei wird die Fed^r 16 zusammengedrückt, bis die Scheibe 19 im linken Flnngch 6 den Gesamtweg a zurückgelegt hat. Während dieses Bewegungsweges a hat sich somit die Scheibe 19 auf dem geradlinigen FChrungsteil 18 bewagt, so daß hierbei eine Drehung den Betätigungselementes A gegenüber dem stabförmigen Tri1 13 nicht erfolgt ist.
Wenn der Arzt nun das Betätigungselement A weiter nach links über den Weg a hinaus drückt, dann gelangt Hie Scheibe 20 auf den Gewindegang IA. Dadurch wird das stabförmige Teil 13 zu einer Linksdrehung entgegen dem Uhrzeigersinn beaufschlagt, weil der Arzt das Betätigungselement A festhält. Er muß ietzt euch sins erhebliche Har.dkraft aufhrinffen. um die Kraft der Feder 16 zu überwinden. Dies ist von Vorteil, weil er dann gleichzeitig das Betätigungselement A so fest hält, daß es sich nicht drehen kann, vielmehr die beabsichtigte Drehung des stabförmigen Teiles 13 erfolgt. Daoei wird also die Feder 16 noch weiter zusammengedrückt, und der Stift 8 nimmt den Bowden-Zug 3 bei dieser Drehung ebenso mit wie das stabförmige Teil 13 durch die erwähnte Verlötung den Spiralschaft 2 mitnimmt. Auf diese Weise wird das Drehmoment von dem stabförmigen Teil 13, das sich gegenüber dem Ring 10 dreht, sowohl über den Spiral schaft 2 als auch über den
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PATENTANWALT DIPL-ING. J. WENZEL 7 STUTTGART HAUPTMANNSREUTE 46
Bowden-Zug 3 auf die Zangenmaul teile 1, 2 übertragen, ob-
schon sowohl der Spiralschaft 2 als auch der Bowden-Zug 3 ;
elastisch sind. Beide Teile können aber in diesem Falle als % je eine biegsame Welle angesehen werden.
Selbst für den Fall,daß die Zange insgesamt sehr lang ist, nämlich über 1 m lang, kann das Drehmoment in genügendem Umfang auf die Maul teile übertragen werden.
Die Neuerung zeigt den großen Vorteil, daß der Arzt durch eine einzige kräftige Bewegung zunächst die Maul teile 11, 12 schließen kann und erst anschließend die gewünschte Drehung erfolgt, um den erwähnten schweren Nachteil zu beheben.
Die Feder 16 kann in jedem Falle so stark und auch so lang ausgebildet werden, daß dies mit Sicherheit möglich ist. Im Bedarfsfall kann das Betätigungselement 4 zu diesem Zweck ein wenig nach rechts verlängert werden.
Gemäß einer weiteren in der Zeichnung nicht dargestellten Ausführungsform besteht die Möglichkeit, die Gewindegänge 14 ebenso wie das geradlinige Führungsteil 18 im Innern des Betätigungseleroentes 4 anzuordnen. Dann genügen ein oder zwei Stifte am stabförmigen Teil 13, die in diese
PATENTANWALT ÖIPL-ING. J. WENZEL 7 STUTTGART HAUPTMANNSREUTE 4&bgr;
Führungsteile im Innern des Betätigungseleroentes 4 eingreifen. Dies ist die kinemstische Umkehr des zuvor Erwähnten.
Die Neuerung Ist nicht auf die dargestellte Ausführungsform beschränkt. Vielmehr besteht für den Fachmann die Möglichkeit, im Rahmen der Ansprüche eine große Anzahl weiterer
Ausführungsformen zu erstellen^

Claims (4)

PATENTANWALT Dl PL-1 NG. J. WENZEL 7 STUTTGART HAUPTMANN6REUTE 46 Ansprüche
1. Chirurgische Zange zur Gewebeentnahme mit vorwiegend löffeiförmigen Maul teilen, die durch eir>en Bowden-Zug in einem Schaft, insbesondere flexiblen Spiralschaft, bewegbar sind, der zu seiner Betätigung mit feinem Griffstück am patientenfernen Ende mit dem Schaft drehfest verbunden ist und zur Betätigung des Bowden-Zuges ein in Längsrichtung bewegbares Betätigungselement auf dem Griffstück argeordnet ist * dadurch gekennzeichnet, daß in dem Betätigungselement (4) ein Hohlraum (17) mit einer Fed^r (16) angeordnet ist, die auf das mit einem Stift (8) versehene Enoe des Bowden-Zuges (3) bei Betätigung einwirkt und daß ein Gewinde (14) mit großer Ganghöhe zwischen dem Betätigungselement und dem Griffstück (1) angeordnet ist, wobei die Gewindegänge in einen geradlinigen Führungsteil (18) übergehen, wenn die Maul teile (11,12) durch die Betätigung des Betätigungselementes (4) im wesentlichen geschlossen sind.
2. Chirurgische Zange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffstück (1) einen Ring (10) zur Aufnahm^ des Daumens der Betätigungsperson aufweist, das mit einem Lager (15) zur leichten Drehung gegenüber dem Griffstück versehen ist.
PATENTANWALT DiPL-ING. J.WENZEL 7 STUTTGART HAUPTMANNSREUTE 46
- 2
3. Chirurgische Zange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (4) als Hülse (5) mit beideeitigen Flanschen (6, 7) ausgebildet ist, wobei in einem (6) der beiden Flanschen eioe Scheibe (20) engeordnet ist, die das geradlinige Führungstei.1 (18) bzw» des Gewindeteil (14) umgibt.
4. Chirurgische Zange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am patientenfernen Ende der Feder (16) eine Scheiba (19) angeordnet ist, die mit dem Stift (8) verlötet ist.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6364846B1 (en) 1997-08-05 2002-04-02 Olympus Optical Co., Ltd. Treating tool for an endoscope
DE102021205698A1 (de) 2021-06-07 2022-12-08 Bauerfeind Ag Medizinisches Hilfsmittel oder Sporthilfsmittel, umfassend einen Bowdenzug

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6364846B1 (en) 1997-08-05 2002-04-02 Olympus Optical Co., Ltd. Treating tool for an endoscope
DE19835445B4 (de) * 1997-08-05 2010-07-29 Olympus Optical Co., Ltd. Behandlungswerkzeug für ein Endoskop
DE102021205698A1 (de) 2021-06-07 2022-12-08 Bauerfeind Ag Medizinisches Hilfsmittel oder Sporthilfsmittel, umfassend einen Bowdenzug

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