DE890784C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Verbundröhren - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Verbundröhren

Info

Publication number
DE890784C
DE890784C DENDAT890784D DE890784DA DE890784C DE 890784 C DE890784 C DE 890784C DE NDAT890784 D DENDAT890784 D DE NDAT890784D DE 890784D A DE890784D A DE 890784DA DE 890784 C DE890784 C DE 890784C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pipe
layer
steel
layers
quenched
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DENDAT890784D
Other languages
English (en)
Inventor
Meerenbusch Post Buderich bei Düsseldorf Dipl.-Ing. Wilhelm Jaimm
Original Assignee
Westdeutsche Mannesmannröhrcn Aktiengesellschaft, Düsseldorf
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE890784C publication Critical patent/DE890784C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C37/00Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape
    • B21C37/06Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape of tubes or metal hoses; Combined procedures for making tubes, e.g. for making multi-wall tubes
    • B21C37/15Making tubes of special shape; Making tube fittings
    • B21C37/154Making multi-wall tubes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Heat Treatment Of Articles (AREA)

Description

Für Hochdruckleitungen verwendet man mit Vorliebe Schrumpfrohre, d. h. Rohre, die aus zwei oder mehr aufeinander geschrumpften Rohrlagen zusammengesetzt sind. Der Vorteil dieser Schrumpfrohre besteht in erster Linie darin, daß unter der Wirkung des Innendruckes sich eine günstigere Spannungsverteilung über die Rohrwandstärke ergibt als bei einem einlagigen Rohr, und daß die in der inneren Rohrlage entstehende Druckrorspannung einen Teil des Innendruckes aufnimmt, bevor eine Dehnung des Rohrlagenwerkstoffes eintritt.
Schrumpfrohre werden in der Regel in der Weise hergestellt, daß die innere Rohrlage einen Außendurchmesser erhält, der etwas größer ist als der Innendurchmesser der äußeren Rohrlage, und daß die äußere Rohrlage durch Erwärmung so weit aufgeweitet wird, daß "sie über die innere Rohrlage geschoben werden kann. Durch Abkühlung wird dann die äußere Rohrlage auf die innere fest aufgeschrumpft. Die Durchführung dieses Verfahrens ist um so schwieriger, je kleiner die Rohrabmessumgen sind. Die Anwendung ist nicht mehr möglich, sobald die Toleranzen für die Abmessungen der Rohrlagen größer sind als das erreichbare Schrumpfmaß.
Die Erfindung liefert ein für beliebige Rohrabmessungen anwendbares Verfahren zur Herstellung von Schrumpfrohren, welches einfach und billig ist und insbesondere den Vorteil hat, daß seine Durchführung nicht von der Herstellungsgenauigkeit der Rohrlagen abhängig ist. Das neue Verfahren besteht darin, daß für die verschiedenen Rohrlagen Stähle verwendet werden, die hinsichtlich der mit ihren Zustandsänderungen verbundenen Volumenänderung verschieden sind, und daß die durch Walzen oder in anderer bekannter Weise ver-
einigten Rohrlagen von einer Temperatur oberhalb des A3-Punktes mit zeitlich verschobenem Abkühlungsverlauf und gegebenenfalls unterschiedlichen Abkühlungsgeschwindigkeiten von der Innen- und Außenseite des Rohres her abgeschreckt werden. Es werden also die beim Abschrecken der Rohrlagen auftretenden unterschiedlichen. Volumenänderungen der entsprechend ausgewählten Stähle nutzbar gemacht, um das Aufeinanderpressen der ίο Rohrlagen herbeizuführen. Dabei ist es gleichgültig, auf welche Weise die Rohrlagen vor der Wärmebehandlung miteinander vereinigt werden. Es kann dies durch Walzen im Pilgerverfahren, durch Druck- oder Aufweitezug oder durch, andere bekannte Maßnahmen erfolgen. Entscheidend ist nur, daß die Stähle der Rohrlagen durch die Abkühlung unterschiedliche Volumenänderungen erfahren, die auf dem bekannten Verhalten des Eisens bei der Umwandlung von y-Phase in die α-Phase und auf der Tatsache beruht, daß dieses Verhalten durch verschiedene Legierungszusätze verschieden beeinflußt werden kann.
