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Mechanischer Webstuhl mit einem im Kreislauf durch das Webfach bewegten
Greif erschützen Die Erfindung betrifft einen mechanischen Webstuhl mit einem im
Kreislauf durch .das Webfach bewegten Greiferschützen.
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Es ist bekannt, daß mechanische Webstühle dieser Art wesentliche Vorteile
bezüglich der Verminderung der Massenkräfte und folglich der Erhöhung der Zahl .der
Schüsse in der Zeiteinheit und des Ertrages aufweisen, was dadurch ermöglicht ist,
daß der oder die Schützen nicht in abwechselnder Richtung durch :das Webfach geschossen,
sondern im Kreislauf immer in derselben Richtung durch das Webfach geführt werden.
Es ist jedoch schwierig, den Schützen entlang einer in sich zurückkehrenden Bahn
zu betätigen, da entweder die Schützenbahn eine verwickelte Form erhält und die
Wirkungsweise der Maschine umständlich wird oder der Schützen umzukehren ist, bevor
er von neuem durch .das Webfach geschossen wird.
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Es ist bereits vorgz.schlagen worden, en Schützen entlang einer Bähn
zu führen, bei welcher die Umkehrung des Schützens zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Schüssen vermieden werden kann. In diesem Fall wird der Schützen .durch eine Schußvorrichtung
durch das Webfach geschossen und sodann auf eine Beförderungsanlage fallen gelassen,
welche den Schützen unter,die Schußvorrichtung zurückführt. Hier wird -der Schützen
durch eine andere Vorrichtung gehoben und mit der Schußvorriehtung erneut in Eingriff
gebracht, wonach er wieder .durch das Webfach ;geschossen werden kann. Der Schützen
legt hierbei seinen Rückweg offensichtlich ohne Umkehrung zurück, und da die Schützenbahn.
lediglich aus geraden
Abschnitten besteht, muß dabei- auch der sonst
zu berücksichtigenden Fliehkraft keine Rechnung getragen werden. Abgesehen jedoch
von der Anwendung einer Anzahl von verschiedenen Treibmitteln weist diese Anordnung
auch den Nachteil auf, daß der gerade Rückweg des Schützers zum Schuß nicht ausgenutzt
wenden kann, da der Schützen in seiner ursprünglichen Lage zurückbewegt wird, in
welcher die Schützenspitze entgegen. der Richtung der Schützenbewegung gerichtet
ist. Somit ist die Anordnung einer zweiten Webebene unmöglich. Gemäß einem anderen
bekannten Vorschlag wird der Schützen mittels eines umlaufenden biegsamen Bandes
nach jedem Schuß umgekehrt, wobei .die äußere Seite des Bandes mit Saugnäpfen versehen
ist, welche den Schützen während der Zurücklegung der gekrümmten Bahnabschnitte
gegen die Fliehkraft festhalten. Hiernach erleidet .das Band eine quer gerichtete
Biegung, wbbei die Saugnäpfe den Schützen loslassen; so daß .dieser durch seine.
Trägheit durch das Webfach geschossen wird. Nach Durchlauf des Webfaches wird der
Schützen mit den Saugnäpfen erneut in Eingriff ,gebracht. Bei dieser bekannten Anordnung
sind -demnach die Treib- und Fördermittel der vorher erwähnten bekannten Vorrichtung
durch das biegsame. Band und seinen Antrieb ersetzt. Außerdem arbeitet diese Maschine
mit Umkehrung des Schützers, wodurch ermöglicht wird, den Webstuhl als eine Zwillingsmaschine
auszubilden. Die Anordnung des Schützers an der äußeren Seite des Förderbandes und
die Festhaltung desselben gegen die Fliehkraft durch Saugwirkung bereitet jedoch
wesentliche Schwierigkeiten. Besonders müssen auch Mittel vorgesehen werden, um
den Schützen am Förderband anzubringen und von diesem zu entfernen, wodurch dieWirkungsweisederMaschine
nachteilig beeinflußt wird. Außerdem ist das Band mit Rücksicht auf die zweifache
Biegung in der Längs- bzw. Querrichtung einer vorzeitigen Abnutzung ausgesetzt.
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Zweck der Erfindung ist die Behebung dieser Nachteile und die Schaffung
eines mechanischen Webstuhls, der mit einem nach jedem Schuß umzukehrenden Schützenzuverlässig
- arbeitet. Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß die Fliehkraft, deren
Wirkung bisher als nachteilig empfunden worden ist, zum Aufrechterhalten der Berührung
zwischen Schützen und seinen Antriebsmitteln nutzbar gemacht werden kann. Gemäß
dem Hauptmerkmal der Erfindung wird der Schützen an einer außerhalb des Webfaches
liegenden Bahn durch Treibmittel umgekehrt, welche entlang von krummen Abschnitten
der Schützenbahn liegen und den Schützen durch Berührung mittels Fliehkraftwirkung
befördern, wobei dem Schützen Geschwindigkeit erteilt wird, um durch das Webfach
geschossen zu werden.
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Zweckmäßig werden voneinander unabhängige Kraftquellen zum Betätigen.
.der Treibmittel an beiden Seiten des Webfaches verwendet.
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Gemäß einem anderen vorteilhaften Merkmal der Erfindutlg werd,_n zum
Umkehren des Schützers im Kreislauf, .bewegte biegsame Mittel vorgesehen, welche
mit umlaufenden Mitteln einen. geschlossenen Kanal zur Aufnahme des Schützers bilden.
Es ist zweckmäßig, wenn als umlaufende Mittel Tragräder mit einer Nut an ihrem Umfang
verwendet werden, wobei .der den Schützen aufnehmende Kanal durch diese Nut und
durch .die im Kreislauf bewegten biegsamen Mittel' begrenzt wird. Beide Seiten der
Tragräder können mit Flansche versehen sein, welche die quer gerichtete Bewegung
der im Kreislauf bewegten biegsamen Mittel entlang der gekrümmten Abschnitte der
Schützenbahn begrenzen. Die im Kreislauf bewegten. biegsamen Mittel können durch
mindestens einen äußeren Riemen gebildet werden, der in den gekrümmten Abschnitten
der Schützenbahn durch Führungsmittel zum Anliegen am Umfang der Tragräder gezwungen
wird. Es ist auch möglich, Riemen anzuwenden, welche je mit,der Bodenfläche der
Nut im Umfang der Tragräder zusammenarbeiten, wobei der den Schützen aufnehmende
Kanal in den gekrümmten Abschnitten .der Schützenbahn durch den äußeren- und je
einen inneren Riemen sowie durch die Seitenwände -der Nut begrenzt wird. Die Tragräder
können jedoch auch je mit einem gesonderten äußeren Riemen zusammenarbeiten.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß das Riet durch
Treibmittel aussetzend zum Anschlagen bewegt wird, wobei die Betätigung der Treibmittel
durch den Schützen ausgelöst wird, so daß .das Riet mit seiner Anschlagbewegung
erst beginnt, wenn der Schützen .das Webfach bereits verlassen hat. Es ist zweckmäßig,
die Betätigung der Treibmittel .des Rietes elektrisch auszulösen. Zu diesem Zweck
können elektromagnetische Kupplungs- bzw. Bremsmittel zwischen einer Kraftquelle
und. einer Welle bzw. zwischen dieser Welle und einer ortsfesten Stelle vorgesehen
sein, wobei das Riet durch die Welle zum Anschlagen bewegt wird. Es ist zweckmäßig,
zum elektrischen Auslösen .der Treibmittel einen Zweipolschalter anzuwenden, der
zwischen einer Stromquelle und den elektromagnetischen Mitteln derart angeordnet
ist, daß er durch den Schützen umgeschaltet werden kann, wobei Mittel vorgesehen
sind, welche durch die Welle betätigt werden und den Zweipolschalter in seine ursprüngliche
Lage zurückstellen, nachdem er durch .den Schützen umgeschaltet worden ,ist. Es
ist auch zweckmäßig, Fühlerorgane für den Schußfaden vorzusehen, welche die Umschaltung
des Zweipolsc:ha,lters lediglich dann ermöglichen, wenn der Schützen einen Schußfaden
in das Webfach gelegt hat.
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Die Umschaltvorrichtung kann gemäß der Erfindung aus einem zweiarmigen
Hebel bestehen, ,dessen einer Arm durch den- Schützen entgegen einer Feder bewegt
werden kann und dessen anderer Arm mit einem Schwenkarm gelenkig verbunden ist,
der den beweglichen Kontakt .des Zweipolschalters betätigt, wobei bewegliche Anschläge
zum Eingreifen mit dem Schwenkarm vorgesehen sind, durch welche der Schwenkarm zu
einer Verschwenkung im Sinn der Umlegung des beweglichen Kontaktes bei
Betätigung
des zweiarmigen Hebels durch den. Schützen gezwungen. wird und welche bei Fadenmangel
durch Fadenfühler außer Eingriff mit dem Schwenkarm gebracht werden kännen, wodurch
die Umlegung des beweglichen Kontaktes verhindert wird. Der Fadenfühler für den
Schußfaden kann ebenfalls als ein zweiarmig; r Hebel ausgebildet sein, dessen einer
Arm sich mit dem Schußfad;e-.1 berühren kann, dessen anderer Arm dagegen als ein
Anschlag zum Eingreifen mit dem Schwemkarm ausgebildet ist, wobei die Betätigung
des r adenfüh,1,:rsdurch den Schützen ausgelöst wird. Die Fadenfühler für die Kettenfäden
betätigen dabei einen anderen beweglichen Anschlag zum Eingreifen ebenfalls mit
dem Schwenkarm, wobei in ihrer Eingriffslage beide Anschläge eine Verschwenkung
des Schwenkarmes im Sinn der Umlegung des beweglichen Kontaktes bei Betätigung des
zweiarmigen Hebels durch den; Schützen herbeiführen und sämtliche Fadenfühler derart
angeordnet sind, daß sie bei Fadenmangel beide Anschläge außer Eingriff mit dem
Schwenkarm bringen, wodurch die Umlegung des beweglichen Kontaktes verhindert wird.
