DE895979C - Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden, insbesondere in Blattform, aus polymerisierbarem Material und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden, insbesondere in Blattform, aus polymerisierbarem Material und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens

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DE895979C
DE895979C DEP1548A DEP0001548A DE895979C DE 895979 C DE895979 C DE 895979C DE P1548 A DEP1548 A DE P1548A DE P0001548 A DEP0001548 A DE P0001548A DE 895979 C DE895979 C DE 895979C
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DE
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liquid
paste
heated
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polymerization
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DEP1548A
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Inventor
Alexander Burness
Edmund George Williams
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Imperial Chemical Industries Ltd
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Imperial Chemical Industries Ltd
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/18Stationary reactors having moving elements inside
    • B01J19/22Stationary reactors having moving elements inside in the form of endless belts
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/08Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C39/00Shaping by casting, i.e. introducing the moulding material into a mould or between confining surfaces without significant moulding pressure; Apparatus therefor
    • B29C39/003Shaping by casting, i.e. introducing the moulding material into a mould or between confining surfaces without significant moulding pressure; Apparatus therefor characterised by the choice of material
    • B29C39/006Monomers or prepolymers

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, insbesondere in Plattform, aus polymerisierbarem Material und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von polymeren Stoffen, insbesondere in Blattform aus polymeren Stoffen. Blätter oder Platten aus polymeren Stoffen wurden bisher dadurch hergestellt, daß die Stoffzusammensfetzungen, welche Verbindungen enthalten mit der Gruppe C H2 = in Kammern gegossen wurden, die flache Seitenwandungen besitzen und die aus Glas oder Metall bestehen, worauf Idann diese Stoffzusammensetzungen den Polymerisationsbedingungen unterworfen wurden. Die in diesen Kammern verwendeten Seitenwandungen besaßen glatte oder hochpolierte Oberflächen, da, wenn diese Wandungen nicht diese Oberflächeneigenschaften besitzen, die in diesen Kammern hergestellten Polymerisationsprodukte an den Rändern ebenfalls nicht glatt und hochpoliert sind. Die Verwendung von Glasplatten für diese Seitenwandungen hat den Vorteil, Idaß hierdurch sehr glatte flache Oberflächen hergestellt werden können und diese Oberflächen widerstandsfähig gegenüber Zerkratzen sind. Sie besitzen jedoch Iden Nachteil, daß sie sehr leicht brechen.
  • Metallplatten sind andererseits widerstandsfähig, jedoch können Metalloberflächen beliebiger Größe in sehr glattem und hochpoliertem Zustand nur sehr schwierig hergestellt werden, und diese Oberfläehen zerkratzen leicht.
  • Die Erfindung schlägt nunmehr ein Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, insbesondere in Blattform, welche mindestens eine glatte Ober- fläche besitzen, aus polymerisierbarem Material, z. B. Methylmethacrylat, vor, wobei eine Flüssigkeit oder Paste, welche eine oder mehrere Verbindungen mit einer Gruppe C H2 = C < und gegebenenfalls auch Katalysatoren enthält, derart auf eine Fläche fließen gelassen wird, daß unter dem Einfluß der Schwerkraft eine glatte Oberfläche gebildet und die Flüssigkeit oder Paste ,der Polymerisationswirkung durch Wärme und bzw. oder Licht unterworfen wird. Das Neue der Erfindung wird darin erblickt, daß die Polymerisation erfolgt, während die Schicht sich unter einer benachbarten Oberfläche befindet, die auf eine Temperatur erwärmt worden ist, die ausreicht, um die Kondensation jeglicher, aus der Flüssigkeit oder Paste sich verflüchtigender Verbinfdungen zu verhindern.