Ein für chemische Zwecke als Hochdruckrohr geeignetes zweilagiges Verbundrohr kann beispielsweise dadurch hergestellt werden, daß für die innere Rohrlage ein austenitischer Stahl und für die äußere Rohrlage ein härtbarer Stahl, z. B. ein Chrom-Vanadium-Stahl oder ein Chrom-Vanadium-Molybdän-Stahl, verwendet wird und die Abschreckung der inneren Rohrlage mit zeitlichem Vorsprung vor der Abschreckung der äußeren Rohrlage erfolgt. Dabei wird die innere austenitische Rohrlage in den rein austenitischen Zustand versetzt, während die äußere Rohr lage eine Um-Wandlung aus dem austenitischen in den martensitischen Zustand erfährt und gehärtet bzw. vergütet wird. Die damit verbundene Volumenzunahme des Werkstoffes der äußeren Rohrlage bewirkt ein Aufschrumpfen derselben auf die innere Rohrlage. Dadurch kann z. B. die innere Rohrlage auf eine Druckvorspannung von etwa 25 kg/mm2 gebracht werden. Wenn die äußere Rohrlage auf eine Streckgrenze von etwa 75 kg/mni2 gehärtet bzw. vergütet ist, steht als Differenzwert der Streckgrenze der beiden Rohrlagen ein absoluter Betrag von etwa 100 kg/mm2 zur Verfügung, während sich für die innere Rohrlage ein scheinbarer Streckgrenzenwert von etwa 50 kg/mm2 ergibt. Wenn der äußere Durchmesser des; Verbundrohres etwa doppelt so groß ist wie der innere, kann das Verbundrohr einen Innendruck von etwa 2000 atü ohne Inanspruchnahme plastischer Verformungen aufnehmen.
Das Verfahren läßt sich mit einfachen Hilfsmitteln praktisch verwirklichen. Eine geeignete Vorrichtung besteht beispielsweise aus einem die Abschreckflüssigkeit für die äußere Rohrlage enthaltenden Tauchbad, einem aus dem Tauchbad herausragenden, mit derlAbschreckflüssigkeit für die innere Rohrlage gespeisten und mit einer Brause od. dgl. versehenen Rohr und einer über diesem Rohr angeordneten senkrechten Führung für das abzuschreckende Verbundrohr.
Eine zur Ausführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.
Ein Behälter 1 enthält eine Abschreckflüssigkeit 2 für die äußere Rohrlage des abzuschreckenden Verbundrohres R. Diese Abschreckflüssigkeit kann z. B. auf 80 bis ioo° C erwärmt sein und gegebenenfallszur besseren Härtewirkung einen alkalischen Zusatz, z. B. Wasserglas, enthalten. Senkrecht durch den Behälter erstreckt sich ein Rohr 3, welches durch eine Leitung 4 und eine Absperrvorrichtung 5 mit einer Abschreckflüssigkeit für die innere Rohrlage gespeist wird und aus dem durch die Abschreckflüssigkeit 2 gebildeten Tauchbad herausragt. Das obere Ende dieses. Rohres· 3 ist mit einer Brause 6 od. dgl. versehen. Der Durchmesser des Rohres 3 ist kleiner als der Innendurchmesser des abzuschreckenden Verbundrohres R. Oberhalb des Rohres 3 mit der Brause 6 befindet sich eine Führung 7, durch die das abzuschreckende Verbundrohr RJ welches vorher auf eine Temperatur von beispielsweise. 1050 bis 10800 C erwärmt ist, in senkrechter Lage über das Rohr R geschoben werden kann. Im Augenblick des Überschi ebene des Rohres· R über die Brause 6 wird durch eine geeignete Vorrichtung, beispielsweise einem elektrischen Kontaktgeber 8 und ein Relais 9, die Absperrvorrichtung 5 geöffnet, so daß durch das Rohr 3 und die Brause 6 die betreffende Abschreckflüssigkeit der Innenwand des Verbundrohres zugeführt wird. Bei der weiteren Abwärtsbewegung des Verbundrohres· i? gelangt dieses in dieAbschreckflüssiigkeit 2, wodurch die äußere Rohrlage mit zeitlicher Verzögerung gegenüber der Abschreckung der inneren Rohrlage abgeschreckt wird. Durch geeignete Auswahl der Abschreckflüssigkeiten und ihrer Temperaturen können unterschiedliche Abkühlungsgeschwindigkeiten der Rohrlagen erzielt werden.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung von aus zwei oder mehr aufeinander geschrumpften Rohrlagen bestehenden Verbundrohren aus Stahl, dadurch gekennzeichnet, daß für die verschiedenen Rohrlagen Stähle verwendet werden, die hinsichtlich der mit ihren Zustandsänderüngen verbundenen Volumenänderungen verschieden sind, und daß die durch Walzen oder in anderer bekannter Weise vereinigtein Rohrlagen von einer Temperatur oberhalb des A3-Punktes mit zeitlich verschobenem Abkühlungsverlauf und gegebenenfalls mit unterschiedlichen Abkühlungsgeschwindigkeiten von der Innen- oder Außenseite des Rohres her abgeschreckt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines austenitischen Stahles für die innere Rohrlage und eines härtbaren Stahles, z. B. eines Chrom-Vanadium-Stahles, oder eines Chrom-Molybdän-Vanadium-Stahles für die äußere Rohrlage die Abschreckung der inneren Lage mit zeitlichem
Vorsprung vor der Abschreckung der äußeren Lage erfolgt.
3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens; nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß aus einem die' Abschreckflüssigkeit für die äußere Rohrlage enthaltenden Tauchbad ein zweckmäßig mit einer Brause od. dgl. versehenes Rohr herausragt und über diesem Rohr eine senkrechte Führung für das abzuschreckende Verbundrohr angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 5427 9.
DENDAT890784D Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Verbundröhren Expired DE890784C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE890784C true DE890784C (de) 1953-08-13

