DE892775C - Vorrichtung in Selbstkassierautomat zur Erzeugung von elektrischen Muenzimpulsen - Google Patents

Vorrichtung in Selbstkassierautomat zur Erzeugung von elektrischen Muenzimpulsen

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DE892775C
DE892775C DEA15019A DEA0015019A DE892775C DE 892775 C DE892775 C DE 892775C DE A15019 A DEA15019 A DE A15019A DE A0015019 A DEA0015019 A DE A0015019A DE 892775 C DE892775 C DE 892775C
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Otto Moser
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Description

Das Patent 861428 bezieht sich auf eine Vorrichtung in einem Selbstkassierautomat zur Erzeugung von elektrischen Münzimpulsen, die sich besonders zur Anwendung1 in einer Münzfernsprechstation eignet und dadurch gekennzeichnet ist, daß für alle für den Einwurf in den Selbstkassierautomat vorgesehenen Münzsorten eine gemeinsame Münzbahn vorhanden ist, in welche ein Münzabtastorgan 'ragt, das durch, eine eingeworfene Münze bewegt wird und einen der Größe dieser Münze entsprechenden Weg zurücklegt, und daß für jede Münzsorte ein die Dauer der Impulsaussendung bestimmendes Steuerorgan vorhanden ist, welche Steuerorgane derart angeordnet sind, daß das Münzabtastorgan nach Einwurf einer Münze in den Wirkungsbereich des dieser Münze zugeordneten Steuerorgans gelangt und unter dessen Einr wirkung die Aussendung einer den Wert dieser Münze kennzeichnenden Münzimpulszahl veranlaßt.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Weiterentwicklung der Vorrichtung nach dem Hauptpatent und besteht darin, daß den Steuerorganen Mittel zur Beeinflussung des Ablaufs einer den Münzimpulskontakt steuernden Nockenwelle zugeordnet sind, die durch die Steuerorgane vermittels des beim Einwurf einer Münze in. deren
Bereich gelangenden Münzabtastorgans ausgelöst werden und die unter dem Einfluß des wirksamen Steuerorgans die Nockenwelle nach Ablauf einer der diesem Steuerorgan zugeordneten Münzimpulszahl entsprechenden Anzahl Umdrehungen stillsetzen.
Im Gegensatz zu der im· Patent 861428 eingehend beschriebenen Ausführungsform, bei der die Ablaufdauer der Vorrichtung unabhängig von der Anzahl der auszusendenden Münzimpulse· konstant und gleich der Dauer einer Impulsserie von zehn Impulsen ist, wobei jeweils die überzähligen Impulse unter dem Einfluß des wirksamen Steuerorgans unterdrückt werden, läßt sich bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung deren Ablaufdauer auf die Dauer der jeweils zur AuSsendung gelangenden Impulsserie· reduzieren. Auf diese Weise kann die Zeit für die Einzahlung der Sprechgebühr verkürzt werden.
An Hand der Zeichnung wird im folgenden der Aufbau und die Wirkungsweise eines Ausführungsbeispiels der Erfindung näher erläutert. Es betrifft eine Münzfernsprechstation. Im besonderen stellen in der Zeichnung dar
Fig. ι einen Aufriß der Vorrichtung, Fig. 2 einen Grundriß derselben, Fig. 3 a und 3 b einen Aufriß bzw. Grundriß eines Teils der Vorrichtung,
Fig. 4 ein Detail der Vorrichtung, Fig. 5 einen Querschnitt durch die Münzeinwurföffnung mit einer Verriegelungsvorrichtung und
Fig. 6 das Schaltschema der Münzfernsprechstation.
Die gleichen Einzelteile tragen in allen Figuren dieselben Hinweiszeichen. Die eingeklammerten Zeichen der Fig. 1 und 2 beziehen sich auf die Bezeichnungen der Fig. 6 und die eingeklammerten . Bezugszeichen der Fig. .6 auf die entsprechenden· Elemente der Fig. 1 und 2. In Beschreibung und Zeichnung wurden alle für das Verständnis der Erfindung nicht notwendigen Einzelheiten weggelassen.