  • Es ist zweckmäßig, daß die erwärmte Fläche genügend dicht angeordnet und so gestaltet ist, daß Idurch sie eine wirkungsvolle Verhinderung der Flüchtigkeit von flüchtigen Bestandteilen dieser Flüssigkeit oder Paste erreicht wird wobei die Temperaturen zweckmäßig nicht ausreichen, um eine wesentliche Verdampfung der verflüchtigenden Bestandteile herbeizuführen. Sehr geeignete Temperaturen, auf Idlie,diese Fläche erwärmt werden kann, sind solche, die zwischen dem Siedepunkt und einer Temperatur 200 oberhalb des 5 iedepunktes des am höchsten siedenden flüchtigen Bestandteiles der Flüssigkeit oder Paste liegen, d. h. bei Ioo bis 1200', wenn der flüchtige Bestandteil der Flüssigkeit oder Paste aus Methylmethacrylat besteht.
  • Es ist weiterhin zweckmäßig, daß der Zwischenraum zwischen der Flüssigkeit odef Paste und der erwärmten Fläche im wesentlichen frei von Sauerstoff ist, Ida wesentliche Mengen von Sauerstoff die Polymerisation hemmen und hierbei die Polymerisation zum mindesten der oberen Schicht der Flüssigkeit oder Paste unerwünscht langsam vonstatten geht. Dieser Zwischenraum kann dadurch frei von Sauerstoff gehalten werden, daß ein langsamer Strom des Dampfes einer Verbindung, welche Idie Gruppe C H2 = C < enthält, durch diesen Zwischenraum geleitet wird oder ein Stickstoffstrom, der mit diesem Dampf gesättigt ist.
  • Die FlüssTigkeiten, welche für das Verfahren gemäß der Erfindung angewandt wenden können, umfassen monomere Verbindungen im flüssigen Zustand, vorzugsweise unter atmosphärischem Druck, teilweise polymerisierte Produkte monomerer Verbindungen und Lösungen von löslichen polymeren Harzen in monomeren Verbindungen.
  • Die Pasten, welche angewandt werden können, umfassen Mischungen von flüssigen monomeren und festen polymeren organischen Verbindungen, die mindestens teilweise löslich sind in. der monomeren Verbindung. Monomere Verbindungen, die bei normalem atmosphärischem Druck gasförmig sind, wie beispielsweise Vinylchlorid, sind für die Zwecke der Erfindung nicht brauchbar wegen der kostspieligen Druckapparatur, die notwendig wäre, um bei ihnen das Verfahren gemäß der Erfindung anwenden zu können.
  • Monomere Verbindungen, welche bei normalem atmosphärischem Druck im flüssigen Zustand vorliegen, können eine C H2 = C<-Gruppe pro Molekül enthalten, beispielsweise Methylmethacrylat, Butylmethacrylat, Styrol und Vinylacetat, oder mehr als eine CH2=C<-Gruppe pro Molekül, wie beispielsweise Glykoldirnethacrylat, Allylmerhacrylat, Diallyloxalat.
  • Monomere Verbindungen, welche mehr als eine CH2=C<-Gr,uppe pro Molekül enthalten, bilden, wenn sie allein polymerisiert werden oder in Gegenwart einer Verbindung, welche eine CH2=C<-Gruppe pro Molekül enthält und Idie nicht einen besonders hervorragenden Bestandeil ,der Mischung darstellt, d. h. nicht mehr als etwa 95 O/o beträgt, zunächst viskose Flüssigkeiten, gelieren dann und besitzen nur eine geringe Löslichkeit in Monomeren und bilden schließlich unlösliche polymere feste Harze. So sind also nicht alle teilweise polymerisierten oder vollkommen polymerisierten Verbindungen für die Zwecke der Erfindung geeignet, insbesondere wenn die Monomere mehr als eine C H2 =C<-Gruppe pro Molekül enthalten.
  • Die Flüssigkeiten und Pasten, welche für die Zwecke des Verfahrens gemäß der Erfindung geeignet sind, können auch Weichmacher enthalten, wie beispielsweise Trikresylphosphat oder Dibutylphthalat, Füllmittel, Verstärkungseinlagen, wie beispielsweise Gewebe, Farbstoffe und Pigmente, vorausgesetzt, daß diese Stoffe die Pülymerisation der monomeren Verbindungen, welche. in diesen Mischungen enthalten sind, nicht verhindern.
