DE891075C - Gewinnung von gipsarmen hydraulischen Bindemitteln aus Braunkohlenflugasche - Google Patents

Gewinnung von gipsarmen hydraulischen Bindemitteln aus Braunkohlenflugasche

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DE891075C
DE891075C DEE1602D DEE0001602D DE891075C DE 891075 C DE891075 C DE 891075C DE E1602 D DEE1602 D DE E1602D DE E0001602 D DEE0001602 D DE E0001602D DE 891075 C DE891075 C DE 891075C
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secondary air
furnace
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DEE1602D
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Kurt Dr Reif
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ELEKTROWERKE AG
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ELEKTROWERKE AG
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23L—SUPPLYING AIR OR NON-COMBUSTIBLE LIQUIDS OR GASES TO COMBUSTION APPARATUS IN GENERAL ; VALVES OR DAMPERS SPECIALLY ADAPTED FOR CONTROLLING AIR SUPPLY OR DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; INDUCING DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; TOPS FOR CHIMNEYS OR VENTILATING SHAFTS; TERMINALS FOR FLUES
    • F23L9/00—Passages or apertures for delivering secondary air for completing combustion of fuel 
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00—Hydraulic cements
    • C04B7/24—Cements from oil shales, residues or waste other than slag
    • C04B7/26—Cements from oil shales, residues or waste other than slag from raw materials containing flue dust, i.e. fly ash
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23C—METHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING FLUID FUEL OR SOLID FUEL SUSPENDED IN  A CARRIER GAS OR AIR 
    • F23C1/00—Combustion apparatus specially adapted for combustion of two or more kinds of fuel simultaneously or alternately, at least one kind of fuel being either a fluid fuel or a solid fuel suspended in a carrier gas or air
    • Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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    • Y02P—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
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Description