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Es ist zweckmäßig, die Treibmittel, welche den Schützen umkehrdn bzw.
das Riet aussetzend zum Anschlagen bewegen, durch gesonderte Kraftquellen zu betätigen.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung besteht das Riet aus Lamellen,
welche Arme aufweisen, die mit der Lamelle aus einem Stück bestehen und eine kana15'hnliche
Schützenbahn bilden, wobei die Lamellen an einer federbelasteten verschwenkbaren
Welle angebracht sind, mittels welcher sie gegen die Feder zum Aufschlagen bewegt
werden können. Zweckmäßig weisen die Lamellen vergrößerte Füße auf, welche in eine
Nut der Welle eingreifen, und in ihrer Eingriffslage durch Halteschienen. befestigt
sind, nach deren Entfernung die Lamellen einzeln auswechselbar sind. Zwischen .den
Armen der Lamellen kann ein Einschnitt zum Aufnehmen des Schußfadens beim Durchlauf
des SChütDeriS vorgesehen sein.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung wird die Bewegung des Schaftes
zwangsläufig gesteuert, wobei die Steuerung synchron mit der Anschlagbewegung des
Rietes erfolgt. Der Schaft kann dabei durch bewegliche Rahmen gehaltert werden,
welche mit Wagen verbunden sind, die auf einer ortsfesten Bahn laufen, wobei die
Betätigungswelle des Schaftes mit Nocken versehen ist, deren Kanten mit Rollen zusammenarbeiten,
die -an beiden Seiten .der Betätigungswelle an den Wagen gelagert sind, wodurch
die Rahmen in abwechselnder Richtung zwangsläufig gesteuert werden. Die den verschiedenen
Rahmen zugeordneten Nocken können verschiedene Exzentrizitäten aufweisen, wodurch
eine gleiche Streckung der Kettenfäden bei der Fachbildung erreicht wird.
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Der Greiferschützen kann gemäß der Erfindung mit einem Querspalt an
seiner Vorderseite zum Leiten des Schußfadens versehen sein, bei dessen Endabschnitt
im Greiferschützen ein Fadengreifer angeordnet ist, der durch eine am Schützen befestigte
Feder in der Schließlage gehalten wird, aus welcher der Fadengreifer gegen die Feder
durch ortsfeste Mittel derart verschwenkt werden kann, .daß derFaden losgelassen
wird, sobald der Schützen das Webfach verläßt. Es kann ferner im Greiferschützen
eine Längsnut vorgesehen sein, die sieh mit ,dem Querspalt schneidet, wobei der
Fadengreifer als ein zweiarmiger Hebel ausgebildet und in der Längsnut beim Endabschnitt,des
Querspaltes derart angeordnet ist, daß die Feder an einen Arm des Fadengreifers
angreift und dessen anderen Arm gegen die Wand des Querspaltes zu verschwenken trachtet,
wobei die Längsnut mit einem ortsfesten Anschlag zusammenarbeitet, der. beim Durchgang
,des Schützens in die Längsnut eingreift, so daß der Fadengreifer aus seiner Schließlage
gegen die Feder verschwenkt wird und den Schußfaden losläßt, sobald der Schützen
das Webfach verläßt.
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Gemäß einem weiteren wichtigen Merkmal der Erfindung wird der Webstuhl
als eine Zwillingsmaschine mit zwei senkrechten Webebenen au.sgebildet, wobei zweiparallele
Systeme von Kettenfäden mit eigenen Rieten., Mrebfächern und Schäften vorgesehen
sind, die mit einem einzigen Schützen betrieben werden, .der beide Webfächer im
Kreislauf durchläuft. Die Zwillingsmaschine kann für die Betätigung der Riete und
der Schäfte beider Systeme mit einem gemeinsamen Antrieb versehen sein, wobei beide
Systeme eigene Steuerorgane zwischen dem gemeinsamen Antrieb und den zugeordneten
Rieten und Schäften aufweisen, welche durch .den Schützen derart betätigt werden,
daß die Riete und die Schäfte der beiden Systeme lediglich dann betätigt werden
können, wenn der Schützen das zugeordnete 'Webfach bereits verlassen und einen Schußfaden
in dieses Webfach gelegt hat.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen
erläutert, welche verschiedene beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung darstellen,
und zwar Fig. i ist die Vorderansicht einer zweckmäßigen Ausführungsform des erfindungsgemäßen
mechanisc @en Webstuhls, der als eine Zwillingsmaschine mit zwei senkrechten Webebenen
ausgebildet ist; Fig. :2: zeigt einen Querschnitt gemäß der Linie II-II der Fig.
i ; Fig. 3 stellt eine vergrößerte Draufsicht zum Teil im Schnitt gemäß der Linie
III-III der Fig. i dar; Fig. q. zeigt den Längsschnitt eines Tragrades; Fig. 5 i.steine
Seitenansicht des Rietes und von Teilen seines Antriebs; Fig. 6 zeigt eine Vorderansicht
einer Einzelheit des Antriebs gemäß Fig. 5; Fig.7 ist die räumliche Darstellung
der Anordnung des gesamten Rietblattantriebs; Fig. 8 zeigt die räumliche Darstellung
der elektrischen Steuerung des Antriebs gemäß Fig.7; Fig. 9 stellt eine Seitenansicht
der den Schuß -faden an der Eingangsseite des Rietes führen:d;n und abschneidenden
Vorrichtung dar; Fig. io ist die Obenansicht der Vorrichtung gemäß Fig.9;
Fig.
i i zeigt,die Vorderansicht einer Vorrichtung zum Einlegen der Schußfadenenden;
-Fig. 12 stellt eine Einzelheit der Vorrichtung gemäß Fig. ii vergrößert dar; Fig.
13 ist eine Seitenansicht .der Vorrichtung gemäß Fig. i I ; Fig. 14 ist die Draufsicht
der Vorrichtung gemäß den Fig. i i bis 13; Fig. 15 zeigt eine Seitenansicht des
Antriebs der Schäfte; Fig. 16 stellt die Vorderansicht der Vorrichtung gemäß Fig.
15 zum Teil im Schnitt dar; Fig. 17 ist die Draufsicht der Vorrichtung gemäß Feg.
15 und; 16: zum Teil im Schnitt gemäß Linie XVII-XVII der Fig. 16; Fig. 18 zeigt
eine Ansicht von unten einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schützens; Fig.
i9 stellt die Seitenansicht des Schützens gemäß Fig. 18 mit einem Längsschnitt einer
Einzelheit des Webstuhls dar; Fig. 2o ist die Vorderansicht des Schützens mit einem
Querschnitt der Einzelheit des Webstuhls gemäß Fi:g. i9; Fig.21 zeigt die schematische
Vorderansicht einer anderen Ausführungsform der Erfindung; Fig. 22 stellt die Draufsicht
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung dar; -Fig.23 ist die schematische Draufsicht
einer vierten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Webstuhls.
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Gleiche-.Bezugsnummern weisen bei sämtlichen Ausführungsformen auf
gleiche Einzelheiten hin. Wie aus Fig. i bis 3 ersichtlich, sind amGestell 30 der
dargestellten Ausführungsform des erfindungsgemäßen mechanischen Webstuhls zwei
Kettenbäume 31 gelagert, von welchen zwei senkrechte Systeme von Kettenfäden 32
über Tragrollen 33 und Streckrollen 34 .durch je einen Schaft 35 und je ein Riet
36 über Tragrollen 37 zu Warenbäumen 38 geführt werden. Zwischen Riet 36 und Tragrollen
37 geht der Stoff über Zugspanner (Breithalter) 39"deren Form und Wirkungsweise
an sich bekannt ist und deshalb nicht näher erläutert wird. In der Höhe der Riete
36 weist das Gestell 30 zwei Fortsätze 40 auf, die als Gehäuse für die Unterbringung
je eines Tragrades 41 an beiden Enden der Maschine ausgebildet sind. Die Gehäuse
40 sind durch bewegliche Deckel 42 abgeschlossen.. Wie insbesondere aus Fig. 4 hervorgeht,
sind die Tragräder 41 an ihrem Umfang mit einer Nut 43 und an ihren beiden Seiten
mit Flansche 44 versehen. Auf diese Weise werden zwei gleichachsige Leitflächen
gebildet, deren jede einem Riemen zugeordnet ist. Jedes der Tragräder 41 trägt dabei
einen äußeren Riemen 45, wobei die Nuten 43 mit inneren Riemen 46 zusammenarbeiten.
Riemenscheiben 47 zwingen die äußeren Riemen 45 entlang des halben Radumfanges an
den Tragrädern aufzuliegen. Ein Schlagen der Riemen 45 wird durch Rollen .48 gedämpft.
Die inneren: Riemen 46 sind durch Riemenscheiben 49 geleitet. jedes Paar von äußerem
Riemen 45 und innerem Riemen 46 schließt einen Kanal 5o ein, der g,-eignet ist,
einen Greiferschützen 51 aufzunehmen und der einen gekrümmten Abschnitt :der Schützenbahn
bildet. Zwischen Kanälen 5o und Rieten 36 sind Einlaßrohre 52 bzw. Auslaßrohre 53
zum Leiten .des Greiferschützens 51 aus den Kanälen 5o in die Riete 36 und umgekehrt
vorgesehen. Die Auslaßrähre 53 sind mit einem dem inneren Riemen. 46 zugekehrten
Flügel versehen, wodurch ein Einlaß 55 für die Einlegun.g des Schützens 51 in die
Maschine entsteht. Die Tragräder 41 sind an Wellen 56 befestigt, welche unterhalb
ihrer Querlager 57 mit Riemenscheiben 58 versehen sind. Jede der Riemenscheiben
58 wird mittels eines Riemens 59 und einer weiteren Riemenscheibe 6o durch einen
gesonderten Dreiphasensynchronmotor von z. B. o,65 PS angetrieben, wobei die Welle
56 und das Tragrad 41 unabhängig vom Antrieb :des anderen Tragrades 41 mit einer
Geschwindigkeit von etwa iooo U/min in Umlauf versetzt werden. Die Abmessung,-n
der Tragräder 41 sind derart bestimmt, daß die äußeren Riemen 45 mit einer Geschwindigkeit
von etwa 35 m/sec ihre Kreislaufbewegung ausführen.
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Ein Elektromotor von z. B. 1,5 PS bildet den Antrieb der Schäfte 35
und der Riete 36, deren Bewegung von Hauptwellen 63 abgeleitet wird. Zu diesem Zweck
trägt die Welle 64 des Elektromotors 62 eine Riemenscheibe 65, die mittels eines
Riemens 66 eine Riemenscheibe 67 an der Welle 68 antreibt. Ein Ritzel 69 an der
Welle 68 vermittelt die Umdrehung einerseits durch eingreifende Ritzel 70 und 71
zu einer der Hauptwellen 63, die ihrerseits mittels eingreifender Ritzel 73 und
.74 die zug; ..-ordnete Schaftwelle 72 antreibt, andererseits durch Ritzel 75 auf
die andere Hauptwelle 63, die ihrerseits mittels -eingreifender Ritzel 76 und 77
die andere Schaftwelle 72 antreibt. Die Abmessungen sind. derart bestimmt, daß die
Hauptwellen 63 bzw. die Schaftwellen 72 mit 3oo bis -32o bzw. i 5o bis 16o U/min.
angetrieben werden. Jede der Schaftwellen 72 trägt eine Riemenscheibe 78, die mittels
eines Riemens 79 und einer Riemenscheibe 8o sowie einer Reihe von eingreifenden
Ritz-,In 81, 82, 83, 84, 85, 86 die Tragrollen 37 und den zugeordneten -Warenbaum
38 antreibt, wobei die Getriebe der beiden Warenbäume 38 an einander gegenüberli,egend,-.n
Enden der Maschine angeordnet sind. An jeder der Hauptwellen 63 ist eine nicht .dargestellte
Nockenscheibe angeordnet; die mit einem Arm 87 eines Winkelhebels zusammenarbeitet,
an dessen anderem Arm 88 die Streckrolle 34 gelagert ist. Der Winkelhebel 87, 88
selbst ist bei 89 am Gestell 30 der Maschine angeordnet.