  • Wie schon erwähnt, kann die Polymerisation durch die Einwirkung von Licht, Wärme und bzw. oder durch die Wirkung eines Katalysators erfolgen. Ein Polymerisationskatalysator wird für gewöhnlich angewandt. So enthalten bei der Wärmepolymerisation die zu vergießlenden Flüssigkeiten oder Pasten geringe Mengen von Katalysatoren, wie Peroxyde, z. B. Benzoylperoxyd, oder Azoverbindungen. Bei der Polymerisation unter Anwendung von Licht wird mit Katalysatoren, wie Benzoin und den verwandten Verbindungen, gearbeitet und mit Azoverbindungen. Bei der Lichtpolymerisation ist es naturgemäß notwendig, eine geeignete Strahlungsquelle zu verwenden, um die Polymerisation durchzuführen. Dies kann dadurch erfolgen, daß ein Teil der Apparatur aus einem durchscheinenden festen Material, wie bei!spielsweise Glas oder Polymethylmethacrylat, besteht, durch das hindurch die Strahlung in Idie zu vergießende Flüssigkeit oder Paste projiziert wird, oder durch Anordnung geeigneter Strahlungsquellen innerhalb der Apparatur. Wenn das Verfahren gemäß der Erfindung zur Herstellung von Blattmaterial verwendet wird, insbesondere bei der kontinuierlichen Arbeitsweise, können die unteren Flächen des Blattmaterials dadurch gebildet werden, daß der Guß auf Oberflächen von Flüssigkeiten, wie beispielsweise Quecksilber, oder Lösungen, vorzugsweise gesättigten Lösungen von Salzen in Wasser, die sich nicht mit dem polymerisierbaren Material mischen, oder auf festen Flächen erfolgt. Die Verwendung von flüssigen Gießoberflächen hat jedoch Iden Nachteil, daß häufig besondere Vorkehrungen getroffen werden müssen, um die Bildung von Kräuselungen zu vermeiden. Gewünschtenfalls können diese unteren Flächen auf Metallbänder gegossen werden, und Metallbänder haben den Vorteil, daß sie leichter poliert werden können als Metallplatten, weil sie, ohne auf ihre ebene Ausbildung Rücksicht nehmen zu müssen, durch Schleif- und Pol iervorrichtungen geführt werden können. Gewünschten fall & können Metallbänder verwendet werden, wie sie in der britischen Patentschrift 49I 734 beschrieben sind. Es ist zweckmäßig, daß diese Metallbänder Idadurch in einer ebenen Lage gehalten werden, daß sie auf einer Flüssigkeit ausgebreitet werden, welche unter einem leichten Druck in einem Trog gehalten wird, in dem ständig eine gewisse Menge dieser Flüssigkeit von der Kante zwischen den Trog und die obere Fläche des Metallbandes gepreßt wird.
  • Bei einer anderen Ausführungsform kann der Guß auf einer Oberfläche einer dünnen Flüssiglieitsschicht erfolgen, die sich nicht mit dem zu polymerfsierenden Material mischt, beispielsweise einer Salzlösung, wie einer Solelösung, die auf der Oberfläche einer Metallplatte oder eines Bandes ausgebreitet ist, das entweder stationär oder beweglich ist. Bei dieser Ausführungsform ist es nicht nötig, die Metalloberflächen zu polieren, und infolge der Dünne der Flüssiglieitsschicht wird auch die Bildung von Kräuselungen verringert.
