DE892818C - Verschlusskappe aus Metall fuer Zylinderampullen - Google Patents
Verschlusskappe aus Metall fuer ZylinderampullenInfo
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Description
-
- -Neuierdings-erseheinen auf dem rularkt immer mehr Zylinderampullen, die anstatt des sogenannten Nadelstopfens,ein,e Metallkappe aufweisen, während das zugehörige Ende der Zylinderampulle selbst flaschenhalsförmig ausgebildet ist. Durch eine eingelegte Gummischeibe wird das Abdichten besorgt.
- Eine runde oeffnung läßt die Durdistichstelle für das ins Innere des Spritzgestelles ragende Ende der Injektionsnadel frei.
- Abb. I veranschaulicht das: I ist die Zylinderampulle, 2 die Metallkappe, 3 eine Dichtungsscheibe aus Gummi, bei 4 ist die OKnung über der Einstichstelle. Das zugehörige Spritzgestell weist an der Stelle, wo die Injektionsnadel nach innen ragt, eine konische Vertiefung auf, deren Zweck es ist, die Nadel gegen seitlichen Druck nachgiebig zu machen.
- Dieser seitliche Druck entsteht dadurch, daß die Zylinderampullen im Durchiriesser schwankend und oft brträchtlich dünner sind als das Lumen des Spritzgestelles. Da in diesem eine Zentriervorrichtung für das Nadelende der Zylinderampulle fehlt, wird der Nadelstopfen oder Kappenverschluß meist exzentrisch durchbohrt. Die meist gut zentrierte Kolbenstange des Spritzgestelles sucht nun hei der Injektion die Lage der Zylinderampulle seitlich zu korrigieren, wodurch eben der seitliche Druck entsteht. Bei einer Unnachgiebigkeit der Injektionsnadel könnte das zu einer Undichtigkeit längs der Nadel führen.
- Abb. 2 veranschaulicht diese Verhältnisse: I ist die Zylinderampulle, 2 die Metallkappe, 3 die Gummidichtung, 4 die Öffnung über ,der Einstichstelle, 5 der Kopf des Spritzgestelles, 6 die Kanüle, 7 ist die konische Vertiefung an der Eintrittsstelle der Kanüle ins Innere des Spritzgestelles.
- Die Zylinderampulle ist absichtlich nicht 7zentral eingezeichnet, denn praktisch wird sie meist so im Spritzgestell liegen. Aus diesem Grunde muß auch die Öffnung 4 in der Verschlußkappe 2 verhältnismäßig groß sein. Da nun Gummi inkompressibel ist, d. h. bei Verformungen sein Gesamtvolumen nicht ändert, so wird beim Aufpressen der Kappe beim Verschließen der Zylinderampullelder Gummi der Dichtungsscheibe nach der Mitte zu ausweichen und quillt dann erfahrungsgemäß durch die Einstichöffnung 4 nach außen, wie in den Abb. I und 2 dargestellt ist. Im Venein mit der konischen Vertiefung 7 entstehen nun hier überaus ungünstige Verhältnisse. Der Druck im Innern einer Zylinderampulle kann nämlich beträchtlich hoch werden.
- Für je 1 kg Handdruck entstehen z. B. bei einer lichten Weite der Zylinderampulle von 6,5 mm etwa 3 atü. Bei Verwendung enger Kanülen und Injektionen in festes Gewebe, z. B. Zahnfleisch, können so 30 und mehr atü entstehen. Die gegen Innendruck nachgiebige Wölbung nach außen, ohne Gegendruck infolge der konischen Vertiefung 7, kann somit leicht Ursache einer Undichtigkeit werden.
- Neben diesem Nachteil weisen die bisher gebräuchlichen Zylinderampullen einen weiteren auf.
- Die Durchstichstelle, die durch Transport und Lagerung unvermeidbar verstaubt, läßt sich kurz vor Gebrauch theoretisch überhaupt nicht einwandfrei sterilisieren. Die einzige Methode, die absolute Sterilität gewährleistet, die Anwendung von Hitze, läßt sich in ,der Praxis .gar nicht durchführen. Das übliche Abspülen mit Alkohol ist nach dem Urteil der Fachleute unzureichend.
