DE8908922U1 - Vorgefertigte Raumzelle aus Stahlbeton - Google Patents
Vorgefertigte Raumzelle aus StahlbetonInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine vorgefertigte Raumzelle aus Stahlbeton gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es ist bekannt, Raumzellen werksmäßig aus
verschiedenen Materialien, wie Beton, Stahlblech oder Kunststoff, herzustellen und als komplette Einheiten in Gebäude
einzubauen. Diese Raumzellen werden beispielsweise als sanitär- bzw. Naß zellen in Krankenhäusern, Altenheimen oder
Hotels eingesetzt. Es sind aber auch Verwendungen als abgeschlossene Laborräume denkbar.
Derartige Einheiten werden in der Regel im
Neubaubereich eingesetzt. Der Einbau erfolgt dann entweder im Rahmen des Rohbaus, indem jeweils geschoßweise die Zellen
per Kran eingesetzt werden, bevor die darüberliegende Geschoßdecke
betoniert wird. Oder die Einheiten werden nach der Fertigstellung des Rohbaus und vor Beginn des Innenausbaus
durch entpsrechend große Öffnungen in der Fassade in das Gebäude eingebracht und dann auf der Ebene an den Bestimmungsort
transportiert.
Die Vorteile einer solchen Bauweise liegen u. a. in der Verkürzung der Bauzeit, in Raumeinsparungen durch
geringere Wanddicken, in der Zusammenfassung und Ausgliederung mehrerer Gewerke (Rohbau, Fliesenverlegung, Sanitärin-
DrK/Si
— 2 —
stallation, Tischlerarbeiten) und aus den sich daraus ergebenden Kostensenkungen.
Die bekannten Raumzellen aus Rohbeton werden in drr Regel in eiinem bzw. in zwei Teilen hergestellt. Bei der
einteiligen Fertigung wird mittels einer kompliztierten Schalung die komplette Zelle in einem Vorgang betoniert,
wobei die Schalung des Innenraüins anschließend demontiert
und durch die Türöffnung entfernt werden muß. Bei der aus
zwei Teilen hergestellten Zelle wird ein Element aus* dem
Boden und den Seitenwänden betoniert, ein zweites Element bildet die Rauundecke.
Der Betoniervorgang erfordert eine sehr stabile und komplizierte Schalung sowie eine aufwendige Schaltechnik,
da sowohl waagerechte wie auch senkrechte Elemente in einem Stück hergestellt werden.
Die derart hergestellte Zelle aus Rohbecon wird anschließend am Boden und an den Wänden konventionell im
Dickbett- bzw. im Dünnbettverfahren verfliest.
Es ist bekannt, aus Fliesentrennwand-Elementen direkt auf der Baustelle eine Zelle bzw. Teilzelle aufzubauen.
Die Zelle wird dann aus mehreren Wandteilen auf deir
örtlich vorhandenen Boden montiert oder auf einer als spezielles Bodenelernent ausgeprägten Fliesentrennwand. Die abgehängte
Raumdecke besteht in diesen Fällen nicht aus Stahlbeton, sondern aus Stahlblech, Gipskarton, Kunststoff oder
ähnlichen Materialien.
Unterhalb einer derartig elementierten Naßzelle sind besondere Abdichtungsmaßnahmen gegen Feuchtigkeit
erforderlich, da die Elementverbindungen unter Baustellenbedingungen
nicht garantiert wasserdicht herzuEtellen sind.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, vorgefertigte Raumzellen der eingangs genannten Art ,
insbesondere zur Verwendung als Sanitär- oder Naßzelle oder Laborraum, so auszubilden, daß eins komplette werksmäßige
Vorfertigung einschließlich Decke und Fliesenbelag - möglichst
mit sämtlichen vorgesehenen Einbauten und Installati-
onen - möglich ist, so daß vor Ort die komplette Raumzelle
beim Hochziehen eines Rohbaus gleichzeitig etagenweise eingesetzt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Auebildung gemäß Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst ·
Vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen
der erfindungsgemäßen Aufgabenlösung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
Die erfindungsgemäße Raumzelle wird werksmäßig aus großflächigen Stahlbeton-Fliesentrennwatiidelementen
hergestellt und als komplettes Gehäuse an den Einsatzort transportiert. Die Zelle besteht aus je einem Boden- und
Deckenelement sowie aus den erforderlichen Wandelementen.