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Einzelheiten der Riete 36 und ihres Antriebs sind in den Fi.g. 5 bis
7 dargestellt. Die Zähne der Riete 36 bestehen aus besonders ausgebildetenLamellen9o
mit Armen 9i und 92, die eine kanalähnliche Bahn 93 zum Führen des Scbützens 51
im Riet 36 bilden. Die Lamellen 9o weisen vergrößerte Fußteile 94 auf, welche in
eine Nut 95 einer Erweiterung 96 dler Rietwelle 97 eingreifen. Befestigungsschienen
98 halten die Lamellen 9o mittels Kopfschrauben 99 in der Eingriffslage,
so daß nach Entfernung der Kopfschrauben 99 und der Befestigungsschienen 98
die
Lamellen, 9o einzeln auswechselbar sind,. Jede Lamelle 9o weist zwischen ihren Armen
9i und 92 einen Einschnitt ioo auf, um den Schußfad-en ioi -auf zunehmen, wenn der
Schützen 51 die kanalähnliche Bahn, 93 durchläuft. Ein anderer Ausschnitt 1o2 ist
zum Leiten des Schußfade:ns. ioi (Fig. 8) während der Anschlagbewegung der Riete
36 vorgesehen. Mit Bezugsnummer 103 sind Lager der RietwelIen.97 bezeichnet. Die
Rietwellen werden dabei mittels zylindrischer Teile derselben gehaltert, welche
in geeigneten Abständen aus dem erweiterten: Körper 96 der Rietwellen ausgearbeitet
sind.
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Die Schußlage bzw. Anschlaglage -der Riete ist in Fig. 5 mit ausgezogenen
bzw. gestrichelten Linien und in Fig.2 an der linken bzw. rechten Seite der Figur
dargestellt. Um die Riete 36 aus ihren Scbußlagen in ihre Anschlaglage zu verlegen,
ist jede Rietwelle 97 mit einem Kurbelarm io4 versehen. Das freie Ende der Kurbelarme
104 ist bei io5 an einem Ende einer einstellbaren Zugstange io6 angelenkt, wobei
das andere Ende der Zugstange io6 bei 107 mit einem Schwenkarm io8 gelenkig verbunden
ist. Der Schwenkarm io8 selbst ist am Gestell 30 der Maschine gelagert. Der
mittlere Teil des Sthwenkarmes io8 trägt eine Rolle io9, die an der Kante einer
Nockenscheibe iio an :der zugeordneten Hauptwelle 63 aufruht. Die Berührung zwischen
Nockenseheibe no und Rolle iog ist durch ein Paar von Zugfedern i i i gesichert,
welche mittels eines .ihrer Enden über einen Schwenkarm 112 am Gelenk io5 angreifen.
Wie dies insbesondere aus Fig. 6 hervorgeht, sind die anderen Enden der Federn i
i i je mit einem Arm 113 eines zweiarmigen Hebels verbunden. Zwischen dem anderen
Arm 114 dieses zweiarmigen Hebels und .dem Gestell 30 ist eine Druckfeder
115 angeordnet, welche den Hebel 113, 114 entgegen der Wirkung der Feder i i i gegen
einen beweglichen elektrischen Kontakt 116 zu verschwenken trachtet, der geeignet
ist, den elektrischen Stromkreis 117 des Elektromotors 62 und dadurch die Umdrehung
der Hauptwellen 63' zu unterbrechen, falls eine der Federn i i i erschlafft oder
zerbricht. Anstatt der Unterbrechung des elektrischen Stromkreises 117 könnte der
bewegliche elektrische Kontakt i 16 auch derart angeordnet werden, daß er einen
elektrisch--n Stromkreis mit einer Signallampe schließt, wodurch die Betriebsstörung
der Federn i i i angezeigt werden kann. Die Federn i i i sind so bemessen, daß sie
die Druckkraft der Federn 115 überwinden und die Hebel 113, 114 von den Kontakten
116 in der dargestellten Weise fernhalten.
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Wie aus Fig. 7 hervorgeht, erhält die dargestellte Hauptwelle 63 ihre
Drehbewegung mittels einer an sich bekannten elektromagnetischen Kupplung i 18,
deren umlaufender Teil i 19 mit dem Ritzel 75 zusammengebaut ist, während ihr stillstehender
Teil i2o an der Hauptwelle 63 sitzt. Die Hauptwelle 63 ist mit einer an sich bekannten
elektromagnetischen Bremse 12,1 versehen, deren umlaufender Teil 122 mit der Hauptwelle
63 verkeilt ist, wogegen ihr stillstehender Teil 123 am Gestell 3ö der Maschine
befestigt ist. Bezugsnummer 124 bezeichnet einen elektrischen Stromkreis, der eine
Gleichstromquelle i25 mit den Polen 126, 127 bzw. 128, 129 der elektromagnetischen
Kupplung 118 bzw. Bremse i21 verbindet. Die erwähnten elektromagnetischen Mittel
sind derart bemessen, .daß sie bei einer Spannung von z. B. 6 bis 12 Volt der Gleichstromquelle
125 eine Arbeit von z. B. 20 mkg zu übermitteln imstande sind.
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Der elektrische Stromkreis 124 bzw. dessen Schaltung geht insbesondere
aus Fig.8 hervor. Um den Stromkreis 124 abwechselnd auf .die elektromagne-. tische
Kupplung 118 bzw. Bremse 121 umschalten zu können, ist ein Zweipolschalter
130 vorgesehen, dessen beweglicher Kontakt 131 mit dem positiven Pol 132
der Gleichstromquelle, 125 verbunden ist. Feste Kontakte 133 bzw. 134 des Zweipolschalters
130 sind mit den Polen 126 bzw. 128 der elektromagnetischen Mittel i 18 bzw.
121 verbunden, deren beide anderen Pole 127 bzw. 129 an dem negativen Pol 135 der
Gleichstromquelle 125 angeschlossen sind. Der bewegliche Kontakt 131 ist mit einer
Stoßstange 136 gelenkig verbunden, der mit zwei weiteren Stoßstangen 137 und 138
ein Kniegelenk bildet. Stoßstange 137 ist dabei mit dem Gestell 30 der Maschine
gelenkig verbunden, wogegen Stoßstange 138 unter der Wirkung einer ebenfalls am
Gestell 3o. der Maschine aufruhenden Feder 139 steht. Der Mittelpunkt i.4o des Kniegelenkes
verbindet die freien Enden der Stoßstangen 136, 137, 138 miteinander und stößt gegen
einen beweglichen Klotz 141. Dieser ist durch einen elastischen Arm 142 eines zweiarmigen
Hebels gehaltert, dessen anderer Arm 143 mit einer Stange 1..1..1 gelenkig verbunden
ist. Die Stange 144 wird in an sich bekannter und deshalb nicht dargestellter Weise
durch Fühler für die Kettenfäden betätigt. Der bewegliche Klotz 141 bildet ferner
den Anschlag für das eine Ende eines Schwenkarmes 145, der am Klotz 141 gegenüber
dem Gelenk i.[o aufliegt. Der Schwenkarm 145 ist mittels einer Stoßstange 146 mit
-dem einen Arm 147 eines am Gestell 3o der Maschine gelagerten zweiarmigen Hebels
gelenkig verbunden. Der andere Arm 148 dieses Hebels ist als eine Taste zum Betätigen
durch :den Schützen 51 ausgebildet. Eine am Gestell 30 der Maschine verankerte Feder
149 trachtet einerseits den zweiarmigen Hebel 147, 148 entgegen dem Uhrzeigersinn
gegen einen Anschlag i5o, anderseits den Schwenkarm 145 im Uhrzeigersinn gegen einen
Anschlag 151 zu verschwenken, wobei beide Anschläge i 5o und 151 am Gestell
30 der Maschine befestigt sind. Die Taste 148 ist derart angeordnet, daß
sie erst niedergedrückt wird, wenn der Schützen 51 die Bahn 93 im Riet 36 bereits
verlassen hat. An seinem dem Klotz 141 abgewandten Ende ist der Schwenkarm 145 mit
einer Leitstange 152 gelenkig verbunden. Ein Führungskörper der Leitstange 152 ist-
mit Bezugsnummer 153 bezeichnet. Das freie Ende der Leitstange 152 liegt an einem
beweglichen Anschlag 154 auf, der den einen Arm eines zweiarmigen Hebels bildet.
Der andere Arm 155 dieses
Hebels ist als ein Fühler für den Schußfaden
ior ausgebildet. Es ist offensichtlich, daß anstatt der Leitstange 152 auch eine
umlaufende Welle verwendet werden könnte, wobei das eine Ende dieser Welle ein mit
einer verzahnten Kante des Hebelarmes 154 eingreifendes Ritzel, ihr anderes Ende
dagegen einen beweglichen Anschlag zum Eingreifen mit ,den Schwenkarm 145 tragen
würde. Durch eine derartige Anordnung könnte das Trägheitsmoment des Bestandteils
152 nötigenfalls wesentlich erniedrigt werden. Der zweiarmige Hebel 154, 155 ist
an einem gegabelten Arm 156 verschwenkbar gelagert, der seinerseits an der Rietwelle
97 befestigt ist. Mit Bezugsnummer 157 ist ein Gelenk bezeichnet, das einerseits
den zweiarmigen Hebel 154, 155, anderseits einen weiteren gegabelten zweiarmigen
Hebel lagert, wobei die Arme 158 des letzteren Hebels durch einen- Steg 159 miteinander
verbunden sind. Die Arme 158 können daher den zweiarmigen Hebel 154, 155 im Uhrzeigersinn
verschwenken, wobei eine am Arm 156 bei i62 verankerte Feder 161 den anderen Arm
16o dieses Hebels in ,die eine von zwei äußersten Lagen zu verschwenken trachtet.