Es sei vorerst der mechanische Aufbau der Vorrichtung erläutert (Fig. 1 bis 5)· Die Münzfernsprechstation ist zur Aufnahme von Geldstücken von 10 Rp., 20 Rp., 50 Rp. und ι Fr. eingerichtet. Die Münzimpulseinheit beträgt 10 Rp. Die Anzahl der für die andern Geldstücke auszusendenden Münzimpulse ist gleich einem ganzen Vielfachen dieser Einheit, beispielsweise sind nach Einwurf eines i-Fr.-Stückes zehn Münz-
. impulse auszusenden.
Die Münzbahn 1 besteht aus zwei Platten 2 und 3, die durch die Zwischenstücke 4 und S voneinander distanziert sind. Mit 6 ist ein Geldstück bezeichnet, das eben im Begriff steht, in die Münzbahn einzutreten, nachdem es vom nicht dargestellten. Münzprüfer als gut befunden wurde. Mit 6" ist angedeutet, wie Geldstücke verschiedener Größe im unteren Teil der Münzbahn 1 festgehalten werden. In dieser Stellung verschwenkt das Geldstück den Arm ya des als· Münzhebel 7 ausgebildeten Münzabtastorgans um einen vom Durchmesser des Geldstückes abhängigen Betrag. Der P impel 8 am zweiten Arm yb des Münzhebels 7 führt infolge dieser Verschwenkung eine Bewegung entlang der Nockenwelle 27 aus. Mit der Bewegung des Münzhebels 7 wird auch die auf demselben angebrachte Quecksilberwippe 10 verschwenkt, wodurch der Stromkreis für den Motor 11 geschlossen wird.
Die' Ersetzung der bisher in Selbstkassierautomaten für den gleichen Zweck verwendeten Federkontakte durch eine Quecksilberwippe ist besonders vorteilhaft, da die von den Münzen durch ihr Gewicht auf einen Münzhebel oder ein ähnliches Münzabtastorgan ausgeübten Kräfte naturgemäß sehr klein sind. Damit die Bewegung des Münzhebels durch die Steifigkeit der Zuführungsdrähte nicht behindert wird, erfolgt die Stromzuführung ■ zu der Quecksilberwippe 10 über die Kontaktarme 15s und 16°, die Kontakte 15 und 16 sowie über die Kontaktarme 15* und i66. Die Kontaktarme 15* und ΐ6δ sind auf dem Münzhebel 7 angebracht, so daß die Kontaktberührungspunkte 15, und 16 sich mit der Drehachse 28 des Münzhebels 7 drehen und in der geometrischen Verlängerung derselben liegen. Die Steuerorgane enthalten auf der Nockenwelle 27 nebeneinander angeordnete Kurvenscheiben' 14", 14* und 14s, die je mit einer spiralförmigen Rille mit einer von der Zahl der auszusendenden Münz- go impulse abhängigen! Anzahl Umgänge versehen sind. Im vorliegenden Fall ist die Kurvenscheibe I4a mit zehn, die Kurvenscheibe 146 mit fünf und die Kurvenscheibe I4C mit zwei Umgängen versehen, entsprechend den Mürizwerten 1 Fr., 50 Rp. und 20 Rp. Jeder Kurvenscheibe ist ein Auslösehebel τζα, Ι3δ bzw. I3C zugeordnet, der mit seinem einen Ende im Gelenkstück 29 drehbar gelagert ist und durch einen in der Rille der Kurvenscheibe geführten Stift 30 bei deren Drehung verschwenkt wird.
Die Steuerorgane weisen ferner auf der Nockenwelle 27 nebeneinander angebrachte und den Kurvenscheiben einzeln· zugeordnete Nocken ψ, α.δ und 9C auf, an die der Münzhebel 7 nach Einwurf einer Münze herangeschwenkt und im Laufe der Umdrehung der Nockenwelle 27 durch den Nocken des der eingeworfenen· Münze zugeordneten Steuerorgans in einer zu seiner Schwenkrichtung senkrechten Richtung verschoben wird. Während dieser Verschiebung wird eine weitere Bewegung verhindert durch seitlich an den Nocken angebrachte Führungswangen 43. Die Ausbildung der Nocken geht aus Fig. 4 hervor. Durch die genannte Verschiebung des Münzhebels wird über einen Zwischenhebel 12°, I2& bzw. I2C der entsprechende Auslösehebel mit seinem Führungsstift an den Einlauf der spiralförmigen Rille der zugehörigen Kurvenscheibe gebracht. Die Drehachsen der Zwischenhebel sind mit 31°, 31* und 3ic bezeichnet.
