DE890407C - Regenerativofen, insbesondere Siemens-Martin-Ofen - Google Patents

Regenerativofen, insbesondere Siemens-Martin-Ofen

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Publication number
DE890407C
DE890407C DEO1606A DEO0001606A DE890407C DE 890407 C DE890407 C DE 890407C DE O1606 A DEO1606 A DE O1606A DE O0001606 A DEO0001606 A DE O0001606A DE 890407 C DE890407 C DE 890407C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air
regenerator
shaft
regenerative
furnace
Prior art date
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Expired
Application number
DEO1606A
Other languages
English (en)
Inventor
Franz Dipl-Ing Bartu
Friedrich Ing Gittner
Hans Dipl-Ing Steyrleithner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Osterreichisch Amerikanische Magnesit AG
Original Assignee
Osterreichisch Amerikanische Magnesit AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Osterreichisch Amerikanische Magnesit AG filed Critical Osterreichisch Amerikanische Magnesit AG
Application granted granted Critical
Publication of DE890407C publication Critical patent/DE890407C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28DHEAT-EXCHANGE APPARATUS, NOT PROVIDED FOR IN ANOTHER SUBCLASS, IN WHICH THE HEAT-EXCHANGE MEDIA DO NOT COME INTO DIRECT CONTACT
    • F28D17/00Regenerative heat-exchange apparatus in which a stationary intermediate heat-transfer medium or body is contacted successively by each heat-exchange medium, e.g. using granular particles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

  • Regenerativofen, insbesondere Siemens-Martin-Ofen Bei Regenerativöfen, insbesondere die mit von unten in den Herdraum einmündenden Luftschächten ausgestattet sind, denen die Verbrennungsluft aus dem L.uftregenerator von der Seite her zuströmt, ergibt sich eine ungleiche Beaufschlagung der Luftschächte. mit Verbrennungsluft, da der größere Teil des vom Luftregenerator !kommenden Luftstromes zufolge seiner Trägheit an dem zuerst liegenden, also vorderen Luftschacht vorbeistreicht und durch die Stirnwand der Schlackenkammer gegen den zweiten, hinteren Luftschacht abgelenkt wird. Zufolge der ungleichen Beaufschlagung der Luftschächte strömen daher auch deren Teilluftströme mit verschieden großen kinetischen Energien zur darüber befindlichen Herdraumdecke hoch, werden an der Deckeninnenfläche zueinander abgelenkt und zusammengeführt; sie ergeben einen nach abwärts gerichteten resultierenden Luftstrom, der aber nicht in .der Symmetrieebene des Brennstoffstrahles auf diesen auftrifft, sondern wegen der umgleichen Verteilung der kinetischen Energien eine seitlich gegen die Vorderwand verschobene Lage einnimmt und den Brennstoffstrahl gegen die Rückwand des Ofens abdrängt. Dies hat einen starken Verschleiß der Rückwand und eine Verzögerung des Schmelzprozesses zur Folge, da die Flamme die Badoberfläche nicht mehr vollständig deckt.
  • gemäß der vorliegenden Erfindung werden die aufgezeigten Nachteile dadurch beseitigt, daß Einrichtungen zum Ausgleich der durch das seitliche Zuströmen der Verbrennungsluft bedingten ungleichen Verteilung der Verbrennungsluft auf die Luftschächte vorgesehen sind, so daß die. Teilluftströme der Luftschächte beim Zusammentreffen an der Innenseite der Herdraumdecike einem gegen die Achse des Brennstoffstrahles gerichteten resultierenden Luftstrom ergeben. Die Ausgleichseinrichtung kann im Verlauf der Luftströmung frühestens im Bereiche des vom Luftregenerator kommenden Luftstromes und spätestens an der Zusammenführungsstelle der Teilluftströme zum resultierenden, gegen den Brennstoffstrahl gerichteten Strom vorgesehen sein. Eine einfache und zweckmäßige Ausführung ergibt sich, wenn der vom Luftregenerator entfernt angeordnete, also hintere Luftschacht mit einer den durchtretenden Teilluftstrom drosselnden Einrichtung ausgestattet ist, wobei die Drosselung auf besonders einfache Weise dadurch erzielt werden kann, wenn der vom Luftregenerator entfernt angeordnete Luftschacht einen bis zu 4o '/o kleineren Querschnitt ail:s der dem Luftregenerator näher angeordnete Luftschacht erhält. Eine andere zweckmäßige Ausführung der Erfindung besteht darin., daß zum Ausgleich der umgleichen Luftverteilung eine aus dem zuströmenden Luftstrom die halbe Luftmenge abzweigende und dem vorderen Luftschacht zuleitende Einrichtung vorgesehen ist, so daß beiden Luftschächten die gleich großen Luftmengen zuströmen.