In der in Fig. 8 dargestellten Ausgangslage des Armes 16o trachtet die Feder 161
den Arm i6o entgegen -dem Uhrzeigersinn derart zu verschwenken, daß der Arm 16o
mit seinem Ende an einem Hebelarm 163 aufliegt." In der anderen äußersten Lage trachtet
die Feder 161 den Arm 16o im Uhrzeigersinn zu verschwenken, wobei der gegabelte
Hebelarm 158 mit seinen Lappen 164 gegen den gegabelten Arm 156 verschwenkt wird
und den Schußfaden ioi, den der Schützen 51 entlang einer Reihe der Ausschnitte
io2 in den Rietlamellen 9o eventuell mitgebracht hat und der jetzt in ähnlichen
Ausschnitten 1o2 des gegabelten Armes 156 liegt, zu beiden Seiten des Armes
155 niederhält. Am einen Zweig des gegabelten Armes 156 ist eine Bremsplatte 165
befestigt, die sich mit dem Ende des Fühlers 155 berührt und ein Rückspringen des
letzteren beim Aufschlag am Schußfaden ioi verhindert. Der Arm 163 ist an einer
Welle 166 befestigt, deren Lager mit Bezugsnummer 167 bezeichnet und am Gestell
30 der Maschine befestigt ist. An ihrem dem Arm 163 abgewandten Ende trägt die Welle
166 einen zweiarmigen Hebel, wobei eine Zugfeder 169 den einenArm 168 dieses Hebels
gegen einen Anschlag 170 zu verschwenken trachtet. Der andere Arm 171 ist
als ein Anschlag für einen Arm 172 eines weiteren zweiarmigen Hebels ausgebildet,
dessen anderer Arm 173 als eine der Taste 148 ähnliche Taste ausgebildet ist und
ebenfalls durch den Schützen 51 niedergedrückt werden kann. Eine andere Zugfeder
174 trachtet -den zweiarmigen Hebel 1721, 173 entgegen demUhrzeigersinn zu verschwenken,
wobei der Arm .173 des Hebels an einem Anschlag 175 aufliegt. Wie aus der Zeichnung
hervorgeht, sind die Anschläge 170, 175 bzw. die Zugfedern 169, 174 am Gestell 3o
der Maschine befestigt bzw. verankert, und auch der zweiarmige Hebel 172, 173 ist
am Gestell 30 angeordnet. Mit dem Gestell 30 ist ferner ein zweiarmiger
Hebel gelenkig verbunden, wobei eine Feder 177 den einen Arm 176 dieses Hebels im
Uhrzeigersinn gegen einen Anschlag 178
zu verschwenken trachtet. Der andere
Arm 179 dieses Hebels ist mit einem Ansatz 18o versehen, der geeignet ist, bei Verschwenkung
der Rietwelle97 entgegen dem Uhrzeigersinn mit dem Endteil des Fühlers 155 in Eingriff
zu kommen, wie dies nachstehend beschrieben wird. Sowohl der Anschlag 178 als auch
die Zugfeder 17 sind am Gestell 3o, der Maschine .befestigt.
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Der bewegliche Kontakt 131 des Zweipolschalters 130 ist mit
dem einen Ende einer Stoßstange 181 verbunden., deren Lager mit der Bezugsnummer
182 bezeichnet sind. Die freie Stirnfläche 183 der Stoßstange 181 arbeitet mit der
ähnlicherweise freien Stirnfläche 184 einer anderen Stoßstange 185 zusammen,- die
in Lagern 186 geführt ist. Das andere Ende der Stoßstange 185 ist im einen Arm 187
eines am Gestell 30 der Maschine bei 188 angeordneten zweiarmigen Hebels
gleitend geführt, wobei eine am Gestell 30 der Maschine verankerte Zugfeder 189
den zweiarmigen Hebel im Uhrzeigersinn zu verschwenken trachtet. Die Stoßstangen
181 und 185 sind so bemessen, daß zwischen den Stirnflächen 183 und 184 ein Spalt
igo verbleibt, der größer ist als der Abstand igi zwischen den einander zugecrdneten
Kontakten 131 bzw. 133 und 13q.. Der andere Arm 192 des zuletzt erwähnten zweiarmigen
Hebels ist mit einer Gleitstange 193 verbunden, an deren oberem Ende eine Rolle
i94igelagert ist, die an der Kante einer an der Hauptwelle 63 befestigten Nockenscheibe
195 aufruht. Die Gleitstange 193 ist dabei durch Führungskörper 196 gelagert. Die
Nockenscheibe 195 ist so ausgebildet, daß die längsgerichtete Verschiebung der Stoßstange
185 genügt, den beweglichen Kontakt 131 über seine Mittelstellung, in welcher die
Stoßstangen 137 und 138 ausgerichtet sind, hinaus zu verschieben, so daß die Feder
139 eine Umlegung des beweglichen Kontaktes 131 in seine in Fig.7 voll ausgezogene
Wechsellage bewirkt, wodurch die ursprüngliche Lage des Zweipolschalters 130 wiederhergestellt
ist. Die Nockenscheibe 195 ist außerdem unter einem derartigen Winkel an der Hauptwelle
96 verkeilt, daß die Wiederherstellung der urspünglichen Lage ,des Zweipolschalters
130 lediglich dann stattfindet, wenn das Riet 36 seine ursprüngliche Lage,
in welcher die Schützenbahn 93 mit den Einlaß- bzw. Auslaßrohren 52 bzw. 53 ausgerichtet
ist, wieder einnimmt.
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Beim Eingangsende der Schützenbahn 93 trägt die Hauptwelle63 eine
Nockenscheibe ig7, die mit dem einen Arm 198 eines am Gestell 3o bei i99 angeordneten
Winkelhebels zusammenarbeitet: Der andere Arm 2bo dieses Hebels ist mittels einer
Stange 201 mit dem Betätigungsarm 2o2 einer am Gestell 30 der Maschine bei
2o4 angeordneten Nockenscheibe 2o3 gelenkig verbunden. Die Nockenscheibe
203 ruht an der Kante einer Rolle 205 auf, die an der schwenkbaren
Flanke 2o6 des den Schützen 51 vor dem Eintritt in die Schützenbahn 93 im Riet 36
führenden Einlaßrohres 52 gelagert ist. Eine am Gestell 30 der Maschine verankerte
Zugfeder 207 trachtet die schwenkbare Flanke 2o6
um einen
Zapfen 2o8 im Urzeigersinn gegen einen Anschlag Zog zu verschwenken, wobei der Anschlag
Zog mit dem Deckel 2io des Einlaßrohres 5:2, ein Stück bildet. Die Nockenscheibe
197 ist derart ausgebildet und auf der Hauptwelle 63 unter einem Einstellwinkel
derart angeordnet, daß die Flanke 2o6 mittels der Nockenscheibe 2o3 und der Rolle
2o5 gegen die Feder 2o7 entgegendem Uhrzeigersinn verschwenl:t wird und dabei die
Bahn 2,11 des Schützens 51 im Einlaßrohr 52 während der Rietbewegung verengt, so
daß der Schützen 51, der während dieser Bewegung im Einlaßrohr 52@ ankommt, dort
steckenbleibt.
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Eine ähnliche Anordnung von Betätigungsmitteln 118 bis 211 ist für
das Zwillingssystem vorgesehen, wobei die Zwillingshauptwelle 63 mittels des Ritzels
70 (Fig. 2 und 7) und des mit diesem eingreifenden Ritzels 71 (Fig. 2) angetrieben
wird, da das Ritzel 71 ähnlich wie das Ritzel 75 mit dem umlaufenden Teil i ig der
zugeordneten elektromagnetischen Kupplung 118 zusammengebaut ist. Der elektrische
Stromkreis 117 ist dagegen für beide Systeme gemeinsam, da die Antriebsmittel
62 bis 6g ,derselben ebenfalls gemeinsam sind, wie dies aus der Zeichnung
hervorgeht. Die freien Pole in Fig. 7 des elektrischen Stromkreises 117 zeigen die
Anschlußstelle des dem Zwillingssystem zugeordneten Stromkreises 117 an.
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Wie aus Fig. g und io hervorgeht, ist der stillstehende Schenkel 212
einer Schere mittels seines Fußteiles durch den erweiterten Körper 96 der
Rietwelle 97 und durch die Befestigungsschienen 98 umgeschlossen.
Der arndere Schenkel der Schere ist mit 213 bezeichnet und bildet den einen Arm
eines Winkelhebels, dessen -anderer Arm 214 mittels eines Zapfens 215 in der Gleitnut
216 eines am Gestell 30 der Maschine gehalterten Führungskörpers 2i7 geführt ist.
Die beiden Schenkel 212 und 213 der Schere sind mittels eines Zapfens 2i8 aneinander
angelenkt. Am oberen Ende des Führungskörpers 217 ist eine Zugfeder Zig verankert,
wobei das andere Ende der Feder Zig mit dem einen Arm 22o eines am Gestell 30 der
Maschine bei 221 angeordneten zweiarmigen Hebels gelenkig verbunden ist. Der andere
Arm 222 dieses zweiarmigen Hebels ist als ein Fadenführer mit einem Öhr 223 ausgebildet.
Außerdem ist der Arm 222 mit einem Führungsstift 224 ausgestattet, der mit einer
Nut 225 eines Schwenkarmes 226 eingreift, wobei der Schwenkarm 226 bei 227 mit einem
am Gestell 3o der Maschine bei 22g angelenkten Schwenkarm 2-28 gelenkig verbunden
ist. Der Schwenkarm 228 ist ferner mittels eines Gelenkes 23o mit dem einen Ende
einer Leitstange 231 verbunden, deren anderes Ende bei 232 an einem Arm 233 befestigt
ist, wobei der Arm 2,33 am erweiterten Körper 96 der Rietwelle 97 mittels
einer Befestigungsschiene 98 durch die Rietwelle 97 gehaltert wird,
ähnlich wie die Lamellen go und der ortsfeste Schenkel 212 der Schere. Das freie
Ende des Schwenkarmes 228 ist als ein Fadenhalter ausgebildet, der aus einem bei
235 am Arm 228 angelenkten schwenkbaren Finger 234 und einer Feder 236 besteht,
die den Finger 234 im Uhrzeigersinn gegen einen geeignet ausgebildeten Endteil 237
des Armes 228 zu verschwenken trachtet. Der Finger 234 bildet den einen Arm eines
zweiarmigen Hebels, dessen anderer Arm 238 mit einem Stift 239 versehen ist,
durch den der Finger 234 gegen die Feder 236 entgegen dem Uhrzeigersinn derart verschwenkt
werden kann, daß ein zwischen Finger 234 und Endteil 237 festgehaltener Faden losgelassen
wird. Um diese Verschwenkung des Hebels 237, 238 herbeizuführen., ist eine Federplatte
240 vorgesehen und am Gestell 30 der Maschine mittels eines Stiftes 241 befestigt.