Das Wandelement kann die Größe einer Raumwand haben, d. h. die Raumwand braucht nicht aus mehreren Wandelementen zusarr
mengesetzt zu werden. Das Bodenelement kann über ein Gefälleprofil verfügen, um die vollständige Entwässerung des
Raumes sicherzustellen.
Die Einzelemente werden fest miteinander verbunden, so daß sich eine kompakte, transportierbare und
wasserdichte Einheit ergibt, an der am Einsatzort keine weiteren Arbeiten mehr durchgeführt werden brauchen.
Die Raumzelle kann insbesondere als Naß- bzw. Sanitärzelle oder beispielsweise als Laborraum eingesetzt
werden.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert werden.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Raumzelle (ohne Decke),
Fig. 2 einen Schnitt I-I durch die Raumzelle
nach Fig. 1,
Fig. 3 bis 16 schematisch verschiedene Verbindungsarten zwischen einem Bodenelement
und einem Wandelement,
Fig. 17 bis 22 schematisch verschiedene Eckverbindungsarten zwischen benachbarten
Wandelementen bzw. zwischen Wand- und Deckenelementen.
Gleiche Bauteile sind in den Figuren der Zeichnung zur Vereinfachung der Darstellung und zur besseren
Übersicht mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Die Fig. I und 2 zeigen schematisch in einer Draufsicht und einem Schnitt eine Raumzelle 30. Die Raumzelle
30 ist aus mehreren Wandelementen 31, 32, 33, 34, 35 aufgebaut, die untereinander und mit einem Bodenelement 36
und einem Deckenelement 38 verbunden sind.
Die Raumzelle 30 stellt hier beispielhaft eine Sanitärzelle mit einem Duschabteil 40 und einem mit einer
Tür 42 versehenen Abteil 44 dar, das mit einem Waschtisch und einem WC 48 ausgestattet ist, wobei die beiden Abteile
40 und 44 durch ein Trennwandelement 50 teilweise voneinander getrennt sind.
Im Bodenelement 36, Deckenelement 38 und den Wandelementen 31 bis 35 sind die notwendigen Einbauten und
Insfcailafcionsöfinungen und -einrichtungen für Wasserzuiauf
und Wasserablauf sowie für elektrische Einrichtungen angeordnet. Ebenso ist eine Zarge 52 für eine Tür 42 mit eingegossen,
vgl. Fig. 1.
Die Boden-, Decken- und Wandelemente werden
werksmäßig hergestellt und weisen einen armierten Betonkern mit beidseitigem Fliesenbelag auf. Sie werden nach folgendem
Verfahren hergestellt:
Auf einer ebenen Fläche wird eine einfache Rahmenschalung ausgelegt. In diese Schalung wird eine
Fliesenschicht 1 mit der Glasur nach unten eingelegt. Anschließend wird eine Haftvermittlungsschicht 4 aufgetragen.
Anschließend erfolgt die Einbringung des frischen Betons 3, in den mittig Betonstahl 2 eingebettet ist. Danach folgt
wiederum eine dünne Haftvermittlungsschicht 4, auf die die zweite Fliesenschicht 1 mit der Glasur nach oben aufgelegt
wird. Verbindungselemente können in die Wand einbetoniert und mit der Bewehrung verbunden werden.
Diö Herstellung erfolgt in einem Arbeitsgang,
wodurch ein maximaler Verbund zwischen allen Komponenten erreicht wird. Gleichzeitig gewährleistet die Herstellung in
waagerechter Lage einen voll zu kontrollierenden Betoniervorgang, der Hohlräume in den Elementen ausschließt und eine
Verfüyüny in voller Fiiesendicke ermöglicht.