- Beide Nachteile werden durch eine überaus einfache Änderung der Metallkappe behoben. Man verwendet die bereits für wertvolle Injektionslösungen gebräuchlichen Kappen mit einem abreißbaren Verschluß plättchen über der Einstichstelle und formt dieses Verschlußplättchen als einen nach innen zu gewölbten Napf, wie in Abb 3, a im Querschnitt, b in der Aufsicht, dargestellt: I ist wieder die Zylinderampulle, 2 die Metallkappe, 3 die Dichtungsscheibe, 8 das abreißbare Schutzplättchen für die Einstichstelle, 9 sind die Verbindungsstege, die das Plättchen in seiner Lage festhalten und IO sind zwischen diesen Stegen etwas aufgebogene Ränder der Schutzplättchen, die das Anfassen der Plättchen beim Abreißen, etwa durch eine sterile spitze Pinzette, ermöglichen sollen.
- Durch die nach innen gerichtete Wölbung wird erreicht,- .daß der nach der Mitte zu quellende Gummi sich ebenfalls nach innen wölbt. Diles gewährleistet absolute Dichtigkeit bei der Injektion, denn durch den Druck von innen her wird der Gummi nur fester an die Kanüle angepreßt, im Gegensatz zu der nach außen gerichteten Wölbung.
- Dann aber wird erreicht, daß dies Metallplättchen der ganzen Fläche nach dem Gummi fest aufliegt, so daß keinerlei Verschmutzung der von der Fabrikation her sterilen Oberfläche an der Einstichstelle erfolgen kann; bei einem ebenen Plättchen würde sich darunter ein gefährlicher Hohlraum bilden.
- Diese Form .der Kappe bringt auch eine beachtliche Materialersparnis, da man mit viel dünneren Dichtungsscheiben auskommen kann, und damit auch eine bessere Raumausnutzung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verschlußkappe aus Metall für Zylinderampullen mit flaschenhalsförmigem Nadelende, dadurch gekennzeichnet, daß diese Kappe über der Einstichstelle ein in bekannter Weise abreißlbares Schutzplättchen enthält, das nach dem Innern der Ampulle zu gewölbt ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF6980A DE892818C (de) | 1951-08-17 | 1951-08-17 | Verschlusskappe aus Metall fuer Zylinderampullen |
| FR1061478D FR1061478A (fr) | 1951-08-17 | 1952-08-14 | Capsule de fermeture en métal pour ampoules |
| GB20762/52A GB710813A (en) | 1951-08-17 | 1952-08-18 | Protective metal cap for cylindrical ampoules |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF6980A DE892818C (de) | 1951-08-17 | 1951-08-17 | Verschlusskappe aus Metall fuer Zylinderampullen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE892818C true DE892818C (de) | 1953-10-12 |
Family
ID=7085222
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF6980A Expired DE892818C (de) | 1951-08-17 | 1951-08-17 | Verschlusskappe aus Metall fuer Zylinderampullen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE892818C (de) |
| FR (1) | FR1061478A (de) |
| GB (1) | GB710813A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1129258B (de) * | 1955-05-31 | 1962-05-10 | Fenwal Lab Inc | Behaelter aus biegsamem Kunststoff fuer medizinische Fluessigkeiten |
-
1951
- 1951-08-17 DE DEF6980A patent/DE892818C/de not_active Expired
-
1952
- 1952-08-14 FR FR1061478D patent/FR1061478A/fr not_active Expired
- 1952-08-18 GB GB20762/52A patent/GB710813A/en not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1129258B (de) * | 1955-05-31 | 1962-05-10 | Fenwal Lab Inc | Behaelter aus biegsamem Kunststoff fuer medizinische Fluessigkeiten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB710813A (en) | 1954-06-16 |
| FR1061478A (fr) | 1954-04-13 |
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