DE892484C - Elektrisches Relais - Google Patents
Elektrisches RelaisInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H53/00—Relays using the dynamo-electric effect, i.e. relays in which contacts are opened or closed due to relative movement of current-carrying conductor and magnetic field caused by force of interaction between them
- H01H53/01—Details
- H01H53/015—Moving coils; Contact-driving arrangements associated therewith
Landscapes
- Manipulator (AREA)
- Adjustable Resistors (AREA)
- Reciprocating, Oscillating Or Vibrating Motors (AREA)
- Vibration Prevention Devices (AREA)
Description
Damit ein elektrisches Relais, das bewegliche Teile aufweist, fehlerfrei arbeitet und hochempfindlich
ist, dürfen diese Teile nicht durch Kräfte, die nicht eindeutige Funktionen der Größe eines zum
Relais gelangenden elektrischen Impulses sind, beeinflußt werden. Sonstige Kräfte, wie z. B. äußere
Beschleunigungen und Reibung, stören die Arbeit des Relais. Die Erfindung betrifft ein Relais, bei
dem derartige ungewollte Kräfte beseitigt sind. Dies wird hauptsächlich dadurch erreicht, daß das
Relais zwei um je eine Drehachse bewegliche Arme besitzt, die derart bemessen und angeordnet sind,
daß ihre Trägheitsmomente hinsichtlich ihrer Drehachsen gleich oder nahezu gleich groß sind und daß
ihre Schwerpunkte in oder in der Nähe dieser Drehachsen liegen, damit das Relais gegen die Einwirkung
wird.
wird.
äußerer Beschleunigungen unempfindlich
Die Erfindung ist im folgenden an Hand der Zeichnung beschrieben, in der
Fig. ι einen Grundriß und
Fig. 2 einen Aufriß eines Relais nach der Erfindung beispielsweise zeigen, während
Fig. 3 eine Einzelheit veranschaulicht, aus der das Auswuchten der Arme des Relais hervorgeht.
Zuerst sei beschrieben, wie das Relais aufgebaut ist, um es gegen die Einwirkung von äußeren Beschleunigungen
unempfindlich zu machen. Falls ein Relais solchen Beschleunigungen ausgesetzt wird,
z. B. bei beweglichen Geräten oder dadurch, daß es auf einer schwingenden Unterlage angebracht ist,
werden die beweglichen Teile durch störende
Massenkräfte beeinflußt, die darum beseitigt werden müssen. Nach der Erfindung besteht deshalb
das bewegliche System des Relais aus zwei Armen ι
und 2 mit Antriebsvorrichtung Ii und Kontaktan-Ordnung 2i. Die Masse der Antriebsvorrichtung 11
und der Kontaktanordnung 21 geht als Teil der Masse jedes Armes ein. Die Arme 1 und 2 sind so
aufgehängt, daß sie um die einander parallelen Drehachsen 10 bzw. 20 beweglich sind. Sie sind
durch Gegengewichte 12 bzw. 22 derart ausgewuchtet, daß der Schwerpunkt jedes Armes in der
Drechachse ιό bzw. 20 des betreffenden Armes liegt. Die Massenverteilung ist für beide Arme möglichst
gleich. Wenn man daher zwei beliebige, je im Verhältnis zu ihrem Arm gleichförmig angeordnete
. Achsen wählt, wird darum das Trägheitsmoment der Arme hinsichtlich der betreffenden Achse gleich
groß. Insbesondere werden die Trägheitsmomente hinsichtlich der Drehachsen gleich groß.
Die Arme sind derart im Relais angeordnet, daß der eine Arm in die Lage des zweiten kommen
würde, wenn man die Annahme macht, daß er eine halbe Drehung um eine gewisse, parallel mit den
Drehachsen angeordnete Achse gedreht würde. Die beiden Arme sind miteinander durch ein Glied 3
verbunden. Wenn der eine Arm im Uhrzeigersinne gedreht wird, wird der zweite Arm dabei zwangsläufig durch dieses Glied gezwungen, sich um einen
gleich großen Winkel in entgegengesetzter Richtung zu drehen. Die Masse des Gliedes 3 kann als zur
Hälfte in der Masse des einen Armes und zur Hälfte in der des zweiten enthalten angesehen
werden.
Wenn das Relais einer Translationsbeschleunigung1
in beliebiger Richtung ausgesetzt wird, wird jeder Arm durch Massenkräfte, deren. Resultierende
im Schwerpunkt des betreffenden Armes liegt, angegriffen. Da der Schwerpunkt in der Drehachse
liegt, wird durch die Beschleunigung kein Moment um die Drehachse erzeugt. Die auf die Kontaktanordnung
wirkende resultierende Kraft wird folglich auch gleich Null.
