DE895832C - Verfahren zur Herstellung hoehermolekularer Polyaminoverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hoehermolekularer Polyaminoverbindungen

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DE895832C
DE895832C DEB6039D DEB0006039D DE895832C DE 895832 C DE895832 C DE 895832C DE B6039 D DEB6039 D DE B6039D DE B0006039 D DEB0006039 D DE B0006039D DE 895832 C DE895832 C DE 895832C
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DEB6039D
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Ernst Dr Ploetz
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BASF SE
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BASF SE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G73/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing nitrogen with or without oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule, not provided for in groups C08G12/00 - C08G71/00

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Description

  • Verfahren zur Herstellung höhermolekularer Polyaminoverbindungen Läßt man bei 'höherer Temperatur auf primäre oder sekundäre Amine Harnstoff einwirken, so bilden sich bekanntlich die betreffenden Alkylharnstoffe. Es ist ferner bekannt, daß sich Alkoihole mit Harnstoff zu Carbamidsäureestern umsetzen lassen. Man hat weiterhin bereits i; 2-Oxyalkylamine mit Harnstoff umgesetzt, indem man das Gemisch auf Temperaturen zwischen etwa 70 und 200°, vorzugsweise auf ioo bis i5ö°',erhitzte,bis dieAmmoniakentwicklumg nachließ oder aufhörte (vgl. französische Patentschrift 792 8q.6). Man erhielt dabei Kondensationsprodukte mit anderen Eigenschaften.
  • Es wurde nun gefunden, daß man wertvolle höhermo.lekulare Polyaminoverbindüngen erhält, wenn man Oxyalkylamine der allgemeinen Formel R-C H O H-C H2-N H2, inwelcher R Wasserstoff oder eine Alkylgruppe bedeutet, mit Harnstoff in etwa äquimolekularem Verhältnis auf Temperaturen von über Zoo bis etwa 25o° erhitzt, bis praktisch der gesamte, mit dem Harnstoff zugeführte Stickstoff als Ammoniak und der mit dem Harnstoff zugeführte Kohlenstoff größtenteils als Kohlendioxyd abgespalten sind, und die erhaltenen Erzeugnisse gewünschtenfalls mit basischen Mitteln nachbehandelt.
  • Geeignete Oxyalkylamine sind z. B. Monoäthanolamin, i, 2-Monoisopropanolamin oder Butanolamin. Bei Temperaturen zwischen etwa i2o bis 22o° spaltet sich aus dem Umsetzungsgemisch fast der gesamte, mit dem Harnstoff zugeführte Stickstoff als Ammoniak ab, zugleich entweicht etwas Kohlensäure; zwischen etwa Zoo und 25ö° spaltet sich reichlich Kohlensäure ab. Die zurückbleibenden stickstoffhaltigen Erzeugnisse sind hellgelbe bis braune, hochviskose Flüssigkeiten oder feste Stoffe, die nur teilweise destillierbar sind. Die Umsetzung kann in An- und Abwesenheit entsprechend hochsiedender, indifferenter. Lösungsmittel vorgenommen werden.
  • Aus den Erzeugnissen läßt sich durch Behandlung mit basischen Mitteln, wie Alkalilauge, oder organischen Basen, z. B. Pyridin, die restliche Kohlensäure abspalten. Die dabei erhaltenen Verbindungen sind basischer und in größerem Ausmaß destillierbarer als, die zuerst erhaltenen.
  • Die Verfahrensprodukte eignen sich als Hilfsmittel oder Zwischenprodukte für viele Zwecke der Textil-, Papier- oder Lederindustrie. Sie sind z, B. zum Animalisieren von Textilien, zum Verbessern der Naßechtheit von Färbungen oder als Zusatz zu Druckpasten brauchbar. In ihrem Emulgiervermögen sind sie den aus der französischen Patentschrift 792 846 bekannten Produkten erheblich überlegen.
  • Die in .den folgenden Ausführungsbeispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile. Beispiel 1 Ein Gemisch aus i22-0 Teilen Monoäthanolamin und i2oo Teilen Harnstoff wird langsam erhitzt. Bei i20 bis 13o° beginnt lebhafte Ammoniakentwicklung. Man steigert die Temperatur langsam bis auf etwa 22o°, wobei neben den letzten Resten Ammoniak größere Mengen Kohlensäure entweichen. Durch kurzes Erhitzen auf 2;5o° wird die Umsetzung beendet. Eine Bestimmung .der abgespaltenen Gasmengen ergibt, .daß über 95°/o .des in Form von Harnstoff eingeführten Ammoniaks und etwa 60°/o der Kohlensäure, die aus dem Harnstoff gebildet werden kann, entwichen. sind. Der Rückstand besteht aus io8o Teilen einer hellgelben, hochviskosen Flüssigkeit, die nur etwa zur Hälfte destillierbar ist.
  • Ein ähnliches Produkt erhält man durch Umsetzen von i Mol Monoisopropanolamin mit i Mol Harnstoff.
  • Beispiel 2 52 Teile i-Amino-2Toxybutan werden mit 35 Teilen Harnstoff etwa 6 Stunden auf Zoo bis 2209 erhitzt. Dabei entweichen Ammoniak und Kohlensäure. Es bleiben 6o Gewichtsteile eines bräunlichen Öls zurück, .das beim Stehen zu einer Kristallmasse erstarrt und aus einer Polyaminoverbindung besteht.
  • Ähnliche Produkte erhält man bei Verwendung von 2-Amino-i-oxybutan. Beispiel 3 48 Teile i-Amino-2-oxypentan werden mit 28 Teilen Harnstoff io Stunden auf 20o bis 2q.0° erhitzt. Es spaltet sich zunächst Ammoniak und dann auch Kohlensäure ab. Man erhält etwa 5o Teile eines viskosen, gelbbraunen Öls, das nicht destillierbar ist. Beispiel 4 Zoo Teile einer nach Beispiel i erhaltenen Polyaminoverbindung werden mit 2ooTeilenD'iäthylentriamin einige Stunden unter Rückfluß auf i90° erhitzt. Bei der Destillation des Reaktionsgemisches bei 3 mm Druck gehen bis i8d" zunächst Zoo, Teile Diäthylentriamin über. Zwischen i80 bis 2q.0° destillieren dann etwa i60 Teile eines zähen, 'hellen Öls über, .das basischer als die ursprüngliche Polyaminoverbindung ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung höhermolekularer Polyaminoverbindungen aus Oxyalkylaminen der allgemeinen Formel R-C H O H-C H2 -NH2, in welcher R Wasserstoff oder eine Alkylgruppe bedeutet, und Harnstoff, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oxyalkylamine mit Harnstoff in etwa äquimolekularem Verhältnis auf Temperaturen von über Zoo bis etwa 25o° erhitzt, bis praktisch der gesamte mit dem Harnstoff zugeführte Stickstoff als Ammoniak und .der mit dem Harnstoff zugeführte Kohlenstoff größtenteils als Kohlendioxyd abgespalten sind, und die erhaltenen Erzeugnisse gewünschtenfalls mit basischen Mitteln nachbehandelt.
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