Bei der vorliegenden Ausführungsform ist ein entsprechendes Steuerorgan für die Münzimpulsinheit (10 Rp.) entbehrlich, wie aus der später beschriebenen Wirkungsweise hervorgeht. Der Aufwand an mechanischen Teilen läßt sich dadurch etwas verringern.
Für die Impulsaussendung und die Steuerung des Antriebsmotors 11 der Nockenwelle 27 sind Kpntakte vorgesehen, die durch die Nockenwelle gesteuert werden. Der Impulskontakt 40 wird durch die Nockenscheibe 17 bei jeder Umdrehung der Nockenwelle 27 einmal geöffnet. Die beweglichen Kontaktfedern der Kontakte 41 und 42 werden zu Beginn der Drehung umgelegt. Kontakt 41 gelangt nach jeder vollen Umdrehung der Nockenwelle kurzzeitig in die Ruhelage, und auch Kontakt 42 wird, falls dies nicht in nachstehender Weise verhindert wird, nach einer Umdrehung durch die auf einen federnden Ansatz 42° an der Arbeitsfeder desselben, einwirkende Segmentscheibe 32 geschlossen. Der Kontakt 42 ist in einen Bremsstromkreis des Antriebsmotors 11 eingeschaltet.
Zur Steuerung des Kontaktes 42 dient ein für alle Steuerorgane gemeinsames Betätigungsorgan, bestehend aus dem Schalthebel 33 (dessen Querschnitt in Fig. 1 strichpunktiert angedeutet ist), den Einstellhebeln 34s, 34* und 34C und den Rückstellhebeln 36", 36* und 36^ die sämtlich mit der .Schaltwelle 35 fest verbunden sind. Beim Verschwenken eines Auslösehebels unter der Einwirkung der Kurvenscheibe wird der zugehörige Einstellhebel des Betätigungsorgans mitgenommen, so daß der Schalthebel 33 die bewegliche Kontaktfeder des Kontaktes 42 unterstellt. Bei dieser Verschwenkung bewegen sich die Auslösehebel unterhalb der Begrenzungssegmente i8a, 186 bzw. i8c. Am Ende der spiralförmigen Rille wird der Führungsstift 30 aus der Rille und damit der verschwenkte Auslösehebel über das Begrenzungssegment gehoben. Der Auslösehebel gelangt nun oberhalb des letzteren unter dem Einfluß einer -Rückstellfeder 37 in die Ausgangslage zurück. Hierbei nimmt der Auslösehebel den Rückstellhebel des Betätigungsorgans mit und bringt auf diese Weise auch dieses in. die Ausgangslage zurück. Der Schalthebel 33 verläßt somit seine wirksame Stellung, und der Kontakt 42 wird beim nächsten Auflaufen der Segmentscheibe 32 auf den federnden Ansatz 42° geschlossen.
Nach dem Abheben des Hörers, also schon vor dem Einwurf der Münzen, wird der Elektromagnet 19 erregt. Dieser betätigt die Kontakte 20", 20* und 20c und bewirkt außerdem über die Hebel 21 und 22 eine Umstellung dfer Münzweiche 23, und zwar im Uhrzeigersinn um ihre Drehachse 23a. Dadurch wird der Schieber 24, der mit der Münzweiche 23 verbunden ist, im Sinn einer Schließung des unteren Endes der Münzbahn 1 bewegt, so daß das eingeworfene Geldstück im Wirkungsbereich des Münzhebelarmes ya festgehalten wird. Der Elektromagnet 19 wird spätestens bei Beginn der Münzimpulsaussendung wieder aberregt. Die Münze (mit 60 angedeutet) gelangt dann in eine nicht dargestellte Münzauf speicherungskassette.
Mit der Münzweiche 23 sind außerdem noch die beiden Schieber 25 und 26 verbunden. Der Schieber 26 dient zum Verschließen des oberen Teils der Münzbahn 1 außerhalb der Erregungsdauer des Elektromagneten 19. Münzen, die während der Münzimpulsgabe in den Automaten eingeworfen werden, gelangen deshalb und weil der an der Schmalseite der Münzimpulsbahn 1 wirksame Schieber 25 bei nicht erregtem Elektromagnet 19 offen ist in den Rückgabekanal (Münze 6b). Der Sprechgast kann diese Münze nach Beendigung der laufenden Münzimpulssendung erneut einwerfen.