Die Verbindung zwischen den Einzelementen
(Wandelement W/Bodenelement B, Wandelement/Wandelement und Wandelement/Deckenelement D) kann - wie in den Fig. 3 und
dargestellt - beispielsweise mittels Schweißanker 3 erfolgen. Die Schweißanker bestehen jeweils aus einer außenseitigen
Schweißplatte 5, von der sich wenigstens ein Verankerungselement 6 so weit in das Wand-, Boden- bzw. Deckenelement
erstreckt, daß eine ausreichende Verankerung gegeben ist. Die Schweißplatten 5 sind miteinander über eine
Schweißzulage 7 und Schweißnähte 7' verbunden. Eine derartige Schweißverbindung kann an einzelnen Punkten des Elementstoßes
oder auch über die gesamte Länge des Stoßes erfolgen.
Fig. 4 und 18 dargestellt - mittels Schrauben erfolgen. Hierzu werden beispielsweise in die Elemente Gewindehülsen
10 einbetoniert, über einen mit entsprechenden Bohrungen
versehenen Verbindungssteg 8 werden die Elemente mit Gewindeschrauben 9, die in die Gewindehülsen 10 fassen, verschraubt.
Ein anderes Verfahren der Elementverbindung durch Verschraubung ist in den Fig. 7, 11 und 19 dargestellt.
Hierbei wird jeweils in das eine zu verbindende Element eine Gewindehülse 23 und in das gegenüberliegende
Element ein Einrastkasten 25 einbetoniert. In die Gewindehülsse 23 wird eine Gewindeschraube mit Kopf 24 eingeschraubt,
die im Gewindebereich vor dem Schraubenkopf 24
nicht mehr rund, sondern sechseckig ausgebildet ist, siehe
Bezugszeichen 26. Alsdann wird der Schraubenkopf in den Einrastkasten 25 des Gegenelements eingehängt. Mit einem
flachen Schraubenschlüssel kann anschließend in der Fuge des Elementstoßes über den Sechskant 26 der Gewindeschraube
eine kraftschlüssige Verschraubung der Elemente erfolgen.
Eine Elementverb.indung mit chemischen Stoffen (Klebstoffen) kann beispielsweise wie in den Fig. 5, 9, 10,
12 - 16, 20 and 21 dargestellt erfolgen. Hierbei werden die Stoßkanten der Elemente mit den chemischen Stoffen 13 bzw.
18 beschichtet, und dann so lange hilfsweise aneinander fixiert, bis durch die Aushärtung des Stoffes eine feste
Verbindung hergestellt ist.
Der Klebstoff kann z. B. aus Kunstharz bestehen oder aus zememtären Mörteln oder ans einem mit Kunstharz
versetzten Mörtel.
Die Verklebung der Elemente mittels chemischer Stoffe kann auch zusätzlich zu anderen Verbindungsarten wie
Schweißen oder Schrauben - erfolgen. Dies würde die Festigkeit der Verbindung noch erhöhen.
Eine: Abdichtung der Wand-, Boden- oder Deckenelemente gegeni Feuchtigkeit wird dadurch erreicht, daß
wasserundurchläsiger Beton verwendet wird oder daß eine wasserundurchlässige Haftvermittlungsschicht eingesetzt wird
oder daß beide: Verfahren gleichzeitig zur Anwendung kommen.
Eine: Abdichtung des Bodenelements B gegenüber den aufsteigenden Wandelementen W kann dadurch erreicht
werden, daß das Bodenelement in seinem Randbereich umlaufend eine anbetonierte Aufkantung A erhält, wie in den Fig. 3 5
und 9-16 dargestellt ist. Hierbei bildet das Bodenelement bereits; eine wasserdichte Wanne. Die Höhe der Aufkantung
ist so zu wählen, daß sie höher als die Schwelle der Kingangstür liegt. Hierdurch bildet die erforderliche Türschwelle
immer den niedrigsten Punkt der umlaufenden Aufkantung.
Die in Fig. 3 dargestellte Form der Aufkantung
als Falz bietet den Vorteil, daß Boden und Wand an der Außen&eite der Zelle bündig sind. Innen steht die Wand
dagegen direkt auf dem Bodenelement auf, wodurch Schwierigkeiten bezüglich des Fugenverlaufs F auf der Wandfläche vermieden
werden..
Die in den Fig. 13 - 16 dargestellten Axifkantungen
bieten dagegen zusätzlich die Möglichkeit, daß Feuchtigkeit, die aufgrund von Undichtigkeiten der Wand bzw. durch
Schwitzwasser an der äußeren Wandfläche nach unten läuft, innerhalb der Aufkantung des Bodenelements aufgefangen wird.