  • In der Zeichnung sind als Ausföhrungsbeüspiele des erfindungsgemäßen Regenerativofens Siemens-Martin-Öfen dargestellt. In den Fig. @i und eist in einem Längsschnitt und in einem Querschnitt nach Linie II-II der Fig. i die bei der bisher bekannten Bauweise eintretende ungleiche Beaufschlagung und deren ungünstige Einwirkung auf den ;B:rerinstoffstrahl veranschaulicht. Die Fig. 3, 4 und 5 zeigen in analogen Querschnitten Ausführungsformen von Regenerativöfen gemäß der Erfindung in je einem Querschnitt analog dem Querschnitt gemäß Fig. a.
  • Wie aus. den Fig. i und s ersichtlich, wird die aus dem Luftregenerator i ausströmende Heißluft am Kammergewölbe horizontal umgelenkt, strömt durch :das Kammerfenster z infolge der Trägheit etwa horizontal in die :Schlackenkammer 3 ein und durch die beiden Luftschächte 4, 5 in den Herdraum 6 hoch. Die größere Teilmenge der von t2 kommenden Luft :strömt zufolge der Trägheit biss zur Wand 7 der Schlackenkammer und wird dort umgelenkt. Die Folge davon ist eine stärkere Beaufschlagung des vom Luftregenerator i entfernt liegenden, also hinteren Luftschachtes 5 gegenüber dem vorderen Luftschacht 4. Der durch dien hinteren Luftschacht 5 von unten her in den Herdraum 6 strömende Teilluftstrom weist demnach eine größere kinetische Energie auf als der Teilluftstrom, der sich durch den vorderen Luftschacht 4 nach oben bewegt. Die Folge :dieser ungleichen Energievertei.lun@g ist ein unsymmetrisches Abströmen der vom Gewölbe 8 sich nach abwärts gegenseitig abwälzenden Teilluftströme, und zwar derart, daß der vom Gewölbe kommende resultierende Luftstrom io in der Richtung zur Vorderwand i-- des Herdes sich verschiebt und dadurch den Gasstrahl i i gegen die Rückwand des Ofens abdrängt. Dies hat einen stärkeren Verschleiß der Rückwand zur Folge und bewirkt auch eine Verzögerung des Schmelzprozesses, da die Flamme die Herdoberfläche nicht mehr voll bestreicht.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 wird das Entstehen von Teilluftströmen mit ungleich großen kinetischen Energien dadurch vermieden, d@aß der durch den hinteren Luftschacht strömende Teilluftstrom gedrosselt wird. Die Drosselung wird hierbei auf die Weise bewirkt, daß der Luftschacht 5' einen kleineren Querschnitt aufweist als der vordere Luftschacht 4. Die Verkleinerung des Luftschachtes 5' richtet sich nach den Abmessungen ",der Kammer und den Geschwindigkeiten, mit welchen die Luft in die Schlackenkammer eintritt; die Verkleinerung kann bis zu 40 % betragen.
  • Durch die Drosselung des T ei.lluftstrümes im Luftschacht 5' strömt dieser Teilluftstrom mit verminderter kinetischer Energie zur Decke 8 hoch und trifft sich mit dem gleichfalls an .der Decke umgelenkten Teilluftstrom des vorderen Schachtes 4 ungefähr in -der .Mitte des !Gewölbes, so daß ein resultierender Luftstrom entsteht, der in der vertikalen Symmetrieebene des Brennstoffstrahles auf -diesen auftrifft und diesen somit nicht aus seiner Bahn ablenkt.
