DE894519C - Verfahren zur Herstellung von Formlingen aus Leichtbeton - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formlingen aus Leichtbeton

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DE894519C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B1/00Producing shaped prefabricated articles from the material
    • B28B1/50Producing shaped prefabricated articles from the material specially adapted for producing articles of expanded material, e.g. cellular concrete

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Devices For Post-Treatments, Processing, Supply, Discharge, And Other Processes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Formlingen aus Leichtbeton Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Formlingen, vorzugsweise dampfgehärteten Formlingen, aus Leichtbeton und ähnlichen durch Gasentwicklung porösen Erzeugnissen, die beständige Silicatverbindungen zu bilden vermögen.
  • Es ist bekannt, solche Formlinge dadurch herzustellen, daß eine Silicate bildende Rohmasse, beispielsweise Schieferasche und Kalk in Mischung mit Wasser, in Formen gegossen wird. Zu dieser Masse hat man auch Aluminiumpulver, Zinkpulver od. dgl. hinzugesetzt, um eine Gasentwicklung unter sogenannter Gärung zu bewirken. Die Masse wurde zum Aufgären und nachfolgenden Trocknen oder zur vorbereitenden Bindung stehengelassen, bis sie so steif war, daß eine Zerteilung vorgenommen werden konnte. Danach ließ man die Masse fertig abbinden, vorzugsweise unter Dampfhärtung in einem Autoklav. Das Trocknen oder die vorbereitende Bindung der Masse hängt mit dem Löschvorgang des Kalkes oder des beim Abbinden Kalk abgebenden Zementes zusammen sowie mit der dabei erzeugten Wärme. Durch diese Wärme erhöht sich die Temperatur der Masse und damit ebenfalls die Verdunstung an deren Oberfläche, die dadurch einer entsprechenden Abkühlung ausgesetzt wird. Dies ergibt allmählich eine Rißbildung, welche sehr schwer oder überhaupt nicht vermieden werden kann.
  • Erfindungsgemäß ist es gelungen, eine Rißbildung beinahe 'vollständig zu beseitigen, und zwar dadurch, daß vor, während und/oder nach der Gärung ein geschlossener Luftraum oberhalb der Rohmasse vorgesehen wird, welcher die Verdunstung der Oberfläche der .Masse verhindert oder verzögert. Dieser Luftraum, der außerdem als Wärmeisolierung dient, ist bald mit Feuchtigkeit gesättigt, so daß eine Verdunstung verhindert wird. Für den Fall, daß die Formlinge einer Dampfhärtung im Autoklav unterworfen werden sollen, ist der oben angegebene geschlossene Luftraum oberhalb der Rohmasse während derjenigen Zeit nicht erforderlich, während der sich die Masse im Autoklav befindet, denn dieser ist mit Dampf gefüllt, so daß eine schädliche Verdunstung schon aus diesem Grunde gehindert wird.
  • Bei einer Ausführungsform des Verfahrens nach der Erfindung können die Formen nach dem Gießen oder vor, während und/oder nach der Gärung mit einem dicht schließenden wärmeisolierenden Deckel versehen werden. Der Deckel soll dabei so hoch über dem Rand der Form stehen, daß die Masse sich bei der Gärung frei ausdehnen kann. Es ist jedoch auch möglich, die Formen in einer Konditionierungskammer einzusetzen, in welcher die Temperatur und die Feuchtigkeit der Luft geregelt werden können.
  • Es herrschte bisher die Ansicht vor, daß die Risse reine Trocknungsrisse waren und daß sie infolge einer zu kräftigen Wärmeentwicklung entstehen. Das trifft indessen nur teilweise zu. Systematische Untersuchungen haben nämlich gezeigt, daß der primäre Grund zur Rißbildung darin liegt, daß die Oberfläche der Masse auf Grund der Verdunstung so stark im Verhältnis zu den Barunterliegenden Teilen abgekühlt wird, daß Schrumpfrisse entstehen. Dadurch, daß-diese Risse die Verdunstungsfläche noch weiter vergrößern, schrumpft die Masse weiter mit immer größerer Geschwindigkeit, so daß schließlich tiefragende Risse in der Masse entstehen können.