Tn der Fig. 13 läuft die Feuchtigkeit dabei senkrecht in eine Auffangfuge 16 des Bodenelements, während in der Formgebung
nach Fig. 14, 15 und 16 die Feuchtigkeit über die Adhäsionskraft in die Auffangfuge 16 geleitet wird.
Diese Feuchtigkeit kann entweder - wie in den Fig. 13 und 16 dargestellt - durch einen in das Bodenelement
einbetonierten Schlauch oder eine Röhre 14 zum Gully hin abgeleitet werden. Ein anderes Verfahren dieser Entwässerung
ist in den Fig. 14 und 15 dargestellt. Hier gelangt die Nässe durch eine oder mehrere öffnungen 15 in der Fuge
zwischen Boden- und Wandelement wieder in den Innenraum der Zelle.
Bei den in den Fig. 10 - 12 dargestellten Ausführungsformen
ist das Bodenelement B in voller Wanddicke aufgekantet, wobei eine zusätzliche Falzung - wie in Fig. 12
dargestellt - möglich ist. Die in der Fig. 15 dargestellte Ausführungsform entspricht bezüglich der Entwässerung der
Darstellung der Fig. 14. Durch die Aufkantung des Bodenelemente um beispielsweise eine Fliesenhöhe wird aber zusätzlich
erreicht, daß durch die Entwässerungsöffnungen 15 keine
Feuchtigkeit vom Innenraum der Zelle nach außen gelangen kann.
In der Fuge F zwischen dem Boden und der Wand befindet sich eine Dichtmasse 13 bzw. 13a, beispielsweise
ein Dichtmörtel. Die von innen sichtbare Fuge F kann entweder mit der Dichtmasae oder mit einer festen bzw. einer
elastischen Fugenmasse 11 ausgefüllt: sein. Zwischen der
Fugenmasse 11 und der Lichtmasse 13/13a kann eine elastische
Rundschnur 12, beispielsweise aus PVC, eingelegt werden. Die Dichtmasse 13/13a kann gleichzeitig der Verklebung der
beiden Elemente dienen, vgl. hierzu Fig. 3-16.
Zusätzlich kann in die Elemente ein Streifen aus abdichtendem Material 19, beispielsweise Polyethylen (PE),
einbetoniert werden, vgl. Fig. 8. Diese Äbdichtungsstrexfsr?
19 werden nach der Verbindung der Elemente ebenfalls wasserdicht
verbunden. Bei der Verwendung von PE-Material kann
dieses beispieisw:■·^e durch eine Verschweißung 20 mittels
Hitze erfolgen. Die beschriebene und in der Fig. 8 dargestellte Florm der Verbindung kann analog auch bei allen
anderen Formgebungen der Elementverbindungen vorhanden sein. Beim Einsatz der Dichtstreifen 19 kann auf zusätzliche
Dichtmassen 13/13a verzichtet werden.
Die Abdichtung zwischen den Wandelementen W kann ebenfalls durch eine Verfüllung der Fuge F mit einer Dichtmasse
18, beispielsweise Dichtmörtel, erfolgen, vgl. Fig. 17 - 22. Die Dichtmasse 18 kann zusätzlich eine klebande Wirkung
zwischen den Elementen haben. Weiterhin ist analog zur Abdichtung zwischen Boden- und Wandelement die zusätzliche
Einbringung einer festen oder elastischen Fugendichtmasse von der Innenseite der Zelle her möglich sowie das Einfügen
einer Rundschnur zwischen Dichtmasse und Fugendichtmasse (nicht zeichnerisch dargestellt).
Je größer die Kontaktfläche zwischen dem Wandelement
und der Dichtmasse ist, desto sicherer ist die abdichtende Wirkung. Eine große Flanksnflache an den Elementkanten
und eine einfache Einbringung der Dichtmasse wird dadurch erreicht, daß bei einem rechtwinkligen Elenientstoß eine
Abwinklung der Stoßfuge zur Elementfläche von 45 bzw. 135' gewählt wird, wobei die Fuge zur Zellenaußenseite dicker
sein sollte als zur Zelleninnenseite. Eine entsprechende Ausbildung ist in der Fig. 17 dargestellt. Die Dichtmasse 18
wird in diesem Fall von außen in die Fuge eingebracht.