  • Gewinnung von gipsarmen hydraulischen Bindemitteln aus Braunkohlenflugasche Die Erfindung .betrifft ein Verfahren und eine Anlage zur Gewinnung von. gipsarmen hydraulischen Bindemitteln aus Braunkohlenflugasche, insbesondere. eines Zements, dessen Gipsgehalt sehr gering und keinen Schwankungen unterworfen: isst.
  • Bei dem Versuch:, den bei. Mühlenfeuerungen sich 'bildenden, in Staubsammlern aabgescbiedeaenBraunkohlenflugstaub,abzuführen, indem man ihn in einer Löschgrube zu.siammen mit Kesselschlacke anfeuchtete, stellte man fest, daß :der Filterstaub hydraulisch abbindet und oder Löschgrwbeninhalt sich in einen Zementblock verwandelt.
  • Dem Bestreben, diesie Erkenntnis zur Erzeugung von technisch. brauchbarem Zement aus. Flugasche auszuwerten, -stellten sich deshalb Schwierigkeiten entgegen, weil der Gipsgehalt im F;lugs:tawb stark schwankte., wodurch ,der Zement mehr oder weniger gipshaltig wird und 'besonders. bei starker Gipshaltigkeit wegen Ader wasserlösl.ichkei.t des Gipses für Außenarbeiten an Bauwerken nicht verwendet werden kann. Infolgedessen mußten die Ursachen für die .starken Schwankungen :des Gipsgehaltes im Flugstaub untersucht werden, mit dem Ziel, festzus.tellen, unter welchen Bedingungen ein Flugstaub mit sehr geringem Gipsgehalt gewonnen werden kann.
  • In @dieser Richtung antigestellte Unters!uchung@en ergaben, @daß beim Verbrennen von B.raunkoble der in dieser enthaltene Schwefel primär in Schwefeldioxyd verwandelt wird, welches unter dem katalytischen E'influß der in der Schlacke enthaltenen Eisenoxyde vom Luftüberschuß der Verbrennungsgase in Schwefelsäure und wach deren Bindung an Kalk .in Gips übergeht. Die Gipsmenge isst, wie weitere Untersuchungen ergeben haben, abhängig von. dem Luftüberschwß, der bei der Verbrennung der Braunkohle vorhanden ist. Je kleiner der Luftüberscnuß ist, desto niedriger wird der Gehalt an Gips im Flugstaub.
  • Durch Versuche wurde weiterhin festgestellt, @daß eine Reduktion der gebundenen Schwefelsäure, zu schwefeliger Säure bei Anwesenheit von Kohlenmonoxyd in der Feuerung erfolgt, wobei gleichzeitig eine Aufspaltung ides Sulfits, z. B. des Calciumsulfits, in Kalk und schwefelige Säure eintritt, so daß iletztere mit !dien Rauchgasen abzieht.
  • Es wurde weiter gefunden, daß es nicht notwendig ist, die Feuerung mit so wenig Luft zu betreiben., daß neben, der Kohlensäure idurch dien Mangel an Sauerstoff bei der Verbrennung ein entsprechender -Anteil an Kohlenmonoxyd entsteht, sondern daß es vorteilhaft ist, das Kohlenmonoxyd in kleiner Menge erst im aibströmen@den Flugstaub entstehen zu lassen.
  • Das neue Verfahren bestehtdarin, daß die duTeh eine Mühle in bekannter Weise zerkleinerte Braunkohle in die Feuerung eingehlasen und verbrannt wird, wobei ,der Luftiiberschuß der Fieuerung,durch Zugabe eines brennbaren Stoffes zur Zweitluft vermindert wird-. Dieser Stoff entzündet sich mach dem Einblasen von selbst, wodurch. der ursprünglich vorhandene Luftüb@rsohuß vermindert und die Reduktion Bier Sulfate im Flugstaub eingeleitet und d urchgefühzt wird. Bei entsprechender Abstimmung der reduzierenden Menge von Kohlenmonoxyd zum vorhandenen Gips tritt eine Reduktion des Sulfats zu S.ulfit und einte Oxydation dies I<-ohlenmonoxyds zu Kohlendioxyd ein, so daß schließlich Kohlenimonoxyid in den Rauchgasen nicht mehr vorhanden ist. Diese Reaktion verläuft nach der Gleichung . Ca S O4 -I- C O = Ca S 03 + CO2. Dias entstandene Caloiumsulfit spaltet sich bei den üblichen Feuerungstemperaturen auf, woibei schwefelige Säuere entsteht, die mit ,den Rauchgasen abzieht, so daß im Flugstaub Kalk irr freier Form verbleibt. Ca S 0s = Ca o -f- S02- Weitere Merkmale und Einizelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in edier ' an Hamid ,der Zeichnung eine Anlage zur Ausführung des neuen Verfahrens erläutert ist.
  • Mit i, ist ein Heizkessel bezeichnet, mit 2, der Kohlenbunker. 3 ist der sahzäg abfialdenidie Schacht zur Schlägermühle 5, Durch die bei q. zugeführte Heißluft wird die aus dem Bunker kommende Braunkohle vorgetrocknet, id@anach in ider Mühle gemahlen und dann mit der notwendigen Verbrenn,#-ngsluuft bei 6 in die Feuerung eingeblasen. Das Rohrstück 7 hinter ider Schlägermale ist durch ein A',bzweigrohr 8 mit (der Saugseite ides Zweitluftvent.ilatons 9 verbunden. Die Zweitluft wird idurch .das Rohr io in die Feuerung eingeblasien. Für die Regelung der Frischluftzuführung ist am Ventilatorg eine einstellbareDrosselklappe ii vorgesehen. Der Ventilator saugt ;durch idve Rohrleitung, 8 einen Teildes Bmaunkohlenstaubes an und bläst diesen mit ider Frischluft durch das Rohr io in die Feuerung ein, wodurch der schädliche Luff'überschuß vermindert oder der bereits im Flugstaub vorhandene Gips ,dwrch)das entstehendeKohlenmonoxyd reduziert und aufgespalten wird-. Hierdurch wird das Kohlenmonoxyd zu Kohlendioxyd oxydneirt.
  • Es liegt weiterhin im Rahnmen ider Erfindung, für die Zermahlun@g des der Zweitluft zuzusetzenden Kohlenstaubes eine weitere, in ider Zeichnung nicht dargestellte Kohlenmühle vorzusehen und -diese durch eine Rohrleitung mit der Saugseite des Ventilators 9 zu verbinden. Bei: dieser Anordnung kann die Verbindungsleitung 8 fortfallen.
  • An Stelle von Kohlenstaub kann mit der Zweitluft auch ein Heizgas oder ein Heizöl in den Feuerungsraum eingeblasen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Betreiben von Braunkohlen -feterwngen zwecks Gewinnung eines gipsarmen, homogenen hydnauliischen Bindemittels aus Braunkohlenüügasche, ,dadurch gekennzeichnet, .d@aß die durch eine Mühle in bekannter Weise zerkleinerte Bmaunkohle in ,die Feuerung eingeblasen und verbrannt wird:, wobei ,der Luftüberschuß der Feuerung durch Zugabe eines brennbaren Stoffes, z. B. Kahlenstaub"Heizgase, Heizöl od. dgl., zur Zweitluft vermindert wird. a'. Anlage zur Ausführung ,des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß von der Rohrleitung (7), welche den in der Mühle (5) garna'hlenenKohlenstaubider Feuerung (6) dies Kessels zuführt, einte Abzweigleitung (8) zurr Saugseite des Zweitluftventilators (9) abgezweigt ist, durch welche ein Teil des Kohlenstaubes mit der Zweitluft in die Feuerung eingeblasen wird. 3. Anlage zur Anisführung des Verfahrens mach Anspruch i, daidurch gekennzeichnet, daß für ,die Zermahdüng des der Zweitluft zur zusetzenden Kohlenstaubes eine weitere Kohlenmühle angeordnet ist, idie unmittelbar mit der Saugseite ,des Zweitluftventilators (9) verbunden ist.
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