  • Es ist festzustellen, daß es, wenn die durch das Verfahren gemäß der Erfindung zu polymerisierende Flüssigkeit oder Paste auf der Oberfläche einer Flüssigkeit, wie beispielsweise Quecksilber, oder einer gesättigten Salzlösung in Wasser oder einer festen Fläche, beispielsweise einem Metallband, ausgegossen wird, notwendig i!st, für Seitenwandungen zu sorgen, wodurch mit diesen Flächen ein Trog gebildet wird. Wenn das Verfahren kontinuierlich durchgeführt wird und die Fläche aus der Oberfläche einer Flüssigkeit besteht, können diese Seitenwandungen aus dem polymerisierten Material bestehen, aus beliebigen Mitteln zum Gießen der Flüssigkeit oder Paste auf die Gußoberfläche und aus zwei biegsamen Bändern, welche in die Flüssigkeit eintauchen und sich mit der gleichen Geschwindigkeit uad in der gleichen Richtung bewegen, in der sich das zu polymerisierende Material auf der Oberfläche der Flüssigkeit bewegt. Wenn bei einem kontinuierlichen Verfahren ein Metallband an Stelle einer Flüssigkeitsoberfläche als Gießfläche verwendet wird, können biegsame Bänder, welche beschnitten oder an das Metallband selbst angeschnitten sind, zum Zweck, ein Auslaufen der gegossenen Flüssigkeit oder Paste zu verhindern, als die beiden Seitenwandungen verwendet werden, welche eich auf jeder Seite der Flüssigkeit bewegen. Die Seitenwandungen, welche an dem Metallband angebracht sind, sind zweckmäßig derart gestaltet, daß ihre Flächen, welche einen Winkel mit dem Metallband bilden, nicht einen scharfen Winkel mit diesem Metallband bilden und so die Bildung von scharfen Umbiegungen vermieden wird, wodurch Räume zur Ablagerung von Schmutz und teilweise polymerisiertem Material gebildet werden. Solche Bänder können durch Auspressen von Gummi, Polyäthylen, Polyvinylchlorid oder ähnlichen Verbindungen hergestellt werden.
  • Es ist auch festzustellen, daß, wenn bei dem Verfahren gemäß der Erfindung eine Flüssigkeit oder Paste in einem kontinuierlichen Verfahren den Polymerisationsbedingungen unterworfen wird, wobei sich die Seitenwandungen mit der gleichen Geschwindiglçeit und Richtung wie die Flüssigkeit oder Paste bewegen, die erwähnte geheizte Oberfläche diese Seitenwandungen nicht durch Reibung und Vibration berühren sollte. Es ist jedoch zweckmäßig, daß Idie erwärmte Fläche dicht an den oberen Kanten der Seitenwandungen liegt und daß diese Kanten aufweist, welche nach unten gebogen sind, und zwar an jeder Seite der Seitenwandungen, und daß, wenn die Flüssibiçeit oder Paste auf eine flüssige Gießoberfläche oder auf ein Metallband gegossen wird, welches in einer Stützflüssigkeit schwimmt, diese Kanten vorzugsweise in Idie Gieß-oder Stützflüssigkeit eintauchen, so daß die Polymerisationswirkung indes Verfahrens in einer Art Tunnel erfolgt. Unter Umständen kann die erwärmte Fläche aus einem Stück bestehen oder an einem Trog befestigt sein, welche die die Gießoberfläche bildende oder das Metallband tragende Flüssigkeit enthält, vorausgesetzt, daß die Wärmeleitung zwischen der erwärmten Fläche und dem Material des Troges nicht genügend groß ist, um den Verlauf der Polymerisationreaktion schädlich zu beeinflussen. Wenn Idie Wärmeleitfähigkeit zu groß ist, werden die erwärmte Fläche und der Trog zweckmäßig durch ein Wärmeisol!ationsmaterial getrennt.
  • Wenn die Polymerisationsreaktion beim Verfahren gemäß der Erfindung im wesentlichen beendet ist, können die hergestellten Gegenstände einem Wärmebehandlungsverfahren od. dgl. unterworfen werden, um ihre Form zu stabilisieren, d. h. um die nicht polymerisierte, die Gruppe CH2=C< enthaltende Verbindung zu entfernen, und zwar durch Verdampfung und bzw. oder durch weitere Polymerisation. Andererseits können aber auch die Produkte Formbehandlungsverfahren unterworfen werden, um beispielsweise gewellte Blätter herzustellen.