Das Einwerfen zweier Münzen kurz nacheinander wird durch eine Verriegelungsvorrichtung an der Münzeinwurf öffnung verhindert (Fig. 5). Diese Verriegelungsvorrichtung besteht aus einer bei der Münzeinwurf öffnung 50 um die Achse 51 drehbar angeordneten Münzwaage 52, die durch das Gegengewicht 53 in der gezeichneten Lage gehalten wird und ein Sperrglied 54 aufweist. Eine durch die Münzeinwurföffnung 50 geschobene Münze 55 gelangt auf die Münzwaage 52, welche unter dem Gewicht der Münze in die strichpunktiert gezeichnete Lage gebracht wird. Hierbei schiebt sich das Sperrglied 54 vor die Münzeinwurföffnung und verhindert damit den Einwurf einer weiteren Münze, bis die eingeworfene Münze 55 in den anschließenden Münzprüfkanal rutscht und das Gegengewicht S3 die Münzwaage 52 wieder in ihre Ausgangsstellung bringt.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist kurz folgende: Beim Einwurf einer Münze wird das mit dem Arm Ja in die Münzbahn 1 ragende Münzabtastorgan 7 bewegt. Das letztere legt einen dem Durchmesser der Münze entsprechenden Weg zurück. Handelt es sich beispielsweise um ein i-Fr.-Stück, so wird der Arm yb des Münzhebels 7 mit dem Pimpel 8 an den Nocken 9" herangeschwenkt, da dieses Geldstück von den hier verwendbaren Münzsorten den größten Durchmesser hat. Während dieser Verschwenkung wird durch die Quecksilberwippe 10 der Antriebsmotor 11 eingeschaltet. Die Nockenwelle 27 beginnt zu drehen, wobei der Nocken ga mittels des Pimpels 8 den Zwischenhebel 12" betätigt, der seinerseits den Auslösehebel I3ß an den Einlauf der spiralförmigen Rille der Kurvenscheibe 14° heranführt. In den Fig. 3 a und 3 b ist die Lage der beteiligten Elemente in diesem momentanen Zustand dargestellt. Die anschließende Schwenkbewegung des Auslösehebels 13" bewirkt über den Einstellhebel 34" eine Drehung der Schaltwelle 35, wodurch der Kontakt 42 mittels des Schalthebels 33 unterstellt wird. Die Nockenwelle 27 führt zehn. Umdrehungen aus und veranlaßt hierbei die Aussendung von zehn Münzimpulsen mittels des Impulskontaktes 40. Hiernach gelangt der Führungsstift 30 an das Ende der spiralförmigen Rille. Der Auslösehebel 13s wird gehoben und fällt oberhalb des Begrenzungssegmentes i8ß in die Ausgangslage zurück, wobei die Schaltwelle 35 über den Rückstellhebel 36" zurückgestellt und der Schalthebel 33 von dem Kontakt 42 entfernt wird. Beim nächsten Auflaufen der Segmentscheibe 32 wird deshalb der Kontakt 42 geschlossen und damit der Antriebsmotor 11 und die Nockenwelle 27 stillgesetzt in später beschriebener Weise. Inzwischen hat voraussetzungsgemäß die Münze die Münzbahn 1 bereits verlassen, und der Münzhebel 7 hat seine Ausgangslage wieder
eingenommen, so daß die Vorrichtung für den Einwurf einer weiteren Münze bereit ist.
In analoger Weise arbeitet die Vorrichtung beim Einwurf eines 20-Rp.- oder So-Rp.-Stückes. Anders verhält es sich dagegen beim Einwurf eines io-Rp.-Stückes. Der Pimpel 8 des Münzhebels 7 gelangt entsprechend dem Durchmesser dieser Münze zwischen die beiden Nocken o.6 und gc, was ohne weitere Auswirkung ist. Der Antriebsmotor 11 wird in gleicher Weise angelassen, und die Nockenwelle beginnt zu drehen. Die Segmentscheibe 32 verläßt den federnden Ansatz 42° des Kontaktes 42, der demzufolge geöffnet wird, und bewirkt nach einer Umdrehung wiederum die Schließung desselben, womit der Antriebsmotor 11 und die Nockenwelle 27 stillgesetzt wird. Während dieser Umdrehung gelangt ein Münzimpuls zur. Aussendung. Wie bereits erwähnt, wird somit für die Münzimpulseinheit kein Steuerorgan benötigt. Diese Vereinfachung ist möglich, weil der Schaltzustand des Kontaktes 42 außer vom Bewegungszustand der Auslösehebel 13 auch von demjenigen der Nockenwelle 27 abhängig gemacht wird.