Wenn das Relais einer gleichförmigen oder ungleichförmigen
Drehbewegung um eine beliebige Drehachse ausgesetzt wird, werden die Arme Beschleunigungen, die Normal- und Tangentialkräfte
erzeugen, ausgesetzt, die im allgemeinen Drehmomente auf jedem Arm um dessen Drehachse
bewirken. Infolge der Form und Stellung der Arme sind ihre Momente gleich groß, aber entgegengesetzt
gerichtet. Auf das Glied 3 wirken deshalb zwei von je einem Arm herrührende Kräfte. Diese
Kräfte sind gleich groß und entgegengesetzt gerichtet, weshalb die beiden Arme an der Bewegung
des Relais teilnehmen, ohne ihre gegenseitige! Lage oder ihre Lage in bezug auf die beiden Drehachsen
10 und 20 zu ändern. Die Kontaktanordnung wird also keinen Kräften ausgesetzt. Das Relais ist folglich
gegen äußere Beschleunigungen ausgewuchtet. Wenn die Arme von gelagerten Wellen abgestützt
werden, treten in den Lagern Reibungskräfte auf, die auf die Arbeit des Relais störend einwirken,
zumal die Reibungskräfte ihre Richtung ändern, je nachdem die Arme sich in der einen oder anderen
Richtung zu· bewegen streben. Wenn die Achsen ohne Spiel in den Lagern ruhen, können mechanische
Spannungen auftreten und die Reibungskräfte groß werden. Ist andererseits ein Spiel vorhanden,
so ist die tatsächliche Drehachse nicht eindeutig bestimmt. Teils wird hierdurch die Bewegung
der Arme nicht die theoretisch richtige, was die Auswuchtung dies Systems stören könnte, teils
könnten Stöße auftreten, die die Kontaktanordnung betätigende Kräfte hervorrufen.
Um die Reibungskräfte zu beseitigen, sind die Arme des Relais nach der Erfindung federnd aufgehängt.
Um die Drehachse eindeutig zu bestimmen, ist die Aufhängung mit paarweise angebrachten,
einander kreuzenden Federn ausgeführt. Jeder Arm i, 2 wird an zwei Blattfederpaaren aufgehängt.
Er ist dazu mit einem Balken 13 bzw. 23 versehen, und an jedem Ende dieser Balken sind zwei Federn
14 und 15, 16 und 17, 24 und 25, 26 und 27 befestigt,
deren andere Enden an zwei auf dem Relaisgestell angeordneten Balken 41 und 42 befestigt
sind. Die Bewegung des Armes kann unter Biegung der ursprünglich geraden Federn geschehen.
Dabei entsteht ein Biegemoment, das die Arme -zur Ausgangslage zurückzuführen strebt.
Andere Reibungen in der Aufhängung außer der inneren Reibung der Federn treten nicht auf, und
falls die auftretenden Spannungen innerhalb der Elastizitätsgrenze liegen, ist ihre Größenordnung
niedrig. Die Drehachsen werden in den Schnittlinien zwischen den neutralen Schichten der betreffenden
Federn Liegen. Die Lage einer solchen Schnittlinie ist von der Größe der Durchbiegung
der Federn abhängig; für kleine Bewegungen der Arme ändert sie sich sehr unbedeutend, weshalb die
Drehachse des Armes als unveränderlich angesehen ■werden kann. Sie ist jedenfalls, soweit keine Feder
durchgeknickt ist, ganz eindeutig bestimmt. Folglich sind Störungen, die von Reibungen oder Spiel
herrühren, bei dem Relais nach der Erfindung beseitigt worden.
Wenn im Antriebssystem Eisenmassen vorhanden sind, die mit abwechselnder Stärke magnetisiert
werden, sind die Kräfte, die das bewegliche System des Relais beeinflussen, nicht immer gleich groß,
denn die Stärke der magnetischen Kraft wird verschieden, je nachdem die Eisenmassen vorher
stärker oder schwächer erregt waren.
Hysteresis wird vermieden, wenn· die Antriebsvorrichtung
des Relais aus einer von den zum Relais gelangenden Stromimpulsen durchflossenen
Spule 11 besteht, die im Luftraum 5 eines kräftigen,
mit Polschuhen 43, 44,45 geeigneter Form versehenen Dauermagneten 40 liegt. Die Polschuhe
werden derart gesättigt, daß das verhältnismäßig schwache, durch den Spulenstrom erregte Feld keine
merkbare Hysteresis erzeugt.
