DE891181C - Verfahren zur Gewinnung eines nativen Milcheiweisses - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung eines nativen Milcheiweisses

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DE891181C
DE891181C DEP4325A DEP0004325A DE891181C DE 891181 C DE891181 C DE 891181C DE P4325 A DEP4325 A DE P4325A DE P0004325 A DEP0004325 A DE P0004325A DE 891181 C DE891181 C DE 891181C
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DE
Germany
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protein
obtaining
milk protein
native
organic acids
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Expired
Application number
DEP4325A
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English (en)
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Fritz Markiewicz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ANIELA MARKIEWICZ
Original Assignee
ANIELA MARKIEWICZ
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J1/00Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites
    • A23J1/20Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites from milk, e.g. casein; from whey
    • A23J1/202Casein or caseinates

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Peptides Or Proteins (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung eines nativen Milcheiweißes Mit Hilfe der bisher bekannten Verfahren gelingt es nicht, das in den Molken befindliche wertvolle Eiweiß restlos abzuscheiden und als natives Eiweiß zu gewinnen. Das vorliegende Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß es nunmehr möglich ist, dieses Eiweiß ohne Verluste aus Molken zu gewinnen und in der Weise aufzuarbeiten, daß es sowohl in nativer Form für die menschliche Ernährung und die pharmazeutische Industrie einerseits, wie auch für technische Zwecke andererseits verwendbar ist. Das erfindungsgemäße Verfahren erstreckt sich darauf, zunächst den durch organische Säuren fällbaren Eiweißanteil der Molken abzuscheiden und anschließend durch Alkalisieren der jetzt, sauer reagierenden Molkenflüssigkeit die restliche Eiweißsubstanz zu entziehen. Die zurückbleibende, vollständig enteiweißte Molke soll bei Einhaltung der im Ausführungsbeispiel genannten Verfahrensbedingungen einen Gesamtstickstoffgehalt von praktisch Null aufweisen, nach Kjeldahl bestimmt. Die bei der ersten und zweiten Fällung erhaltenen Eiweißmengen werden getrennt ausgewaschen, um einmal die bei den ersten Fällungen in das Eiweiß gelangten organischen Säuren und zum andern das bei der zweiten Fällung in das Eiweiß gelangte Alkali zu entfernen. Das im Eiweißschlamm enthaltene Alkali kann auch durch Zugabe organischer Säuren, wie Citronen-, Wein- oder Milchsäure, zu Alkalisalzen organischer Säuren gebunden werden.
  • Zwecks Erzielung einer einwandfreien Nativität wird die erhaltene Eiweißsubstanz mit Natriumbicarbonat,wie im Ausführungsbeispiel beschrieben, sorgfältig behandelt und anschließend vorsichtig getrocknet, am besten unter vermindertem Druck.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von nativem Milcheiweiß erstreckt sich ferner auf die Behandlung von Sauermilchquark und Sauermilch -Trockenkasein mit einer wäßrigen Natriumbicarbonatlösung bis zur vollständigen Quellung des Eiweißgutes und anschließende Trocknung am besten unter vermindertem Druck.
  • Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielte Produkt zeichnet sich durch Freiheit von Kochsalz aus und gibt damit die vielseitige Verwendung für hochwertige Nahrungs- und Genußmittel und auf pharmazeutisch-diätetischen sowie kosmetischen und industriellen Gebieten. Ausführungsbeispiel z 1 Magermilch wird mit einer Lösung von io ccm einer 3"/oigen Milch-" Wein- oder Citronensäurelösung angesäuert und bei Raumtemperatur etwa a Stunden stehengelassen. Nach dieser Zeit hat sich das Kasein abgeschieden, das von der darüber stehenden Flüssigkeit getrennt wird. Diese so gewonnene Eiweißsubstanz wird von der ihr noch anhaftenden Flüssigkeit befreit und anschließend sorgfältig gewaschen. Die von dem Eiweiß getrennte Flüssigkeit wird nunmehr mit einer 3@/oigen Lösung von Natriumhydroxyd chemisch rein in Wasser neutralisiert (pH=7) und alsdann mit io ccm der gleichen Lösung von Natriumhydroxyd auf etwa 9 pH alkalisiert. Nach etwa 2stündigem Stehen bei Raumtemperatur haben sich die mittels organischer Säuren nicht fällbaren Eiweißstoffe abgeschieden und lassen sich von der darüber stehenden wasserklaren Flüssigkeit abtrennen. Nach gründlichem Auswaschen wird eine neutral schmeckende, native Eiweißsubstanz erhalten. Wahlweise kann unter Fortfall des Auswaschens das im Eiweißschlamm enthaltene Alkali durch Zugabe von organischen Säuren, wie Citronen-, Wein- oder Milchsäure, zu Alkalisalzen organischer Säuren gebunden werden, in der Weise, daß auf r g ermittelten Alkaligehalt 5:,3; g Citronensäure, 3,g g Weinsäure oder 2,.3.g Milchsäure in zoo ccm Wasser gelöst hinzugefügt werden.
  • zoo g der gewonnenen und getrockneten Eiweißsubstanzen werden mit 2,5 g N atriumbicarbonat, das in etwa 50 g kaltem Wasser gelöst wird, so gut wie möglich verrieben und durch ein Tuch oder-Drahtgeflecht von etwa r mm Maschenweite gerieben. Die so behandelte Substanz wird in dünner Schicht am besten unter vermindertem Druck getrocknet. In gleicher Weise werden Sauermilchquark und Sauermilch-Trockenkasein behandelt.
  • Die gewonnene Eiweißsubstanz ist in der Nahrungsmittel- und Genußmittelherstellung sowie in der pharmazeutischen Industrie oder für rein technische Zwecke verwendbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung eines nativen Milcheiweißes, dadurch gekennzeichnet, daß Verarbeitungsstufen von Magermilch in das alkalische Gebiet übergeführt und durch Auswaschen von Alkali befreit bzw. mit organischen Säuren und Natriumbicarbonat behandelt werden.
DEP4325A 1949-09-27 1949-09-27 Verfahren zur Gewinnung eines nativen Milcheiweisses Expired DE891181C (de)

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