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Elektrisches Gleisplanstellwerk Bei den elektrischen Tischstellwerken
hat man eine obere Bedienungstafel, welche die Bedienungstasten bzw. -hebel und
insbesondere den Gleisplan trägt. Hierunter ist eine die Beleuchtung des Gleisplanes
und der in dem Gleisplan angeordneten Symbole (Signale usw.) besorgende Lampenplatte
angeordnet, welche gleichzeitig auch als Apparate-und Kontaktplatte dienen kann.
Vorzugsweise verwendet man aber für die Apparate- und Kontaktplatte eine besondere
dritte Platte, welche unter der Lampenplatte angeordnet ist und welche die bei der
Betätigung der Bedienungstasten bzw. -hebel zu steuernden Kontakte trägt. In solchem
Fall hätte man es also mit im ganzen drei Platten zu tun, von denen die obere aus
Glas, vorzugsweise aus Kunstsoffglas, besteht und eine den Gleisplan darstellende,
mit Ausnehmungen und Schlitzen für die Symbole und die Fahrstraßen, Weichen usw.
versehene Hinterlegung trägt. Die darunter angeordnete Lampenplatte trägt die für
die Rückmeldung der Bedienungs- und Folgeablaufvorgänge sowie für die Beleuchtung
der Bedienungstasten notwendigen Lichtquellen. Diese Lichtquellen sind vorzugsweise
durch dichtschließende Lichtkammern gegeneinander abgetrennt, so daß nur der zu
markierende Fahrstraßenstrang hell aufleuchtet, während die übrigen Schlitze vollkommen
dunkel sind, wodurch ein guter Kontrast hervorgerufen wird. Diese Platte besteht
dann aus Blech. Die Kontakt-und Apparateplatte trägt vorzugsweise auf ihrer Unterseite
die Kontakte und ähnliche Steuermechanismen und besteht aus Isolationsmaterial.
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Es ist für ein solches elektrisches Tischstellwerk bereits vorgeschlagen
worden, sowohl die Bedienungstafel
als auch die darunter angeordnete
Apparate- und Kontakttafel um -eine gemeinsame Welle bzw. Wellen mit gemeinsamer
Drehachse hochklappbar anzuordnen. Ob nur die obere Platte oder alle Platten um
die gemeinsame Achse hochgeklappt werden, hängt ganz von der Stellung eines von
Hand zu steuernden Mitnehmers ab.
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:Dieser Vorschlag hat den Nachteil, daß der Stellwerksbeamte sich
entweder nur bei dem Hochklappen der obersten Platte oder bei dem Hochklappen aller
Platten in der für den Bedarfsfall günstigsten Stellung befinden kann, daß er aber
niemals in beiden Fällen die .gleiche günstige Stellung innehat. Nehmen wir an,
d@aß die gemeinsame Drehachse für alle Platten sich an der vom Standort des Stellwerksbeamten
abgewandten Längsseite des Stelltisches befindet und daß die obere Platte hochgeklappt
werden muß, um durchgebrannte Glühlämpchen auf der Lampenplatte auszuwechseln. Dann
befindet sich der Stellwerksbeamte für diese nur kurze Zeit beanspruchende Maßnahme
in der günstigen Stellung. Er hat durch das Hochklappen der oberen Platte ungehinderten
Einblick und freien Zugriff zu der Lampenplatte und kann die Auswechselung vornehmen.
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Ist eine Störung an der Unterseite der Lampenplatte, wo also die Kontakte
und übrigen Steuermechanismen sitzen, zu beheben oder, falls es sich um einen Stelltisch
mit drei Platten handelt, ist eine Kontaktstörung an der Unterseite der dritten
Platte zu beheben, dann handelt es sich immer um eine langwierigere Arbeit, welche
von einemweiteren Bedienungsbeamten, der hierin Spezialist ist, durchgeführt werden
muß, während welcher Zeit aber der Stellwerksbetrieb keine Unterbrechungen erleiden
darf. Werden nun, gemäß dem gemachten Vorschlag, alle Platten um die gemeinsame
Achse hochgeklappt, dann befindet sich der Gleisplan mit seinen Bedienungstasten
oder -hebeln an. .der vom Standort des Stellwerksbeamten abgelegenen Seite, kann
also von seinem bisherigen Standort äus überhaupt nicht bedient werden. Der Stellwerksbeähite
muß also, um die Bedienung fortzusetzen, um den Tisch herumgehen und auf die andere
Längsseite treten.
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Diese Schwierigkeiten werden durch den Vorschlag der 'Erfindung behoben.
Sie betrifft insbesondere ein elektrisches Gleisplansteliwerk mit im ganzen drei
Platten, nämlich einer oberen, den Gleisplan und die Bedienungstasten oder -hebel
tragenden Platte, einer mittleren Lampenplatte und einer unteren Apparate- und Kontaktplatte.
Sie kennzeichnet sich dadurch, daß die obere Platte um eine vom Standort des Bedienungsbeamten
abgewendete Seite liegende Achse hochklappbar ist und daß außerdem alle Platten
gemeinsam um eine dem Standort des Bedienungsbeamten -zugewendete Seite liegende
Achse hochklappbar sind. Im ersteren Fall hat der Stellwerksbeamte zwecks Auswechselung
von Lichtquellen wie bei dem bereits gewürdigten Vorschlag freien Zugriff in die
Lichtkammer der Lampenplatte. Im zweiten Fall, wenn alle Platten um die ihm zugewendete
Achse hochgeklappt sind, werden alle Platten zusammen mit dem Gleisplan zu ihm hingeklappt,
und der Gleisplan befindet sich unmittelbar vor ihm in schräg aufwärts gerichteter
Stellung. Er kann also, ohne seinen Standort auch nur im geringsten zu ändern, die
Bedienung des Stellwerks nach wie vor durchführen, während von der anderen Längsseite
des Stellwerkstisches her der die Reparaturen durchführende Beamte für die schnelle
Behebung des Schadens besorgt sein kann.