DE895714C - Verfahren und Einrichtung fuer das Schlachten von Schlachttieren - Google Patents

Verfahren und Einrichtung fuer das Schlachten von Schlachttieren

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DE895714C
DE895714C DEM9030A DEM0009030A DE895714C DE 895714 C DE895714 C DE 895714C DE M9030 A DEM9030 A DE M9030A DE M0009030 A DEM0009030 A DE M0009030A DE 895714 C DE895714 C DE 895714C
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DE
Germany
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organs
transport
animal
slaughter
transported
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Expired
Application number
DEM9030A
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English (en)
Inventor
Jeanette Augustina Meier
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22BSLAUGHTERING
    • A22B7/00Slaughterhouse arrangements
    • A22B7/001Conveying arrangements

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Processing Of Meat And Fish (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung für das Schlachten von Schlachttieren Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung für das Schlachten. und die Beschau von Schlachtvieh in Schlachthäusern oder Schlächtereien, wobei jedes Schlachttier derselben Stelle zugeführt und getötet wird, wonach es entlang einer Haupttransportbahn oder einem Haupttransportweg weitertransportiert wird und wo nacheinander eine Anzahl Arbeiten ausgeführt werden.
  • Die Erfindung hat den Zweck, eine Einrichtung zu schaffen, mit welcher so wirtschaftlich wie möglich gearbeitet werden kann und wobei eine Verwechslung der zu jedem Schlachttier gehörenden Organe soweit wie möglich vermieden. wird.
  • Es hat sich in den öffentlichen' Schlachthäfen ein Schlachtsystem entwickelt, das jedem einzelnen Schlächter die Möglichkeit gibt, mit Hilfe der verfügbaren Einrichtung allein und unabhängig von andern zu schlachten. Die Metzger schlachten das Tier vom Anfang an bis zum Ende, alle Schlachthandlungen hintereinander ausführend.
  • Daneben entwickelte sich in Privat- und Exportschlächtereien ein System, nach welchem viele Tiere eines einzigen Eigentümers von einer großen Anzahl von Schlächtern geschlachtet werden. Jeder von ihnen führt dabei viele Male nur eine einfache Schlachthandlung an einem Teil des Tieres aus.
  • Die dem ersten bekannten Verfahren anhaften-!den Schwierigkeiten sind die folgenden: i. An lebhaften Schlachttagen, wenn viele Schlächter an .der Arbeit sind, zeigen die Schlachthallen ein Bild größter Unordnung. Daneben braucht man zu dieser Arbeitsweise große Räume zur Auoführung der von vielen Personen auszuführenden vielgestaltigen Arbeiten an verschiedenen Stellen.
  • a. Das Aufhängen der Organe geschieht so. unübersichtlich, daß manchmal Verwechslungen stattfinden. Hierdurch kann die Fleischbeschau nicht immer vorschriftsmäßig ausgeführt werden, und der Schlächter bekommt nicht immer das zurück, was ihm gehört.
  • 3. Die Schlachthygiene ist nur mäßig; lebendes Vieh kommt mit Fleisch bereits geschlachteter Tiere in Berührung, die Schlachtkleidun,9 wird unrein, und die Unordnung macht die Innehaltung der hygienischen Vorschriften unmöglich.
  • 4. Das Sammeln der innersekretorischen Drüsen erfordert so viel Zeit und Mühe, daß man es oftmals unterläßt; sie gehen zum Großteil verloren.