Family

ID=580925

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT890784D Expired DE890784C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Verbundröhren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE890784C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1933483A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Patronenhuelsen
DE2033975C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einleiten eines oxidierenden Gases durch Düsen in einen Konverter
DE890784C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Verbundröhren
DE2435463A1 (de) Hochdruckgefaess und verfahren zu seiner herstellung
DE1285489B (de) Verfahren zur Herstellung von aus zusammengeschweissten Teilen bestehenden Druckgefaessen aus Stahl
DE1758091C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Vergüten eines rohrförmigen dickwandigen Werkstückes größeren Durchmessers
DE3201641A1 (de) "verfahren zur herstellung eines rohrheizkoerpers"
DE1558355C2 (de) Verfahren zum horizontalen Stranggießen von dünnwandigen Metallrohren aus Aluminiumlegierungen
DE858058C (de) Verfahren zum Herstellen von Kugeln
DE477287C (de) Verfahren zum Herstellen von Verbundgussstuecken, insbesondere von Walzen mit grosser Oberflaechenhaerte
DE518709C (de) Mehrwandiges Metallrohr, insbesondere aus mit zugfesten (Eisen-) Schichten abwechselnden korrosionsfesten Schichten
DE564611C (de) Verfahren zur Herstellung von aus einzelnen Abschnitten bestehenden Schleudergussformen
DE481590C (de) Verfahren zum Schweissen von Laengsnaehten, insbesondere von Rohren, mittels Wassergases
DE902115C (de) Kessel mit mehreren durch eine gemeinsame Feuerung geheizten Kammern
DE671557C (de) Verfahren zur Herstellung von Rohren oder Stangen aus gehaertetem Kunstharz und Metall
DE901044C (de) Verfahren zur Herstellung von Werkstuecken mit oertlichen Verbreiterungen, wie Tellerventilen, Buechsen mit Bunden od. dgl.
AT220574B (de) Verfahren zur Herstellung von Stabstahl oder von Profilen aus Eisen- oder Stahllegierungen durch Walzen
DE677952C (de) Verfahren zum Warmtiefziehen von Blechen aus Magnesiumlegierungen
DE1227760B (de)
DE633209C (de) Verfahren zum Giessen von Hohlbloecken
DE570948C (de) Verfahren zur Schmierung von Pilgerdornen
DE478028C (de) Verfahren zum Ausstrecken metallener Hohlkoerper
DE827054C (de) Verfahren zur Herstellung von Nadelrohren
DE522879C (de) Vorrichtung zum Einziehen und Verschliessen von duennwandigen Metallrohren oder Behaeltern
DE620127C (de) Verfahren zur Herstellung von hohlen Metallstangen u. dgl., z.B. Hohlstahl fuer Gesteinsbohrer