Ein ebenfalls am Gestell 30 der Maschine angebrachter Anschlag 242 begrenzt die
Bewegung der Federplatte 24o im Uhrzeigersinn.. Sowohl die Abmessungen als auch
die Anordnung sind derart, daß der Stift 239 bei Hebung an der rechtsseitigen
Flanke der Federplatte 24o aufschlägt und eine Verschwenkung des Fingers 234 entgegen
dem Uhrzeigersinn herbeiführt. Bei abwärts gerichteter Bewegung gleitet dagegen
der Stift 239 an der linksseitigen Flanke der Federplatte 240, wodurch die
letztere entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird und den Finger 234 ebenfalls
im Uhrzeigersinn, zu verschwenken trachtet, wodurch der Finger 234 am Endteil 237
des Schwenkarmes 228 zum Aufliegen kommt. Um den Schußfaden ioi in seine Ausgangslage
zu führen, in welcher dieser quer über die Bahn des Schützens 51 ausgespannt ist,
dient eingegabelterFadenführer, dessen Stengel bzw. Zweige mit denBezugsnummern
243 bzw. 244 und 245 bezeichnet sind, wobei der Fadenführer mittels seines Stengels
243 am Gestell 3o der Maschine befestigt ist. -Der Vergabelungspunkt 246 ist derart
angeordnet, daß in der dargestellten Lage der Vorrichtung das Ohr 223 und
der Vergabelungspunkt 2.a.6 eine gerade Linie bestimmen, die der Schußlage des Schußfadens
ioi vor der Schützenbahn 93 entspricht. Eine andere Schere mit einer entsprechenden
Betätigungsvorrichtung ist auch beim Ausgang der Schützenbahn 93 zwischen Riet 36
und Hebelsystem 154 bis 164 angeordnet.
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Eine ähnliche Vorrichtung 212 bis 246 zum Führen und Abschneiden des
Schußfadens ist auch für d as Zwillingssystem vorgesehen.
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Gemäß Fig. i i bis 14 werden die aus dem Riet 36 an beiden Enden desselben
heraushängenden Enden des Schußfadens ioi durch zwei Schenkel 247 und 248 eines
Fadenhalters 249 festgenommen. Die Schenkel 247 und 248 sind mittels eines Stiftes
25o aneinander angelenkt. Der Schenkel 2q.7 weist einen Arm 251 auf, während der
Schenkel 248 in eine Gleitstange 252 verlängert ist, die den Stengel des Fadenhalters
249 bildet. Zwischen1 Arm 25i und Gleitstange 252 ist eine nicht dargestellte" Druckfeder
angeordnet, welche .die Schenkel 247 und 248 in ihre Schließlage zu verschwenken
trachtet. Die Gleitstange 252 ist einerseits in einem Gleitlager 253, anderseits
in Nuten 254 von Führungsplatten 255 gelagert .und greift zwischen den Führungsplatten
255 mit einem geneigten Durchluß 256 im Steg eines H-förmigen Schiebers 257 ein.
Das Gleitlager 253 ist mit einem ähnlicherweise geneigten
Durchläß
258 für den Eingriff mit dem Endteil der Gleitstange 252 versehen, so-daß cliese
eine inFig. i i mit gestrichelten Linien dargestellte Lage einnehmen kann. Die Führungsplattenz55
weisen einen gemeinsamen Fußteil auf, mittels dessen sie am Deckel 2io des Einlaßrohres
52 befestigt sind. Am Einlaßrohr 52 ist ein Ausleger 259 befestigt. Am oberen Ende
des Auslegers 259 ist eine Stellschraube 26o angebracht, die bestimmt ist, am Arm
z51 anzuschlagen und. dadurch diesen Arm gegen -die Wirkung der erwähnten Druckfeder
entgegen dem Uhrzeigersinn zu verschwenken und die Schenkel 247 und 248 des Fadenhalters
249 zu öffnen, wenn die Gleitstange 252 auf der Zeichnung nach links verschoben
wird.
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Um die Gleitstange 2,52 in abwechselnder Längsrichtung zu bewegen
und dabei auch dem Fadenhalter 2q:9 eine ähnliche Bewegung zu erteilen, ist ,die
Schaftwelle 72 mit einer Nockenscheibe 261 ausgerüstet. In der Nockenscheibe261
ist eine Stirnuut 262 etwa von der Form einer Lemmiskate vorgesehen, in welcher
eine Rolle 263 geführt ist. Die Rolle 263 ist an einem Schubrahmen 264 gelagert,
,dessen Gleitlager 265 am Gestell 30 der Maschine befestigt ist. Mittels
einer Triebstange z66 ist der Schubrahmen 264 mit einem Kurbelarm 267 einer Welle
268 gelenkig verbunden, deren Lager 269 am Gestell 30 der Maschine befestigt
sind. An ihrem ,dem Kurbelarm 267 abgewandten Ende der Welle 268 ist an dieser ein
anderer Kurbelarm 270 angeordnet, der mit der Gleitstange 252 zusammenarbeitet.
Zu diesem Zweck ist das freie Ende des Kurbelarmes 270 gabelförmig ausgebildet,
wobei die beiden Schenkel der Gabel mit Nuten 271 versehen sind, die mit einem Stift
272 an der Gleitstange 252 zusammenarbeiten, so daß bei Schwenkbewegung -des Kurbelarmes
27o die Gleitstange 252 entlang ihrer Achse in abwechselnder Richtung mitgenommen
wird.
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Um den Fadenhalter 249 aus der Bahn der Schere 21z, 214. des Schwenkarmes
2i8 und .des Armes 22z (Fig.9 und i o) bei Anschlagbewegung des Rietes 36 zu entfernen,
ist der die Gleitstange 252 zwischen den Führungsplatten 251 tragende SChieb#-r
257 mit einem Ausschnitt 273 versehen, der mit einem Arm 274 eines am Gestell 30
der Maschine bei 275 an,-elenkten Winkelhebels im Eingriff steht: Der andere Arm
276 dieses Winkelhebels ruht an der Kante einer Nockenscheibe 277 auf, die, ähnlich
wie die Lamellen 9o (Fig. 5) und der Arm 23.3 (Fig. 9), mittels der Befestigungsschienen
98 an der Rietwelle 97 befestigt ist. Eine am Gestell 3o der Maschine verankerte
Zugfeder .278 trachtet den Winkelhebel 274, 276. entgegen dem Uhrzeigersinn zu verschwenken.
Es ist offenbar, daß, wenn, die Rietwelle 97 im Uhrzeigersinn gedreht wird, der
Winkelhebel 274, 276 gegen die Feder 278 eine Verschwenküng ebenfalls im Uhrzeigersinn
ausführt, wobei der Arm 274,des Hebels 274, 276 den Schieber 257 zwischen den Führungsplatten:
255 aufwärts bewegt, so daß die Gleitstange 252- und dabei auch der Fadenhalter
24.9 ihre geneigte Lage einnehmen. Wenn dagegen die Rietwelle 97 entgegen,dem Uhrzeigersinn
verschwenkt wird, führt der Winkelhebel 27q., 276 eine Bewegung ebenfalls;
entgegen dem Uhrzeigersinn aus, so daß der Schieber 257 durch ,den Arm 274 zurückgezogen
wird und die Gleitstange 252 mit dem Fadenhalter 249 in ihre ursprünglichen Lagen
zurückführt. Der am anderen iEnde der Maschine angeordnete Fadenhalter 249 wird
durch Zugdrähte 279 bzw. 28o, die an Kurbelarmen 281 bzw. z82 befestigt sind, betätigt.
Diese Kurbelarme sind am dargestellten Enideder Maschine an der Welle 268, am nichtdargestellten
Ende derselben dagegen an einer Zapfwelle befestigt. Auf diese Weise genügt es,
die Betätigungsmittel 261 bis 2,68 lediglich an einem Ende der Maschine vorzusehen.
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Eine gleiche Vorrichtung 247 bis 282 für die Einlegung der Schußfadenenden
ist auch für das Zwillingssystem angeordnet.
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In Fig. 15 bis 17 bezeichnet die Bezugsnummer 283 Schaftrahmen
für die an sich bekannte Halterung der Schäfte 35. Jeder Schaftrahmen 283 ist bei
284 mit einem Wagen gelenkig verbunden. Der Wagen besteht aus: einem zweiteiligen
Bügel 285, der die zuggeordnete Schaftwelle 72 überbrückt. An den Enden der Bügel
285 sind Rollen 286 paarweise angeordnet, die zwischen zwei Führungsplatten 287
laufen und eine abwechselnde längs gerichtete Bewegung der Bügel 285 ermöglichen.
Jedes Paar von Rollen 286 weist eine gemeinsame Achse 288 auf, .auf welcher zwischen
den beiden Teilen der Bügel 285 eine weitere Rolle 289 gelagert ist, deren Abmessungen
mit jenen der Rollen 286 übereinstimmen. Oberhalb und unterhalb der Bahn der Rollen
289 sind die Führungsplatten 287 mit Ausschnitten 29o versehen, in deren jedem die
Rollen 289 an der Kante von Nockenscheiben 291 bzw. 292 aufliegen. Die Nockenscheiben291
und 292. sind an der Schaftwelle 72 befestigt und derart ausgebildet, daß, der Abstand
aller diagonal einander gegenüberliegendenPunkte -der Scheibenkante gleich dem Abstand
zwischen den, zylindrischen Flächen zweier einander gegenüberliegenden und derselben
Nockenscheibe 291 bzw. 292 zugeordneten Rollen 289 gleich ist. Auf diese Weise ist
bei der Drehbewegung derSchaftwelle72 dieBewegung derWagen 285, 288, 289 und da-durch
auch die der Schaftrahmen 283 im Sinne einer abwechselnden längs gerichteten Verlegung
der Schäfte 35 zwangsläufig gesteuert. Die Nockenscheibe 291 weist größere Abmessungen
und dadurch eine größere Exzentrizität auf als die Nockenscheibe 292, so daß die
zugeordneten Schaftrahmen 283 verschiedene längs geri@htetel-\erlegungen ausführen,
wodurch -die gleiche Spannung der Kettenfäden bei der Fachbildung gesichert wird.
Falls die Höhe der Webelitzen 293 der Schäfte 35 z. B. 2 mm beträgt, bilden die
beiden Gruppen von Schäften 35 ein Doppelfach von der Höhe von 36 bzw. 46 mm. Wie
aus der Zeichnung hervorgeht,' sind die Führungsplatten 287 mittels eines Zwischenträgers
294 am Gestell 3o der Maschine befestigt.
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Ein symmetrischer Teil der letztbeschriebenen Vorrichtung, -der zum
Teil auch in Fig. 15 und 17 dargestellt ist und aus einer Reihe von Bestandteilen
283
bis 294 besteht, dient zur Betätigung der Schäfte des Zwillingssystems.