  • In Fi:g. 3 erstreckt sich der verkleinerte Querschnitt über die ganze Höhe des Luftscha:chte&; die Querschnittsverkleinerung kann aber auch nur örtlich an irgendeiner Stelle des Luftschachtes 5' vorgesehen sein.
  • Die Drosselung des durch den hinteren Schacht strömenden Teilluftstromes kann auch eine regelbare sein; dies läßt sich auf einfache Weise, z. B. durch Klappen, Schieber od. dgl., bewirken..
  • Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 wird durch einen Leitkörper 15 die halbe Luftmenge 16 des von z kommenden Luftstromes abgezweigt und dem vorderen Schacht 4 zugeführt. Damit wird die gleiche Beaufschlagung des vorderen Schachtes 4 wie die des hinteren Schachtes 5 erreicht, nachdem zum hinteren Luftschacht 5 die andere halbe Luftmenge:it7 gelangt, die nach dem Passieren des Luftschachtes 5 und nach der Umlenkung am Gewölbe zusammen mit dem gleich großen entgegengesetzt umgelenkten TeüLuftstrom aus dem Schacht 4 einen auf die Mitte des Brennstoffstrahles gerichteten resultierenden Luftstrom ergibt.
  • In Fig. 5 weist der über dem hinteren Luftschacht 5 befindliche Gewölbeteil 8' eine stänkere Krümmung auf als der Gewölbeteil 8", der sich über dem vorderen Luftschacht 4 befindet. Die Folge .davon ist, daß :der Teilluftstrom des hinteren Luftschachtes :scharf an der Decke umgelenkt wird und hierbei einen Teil seiner. kinetischen Energ k verliert, so daß er zusammen mit dem nur sanft umgelenkten Teilluftstrom aus dem vorderen Schacht 4 einen resultierenden Luftstrom ergibt, der im Wesen in der vertikalen Symmetrieebene des Brennstoffstrahles liegt.
  • Bei den Ausführungsbeispielen gemäß den Fig. 4 und 5 wurden die Luftschächte 4, 5 mit gleich großen Querschnitten angenommen. Selbstredend können die dort dargestellten Ausgleichseinrichtungen auch mit einem verkleinerten Querschnitt des hinteren Luftschachtes kombiniert werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Regenerativofen, insbesondere Siemens-Martin-Ofen, mit von unten in den Herdraum einmündenden Luftschächten, denen die Ve;rbrennungsluft aus dem Luftregenerator von der Seite her zuströmt, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen zum Ausgleich der durch das seitliche Zuströmen der Verbrennungsluft bedingten ungleichen Verteilung der Verbrennungsluft auf die Luftschächte vorgesehen sind, so daß die Teilluftströme bei ihrem Zusammentreffen an der Innenseite der Herdraumdecke einen gegen die Achse des Brennstoffstrahles gerichteten resultierenden Luftstrom ergeben.
  2. 2. Regenerativo@fen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichseinrichtung an oder in mindestens einem der Luftschächte angeordnet ist.
  3. 3. Regenerati.vofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichseinrichtung an dem gegenüber den Luftschachtmündungen gelegenen Deckenteil der Herdraumdecke vorgesehen ist.
  4. 4. Regenerativofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Lu,ftregenerator entfernt angeordnete Luftschacht mit einer dien durchtretenden Teilluftstrom drosselnden Einrichtung ausgestattet ist.
  5. 5. Regenerativofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Luftregenerator entfernt angeordnete Luftschacht einen bis zu 40'/o kleineren Querschnitt als der dem L.uftregenerator zugekehrte Luftschacht besitzt.
  6. 6. Regenerativofen nach Anisspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausgleich der ungleichen Luftverteilung eine aus dem zuströmenden Luftstrom die halbe Luftmenge abzweigende und dem vorderen Luftschacht zuleitende Einrichtung vorgesehen ist.
  7. 7. Regenerativofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der gegenüber der herdseitigen Mündung des vom Luftregenerator entfernt angeordneten Lufts,@hachtes liegende Gewölbeteil eine stärkere Krümmung aufweist als der gegenüber der Mündung des nahe angeordneten Luftschachtes liegende Gewölbeteil.
DEO1606A 1950-05-27 1951-05-19 Regenerativofen, insbesondere Siemens-Martin-Ofen Expired DE890407C (de)

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