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Verfahren zur Herstellung von Küpenfarhstoffen der Pyranthronreihe
Es wurde gefunden, daß man wertvolle Küpenfarbstoffe der Pyranthronreihe erhält,
wenn man Halogenpyranthrone mit i -Aminoanthrachinon-2-aldehyd umsetzt.
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Von den Halogenpyranthronen eignen sich besonders die technisch leicht
zugänglichen Di- bis Tetrahalogenpyranthrone, doch können für das Verfahren auch
noch höher halogenierte Pyranthrone verwendet werden. Besonders vorteilhaft ist
die Verwendung der Brompyranthrone.
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Die Umsetzung wird in üblicher Weise in indifferenten Lösungs- oder
Verdünnungsmitteln in Gegenwart von säurebindenden Mitteln, wie Natrium- oder Kaliumcarbonat,
und von Kupfer oder Kupferverbindungen, wie Kupferoxyd, vorgenommen. In manchen
Fällen ist es von Vorteil, Kupferoxyd allein zu verwenden, das zugleich als katalytisches
und säurebindendes Mittel wirkt. Man erhält so je nach dem angewandten Verhältnis
von Halogenpyranthron zu i-ArninoanthrachinOn-2-aldehyd rotbraun- bis violettstichigbraunfärbende
Küpenfarbstoffe von hervorragenden Echtheitseigenschaften.
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Die in den nachfolgenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile.
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Beispiel i In eine auf i 51o° erhiitzte Mischung aus ia,3 Teilen (=
i Mol) Dibrompyranthron, hergestellt entsprechend der Arbeitsweise nach Beispiel
14 der Patentschrift 595 461 durch Behandeln von Pyranthron in Chlorsulfonsäure
in Gegenwart von Schwefel mit Brom, 134o Teilen Naphthalin und 42 Teilen wasserfreiem
Natriumcarbonat trägt man unter Rühren eine Mischung aus 55 Teilen (= i,i Mol) i-Aminoanthrachinon-2-aldehyd
und
21 Teilen Kupferoxyd ein und erhitzt das Ganze sc lange zum
Sieden, bis kein i-Aminoanthrachinon-2-aldehyd mehr nachweisbar ist. Dann läßt man
auf 12o'° abkühlen, verdünnt mit Monochlorbenzol und saugt bei 9o° ab. Den Rückstand
befreit man in bekannter Weise von anhaftendem Lösungsmittel und anorganischen Verbindungen.
Der getrocknete Farbstoff ist ein dunkles Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure
mit blauer Farbe löst. Der neue Farbstoff färbt Baumwolle aus rotvioletter Küpe
in gedeckten rotbraunen Tönen von hervorragenden Echtheitseigenschaften.
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Farbstoffe mit ähnlichen Eigenschaften erhält man, wenn man an Stelle
von Dibrompyranthron Dichlorpyranthron oder Chlorbrompyranthrön öder ein nach der
Patentschrift 218 162 hergestelltes Dibrompyrantbron verwendet. -Beispiel e In eine
auf 15o° erhitzte Mischung aus 113 Teilen (= i Mol) Dibrompyranthron, 1340 Teilen
Naphthalin und 64 Teilen wasserfreiem",Nätriumcarbonat trägt man unter Rühren eine
Mischung aus 13o Teilen (= 2;6 Mol) i-Aminoanthrachinon-2-aldehyd und 43 Teilen
Kupferoxyd ein und erhitzt das Ganze so lange zum Sieden, bis kein Dibrompyranthron
mehr nachgewiesen werden -kann. Nach der in Beispiel i beschriebenen Aufarbeitung
erhält man ein dunkles Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit graublauer
Farbe- löst. Der neue Farbstoff färbt Baumwolle aus rotstichigvioletter Küpe in
sehr echten korinthstichigbraunen Tönen. Er eignet sich besonders für das Bedrucken
von Baumwolle und zum Färben von Viskoselösung, die auf Kunstseide verarbeitet werden
soll. Beispiel 3 In eine auf 15o° erhitzte Mischung aus 128 Teilen (= i Mol) T ribrompyranthron,
hergestellt nach Beispiel 4 der Patentschrift ?18162, 134o Teilen l'"Taphthalin
und 42 Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat trägt man unter -Rühren eine Mischung
aus 55 Teilen (= i,1 Mol) i-Aminoanthrachinon-2-aldehyd und 21 Teilen Kupferoxyd
ein und erhitzt das Ganze unter Rühren so lange zum Sieden, bis kein i-Aminoanthrachinon-2-aldehyd
mehr nachgewiesen werden kann. Nach der üblichen Aufarbeitung erhält man einen Farbstoff,
der Baumwolle aus rotvioletter Küpe in kräftig rotbraunen Tönen färbt.
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Verwendet man auf i Mol Tribrompyranthron 2 Mol i =Aminoanthrachinon-2-aldehyd,
so erhält man einen Baumwolle korinthstichigbraunfärbenden, mit 3 Mol i-Aminoanthrachinon-2-aldehyd
einen Baumwolle graustichigbraunfärbenden Küpenfarbstoff.
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In gleicher Weise kann man auch höher hulo-,genierte'Pyranthrone mit
i oder mehr Mol- i-Aminoanthrachinon-2-aldehyd umsetzen. Man erhält so Baumwolle
rotbraun- bis graubraunfärbende Kiipenfarbstoffe. Beispiel 4 In eine auf 15o° erhitzte
Mischung aus 26o Teilen Naphthalin, 18 Teilen Chlorpyranthron von 12,5 %
Chlorgehalt, hergestellt nach Patent 218 162 durch Einwirken von Sulfurylchlorid
auf Pyranthron in Nitrobenzol in Gegenwart von Jod, und 8,4 Teilen wasserfreiem
Natriumcarbonat trägt man unter =Rühren ein Gemisch von io Teilen i-Aminoanthrachinon-Z@abdehyd;unid
4,2Teilen Kupferoxyd ein und erhitzt das Ganze so lange zum Sieden, bis kein Ausgangsstoff
mehr nachzuweisen ist. Nach der in Beispiel i beschriebenen Aufarbeitung erhält
man ein, dunkles, Pulver, das sidi in konzentrierter Schwefelsäure mit blauer Farbe
löst. Der Farbstoff färbt Baumwolle aus. rotvioletter Küpe in kräftigen gelbbraunen
Tönen von hervorragenden Echtheitseigenschaften. Beispiel s In eine auf 15o° erhitzteMischung
aus 358Teiler Naphthalin, 21,8 Teilen (= i Mol) Tetrachlorpyranthron,hergestellt
entsprechend Patent 595461, Beispiel 40, durch Einleiten von gasförmigem Chlor in
eine Lösung von Pyranthron in Chlorsulfonsäure in Gegenwart von Schwefel, und 17
Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat trägt man ein Gemisch von 21,6 Teilen (= 2,2
Mo1) i-Aminoanthrachinon-2-aldehyd und 8,6 Teilen Kupferoxyd ein und erhitzt das
Ganze so lange zum Sieden, bis die Ausgangsstoffe umgesetzt sind. Nach der üblichen
Aufarbeitung erhält man ein dunkles Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure
mit olivgrüner Farbe löst. Der neue Farbstoff färbt Baumwolle aus blauvioletter
Küpe in korinthstichigbraunen Tönen von vorzüglichen Echtheitseigenschaften.