  • Fig. I zeigt schematisch eine Seitenansicht einer Ausführungsform einer Vorrichtung, auf der das Verfahren gemäß der Erfindung durchgeführt werden kann; Fig. 2 zeigt schematisch eine Endansicht der Apparatur von rechts der Fig. I gesehen; Fig. 3 ist ein Schnitt auf der LinieIII-lIII der Fig. 1.
  • Die in oder Zeichnung Idargestellte Vorrichtung enthält ein ununterbrochenes biegsames Metallband I, welches um Trommeln 2 und 3 in der durch Pfeile angegebenen Richtung umläuft und von diesen angetrieben wird. Auf den Trommeln 2 und 3 laufen weiterhin Seitenbegrenzungen4 und 5 um, die aus Gummi oder einem ähnlichen Material bestehen.
  • Durch einen Trog 6 und einen Deckel 7 wird eine hohle Kammer gebildet, und der Trog 6 und der Deckel 7 sind durch eine Schicht aus wärmeisolierendem Material 8 getrennt. Die so gebildete Hohlkammer besitzt an jedem Ende Schlitze g und I0, durch die das Metallband I und die Seitenbegrenzungen 4 und 5 ein- und austreten. Während des Durchganges durch die Hohlkammer wird das Metallband I von einer Salzlösung getragen, welche der Hohlkammer durch eine Rohrleitung ii zugeführt wird. Diese Salzlösung geht durch den Trog 6 hindurch zusammen mit dem Metallband I und fließt lurch den Schlitz 10 aus, tropft in einen Trichter I2, von dem aus sie dem Vorratstank durch eine RohrleitungtI3 wieder zugeleitet wird.
  • Ein gewisser Überschuß an Salzlösung tritt auch durch den Schlitz g aus und wird in einem zweiten, in der Zeichnung nicht dargestellten Trichter gesammelt und .dem Vorratsbehälter wieder zugeführt.
  • Der Deckel 7 ist durch eine elelçtrische Heizvorrichtung 14 beheizt, so daß dessen innere Ob erfläche, d. h. die Oberfläche, welche der auf das Band 1 ausgegossenen Flüssigkeit oder Paste gegenüberliegt, auf eine Temperatur erhitzt wird, welche 100 oberhalb des Siedepunktes des am höchsten siedenden flüchtigen Bestandteiles der Flüssigkeit oder Paste liegt. Wenn beispielsweise Methylmethacrylat der am höchslten siedende Bestandteil ist, ist eine Temperatur von 1100 geeignet.
  • Die Flüssigkeit oder Paste, welche vergossen werden soll, gelangt aus einem Vorratstank 15 durch eine Leitung r6 in die erwähnte Hohlkammer durch den Schlitz g und verteilt die Flüssigkeit oder Paste mit einer solchen Geschwindigkeit, daß auf dem Band I von einem Punkt P ab auf diesem eine im wesentlichen gleichmäßige Oberfläche verteilt wird.
  • Die Geschwindigkeit der Polymerisation der polymerisierbaren Bestandteile der Flüssigkeit oder Paste und die Geschwindigkeit der Bewegung des fortlaufenden Metallban'des. I werden tso eingestellt, daß die Polymerisation beendet ist, bevor der Schlitz in erreicht wird. Das sich aus Ider Polymerisation ergebende blattförmige polymerisierte Material I7 wird von dem Metallband mit Hilfe eines geeigneten Bandes oder durch andere Mittel abgenommen.