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Fig. 18 bis 2o zeigen den Greiferschützen 51, der an seiner Stirnseite
mit einem Querspalt 295 zum Führen des Schußfadens versehen ist. An derUnterseite
des Schützers 51 ist eine Längsnut 296 vorgesehen, die eine sich mit dem Querspalt
295 beim Boden des letzteren z.umTeil schneidendeVertiefung 297 aufweist. Bei den
sich schneidenden Abschnitten des Querspaltes 295 und der Längsnut a96 ist in der
Vertiefung 297 ein Fadengreifer 298 angeordnet, der als ein zweiarmiger Hebel ausgebildet
und bei 299 am Körper des Schützers 51 angelenkt ist. Der andere Arm 300
des zweiarmigen Hebels ist an seinem Ende aufgeschlitzt. Das aufgeschlitzte Ende
des Armes 3oo bildet die Raste für das eine Ende einer Blattfeder 301, deren anderes
Ende im Boden .der Vertiefung 297 eingebettet ist. Es ist offensichtlich, daß die
Blattfeder 3oi den zweiarmigen Hebel 298,300 im Uhrzeigersinn zu verschw
enken trachtet, wodurch der Fadengreifer 298 an der oberen Wand des Querspaltes
295 aufliegt. Der Hebelarm 300 arbeitet mit einem Führungsrücken 30.2 zusammen,
der im Auslaßrohr 53 am Ausgang der Schützenbahn 93 (Fig. 2 und 7) angeordnet ist
und als eine Feder in die Längsnut 296 des Schützers eingreifen kann.
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Der Boden der Einlässe 55 (Fig.2) neigt sich gegen den Kanal 5o, wobei
der Einlaß 55 mit einem nicht dargestellten Deckel versehen ist, der eine Einlaßöffnung
von einer dem Umriß des Schützers 5 1 in Fig.18 entsprechenden Gestalt aufweist.
Auf diese Weise ist es unmöglich, den Schützen 51 in einer unrichtigen Lage in die
Maschine einzulegen. Außerdem sind nicht dargestellte Weichen vorgesehen, welche
die Einlässe 55 mit der Hauptbahn des Schützüns 51 verbinden. Diese Weichen sind
durch nicht dargestellte Knöpfe einstellbar, so daß entweder die Einlässe 55 oder
die Schützenbahnen 93 mit den Kanälen 50 verbunden werden. In der Bewegungsrichtung
des Schützers 51 sind die Weichen nachgiebig angeordnet, so daß der Schützen 51
in dieser Richtung die Weichen unabhängig von der Einstellung derselben durchlaufen
kann.
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Der Webstuhl ist mit einem Mantel 303 versehen (Fig. a). Schutzplatten
zum Abdecken der Ränder der Schäfte 35 sind mit der Bezugsnummer 304 bezeichnet
(Fig. i und 2). Die Scharen der Kettenfäden . sind durch Schutzbretter 3o5 abgedeckt
(Fig. 2). Die Vorrichtungen zum Führen und Abschneiden der Schußfäden (Fig.9 und
io) bzw. zum Einlegen der Schußfadenenden (Fig 11 bis 14) sind durch Schutzdächer
3o6 bedeckt (Fig. 3). Die Wellen 56 der Tragräder 41 (Fig. i und 2) sind mit nicht
dargestellten handbetätigten Antrieben versehen, durch welche sie in beliebigem
Sinn gedreht werden können. Die Bezugsnummern 307 und 308
bezeichnen
Schalttafeln an beiden Enden der Maschine (Fig. i). Die Schalttafeln 307
und 308 sind mit Ausschaltknöpfen zum Unterbrechen des elektrischen Stromkreises
117 für den Motor 62 bzw. des elektrischen Stromkreises 310 für die Motoren
61 (Fig. 7) ausgerüstet, wobei Signallampen 311 bzw. Signalfenster 312 zum Anzeigen
von Betriebsstörungen im allgemeinen oder in ihren Einzelheiten vorgesehen sind.
Ein Einschaltknopf 313 ist ,dagegen lediglich an der Schalttafel 307 vorgesehen,
welche dem Eingangsende des Riet-es 36 zugeordnet und. in Reichweite vom Einlaß
55 für den Schützen 51 angebracht ist.
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Gleiche Anordnungen307 bis 313 sind auch für das Zwillingssystem der
Maschine vorgesehen.
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Die Wirkungsweise der dargestellten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Webstuhls ist die folgende: Einer der Einschaltknöpfe 313 wird niedergedrückt, wodurch
die elektrischen Stromkreise 117 und 310 der Motoren 62 bzw. 61 eingeschaltet und
die Tragräder 4i im Uhrzeigersinn in Umdrehung versetzt werden, wie dies durch die
Pfeile 314 in Fig. 3 angedeutet ist. Die drehbaren Teile 119 der elektromagnetischen
Kupplungen i 18 laufen dabei entgegen dem Uhrzeigersinn bzw. im Uhrzeigersinn um,
wie dies aus Fig. 2 und 7 ersichtlich ist, in. welcher die Pfeile 315 und 316 den
Drehsinn der Zwischenwelle 68 bzw. des Ritzels 7o, während die Pfeile 317 bzw. 318
den Drehsinn der drehbaren Teile i i9 andeuten. Da die elektrischen Stromkreise
124 der elektromagnetischen Mittel über die elektromagnetische Bremse 12.1 geschlossen
sind, steht dieHauptwelle63vorderhandstill, sodaß weder die Rietwellen 97 noch die
Schaftwellen 72
in Umlauf versetzt werden. Die Riete 36 und die Schäfte 35
nehmen dabei ihre Grund- oder Ausgangslage ein.
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Der Greiferschützen 51 wird in einer vorausbestimmten Lage in die
oben beschriebene Einlaßöffnung im Deckel des einen Einlasses 55 gelegt, wie dies
in Fig. 3 durch gestrichelte Linien angedeutet ist. Mit Rücksicht auf den geneigten
Bodendes Einlasses 55 nimmt der Schützen 51 dabei eine schräge Lage ein, aus welcher
-derselbe durch einen vorwärts gerichteten Stoß zum Abgleiten in den Kanal 5o gebracht
werden kann. Im Kanal 5o gelangt der Greiferschützen 51 in Berührung mit dem Riemenpaar
45, 46 und wird in den ersten gekrümmten Abschnitt seiner Bahn mitgenommen. Die
dabei entstehende Fliehkraft preßt den Schützen 51 gegen den äußeren Riemen 45,
dessen Geschwindigkeit der Schützen 51 annimmt und den Kanal 5o mit einer Geschwindigkeit
verläßt, die genügend hoch ist, um den Schützen 51 ,durch das Webfach 334 laufen
zu lassen, wie dies durch die Pfeile 319 in Fig. 3 und 7 angedeutet ist. Der Schützen
51 läuft dabei durch das Einlaßrohr 52 am entsprechenden Ende der Maschine, ohne
.darin stecken-zubleiben, da das zugeordnete Riet 36 in seiner Ausgangslage `weilt,
in tvelcher die Schützenbahn 93 sowohl mit denn Einlaßrohr 52 als auch mit dem Auslaßrohr
53 ausgerichtet ist, so. daß die schwenkbare Flanke 2o6 des Einlaßrohres 52 ihre
äußerste Lage einnimmt, in der die Durchgangsbahn 211 von normaler Breite ist (Fig.7).
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Zwischen Einlaßrohr 52 und Schützenbahn 93 im Riet 36 durchläuft der
Schützen 51 die Vorrichtung zum Führen und Abschneiden des Schußfadens (Fig. 9 und
io) und die Vorrichtung zum Einlegen
der Fadenenden (Fig. ii bis
14). Die Vorrichtung zum Führen und Abschneiden der Fadenenden ist in der in Fig.
9 dargestellten Weise gefädelt. Der von einer nicht dargestellten Vorratsspule in
Rich-. tung des Pfeiles 337 zugeführte Schußfaden ioi wird im Querspalt 295 des
Schützens 51 durch den Fadengreifer 298 ergriffen, so daß sein durch den Finger
234 und den Endteil 238 des Schwenkarmes 228 festgehaltenes Ende herausgerissen
und der Schußfaden 1o1 durch den Schützen 51 mitgenommen wird. Auf diese Weise gelangt
der Schußfaden 1o1 in die Schützenbahn 93, wobei er im Einschnitt Zoo der Lamellen
go gleitet, um
letzten Endes in den Ausschnitt 1o2 der Lamellen go herabzugleiten
(Fig. 5).
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Beim Ausgang der Schützenbahn 93 durchläuft der Schützen 51 die anderen
Vorrichtungen zum Abschneiden bzyv. Einlegen des Schußfadens bzw. der Fadenenden,
wie dies anläßlich der Fig.7 bis 14 beschrieben worden ist. Nachher gelangt der
Schützen 51 in das Auslaßrohr 53 und drückt die Tasten 173 bzw. 148 gegen die Federn
174 bzw. 149 nieder (Fig. 7 und 8).
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Im Auslaßrohr 53 greift der Führungsrücken 3o2 in die Nut 296 des
Schützens 51 ein und bewirkt eine Verschwenkung des Fadengreifers 298 entgegen dem
Uhrzeigersinn gegen die Feder 301
(Fig. 18 bis 2o), wodurch das mitgebrachte
Ende des Schußfadens toi losgelassen wird.
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Beim Niederdrücken der Taste 173 im Sinne des Pfeiles 32o (Fig. 8)
dreht sich der Arm 172 im Uhrzeigersinn gemäß Pfeil 321 und bewirkt mittels des
zweiarmigen Hebels 168, 171 eine Verschwenkung der Welle 166 gegen die Feder 169
entgegen dem Uhrzeigersinn, wie dies durch den Pfeil 3:22
angedeutet ist.
Die Welle 166 dreht ihrerseits den Hebelarm 163 im gleichen. Drehungssinn 322, wodurch
der zweiarmige Hebel 158, 16o und mittels des Steges 159 auch der zweiarmige Hebel
i54, 1-.55 gegen die Feder 161 im Uhrzeigersinn gemäß- Pfeil 323 verschwenkt
werden. Der Arm 16o wird in seine Wechsellage umgeschnappt, in welcher der Hebelarm
158 am Arm 156 aufliegt. Es ist offensichtlich, daß, wenn der Schützen 51 einen
Schußfaden ioi mitgebracht hat, dieser durch die Lappen 164 der Arme 158 in den
Ausschnitten io2 des gegabelten Armes 156 festgehalten wird. In diesem Fall wird
der Fadenfühler in seiner Verschwenkung im Uhrzei@gersinn aufgehalten, wobei sein
Zurückspringen vom Schußfaden ioi durch die Bremsplatte 165 verhindert wird. Auf
diese Weise bleibt der Anschlag 154 trotz seiner Verschwenkung im Uhrzeigersinn
gemäß Pfeil 323 in Berührung mit dem Ende der Leitstange 152 und verhindert
eine Längsbewegung der letzteren. Wenn dagegen kein Schußfaden quer über den gegabelten
Arm 156 liegt, wird der Fadenfühler 155 soweit verschwenkt, daß der Anschlag 154
die' Bahn der Leitstange 152 verläßt.