Mit der Schaltwelle 35 ist im übrigen ein nicht dargestelltes· Gestänge verbunden, das den Nummernschalter des Münzfernsprechers während der Münzimpulsaussendung verriegelt (mit Ausnahme beim Aussenden eines einzigen Impulses).
Die nachfolgenden Ausführungen beschreiben den schaltungsmäßigen Aufbau der Münzfernsprechstation und die in diesem Zusammenhang interessierenden Scäialtmittel des Amtes (Fig. 6). Der Motor der Münzimpulssendevorrichtung ■ besteht im wesentlichen aus vier paarweise senkrecht aufeinander stehenden Statorspulen M1 bis Ai4 und einem Anker mit ausgeprägten· Polen. Die Statorspulen werden mit Hilfe der beiden Unterbrecherkontakte m1 und m2 ein- und ausgeschaltet. Zur schnellen Stillsetzung des Motors dienen die Kontakte v1 und mk2, welche im geschlossenen Zustand gleichzeitig beide Statorspulenpaare unter Strom setzen. Die im Zusammenhang mit der Beschreibung des mechanischen Aufbaus erwähnten elektrischen Teile der Münaimpulssendevorrichtung sind in der vorliegenden Schaltung wie folgt bezeichnet: Der Elektromagnet 19 und seine Kontakte 20s, 206 und- 2OC sind mit V bzw. vx bis v3, die Quecksilberwippe 10 mit Q und die Kontakte 40, 41 und 42 mit mi, mk1 bzw. mk2 bezeichnet.
In der Zentrale sind die Relais A, C und X vorhanden. Das· Relais C spricht an beim Belegen eines Kassierrelaissatzes. Relais A spricht an bei Schleifenstrom und dient zur Aufnahme der Nummernwahlimpulse. Die beiden Wicklungen, I und II des zur Aufnahme der Münzimpulse vorgesehenen Differentialrelais X sind so geschaltet, daß das Relais bei Erdimpulsgabe über nur eine Wicklung II oder beide im selben Sinn erregten Wicklungen anspricht, wogegen sich die Magnetisierungen bei Schleifenstrom aufheben.
Beim Herstellen einer Verbindung werden durch das Abheben des Mikrotelephons die Hakenumschalterkontakte HU1 bis HUS betätigt. Über die Kontakte s3, HU1 und v2 wird Erdpotential an die* &-Ader der Leitung gelegt, wodurch in der Zentrale die nicht gezeichnete Vorwahlstufe angelassen wird. Nachdem in der Zentrale ein Kassierrelaissatz angeschaltet ist, liegt über den nun geschlossenen. Kontakt c1 des Belegungsrelais C das Minuspotential der Batterie an der α-Ader der Leitung. Dadurch entsteht folgender Stromkreis: Erde, Kontakte s3, HU1 und v2, Gleichrichter Gl2, Kontakte HU2 und i, Elektromagnet V1 Übertrager Ue, Kontakt mi, Gleichrichter Gl1, c^Ader, Kontakt c1, Wicklungen II der Relais X und A, Batterie, Erde. Die Anzugsverzögerung des Differentialrelais X ist so bemessen, daß zuerst nur der Elektromagnet V anspricht. Der Elektromagnet V gibt in früher beschriebener Weise den Münzeinwurf frei und betätigt die Kontakte v1 bis z/8. Der nun geöffnete Kontakt v2 bleibt durch eine mit dem Hakenumschalter in Verbindung stehende Verriegelungseinrichtung so lange in dieser Stellung gehalten, bis der Hakenumschalter am Schlüsse einer Verbindung durch Einhängen des Mikrotelephons wieder in die Ruhelage zurückgestellt wird, gleichgültig, ob bis zu diesem Zeitpunkt der Elektromagnet V weitere Schaltbewegungen ausführt oder nicht. Somit verläuft nun der Stromkreis über Erde, Wicklung I des Relais A, Kontakt x1, Wicklung I des Relais X, fr-Ader, statt über Erde, Kontakte s3, HU1 und v2.