  • Diese Schwierigkeiten: sind bei dem zweiten bekannten Verfahren weitgehend beseitigt. Es hat sich aber nicht in den öffentlichen Schlachthöfen einbürgern können und wurde von den Metzgern nicht übernommen, weil es hierbei keine Lösung des Problems gab, wie man die zu jedem Tier gehörigen Organe nach dem Schlachten wieder zusammenbringt. Verwechslungen der zu einem Tier gehörenden Organe kommen öfter vor. Darüber hinaus eignet sich das Verfahren nicht dazu, den heranwachsenden Gesellen anzulernen. Auch die Fleischbeschauer lehnten diese Arbeitsweise ab, weil sich die Fleischbeschau nicht vorschriftsmäßig durchführen ließ. Daher wurde das erstgenannte Verfahren ungeachtet seiner Nachteile angewandt.
  • Die oben angedeuteten Mängel werden durch das Verfahren nach der Erfindung beseitigt. Nach dem neuen Verfahren, bei welchem jedes Tier an derselben Stelle zugeführt und getötet wird, wird das Tier entlang einem Transportgleis weiterbefördert, wobei nacheinander eine Anzahl von Schlachthandlungen mit Einschluß des Ausnehmens oder Ausschneidens der Organe durchgeführt wird. Zugleich werden gemäß derErfindung die herausgenommenen Organe parallel mit dem Fleisch in :solcher Weise weiterbefördert, daß die Beschau der Organe an einer bestimmten. Stelle erfolgen kann, worauf nach .der Beschau die Organe bearbeitet werden und dann mit dem Fleisch wieder zusammenkommen, eventuell einem Stapelraum entlang, um dann en den rechtmäßigen Eigentümer zu gelangen.
  • Der Erfindung nach läuft parallel zu der Hauptbahn, welche den Tierkörper weiterbefördert, eine Transportbahn, welche Transportgeräte für die Aufnahme der Organe führt. Entlang diesem Weg befinden sich längs der Beschaustelle Bearbeitungsstellen, wo Exkrementenauffaegbehälter, Brühkessel, Reinigungsmaschinen, Abschneidetische usw. aufgestellt sind, von welchen jede für eine besondere Bearbeitung dient.
  • Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt bei i die Zufuhr des lebenden Tieres. Der Tierkörper wird entlang der Haupttransportbahn bis zur Stelle ¢ geführt. An ,den Stellen 71, 72, 73, 74 werden die Organe abgezweigt und auf die Rundbahn 2 befördert. Auf der Bahn 6 geht die Haut zu dem Häutelager. Die Rundbahn 2 kann aus jedem beliebigen Transportgerät bestehen. Im Anfang verläuft sie parallel zu der Hauptbahn z bis 4. Die schraffierte Stelle 3 ist -die Beschaustelle und 5 eine Waage. Die Rundbahn 2 führt die Organe gleichförmig mit dem Fleisch weiter, und zwar entlang den Bearbeitungsstellen. Sie werden hier dem Transportmittel entnommen, bearbeitet und wieder darauf zurückbefördert (Schleifen 8 bis i3). Außerdem ist noch eine zweite Rundbahn 14 vorgesehen, die zum Ablegen der fertigbearbeiteten Organe dient, die dann gleichzeitig mit dem Fleisch abtransportiert werden.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung bietet die folgenden Vorteile i a. Es gibt dem einzelnen Schlächter die Gelegenheit zum Schlachten.. Hierzu bewegt sich dieser mit dem Tierkörper und den Organen jedesmal zur nächsten Arbeitsstelle mit voran.
  • i b. Es erleichtert das Schlachten, denn hier kann man, und zwar wirtschaftlich verantwortlich, reichlich mechanische Hilfsmittel anwenden.
  • 2. Es gibt auch den Lohnschlächtern die Gelegenheit zu schlachten.
  • 3. Wenn die SchAachthofverwaltung oder eine Vereinigung von Metzgern eine Schicht- Lohnschlächter für das Schlachten anstellt, dann kann mit dieser Einrichtung jeder dieser Schlächter eine bestimmte Arbeit ausführen. Dabei erlangt dann jeder dieser Schlächter eine große Übung an einem bestimmten Teil, wodurch die Arbeitsgeschwindigkeit und damit auch die Schlachtkapazität der Einrichtung größer wird.