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Beim Niederdrücken der Taste 148 im Sinne des Pfeiles 324 (Fig. 7
und 8) dreht sich der Arm 14; .gegen die Feder 149 im Uhrzeigersinn gemäß Pfeil
325 und bewirkt eine linksgerichtete Verlegung der Stoßstange 146, wie dies durch
den Pfeil 326 angedeutet ist. Wenn der Anschlag 154 außerhalb der Bahn der Leitstange
152 liegt, d. h. der Schützen 51 keinen Schußfaden 1o1 mit sich gebracht hat, wird
der Schwenkarm 145 dabei entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt, so daß keine Umschaltung
des Zweipolschalters 130 stattfindet. Es ist offensichtlich, daß, wenn der
Klotz 141 seine Lage zwischen Schwenkarm 145 und Kniegelenk 136 bis 140 mittels
der Stange 144 verläßt, d. h. wenn mindestens einer der Kettenfäden gerissen ist,
eine Umschaltung des Zweipolschalters 13o ebenfalls nicht stattfindet, obwohl der
Schwenkarm 145 in diesem Fall im Uhrzeigersinn verschrvenkt wird. Wenn dagegen der
Anschlag 154 verhindert, daß der Schwenkarm 145 die Leitstange 152 verschiebt, d.
h. der Fadenfühler 155 auf einen Schußfaden 1o1 trifft, und auch der Klotz 141 seine
dargestellte Lage einnimmt, wird der Schwenkarm 145 im Uhrzeigersinn verschwenkt
und bewirkt mittels des Klotzes 141 und des Kniegelenkes 136 bis 14o eine Umschaltung
des Zweipolschalters 130 in seine in Fig. 7 mit gestrichelten Linien dargestellte
Lage, in welcher der elektrische Stromkreis 124 über die Pole 126 und 127 der elektromagnetischen
Kupplung 118 geschlossen ist, während die elektromagnetische Bremse 121 gelöst wird.
Auf diese Weise wird die Hauptwelle 63 im Sinne des Pfeiles 317 in Umlauf versetzt
und bewirkt mittels der Nockenscheibe i io bzw. des Ritzels 76 eine Drehbewegung
der Rietwelle 97 bzw. der Schaftwelle 72.
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Die Nockenscheibe iio dreht mittels der Rolle iog den Schwenkarm i
o8 gegen die Feder 11i entgegen dem Uhrzeigersinn gemäß Pfeil 327, so daß die Zugstange
io6 eine Verschwenkung des Kurbelarmes 104 im. Uhrzeigersinn gemäß Pfeil 3.28 bewirkt,
wodurch das Riet 36 seine Anschlagbewegung auszuführen beginnt. In Fig. 2 ist das
Riet 36 des linksseitigen Systems in seiner Ausgangslage dargestellt, in welcher
das Webfach. offen ist. Das dem rechtsseitigen System zugeordnete Riet -36 nimmt
dabei seine Anschlaglage ein, in welcher das zugeordnete Webfach geschlossen ist.
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Gleichzeitig mit der Rietbewegung wird der stillstehende Schenkel2i2
der Schere beim Eingang. der Schützenbahn 36 (Fig. 9 und io) und mittels der Leitstange
231 das ganze System der Vorrichtung zum Führen und Abschneiden des Schußfadens
im Uhrzeigersinn verschwenkt, wobei die Rietwelle 97 im Sinne des Pfeiles 328 umläuft.
Da der Schenkel 21:4 der Schere im ortsfesten Körper 2i7 geführt ist, gelangt dabei
der bewegliche Schenkel 213 der Schere dem anderen Schenkel 212 immer näher. Der
Schwenkarm 226 dreht den, Arm 22o gegen die Federgig im Uhrzeigersinn, wodurch der
Schußfaden ioi auf den mit Bezugsnummer 329 bezeichneten. Anschlagpunkt zu bewegt
wird. Inzwischen wird der Schußfaden ioit zwischen Riet 36 und Schere 212, 213 mit
dem Fadenhalter 249 in Eingriff gebracht und zwischen der Schere 212, 213 und dem
Öhr 223 durch den Finger 234 ergriffen, nachdem dieser die Federplatte 24o verlassen
hat und in seine Ausgangslage zurückgeschnappt
ist. Nachdem der
Schußfaden ioi zwischen Fadenhalter 249 und Finger 234 ausgespannt worden ist, schneidet
die Schere 2r2, 213 den Schußfaden ioi zwischen Fadenhalter 249 und Finger
234 ab, wobei die losen Enden des Fadens ioi durch den Fadenhalter 249 bzw. durch
den Finger 234 festgehalten bleiben. Nachher erreicht das Riet 36 bald seine Anschlaglage,
die mit der Ausgangslage in Fig. 9 durch gestrichelte Linien angedeutet ist. Die
Gleitnut 225 ermöglicht, daß der zweiarmige Hebel 22o, 222 selbst während des Kreislaufes
des Schützens 51 gehoben und das Ohr 223 gefädelt werden kann, ohne dabei den Webstuhl
anhalten zu müssen, was bei Reißen des Schußfadens ioi vorteilhaft ist. Es ist offensichtlich,
daß die Betätigung des Zwillingssystems dabei nicht gestört wird.
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Beim Ausgang der Schützenbahn 93 wird der gegabelte Arm 156 mit der
Riet-,velle 97 im Sinne des Pfeiles 328, d. h. in Fig. 8 entgegen dem Uhrzeigersinn
verschwenkt. Das Hebelsystem 154 bis 164 hebt dabei das zwischen den Lappen 164
und dem Arm i56 ergriffene Ende des Schußfadens ioi zwischen die Schenkel 247 und
248 des dem Ausgang der Schützenbahn 93 zugeordneten Fadenhalters 249, worauf der
Schußfaden ioi zwischen Riet 36 und Hebelsystem 154 bis 164 durch die obenerwähnte
Schere abgeschnitten, wird. Nachher stößt der Fadenfühler 155 gegen den zweiarmigen
Hebel 176, 179, versch-,venkt diesen gegen die Feder 177 entgegen dem Uhrzeigersinn,
gemäß Pfeil 330 und nimmt nach Erreichung der Anschlaglage der Rietwelle
96 eine Lage oberhalb des Ansatzes 18o des Armes 179 ein.
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Inzwischen haben die an der Rietwelle 97 (Fig. i i bis 14) angeordneten
und sich mit diesen im Uhrzeigersinn drehenden Nockenscheiben 277 an beiden Enden
der Maschine den Winkelhebel 27.4, 276 gegen die Feder 278 ebenfalls im Uhrzeigersinn
gemäß Pfeil 331 verschwenkt, wodurch. die Schieber 257 zwischen den Führungsplatten
255 gehoben werden und die Gleitstangen 252 in ihre in Fig. i2 mit gestrichelten
Linien dargestellte geneigte Lage verlegen, so daß während der Anschlagbewegung
die Fadenhalter 249 aus der Bahn der Vorrichtung zum Führen und Abschneiden des
Schußfadens (Fig. 9 und io) bzw. der Vorrichtung 154 bis 164 (Fig. 8) mit der anderen
Schere ent-. fernt werden.
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Nachdem der eingeschossene Schußfaden ioi angeschlagen worden ist
und die Rietwelle 97 unter der Wirkung der Federn i i i (Fig. 5 bis 7) mit ihrer
Rückbewegung beginnt, bewirken, die Federn 278 (Fig. i i bis 14), daß die zweiarmigen
Hebel 274, 276 die Bewegung der Nockenscheibe 277 entgegen dem Uhrzeigersinn
befolgen, wobei die waagerechte Lage der Gleitstangen 252 und dadurch die normale
Lage der Fadenhalter 249 wiederhergestellt wird, so daß die Fadenhalter 249 ihre
Lage unterhalb des Anschlagpunktes 329 (Fig. 9) einnehmen.
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Wie oben bereits beschrieben, erhält die zugeordnete Schaftwelle 72
ihre Drehbewegung mittels der Ritzel 76 und 77 im Sinne des Pfeiles 332 (Fig. 2
und 7).
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Die Schaf twelle 72 betätigt einerseits die Vorrichtung zum Einlegen
der Fadenenden (Fig. i i bis 14). Nachdem die Fadenhalter 249 ihre normale Lage
unterhalb des Anschlagpunktes 329 erreicht haben, gelangt die Rolle 263 in den mittleren
Abschnitt der lemni,skatenförmigen Nut 262, wodurch der Schubrahmen 264 nach aufwärts
getrieben. wird und mittels der Triebstange 266 die .Welle 268 im Uhrzeigersinn
verschwenkt, wie dies durch den Pfeil 333 in Fig. i i angedeutet ist. Die Gleitstange
252 wird dabei einwärts geschoben, so. daß der Fadenhalter 249 in das durch die
Kettenfäden 32 gebildete Webfach 334 eindringt und das lose Ende des eingeschossenen
Schußfadens roi einlegt. Im Laufe seiner einwärts gerichteten Bewegung stößt der
Arm 25i des Fadenhalters 249 gegen die Einstellschraube 26o, wodurch der Arm 25I
gegen die Wirkung der unterhalb desselben, angeordneten nicht dargestellten Feder
entgegen dem Uhrzeigersinn gemäß Pfeil 335 in Fig. 14 verschwenkt wird. Demzufolge
entfernen sich die Schenkel 247 und 248 des Fadenhalters 249 voneinander, so daß
das lose Ende 338 des eingeschossenen Schußfadens ioi losgelassen wird und im .Webfach
334 parallel-zu den Schußfäden des Stoffes 336 liegt (Fig. i, 5 ündi ii). Gleichzeitig
betätigt die Welle 268 mittels des Kurbelarmes 282 und des Zugdrahtes 28o den. zugeordneten
Fadenhalter 249 in ähnlicher Weise. Die Fadenhalter 249 setzen ihre einwärts gerichtete
Bewegung so lange fort, bis die Rolle 263 den am tiefsten liegenden Punkt ihrer
Bahn in der Nut 262 erreicht, worauf der Schubrahmen 264 seine abwärts gerichtete
Bewegung beginnt und dadurch die Welle 268 in umgekehrtem Sinn versch.wenkt. Auf
diese Weise bewirkt der Kurbelarm 270 und mittels des Zugdrahtes 279 auch
der Kurbelarm 281, daß die Fadenhalter 249 sich auswärts bewegen und das Webfach
334 verlassen. Es ist offensichtlich, daß bei der nächsten Anschlagbe-,vegung des
Rietes 36 beide Enden des zuvor angeschlagenen. Schußfadens zusammen mit dem nächsten
Schußfaden fest angeschlagen werden, wodurch verstärkte zweifache Borten 339 des
Stoffes 336 entstehen.