M Ü IB
/&iacgr;&ogr;
Eine noch größere Flankenfläche des Wandelements
als in der Fig. 17 dargestellt, wird durch die in Fig. 21 dargestellte Form der Fuge erreicht. Die Fuge weist hier in
die Wandelemente hineinragende winklige Verbreiterungen auf. In diesem Fall ist es aber erforderlich, die Dichtmasse
18 von oben in die Verbreiterung der Elementfuge einzubringen.
Analog zur Abdichtung zwischen Boden- und Wandelement
ist auch bei der Abdichtung zwischen 2#ei Kandelementen
das in Fig. 20 dargestellte Einbetonieren je eines Isolierstreifens 19 in das Wandelement möglich. Dieser
Isolierstreifen 19 lauS aus einem feuchtigkeitsundurchlässigftn
Material bestehen, b* : apieisweise aus PE. Nach (üsr
Befestigung der Wände lernt .te müsser die beiden Isolierstreifen
ft~.sserdiciit miteinander verbüßen werden, bei der Verwendung
von PE-Materiai beispjil-weise durch eine Verschweißung
mittels Hitze. Beim Einsatz von Isolierstreifen kann auf die zusätzliche Verwendung von Dichtmassen verzichtet
werden.
Eine sehr große Flankenfläche wird durch das Einbetonieren
von Verbindungsprofilen 21/22 erreicht, wie in Fig. 22 dargestellt ist. Hierbei umschließt der eins Teil
des Profils 21 den anderen Teil 22 weitgehend. Die Verbindung der Elemente erfolgt durch Ineinanderschieben. Die
verbleibenden Hohlräume zwischen Wandelement und Verbindung jprofil werden mit einer Dichtmasse 18 ausgefüllt.
Soweit eine Abdichtung zwischen Wand- und Deckenelement erforderlich ist, wird sie analog zu einer der
Abdichtungen zwischen den Wandelementen ausgeführt. In den Fig. 17 - 22 ist durch Einfügen des in Klammern gesetzten
Beszugszeichens D darauf hingewiesen, daß das eine Wandelement W auch als Deckenelement D angesehen werden kann.
Die Herstellung der beschriebenen Raumzelle erfolgt komplett im Werk und nicht erst durch Endmontage auf
der Baustelle. Die Werksmontage ermöglicht die Herstellung einer absolut wasserdichten Zelle, so daß zusätzliche Ab-
I 1 I I 1 ■ · ·
dichtungsmaßnahmen auf der Baustelle entfallen können, und
ermöglicht maximale Wandgrößen, da werksmäßig entsprechende Transport- und Hebemaschinen eingesetzt werden können. Im
Gegensatz zu der elemntierten Bauweise, bei der die Endmontage erst auf der Baustelle erfolgt, können die Elemente bei
c'ür Werksmontage in der Größe einer Raumwand hergesteJ It
werden <z. Ti. Wand 32 oder ii. Fi 3. 1) und müssen nicht aus
Transport- oder Mont-agegründen nochmals in kleinere Elemente geteilt werden. Der Verzicht auf die bei der elementierten
Bauweise erforderlichen Elementstöße reduziert die Kosten und die Gefahr d«r Undichtigkeit. Der Einsatzber :*ich der
Raumzelle liegt insbesondere im Neubaubereich. Durch die Montage im Werk ergibt sich eine Verkürzung der Bauzeit. Die
Kosten können durch die Werksmorvtage, durch die Verwendung
von Großelementen und durch den Verzicht auf zusätzliche Abdichtungen unterhalb der Zelle gesenkt werden« Die Raumzelle
wird aus fertig gefliesten Boden-, Wand- und Deckenelementen zusammengesetzt und nicht in einem Stück als
Betonkörper hergestellt und anschließend verfliest. Dabei werden die Einzelemente liegend mit einer einfachen Schalung
hergestellt, so daß dreidimensionale Raumschalungen nicht mehr erforderlich sind. Die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems
ist weitgehend unabhängig von der Stückzahl, da die Schalungskosten sehr gering sind und sich nicht eine sehr
aufwendige dreidimensionale Schalung durch hohe Stückzahlen amortisieren nuß. Dieser Vorteil wird besonders deutlich bei
einer großen Variantenvieifalt. Durch die waagerechte Fertigung
der Elemente ist eine vollständige Überwachung des Betoniervorganges möglich, und die Bildung von Hohlräumen im
Beton kann ausgeschlossen werden. Durch die besondere Fertigungsmethode der Fliesentrennwand wird ein sehr hoher Verbund
zum Fliesenbelag erreicht, der die Haftung der fliesen gegenüber konventioneller Verlegung um ein Mehrfaches überschreitet.