  • Ein Hauptbedenken der Metzger, die Berufserziehung, löst man mit dieser letzten Regelung, indem snan den Metzgerlehrling in die Schlachtschicht aufnimmt. Dieser Lehrling übt dabei viele Male die verschiedenen vorkommenden Arbeiten hintereinander, so daß er in kürzerer Zeit noch gründlicher das Schlachten lernt, als es mit der heutigen Arbeitsweise möglich ist.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren für das Schlachten von Schlachttieren irr Schlachthäusern oder Schlächtereien, wobei jedes Tier an derselben Stelle zugeführt und getötet wird, wonach es einen Haupttransportweg (-bahn) entlang befördert wird, an dem nacheinander eine Anzahl Schlachthandlungen und das Ausweiden der Organe stattfinden, dadurch gekennzeichnet, daß der Tierkörper und die herausgenommenen Organe gleichzeitig und im wesentlichen parallel zueinander derart befördert werden, daß die Beschau an einer bestimmten Stelle erfolgen kann, worauf- die gesondert bearbeiteten Organe und der Tierkörper wieder zueinan@dergeführt und zusammen abbefördert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Organe der geschlachteten Tiere auf ein für jedes Tier gesondertes Transportmittel gelegt werden.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und, z, dadurch gekennzeichnet, daB das mit den Organen beladene Transportmittel die verschiedenen Arbeitsstellen durchläuft, welche für .die Bearbeitung je eines bestimmten Teiles bestimmt sind, wobei diese Organe jeweils von .dem Transportmittel abgenommen, behandelt und wieder .darauf zurückbefördert werden.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dädurch gekennzeichnet, daB die Organe nach einem festen Schema auf dem Transportmittel angeordnet werden.
  5. 5. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 4, bei der das Schlachttier an festen und bestimmten Stellen geschlachtet, enthäutet und ausgeweidet wird, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu dem Hauptweg (i), entlang welchem der Tierkörper befördert wird., ein zweiter Transport-weg (a) mit Transportgeräten für Blas Aufnehmen der Organe vorgesehen ist, entlang welchem in seinem weiteren Verlauf einzelne Bearbeitungsstellen, wie Abfallsammelstellen und behälter, Brühkessel, Tische, Reinigungsmaschinen usw., aufgestellt sind.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Transportweg für die Organe als Rundbahn (a) ausgebilldet ist.
  7. 7. Einrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, gekennzeichnet durch eine gemeinsame Beschaustelle für den, Tierkörper und die zu diesem gehörigen Organe, von wo aus diese ihren getrennten Weg durch den Organbearbeitungsraum beginnen. B. Einrichtung mach den Ansprüchen 5 bis 7, gekennzeichnet durch eine hinter der ersten Ründ#bahn (a) vorgesehene zweite Rund#b#ahn (14) zur Aufnahme der fertigbearbeiteten Organe, die dann gleichzeitig mit dem Fleisch abtransportiert werden.
DEM9030A 1950-04-05 1951-03-31 Verfahren und Einrichtung fuer das Schlachten von Schlachttieren Expired DE895714C (de)

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DE895714C true DE895714C (de) 1953-11-05

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DEM9030A Expired DE895714C (de) 1950-04-05 1951-03-31 Verfahren und Einrichtung fuer das Schlachten von Schlachttieren

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DE (1) DE895714C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1074439B (de) * 1960-01-28 Geo A Hormel Ls. Company Austin Mmn (\ St A) \ crtr Djpl Ing Ii Marsch Pat Anw Schwelm Verfahren und Vor richtung zum Schlachten und Ausbluten von Schlachttieren nach erfolgter Betau bung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1074439B (de) * 1960-01-28 Geo A Hormel Ls. Company Austin Mmn (\ St A) \ crtr Djpl Ing Ii Marsch Pat Anw Schwelm Verfahren und Vor richtung zum Schlachten und Ausbluten von Schlachttieren nach erfolgter Betau bung

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