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Anderseits betätigt die Schaftwelle 72 mittels der Nockenscheiben
291 und 292 die Schaftrahmen 283, wie dies anläßlich der Fig. 15 bis 17 beschrieben
worden, ist. Während die Schaftwelle 72 im Uhrzeigersinn gemäß Pfeil 332 (Fig. 15)
umläuft, bewirkt die Nockenscheibe 291 eine Verlegung des zugeordneten Schaftrahmens
283 nach rechts wogegen der andere Schaftrahmen 283 durch die Nockenscheibe 292
nach links verschoben wird. Auf diese Weise nehmen die Schaftrahmen 283 während
einer halben Umdrehung der Schaftwelle 72 ihre Wechsellage ein, in welcher das Webfach
334 erneut offen ist. Inzwischen waren die Schaftrahmen 283 vorübergehend ausgerichtet
und demzufolge das Webfach 334 geschlossen, wie dies zum Anschlagen des eingeschossenen
Schußfadens ioi erforderlich ist.
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Im Laufe der entgegengesetzten Umdrehung der
Riet-Welle
97 nähert sich der Schwenkarm 228 seiner in Fig.9 dargestellten. Ausgangslage. Der
zweiarmige Hebel 220,' z22 dreht sich dabei unter der Wirkung der Feder 219 entgegen-
dem .Uhrzeigersinn., so daß der die Lücke zwischen. Öhr 223 und Fadenhalter
234,237 überbrückende Abschnitt des Schußfadens ioi in. den Raum zwischen
den Schenkeln 244 und 245 rles gegabeltenFadenführers eintritt. Am Ende der Umdrehung
der Rietwelle 97 ist folglich der Schüßfaden ioi -zwischen dem Öhr 223 und dem Vergäbelungspunkt
246--quer über die Bahn des Schützers 51 von neuem .ausgespannt und bereit, um durch
-den Schützen 5T beim. nächsten Schuß ergriffen zu Werden.-Am anderen Ende- des
Rietes 36 dreht sich das Hebelsystem 154 bis 164 im Uhrzeigersinn (Fig. 8), wobei
das Ende des. Fühlers r-5.5.- am. Ansatz i8o des zweiarmigen Hebels r?76; 179 aufschlägt,
und gegen: weitere Verschwenkung geriegelt wird. .Durch den Steg 159 sind auch die
Arme 158 zurückgehalten, so daß die Lappen 164 aus den Einschnitten 102 gehoben
werden und den Rest d-es Schußfadens ioi loslassen. Dieser Rest-wird durch an sich
bekannte und deshalb nicht 'dargestellte Absauger entfernt. Der gegabelte Arm 156
wird dabei weiter verschwenkt, so daß die Feder i6i gestreckt -wird und bei einer
bestimmten gegenseitigen Winkellage der Arme 16o und 156 ein.Umschnappen
des Armes 16o in seine in Fig. B dargestellte andere äußerste Lage bewirkt, wodurch
die Ausgangslage der gesamten Vorrichtung wieder erreicht ist.
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Während der gesamten Rietbewegung dreht sich die Nockenscheibe
197 (Fig. 7) entgegen dem Uhrzeigersinn. Im Laufe dieser Drehbewegung stößt
der Arm iK98 des Winkelhebels 198, Zoo gegen die vorstehende Kante der Nockenscheibe
197, wodurch der Hebel 198, Zoo entgegen dem Uhrzeigersin.n verschwenkt wird, wie
dies durch den Pfeil 340 angedeutet ist. Die Stange toi übermittelt die Drehbewegung
des Hebels 198, Zoo zur Nockenscheibe 203 im Uhrzeigersinn gemäß Pfeil 344
wodurch die schwenkbare Flanke 2o6 des Einlaßrohres 52 in Richtung des Pfeiles 342,
einwärts gestoßen wird und die Durchgangsbahn 2i i verengt,. so daß der Schützen
51 im Einlaßrohr 52 steckenbleibt, falls er im Einlaßrohr 52 vorzeitig ankommt,
d. h. bevor das Riet 36 seine Ausgangslage erreicht und die Schützenbahn 93 mit
der Durchgangsbahn. 211 ausgerichtet ist. Nachdem das Riet 46 seine Bewegung in
die Anschlaglage und aus dieser zurück durchgeführt hat, gleitet der, Arm 198 des
Hebels 198, Zoo von der vorstehenden Kante der Nockenscheibe 197 herunter, wobei
die Feder 207 die Sicherungsvorrichtung 197 bis 2io in ihre Ausgangslage
zurückführt, in welcher der Schützen 51 das Einlaßrohr 52 durchlaufen kann, ohne
darin aufgehalten zu werden.
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Gegen Ende einer vollen Umdrehung der Hauptwelle 63 stößt die Nockenscheibe
195 (Fig. 7) auf der Hauptwelle 63 mittels der Rolle 194 die Gleitstange 193 nach
unten, wodurch der zweiarmige Hebel 187, 192 .gegen die Wirkung der Feder 189 entgegen
dem Uhrzeigersinn verschwenkt und dadurch die Stoßstange 185 nach rechts.verschoben
wird, wie dies durch die Pfeile 343 bis 345 angedeutet ist. Demzufolge schlägt die
Stirnfläche i84 der Stoßstange 185 an der Stirnfläche 183 der Stoßstange 181 auf
und verschiebt die letztere in (12rselben Richtung 345, wodurch das Kniegelenk
136
bis i4o in seine in Fig. 7 und 8 mit vollen Linien dargestellte Wechsellage
umschnappt. Der Z,veipolschalter 130 wird dabei umgeschaltet und schließt den elektrischen
Stromkreis 12,4 über die Pole 128, z29 der elektromagnetischen Bremse 121, wobei
gleichzeitig der elektrische Stromkreis der elektromagnetischen Kupplung i 18 unterbrochen
wird. Auf diese Weise wird die Umdrehung der Hauptwelle 63 unverzüglich aufgehoben
und die gesamte Vorrichtung des Schaftes 35 und des Rietes 36 an der zugeordneten.
Seite der Maschine in ihre Ausgangslage zurückgestellt, in welcher sie bereit ist,
in der beschriebenen Weise erneut betätigt zu werden, wenn, der Schützen 51 d.ie
zugeordnete Schützenbahn 93 das nächste Mal .durchläuft.
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Der das Auslaßrohr 53 (Fig. 7) verlassende Schützen 51 gelangt in
den Kaüal 5o am anderen Ende der Maschine (Fig. 3) und. gewinnt seine Detriebsgeschwindigkeit
zurück, die sich wegen Reibung an den Lamellen 9o während des Durchlaufes der Bahn
93 etwas -verringert hat. Nach Zurücklegung des anderen gekrümmten Abschnittes
seiner Bahn erreicht der Schützen 51r das dem Zwillingssystem der Maschine zugeordnete
Einlaßrohr 52 und durchläuft in der beschriebenen Weise das andere Riet 36. Nachher
tritt der Schützen 51 in das Auslaßrohr 53 in der Nähe des Einlasses 51 ein, aus
welchem der Schützen seinen Kreislauf begonnen hat. Aus dem Auslaßrohr 53 gelangt
der Schützen 51 in den Kanal 5o am linksseitigen Ende der Maschine und setzt seinen.
Kreislauf durch beide Webfächer 334 an einander gegenüberliegenden Seiten der Maschine
fort, wie dies bereits ausführlich beschrieben worden ist.
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Um den Webstuhl stillzusetzen, wird einer der Ausschaltknöpfe
309 (Fig. i und 7) niedergedrückt, wodurch die elektrischen Stromkreise 117
bzw. 310 der Motoren 62 bzw. 61 unterbrochen werden, so daß weder die Hauptwellen
63 noch die Wellen 56 der Tragräder 41 weiter umlaufen.. Wenn der Schützen 51 aus
dem Webstuhl herausgenommen .werden soll, werden die obererwähnten Weichen beim
Ausgang der Einlässe 55 derart eingestellt, daß der entsprechende Einlaß 55 mit
dem zugeordneten Kanal 5o in Verbindung kommt. Nachher werden. die Tragräder 41
mittels ihres erwähnten Handbetriebes entgegen dem Uhrzeigersinn (Fig. 3) gedreht,
wodurch der in einem der Kanäle 50 weilende Schützen 51 rückwärts mitgenommen;
wird, in der Ein.laßöffnung im Deckel des zugeordneten Einlasses 55 auftaucht und
zum Herausheben durch die Hand zugänglich wird. Falls der Schützen 51 beim Stillsetzer
des Webstuhls in einer der Schützenbahnen 93 stehengeblieben ist, kann er mittels
einer dünnen Stange in den zuvor verlassenen Kanal zurückgeschoben und aus diesem
auf die bereits beschriebene Weise entfernt werden..
Fig.21 stellt
eine Ausführungsform der Erfindung dar, bei welcher beide äußere Riemen 45 der vorherigen
Ausführungsform zu einem einzigen äußeren. Riemen 3d.6 vereinigt sind. Der Webstuhl
arbeitet mit einer waagerechten Webebene. Oberhalb des Rietes 36 ist der- äußere
Riemen 346 durch Rollen 347 geführt. Ähnliche Rollen 348 sind zum Führen des äußeren
Riemens 346 an der Unterseite der Maschine vorgesehen. Die Pfeile 349 zeigen die
Richtung des Riemenkreislaufes an.
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Fig. 22 zeigt eine andere Ausführungsform der Zwillingsmaschine, wie
sie anläßlich der Fig. i bis 2o beschrieben worden ist. Anstatt zwei äußerer Riemen.
45 ist jedoch ein einziger äußerer Riemen 346 vorgesehen, wie dies bei der Ausführungsform
g--mäß Fig. 21 der Fall ist.
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Fig.23 stellt eine der Ausführungsform gemäß Fig.2 ähnliche Maschine
dar, jedoch mit dem Unterschied, daß die inneren Riemen 46 der vorherigen Ausführungsformen
gänzlich weggelassen sind. Die Kanäle 50 werden dabei durch den äußeren Riemen
346 und die Nuten 43 in den Tragrädern 41 gebildet.
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Anstatt der äußeren Riemen 45 oder 346 können. auch in Kreislauf versetzte
andere biegsame Mittel,, z. B. Ketten oder Raupen, verwendet werden. Die Treibmittel
zum Umkehren des Schützens entlang einer Bahn außerhalb, des Webfaches könnten auch
durch eine Reihe von Triebrollen. gebildet werden, die entlang der Außenseite der
gekrümmten Abschnitte der Schützenbahn angeordnet sind. In diesem Fall ist der Schützen
entlang der gekrümmten Abschnitte seiner Bahn durch die umlaufenden Rollen hefördert,
wobei die dabei entstehende. Fliehkraft die nötige Berührung zwischen Schützen und
Rollen gewährleistet, selbst wenn keine besonderen Mittel, z. B. Reibungsflächen
oder eingreifende Elemente, verwendet werden, um die Berührung wirksamer zu gestalten
oder zwangsläufig zu steuern.