Wenn die Arme des beschriebenen Relais an den Federn aufgehängt sind, ist es schwer, das Auswuchten
mit genügender Genauigkeit auszuführen. Die Arme werden daher vor der Befestigung ausgewuchtet,
um eine Einwirkung der Federkräfte
während des Auswuchtens auszuschalten. Das Relais wird deshalb mit einer Schneide i8 (Fig. 3)
ausgeführt, die in einer solchen Lage am Arm befestigt ist, daß die eigentliche Schneidekante in
der Schnittlinie zwischen den neutralen Schichten der Federn oder nahe, an dieser Schnittlinie in bekannter
Entfernung davon liegen wird.
Wenn die Schneide in der Schnittlinie liegt, wird der Arm ausgewuchtet, indem die Schneide auf eine
feste, nur während des Auswuchtens verwendete Stütze 6 aufgesetzt und das Gegengewicht 12 auf
dem Arm derart eingestellt wird, daß das Gleichgewicht des Armes auf der Schneide indifferent
wird. Wenn die Schneide in einiger Entfernung von der Schnittlinie liegt, wird in ähnlicher Weise ausgewuchtet,
jedoch so, daß das Gleichgewicht stabil wird und der Arm eine Neigung gegen die Senkrechte
erhält, die von der Lage der Schneide im Verhältnis zur gewünschten Lage des Schwerpunktes
bedingt ist. Außerdem wird in diesem. Fall das Gegengewicht derart abgestimmt, daß der Arm,
wenn er um seine Gleichgewichtslage schwingt, eine Schwingungsfrequenz erhält, die dem Trägheitsmoment
des Armes und dem gewünschten Abstand des Schwerpunktes von der Schneide entspricht.
Das beschriebene Verfahren zum Auswuchten und zur Beseitigung von störenden Kräften bei
einem elektrischen Relais kann natürlicherweise im Rahmen der Erfindung auch für andere Apparate
gebraucht werden, die, wie das geschilderte Relais, von den angegebenen störenden Kräften frei sein
müssen.
Claims (8)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Elektrisches Relais, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais zwei um je eine Drehachse bewegliche Arme enthält, die derart bemessen und angeordnet sind, daß ihre Trägheitsmomente hinsichtlich ihrer eigenen Drehachsen gleich oder nahezu gleich groß sind und daß ihre Schwerpunkte in oder in der Nähe der Drehachsen liegen, damit das Relais gegen die Einwirkung von äußeren Beschleunigungen unempfindlich wird.
- 2. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme derart miteinander verbunden sind, daß sie unter der Einwirkung äußerer Beschleunigungen um gleich große Winkel in entgegengesetzten Richtungen gedreht werden.
- 3. Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme die elektrisch beeinflußbare bewegliche Antriebsvorrichtjing und Kontaktanordnung des Relais tragen.
- 4. Relais nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme an Federn aufgehängt sind.
- 5. Relais nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder, der beiden Arme an zwei Paaren einander kreuzender und bei Gleichgewicht gerader Federn aufgehängt ist, so daß die Drehachse, die in der Schnittlinie zwischen den neutralen Schichten der einander kreuzenden Federn liegt, durch die Drehung der Arme nicht verschoben wird.
- 6. Relais nach den Ansprüchen 2, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Arme durch ein Verbindungsglied miteinander verbunden sind, das aus einer in die Arme fest eingespannten, bei Gleichgewicht geraden, federnden Vorrichtung besteht.
- 7. Relais nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch beeinflußbare bewegliche Vorrichtung des Relais aus einer in einem magnetischen Feld angeordneten Spule besteht.
- 8. Relais nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der drehbaren Arme mit am Arme befestigten Schneiden versehen ist, die zum Auswuchten der Arme vor deren Einbau dienen und so nahe wie möglich an der Drehachse liegen, um die der Arm sich nach dem Einbau bewegt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5462 9.53
Applications Claiming Priority (1)
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| SE603147X | 1942-11-17 |
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Country Status (3)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE892484C (de) |
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1943
- 1943-11-11 FR FR899569D patent/FR899569A/fr not_active Expired
- 1943-11-12 DE DET1508D patent/DE892484C/de not_active Expired
- 1943-11-24 GB GB19657/43A patent/GB603147A/en not_active Expired
Also Published As
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