Ein in den Automat eingeworfenes Geldstück bewirkt den Kontaktschluß der Quecksilberwippe Q, wodurch folgender Stromkreis zustande kommt: Erde, Kontakte Q, HU2. und i, Elektromagnet V, Übertrager Ue, Kontakt mi, Gleichrichter G/1, α-Ader, Kontakt c1, Wicklungen II der Relais X und A, Batterie, Erde. Das Differentialrelais X wird unsymmetrisch erregt und schließt daher seinen Kontakt x1. Die magnetischen Flüsse seiner Wicklungen I und II unterstützen sich nach dieser Kontaktbetätigung. Das Relais A bleibt mittels der Wicklung II weiterhin erregt. Ferner entsteht ein Stromkreis für das Relais S und die Motorspulen Mi bis Mz: Erde, Kontakt Q, Relais 6", Kontakt m2, Motorspulen M* und M2, b-Ader, Relais X, Wicklung I, Kontakt x1, Widerstand Wi1, Batterie, Erde. Gleichzeitigerhalten auch dieMotorspulenM3 und M"4 über die im Bremsstromkreis· liegenden Kontakte mk2 und s2 kurzzeitig Strom, so daß der Motor erst zu drehen beginnt, wenn der Kontakt sdes mit Verzögerung anziehenden Relais 6" geöffnet hat. Kontakt s3 schließt die Quecksilberwippe Q kurz. Die Erregung des Relais S hat weiter zur Folge, daß der Elektromagnet V durch den Kontakt s1 kurzgeschlossen wird, so daß eine Umstellung der Münzweiche 23 erfolgt. Außerdem wird durch die Umlegung des Kontakts s1 der Kurzschluß des Impulskontakts mi aufgehoben.
Der Motor schaltet sich in bekannter Weise mit Hilfe der beiden Unterbrecherkontakte m1 und m2 durch wechselseitiges Unterstromsetzen der beiden Statorspulenpaare M1, M2 und M3, M4 fort. Der Gleichrichter Gl2 verhindert ein Anreizen des Mo-
tors durch Ströme der entgegengesetzten Richtung. Zu Beginn der Drehung der Nockenwelle 27 werden noch die Kontakte mk1 und mk2 geöffnet, wovon der letztere während der Aussendung einer Impulsserie geöffnet bleibt. Wie weiter oben beschrieben, werden nun die Münzimpulse mittels des Kontaktes mi erzeugt durch Unterbrechen, des folgenden Stromkreises: Erde, Kontakte ss bzw. mk1, Widerstand wi2, Kontakte s1 und mi, Gleichrichter
to Gl1, α-Ader, Kontakt c1, Wicklungen II der Relais X und A, Batterie, Erde. Hierbei kommt das Differenzialrelais X im Amt impulsweise zum Abfall.
Am Ende der Münzimpulsaussendung wird die Unterstützung des Kontakts mk2- aufgehoben, so daß der beim Abfall des Elektromagneten V durch den Kontakt v1 vorbereitete Bremsstromkreis geschlossen und dadurch der Motor durch gleichzeitiges Erregen der beiden Statorspulenpaare stillgesetzt wird. Infolge Kurzschlusses durch den Kontakt mk1 kann das Relais 6" den Anker nicht mehr halten und fällt verzögert ab. Die Abfallverzögerung des Relais S ist so bemessen, daß die Statorspulen M1 bis Mi über den Kontakt s3 so lange Strom erhalten, als für die Stillsetzung des Motors notwendig ist. Die Aufhebung des Kurzschlusses des Elektromagneten, V durch den Kontakt s1 hat eine erneute Umstellung der Münzweiche zur Folge. Das Differentialrelais X kehrt ebenfalls infolge öffnens des Kontakts J1 in die Ruhelage zurück. Der Münzkassierautomat ist nun zur Aufnahme eines weiteren Geldstückes bereit.
Nach beendigtem Geldeinwurf kann mit der Nummernwahl begonnen werden. Diese vollzieht sich in üblicher Weise, indem mit dem Nummernschalter der Kontakt i impulsweise geöffnet und Kontakt k geschlossen wird.
Alle Hakenumschalterkontakte werden nach Gesprächsschluß, d. h. nach dem Einhängen des Mikrotelephons, wieder zurückgestellt, und der Elektromagnet V wird aberregt.