Durch die spezielle Fertigu/igsmethode und die
Verfugung auch der Wandelemente in liegender Form wird eine Verfugung in Flieeendicke erreicht, was bei konventioneller
- 11 -
Wandverfugung praktisch nicht möglich ist. Es können geringere
Wanddicken vorgesehen werden, wodurch ein geringeres
Gesamtgewicht der Zelle gegenüber der Kompaktzelle aus
Rohbeton erreichbar ist. Da die Raumzelle aus Einzelelementen zusammengesetzt ist, können später - beispielsweise zu Revisionszwecken - einzelne Elemente demontiert werden. Dies ist bei Kompaktzellen aus Rohbeton ausgeschlossen.
Gesamtgewicht der Zelle gegenüber der Kompaktzelle aus
Rohbeton erreichbar ist. Da die Raumzelle aus Einzelelementen zusammengesetzt ist, können später - beispielsweise zu Revisionszwecken - einzelne Elemente demontiert werden. Dies ist bei Kompaktzellen aus Rohbeton ausgeschlossen.
Claims (24)
1. Vorgefertigte Raumzelle aus Stahlbeton mit einem Boden,
einer Decke und mehreren Wänden, dadurch gekennzeichnet, daß die Raumzelle aus vorgefertigten Stahlbeton-Fliesentrennwandelementen
für den Boden, die Wände und die Decke zusammengesetzt ist, wobei die Wandelemente (W) miteinander
und mit dem Bodenelement (B) und mit dem Deckenelement (D) mit Hilfe von in den Wandelementen, dem Bodenelement und dem
Deckenelement eingebetteten Verbindungsmitteln (S, 9, 10, 23, 24, 13, 18) verbunden sind.
2. Raumzelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Bodenelement (B) in seinem Randbereich eine umlaufende Aufkantung (A) aufweist.
3. Raumzelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufkantung (A) als Fa'z (Fig. 3 bis 5), im Schnitt
dreieckförmig (Fig. 14, 16), in voller Wanddicke ohne zusätzlichen
Falz (Fig. 10, 11) oder mit zusätzlichem Falz (Fig. 12) oder mit dreieckförmiger weiterer Aufkantung (Fig.
15) und die Wandelementunterseite entsprechend komplementär dazu ausgebildet ist.
4. Raumzelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wandelemente (W) innerhalb der Aufkantung (A) angeordnet sind.
5. Raumzelle nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeich net, daf» zwischen der dreieckförmigen Aufkantung und dem
Wandelement eine Auffangfuge (16) für Feuchtigkeit vorgesehen ist, an die ein oder mehrere im Bodenelement (B) vorgesehene
Ablaufkanäle (14) angeschlossen sind oder die über
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Wandelement (W) mit dem Innenraum der Raumzelle in Verbindung stehen.
6. Raumzelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Verbindung der Einzelelemente (Wandelement/Bodenelement,
Wandelement/Wandelement und Wandelement/Deckenelement)
Schweißanker (S) vorgesehen sind, die jeweils aus einer außenseitig am Einzelelement angeordneten Schweißplatte (5)
bestehen, von der sich wenigstens ein Verankerungselement (6) in das Wand-, Boden- oder Deckenelement erstreckt.
7. Raumzelle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwsiß*~*icitten benachbarter Einzelelemente mitt'inan—
der über eine Schweißzulage (7) und Schweißnähte (7') verbunden sind.
8. Raumzelle nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schweißverbindung an einzelnen Punkten oder entlang der gesamten Länge der Stöße zwischen den Einzelelementen
vorgesehen ist.
9. Raumzelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Verbindung der Einzelelemente Schraubverbindungen vorgesehen sind.
10. Raumzelle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet.
daß die Schraubverbindungen eine in eines der zu verbindenden Einzelelemente einbetonierte Hülse (23) und einen im
benachbarten Einzelelement einbetonierten Einrastkasten (25)
umfassen, in den eine in die Gewindehülse einschraubbare Gewindeschraube mit ihrem Kopf (24) einhängbar ist.
11. Raumzelle nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gewindeschraube im Gewindebereich vor dem Kopf
mehreckig ausgebildet ist zum Ansetzen eines Srhraubschlüssels .
12. Raumzelle nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schraubverbindung in die Einzelelemente einbetonierte Hülsen (10) aufweist, in die Gewindeschrauben (9) über
mit Bohrunqen versehene Verbindungsstege oder Verbindungsplatten
(8) einschraubbar sind.
13. Raumzelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Verbindung der Einzelelemente oder zusätzlich zu den Verbindungsarten nach einem der Ansprüche 6 bis 12 chemische
Verbindungsstoffe vorgesehen sind, die in die Fugen (F) auf
die Stoßkanten der Einzelelemente aufgebracht sind.
14. Raumzelle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verankerungselemente (6) mit Arnierungsstahl ('_·) der
Einzelelenente (W, B, D) verbunden sind.
15. Raumzelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet., daß die Fugen (F) zwischen den
Einzelelementen (B, W, D) mit einer Dichtmasse (13, 13a)
ausgefüllt sind.
16. Raumzelle nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß der innere, sichtbare Teil der Fuge (F) mit einer festen oder elastischen Fugenmasse (11) ausgefüllt ist.
17. Raumzelle nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Fugenmasse (F) und der Dichtmasse (13, 13a i
eine elastische Rundschnur (12) (beispielsweise aus PVC) eingelegt ist.
18. Raumzelle nach Anspruch 14 oder 16, dadurch gekenn zeichnet, daß die Dichtmasse gleichzeitig Klebemittel ist.
19. Raumzelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in die Einzelelemente Abdichtstreifen
(19) (beispielsweise aus PE) einbetoniert sind, die von Element zu Element wasserdicht miteinander
verbunden sind.
20. Raumzelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßfugen (F) zur Einzelelementfläche
eine Abwinklung von etwa 45" bzw. 135" aufweisen.
21. Raumzelle nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stoßfuge sich zur Außenseite der Raumzeile hin
erweiternd ausgebildet ist.
22. Raumzelle nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stoßfuge zur Vergrößerung der Fugenflankenflache in
den Stoßflächen der Einzelelemente winklige Verbreiterungen (27) aufweist.
23. Raumzelle nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß in die Verbreiterungen (27) einander umschließende
Verbindungsprofile (21, 22) ragen, die in die Einzelelemente
einbetoniert sind.
24. Raumzelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in das Boden und Dec-kene] e-
"5"
ment und in die Wandel mente sämtliche elektrischen Installationen
und Installationen für Wasserzulauf und Wasserablauf sowie Einbauten und Zargen für Türen, Fenster oder dgl.
eingegossen sind.
25* Raumzelle nach einem der vorhergehendsn Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wände der Raumzelle jeweils aus einem einzigen der Größe der Raumwancl entsprechenden
einstücki^en i?tahlbeton-Fl.iesent.re«nwandeleiner>t
hergestellt sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8908922U DE8908922U1 (de) | 1989-07-22 | 1989-07-22 | Vorgefertigte Raumzelle aus Stahlbeton |
| DE19904023300 DE4023300A1 (de) | 1989-07-22 | 1990-07-21 | Vorgefertigte raumzelle aus stahlbeton |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8908922U DE8908922U1 (de) | 1989-07-22 | 1989-07-22 | Vorgefertigte Raumzelle aus Stahlbeton |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8908922U1 true DE8908922U1 (de) | 1989-08-31 |
Family
ID=6841335
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8908922U Expired DE8908922U1 (de) | 1989-07-22 | 1989-07-22 | Vorgefertigte Raumzelle aus Stahlbeton |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8908922U1 (de) |
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