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Hilfsschalter für Schützensteuerung, insbesondere für Spinnmaschinen
,Spezialmaschinenantriebe, z. B. für Spinnmaschinen, bedürfen besonderer Steuerorgane,
damit bei mechanischer oder elektrischer Überlastung der Antriebsmaschine eine Beschädigung
der Spinntrommelböden oder ein Abreißen :des gesamten Fadenzugs .der Spinnmaschine
vermieden wird. Aus demselben Grunde darf auch bei Spannungswiederkehr nach vorangegangenem
Spannungsabfall der Antriebsmotor nicht ohne weiteres wieder anlaufen. Ist der Motor
beispielsweise ein Derimotor, der durch Bürstenverstellung gesteuert wird, so murß
folgendes erreicht werden: Wenn die Nullspannungsauslösung im Betrieb angesprochen
hat, muß. der Motor auch nach Wieder-Icebr der Spannung zunächst stromlos bleiben,
und zwar auch dann, wenn der Bürstenantrieb in die Nullstellung zurückgeführt wird.
Der Motor muß auch in der Nullstellung des Bürstenantriebes stromlos sein. Er .darf
erst wieder anlaufen, wenn der Handhebel aus der Nullraste genommen wurde und die
Bürsten etwa 15 elektrische @Grade in der Anlaufrichtung verschoben sind.
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Schaltungen, die diesen Forderungen entsprechen, wurden bisher mit
Hilfe von Schützensteuerungen vorgenommen.
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Schütze mit mechanischer Festhaltung besitzen den Nachteil, da,ß die
Arbeitsmaschine infolge der mechanischen Sperrung von .der Aufmerksamkeit der Bedienung
abhängt und nicht vollautomatisch gesichert ist.
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Schütze mit magnetischer Selbsthaltung haben den Nachteil, daß sie
verwickelte und teuere Steuergeräte verlangen. Das Schütz wird, wenn die Spannung
ausbleibt, zwar abfallen und damit
den Motor abschalten, bei Spannungswiederkehr
aber durch den Einschaltdruckknopf wieder eingeschaltet werden können. Die Folge
ist auch hier, daßdurch den plötzlichen Anlauf .des Motors die Fäden des Spinngutes
abreißen und die Spinntrommelböden. beschädigt werden.
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Zur Vermeidung dieser Nachteile war man bisher gezwungen, neben der
Schützensteuerung mehrere Hilfsschalter zu verwenden, deren Konstruktion und Aufbau
sehr verwickelt und teuer ist.
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Nach der Erfindung ist neben der Schützensteuerung nur noch ein Hilfsschalter
erforderlich, der lediglich in dem ersten Stromkreis beim Einschalten kurzzeitigen
Kontakt gilbt und in der Einschaltstellung den zweiten Stromkreis dauernd schließt.
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In Abb. i ist der Hilfsschalter in der Draufsicht und in der Ausschaltstellung
gezeichnet. Mit i ist ein Spreizstößel, mit 2 sein Führungsstift bezeichnet. Der
Spreizstößel mit Führungsstift gleitet über die Schaltbrücke 3 mit den Schaltbrückenkontakten
4 und 5.
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Beim Einschalten wird die Schaltbrücke 3 durch den Druck der Feder
6 nach rechts geschoben, wobei der auf der S@chaltbrück e befindliche Kontakt 4
durch Klemmwirkung den Spreizstößel i auf seinem Führungsstift 2 nach rechts mitnimmt.
Der Spreizstößel i drückt .dabei den Kontakt 4 durch seine linke Verbreiterung so
weit auseinander, daß dieser Kontakt 4 beim Gleiten nach rechts kurzzeitig Kontakt
gibt und damit den ersten Stromkreis kurzzeitig schließt. Beim Weitergleitender
Schaltbrücke 3 gibt auch der andere Schaltbrückenkontakt 5 Kontakt und schließt
damit den zweiten ,Stromkreis. Sobald der Spreizstößel i an die- rechte Seitenwand
des Schaltergehäuses anstößt, wird er von ,dem auf die schiefe Ebene seiner Verjüngung
ausgeübten Druck des Schaltbrückenkontaktes 4 in seine Ausgangsstellung nach links
zurückgeworfen.
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Beim Ausschalten wird der Schaltbrückenkontakt 5 durch Verschieben
der Schaltbrücke nach links von den festen Kontaktteilen gelöst und sein ' Stromkreis
damit geöffnet. Der Schaltbrückenkontakt 4. gleitet an den zugehörigen Kontakten
vorbei, ohne sie zu berühren, und wird am Ende des Wieges auf .den Spreizstößel
i aufgeschoben. Dort wird er, da er nach der Erfindung mit entgegengesztzterVorspannung
nach innen aufgebogen ist, den Spreizstößel i an den verbreiterten linken Teil festhalten,
so daß .er ihn beim Wiedereinschalten wieder nach rechts mitnehmen kann. Dieser
Schalter wird zur Überwachung eines Derimotors wie folgt verwendet: In Abb. 2 ist
H der Hilfsschalter, M das Schütz mit magnetischer Selbsthaltung und N der Handhebel
für die Bürstenverstellung. Mit 4 sind die Kontakte des ersten Stromkreises im Hilfsschalter
H, mit 5 die Kontakte des zweiten Stromkreises bezeichnet. Legt man nun den Handhebel
N aus der Nullstellung in die Betriebsstellung, so schließen sich gleichzgitig die
Kontakte 4 und 5, die Kontakte 4 aber nur kurzzeitig während der Durchgangsbewegungen
der Schaltbrücke 3 des Hilfsschalters H von links nach rechts, wie oben beschrieben
wurde. Sind die Kontakte 4 und 5 geschlossen,. fließt Strom durch die tMaggnetspule
des SchützesM, und derHaltekontakt 7 wird angezogen. Unmittelbar darauf werden durch
weiteres Verschieben der Schaltbrücke 3 des Hilfsschalters H die Kontakte 4 getrennt
und damit der erste Stromkreis wieder geöffnet. Der Haltekontakt 7 bleibt aber angezogen"da
nun .der zweite Stromkreis über 5, die Magnetspule N des Schützes und den Haltekontakt
7 geschlossen ist. Fällt in diesem Stromkreis nun die Spannung unter einen gewissen
Betrag, so fällt der Haltekontakt 7 ab, und der Stromkreis ist geöffnet. Da .die
Kontakte 4 des ersten Stromkreises aber ebenfalls geöffnet sind, kann in diesem
Kreis kein ,Strom fließen und also auch die Magnetspule des Schützes M nicht magnetisiert
werden. Infolgedessen kann auch der Haltekontakt 7 nicht angezogen und damit der
zweite Stromkreis nicht geschlossen werden.