Zur Betätigung des Kassiermagneten KM wird in der Zentrale kurzzeitig eine positive Gleichspannung mit geerdetem Minuspol an die α-Ader der Verbindungsleitung gelegt. Die Kassierung'des Geldes nach Beendigung des Gespräches erfolgt durch Erregen des Kassiermagneten KM im folgenden Stromkreis: +, Gleichspannung, α·-Ader, Gleichrichter GP, Kassiermagnet KM, Erde.
Falls kein Gespräch zustande gekommen ist, erfolgt die Geldrückgabe durch Anlegen einer positiven Gleichspannung mit geerdetem Minuspol an die £>-Ader der Verbindungsleitung. Hierbei wird der Rückgabemagnet RM über die Gleichrichter Gl2 und Gl4 erregt.

Claims (8)

  1. Patentansprüche.·
    i. Vorrichtung in Selbstkassierautomat zur Erzeugung von elektrischen Münzimpulsen nach Patent 861 428, dadurch gekennzeichnet, daß den Steuerorganen Mittel zur Beeinflussung des Ablaufs einer den Münzimpulskontakt steuernden Nockenwelle zugeordnet sind, die durch die Steuerorgan« vermittels des beim Einwurf einer Münze in deren Bereich gelangenden Münzabtastorgans ausgelöst werden und die unter dem Einfluß des wirksamen Steuerorgans die Nockenwelle nach Ablauf einer der diesem Steuerorgan zugeordneten Münzimpulszahl entsprechenden Anzahl Umdrehungen stillsetzen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerorgane auf der Nockenwelle übereinander angeordnete Kurvenscheiben enthalten, die je mit einer spiralförmigen Rille mit einer von der Zahl der auszusendenden Münzimpulse abhängigen Anzahl Umgänge versehen sind, und daß jeder Kurvenscheibe ein Auslösehebel· zugeordnet ist, der durch einen in der Rille der Kurvenscheibe geführten Stift bei deren Drehung verschwenkt wird und hierbei die genannten Mittel zur Beeinflussung des Ablaufs der Nockenwelle auslöst.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerorgane auf der Nockenwelle übereinander angebrachte und den Kurvenscheiben einzeln zugeordnete Nocken enthalten, an. die das als Münzhebel ausgebildete Münzabtastorgan nach Einwurf einer Münze herangeschwenkt und im Laufe der Umdrehung der Nockenwelle durch den Nocken des der eingeworfenen Münze zugeordneten Steuerorgans in einer zu seiner Schwenkrichtung senkrechten Richtung verschoben wird, wodurch über einen Zwischenhebel der entsprechende Auslösehebel mit seinem Führungsstift an den Einlauf der spiralförmigen Rille der zugehörigen Kurvenscheibe gebracht wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Rückstellmittel vorgesehen sind, welche die Auslösehebel, nachdem der Führungsstift die Rille beim Ablauf der Kurvenscheiben durchlaufen hat, in die Ausgangslage zurückstellen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schalteinrichtung zur Steuerung einer elektrischen Antriebsvorrichtung für die Nockenwelle vorgesehen ist, die beim Verschwenken der Auslösehebel unter der Einwirkung der Kurvenscheiben im Sinn einer Freigabe und bei deren Rückstellung im Sinn einer Stillsetzung der genannten Antriebsvorrichtung betätigt wird.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch S, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung in einen Bremsstromkreis der Antriebsvorrichtung für die Nockenwelle eingeschaltet ist und daß deren Kontakte durch ein für alle Steuerorgane gemeinsames Betätigungsorgan, das beim Verschwenken der Auslösehebel verstellt und bei deren Rückstellung ebenfalls zurückgestellt wird, geöffnet bzw. geschlossen werden.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung unter dem Einfluß einer mit der Nockenwelle verbundenen Schaltfeder steht, die nach jeder
    vollen Umdrehung der Nockenwelle .vorübergehend auf eine Kontaktfeder der Schalteinrichtung in Schließrichtung einwirkt, während das vorgenannte Betätigungsorgan bei seiner Verstellung diese Kontaktfeder entgegen der Wirkung der Schaltfeder in der Öffnungsstellung unterstützt.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 in Münzfernsprechern, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsorgan mit dem Nummernwahlschalter des Münzfernsprechers in der Weise verbunden-ist, daß beim Verstellen des ersteren der Nummernwahlschalter für die Dauer der Münzimpulsaussendung blockiert wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
    © 5462 10.53
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