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Maschine zum Schneiden von Haar-, Borsten-, Pflanzenfaser- oder Kunstfaserbunden
sowie Kunststoffen od. dgl. Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine zum Schneiden
von (Haar-, Borsten-, Pflanzenfaser- oder Kunstfaserbunden, sowie Kunststoffen od.dgl.
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Zum Schneiden von Haaren:' Borsten und Kunstfasern, die in größeren
oder kleineren Büscheln gebunden sind, hat man sich bisher Vorrichtungen bedientdie
ausieinem mit einemHandgriff versehenen, gebogenen Messer bestehen, das um einen
Drehpunkt schwenk-bar gegen das auf einer Auflage befi-adliclh-- Schneidgut bewegt
wird. Dabei wird das zu schneildende Material,derart auf fdiese Unterlage gelegt,
daß die Haare ad'. dgl. in der gewün-schten Längge über die Kantei dieser
Unterlage hinausraggen und,das Schneidtnesser scherenartig an dieser Kante vorbeigeführt
-wird. #Ganz gleichgültig, ob. die nach diesem Prinzip arbeitenden Schneidinaschinen
von Hand oder maschinell angetrieben werden, in jedem Fall ergibt sich, daß das
Messer das Bund, auf das es zubewegt wirid, verhältnismäß,ig stark zusammendrückt
und somit eine schneiden(de Wirkung des Messers nur in. ganz geringem Maße zustande
kommt. Als Folge davon neigen die über die Auflagekante herausstehenden Haare dazu,
sich schräg nach unten abzubiegen,. Wenin auch zu Beginn dieses Schneidvorganges
die der Schneidkante zunächst liegenden Haare sich auf (den. darunter befindlichen
zum Teil noch a;bgtützen können und für erstere nur eine geringe Ausweichmöglichkeit
besteht, so entbehren Idie unteren Haarschichten, jeglicher Stütze. Die Haare weichen
dem Druck des Schneidmessers aus und werden nach unten abgebogen-. Dieses
Ab-
biegen läß,t sich,,bei diesen Maschinen in, keinem Fall vermeiden,. Es
ist daher, abgesehen von dem bei solchen Maschinen erforderlichen erhöhten Kraftaufwand,
nicht
möglich, das Bund völlig eben abzuschneiden. Der eigentliche Z-weck der Schneidmaschine,
der darin bestehen soll, daß sämtliche Haare des Bundes in gleichen Längen abgeschnitten
werden, wird dadurch nicht erreicht.
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Bessere F;rgebnisse werden mit S chneildmaschinen erreicht,
beidenen umlaufende Schnaidscheiben verwendet werden. Denn hier kommt durch, die
umlaufende Schneidkante eine besisere Schneildwirkunig zustande"als dies -bei den
Schneiid#naschinen der vorerw#Imt-en Art möglich ist, die nach dem Scherprinzip
arbeiten. Jedoch läßt sich auch bei diesen Maschinen nicht vermeiden, daß die zu
schneidenden Haare oder Borsten, besonders dann, wenn sie in größeren Längen geschnitten
werden müssen oder verhältnismäßig weich, sind, zum Teil ausweichen und abgebogen
werden. Andererseits, werdendurch den hohen Anpreßidr#uck,der Schneidscheibe an)das
Material und die während-des Schneildens auftretende hohe ErvArmung,die Haare ander
S chnittfläche leicht verbrannt undgind dann zum grUten Teil für die Weiterverarbeitung
nicht zu gebrauchen. In ganz besonders hohem Maße trittdiese letzterwähnte Erscheinung
beim Schneiden von Kunstfasern auf,die an den Schnittflächen schmelzen.-und schließlich
zusammengeschweißt werfden, Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden,
daß das zu schneidende Bund oder .der Stoff beiderseits eines langsam oder rasch
umlaufen-den, gegebenenfalls auf der Antriebswelle verstellbar angeordneten Scheibenmessers
von Spannvcyrrichttmgen gehalten ist. Durch diese beiderseitig angeordnete Spannvorichtung
ist ein Ausweichen ,der Haare, Borsten od.dgl. nicht möglich, und die Schnittfläche
wird, wie die Erfa"lirunggezei-gt hat, vollkommen eben. Ein ErWärmen der Haare wäh,-rend
des Schneidvorganges kann daidÜrch zusätzlich noch unterbunden werden" daß man den
zu schneidenden Haaren oder Borsten noch eine gewisse Vorspannung, gibt"diedadurch
erreichtweriden kann, (daß man die Sparmvorrichtungen im Abstand von dem Scheibenmesser
verstellbar anoridinet. Andererseits läßt sich (dies bei Kungtfasern auch dadurch
vermeiden, daß man das Schneidmesser mit verhältnismäßig langsamer Drehzahl laufen
läßt, d. h. mit einer geringeren Umfangsgeschwindigkeit ,der Schneidkanten
arbeitet, Dabei kann - das Scheibenmesser entweder exzentrisch angeordnet
oder die Schneidkante desselben spitralförmig ausgebildet Bein. Um längere Haar-
coder BorstenbüschelineineAnzahlvonBündeIngleicheroderverschiedener Länge gleichzeitig
zu schneiden, werden mehrere auf der Amtriebswelle verstellbar angebraclite Scheibemnes-ser
im Abstand, voneinander an#geordnet und beilderseits, jedes Scheibenmessers jeweils
eine Spannverrichtung vorgesehen.