  • Man hat weiter geglaubt, daß es für das Trocknen vorteilhaft oder sogar erforderlich wäre, die Verdunstung ohne irgendwelche Behinderung an der Oberfläche der Masse stattfinden zu lassen. Es wurde gefunden, daß beispielsweise die nach der Erfindung benutzten Deckel im Gegensatz zu der bisherigen Auffassung den Trockenvorgang beschleunigen, und zwar in so hohem Maße, daß man in bestimmten Fällen einen Zeitgewinn von bis zu 6 Stunden erreicht hat. Durch die Tatsache, daß die Deckel größtenteils Wärmeverluste durch Dampfbildung verhindern, wird die Temperatur in den oberen Teilen der Masse um etwa 30° gesteigert. Dies bedeutet, daß man bei Benutzung von Deckeln den Kalkzusatz herabsetzen kann, was wiederum einen wirtschaftlichen Gewinn bedeutet. Es hat sich schließlich auch gezeigt, daß der Unterschied an Volumgewicht und Festigkeit zwischen verschiedenen Teilen der Masse in senkrechter Richtung ausgeglichen wird, weil die Verdunstung von dem oberen Teil vermindert oder vermieden wird.
  • Es ist bekannt, während der Dampfhärtung selbst die Formen mit Deckeln, in denen Schlitze enthalten sind, zu versehen, um Dampf von der Masse entweichen zu lassen. Diese Deckel wurden indessen zu einem ganz anderen Zweck als nach der Erfindung benutzt. Nach der Erfindung werden nämlich die Deckel nur während des ganzen oder während eines Teils des Verfahrens vor der eigentlichen Dampfhärtung vorgesehen und vorzugsweise für die Dampfhärtung entfernt. Weiter müssen die Deckel dicht schließend sein, damit sie die erwünschte Wirkung erreichen. Falls man Deckel der früher bekannten Art mit Schlitzen benutzt, würde eine Kondensation in der Nähe der gegebenenfalls vorhandenen Risse oder Schlitze stattfinden können, und das gebildete Kondensat würde abtropfen und die Masse abkühlen, woraus sich eine weitere Möglichkeit zur Rißbildung ergibt.
  • Die erfindungsgemäß benutzten dicht schließenden Deckel können in verschiedener Weise ausgebildet sein. Es können Deckel für jede einzelne Form benutzt werden, man kann also auch zusammenhängende Deckel für eine ganze Reihe von Formen vorsehen.
  • Wie oben erwähnt, können die Deckel aber auch ganz vermieden werden, wenn die Formen in dicht schließende Kammern versetzt werden, in denen die Luft zu geeigneter Temperatur und Feuchtigkeit konditioniert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Formlingen aus Leichtbeton, vorzugsweise dampfgehärteten Formlingen, bei dem eine betonähnliche Rohmasse in Formen gegossen, vergoren und danach gehärtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß vor, während und/oder nach dem Gären bis zur etwaigen Dampfhärtung ein geschlossener Luftraum oberhalb der Rohmasse vorgesehen wird, der so groß ist, daß auch nach dem Gären der Masse bis auf ihr höchstes Niveau ein geschlossener Luftraum verbleibt, der eine Verdunstung von der Oberfläche der Masse verhindert oder verzögert. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftraum dadurch gebildet wird, daß die Formen mit dicht schließenden, wärmeisolierenden Deckeln von solcher Höhe oberhalb des Randes der Formen versehen sind, daß die Masse frei gären kann. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Formen in eine geschlossene Konditionierungskammer eingesetzt werden. q.. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Konditionierungskammer zur Verwendung kommt, welche mit einer Konditionierungsvorrichtung zur Regelung der Temperatur und der Feuchtigkeit der Luft in der Kammer in Verbindung steht.
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