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Einige Ausführungsbeispielt gemäß der Erfindung siüd in der Zeichnung
dargestellt. Es zeilgt Abb. i eine schematische Seitenansicht der Masc#'hi,ne, Abb.
2 eine Draufsicht auf dieselbe -und Abb. 3 ein Scheibenmesser mit spiralförmig
ausgebildeten Schneidkanten. Wie aus den Ab.b. i und 2 ersichtlich, ist auf einer
beiderseits gelagerten Welle ii ein Scheibenniesiser 2 angeordnet, das (beispielsweise
ü[ber ein Getriebe 3 von einem Motor 4 angetrieben wird. Das zu schneidende
Haar- oder Borstenbüschel 5 wird belderseits des Scheibenmessers durch Spann,
bänder 6 gehalten, die einerseits. am Maschinen,-rahmen 7 angelenkt
und andererseits. über eine Traverse 8 mit dem Spannheb,51 9 durch
einen Seilzug io cd. rdigl. verbunden sind# Dieser Spannhebel wird durch eine in
ein. Zahinsegment i i eingreifende Klinke 12 in der jewells erforderlichen Lage
ge-
halten. Diese Spannvorrichtung kann gegenüber dem S cheibenmesser
in der Weise verstellbar angeordnet sein, daß der Albstand Ibeider Spannbänder gemeinsam
oder jedes Spannbandes für sichgeändert, wird. Statt dessen ist es aber weh mögEch,
das Scheibenmesser auf der Welle -selbst verstellbar anzuordnen oder diese Verstelllbarkeit
sowohl an den Spannvorrichtungen wie aucl-1 an den Scheilbenmessern vorzunehmen.
Wie aus den Abh. i und 2 ersichtlich, ist in diesem Ausführungsbeispleil das Scheibenmesser
exzentrisch angeordnet. Es. kann aber auch -in der üblichen Weise konzentrisch angeordnet
sein.
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An Stelle der kreisrunden Schneidkante ist das Scheibermizseer 13
(Abb. 3) mit einer spiralförmig ausgebildeten Schneidkente versehen. Von
diesen spiralförmigen Schneidkanten können auch zwei oder.mehrere am Umfang vorgesehen
e3ein.
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Das Schneiden mit dieser Maschine erlolgt in der '#Veisie"daß,die.von
der Spannvorrichtung gehtaltenen Haar- oder Borstenbüschel entweder mittels einer
Wippe oder eines Schliebetisches an das Scheiben, Messer hera-Übewegt werden oder
umgekehrt das Scheilbenmesser mit dein Antrieb schwenkbar oder schiebbar gegenüber
der Spannvorrichtung gelagert ist. Dabei schneidet das, Messer unter Umständen schon,
während einer einzigen Umdrehung das Büschel durch. In diesem F.all wied diafür-
Sorge getragen, daß durch ein, Steuerorgan während der Heranbewegung --des Büschels
an. das Scheiben-Messer (der Antriehs.motor eingeschaltet und nach erfolgtem Schnitt
stillgesetzt wied. Dädurch wird erreicht, daß ider Strornveribrauch, auf ein Mindestmaß
herabgesetzt wird.
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Mit (der Maschine gemäß der Erfnigung ist es erstmalig möglich, sämtliche
in der Bürsten- und Pinselindustrie verwendeten natürlichen oder künstliehen Haare,
Borsten und Fasern einwandfrei und mit geringstem Kraftaufwand auf die gewünschten
Längen m# schneiden. Ein Nacharbeiten der geschnittenen Bunde, wie z. B. das. bieher
notwendige Entfernen der n#icht auf die bestimmt-- Länge geschnittenen Haare und
der damit verbundene 'Verlust, wirddadurch vollkommen vermieden. Andererseeits ermöglicht.
diese Maschine erstmalig -das Schneiden von Kunstfasern auf maschinellem Wege, so
daß eine riasche Fertigung gegenübor der Hanid, arbeit erreicht wird. Gemäß ihrer
Bauart können alle praktisch im Betrieb zurVerarbeltung kommenden Materialien geschnitten
werden" so daß eine vielseitige Anwendung der Maschine und diie Herstellung
völlig
-Aen geschnittener Bunde ganz bestimmter Länge gewährleistet ist.