  • Die Polymerisation erfolgt gewöhnlich durch einen geeigneten Polymerisationskatalysator, der sich in der zu vergießenden Flüssigkeit oder Paste befindet, wobei diese Flüssigkeit oder Paste der Einwirkung von Wärme und bzw. oder Licht unterworfen wird. Die Wärmeaktivierung kann auf verschiedene Weißen erfolgen, beispielsweise durch Erwärmen der durch den Trog 6 hindurchgefünarten Flüssigkeit, wodurch die Flüssigkeit oder Paste durch Wärmeleitung durch Idias Band I hindurch erhitzt wird, oder durch Anordnung von infraroten Lampen innerhalb der Hohlkammer zwischen dem Deckel 7 und der vergossenen Flüssigkeit oder Paste. In dem Fall, in dem unter Anwendung von Lichtpolymerisation gearbeitet wird, sind in der Hohlkammler geeignete Strahlungsquellen vorgesehen, oder diese können auch außerhalb der Kammer angeordnet sein, und die Kammer ist mit durchscheinenden Fenstern, beispielsweise aus Glas oder Polymethylmethacrylat, ausgestattet, durch die hindurch die Strahlung auf die vergossfene Flüssigkeit oder Paste projiziert wird.
  • In dem folgenden B!eispiel ist eine Ausführungsform desVerfahrens gemäß der Erfindung erläutert, und zwar ist hierin die Herstellung von Blatt material aus Polymethylmethacrylat beschrieben, für deren Herstellung das Verfahren besonders geeignet ist.
  • Beispiel Die angewandte Vorrichtung entspricht etwa der schematisch in den Zeichnungen dargestellten.
  • Die Trommeln 2 und 3 besitzen jede einen Durchmesser von 46 cm, und der Abstand zwischen den Mittelpunkten der beiden Trommeln beträgt etwa 2,70 m. Das biegsame Metallband I besteht aus Stahl und ist 23 cm breit. Die aus dem Trog 6 und dem Deckel 7 gebildete Hohlkammer erstreckt sich über einen Abstand von I,80 m über das Band. Die Innenseite der Hohlkammer oberhalb des Stahlbandes I wird auf einer Temperatur von 550 gehalten, indem der Trog 6 durch niedrig gespannten Dampf beheizt wird, der durch entsprechend angeordnete Rohre zugeleitet wird.
  • Um eine leichte Entfernung des Blattmaterials des Polymethylmlethacrylats von feder Vorrichtung zu erreichen, ist das - Band I mit einem feuchten Film aus regenerierter Cellulose bedeckt, welcher die beiden Seiten des Bandes überlappt und an der Rückseite des Bandes angeklebt ist. Die regenerierte Cellulose wird trocknen gelassen und gespannt, bevor die Vorrichtung in Gang gesetzt wird.
  • Die Seitenbegrenzungen 4 und 5 bestehen aus einer biegsamen plastifizierten Polyvinylchloridstoffzusammensetzung und besitzen einen Querschnitt von 2,5 qcm. Eine gewisse Länge des gleichen Materials wird quer über das Band I zwischen den Randbegrenzungen 4 und 5 angebracht, um ein Herabfließen der Flüssigkeit von der Vorrichtung während der Anfangs stufen des Verf ahrens, zu verhindern.
  • Die Trommeln 2 und 3 werden mit einer Geschwindigkeit von 0,225 Umläufen pro Stunde in Drehung versetzt, und ein viskoser Sirup, der 100 Gewichtsteile Methylmethacrylat, 6 Gewichtsteile Polymetlhylmethacrylat und 0,I2 Gewichtsteile Benzoylperoxyd enthält, wird aus einem Vorratsbehälter 15 kontinuierlich auf das Band I mit einer Geschwindigkeit von 330 ccm pro Stunde aufgegeben.
  • Nach einer Arbeitsdauer von etwa 51/2 Stunden beginnt ein Blatt des Polymethylmethacrylats aus dem Schlitz 10 auszutreten. Wenn das Blatt die Trommel, 3 verlassen hat, wird es von dem Metallband I abgezogen. Auf diese Weise wird ein Band von 23 cm Breite von beliebiger Länge erhalten.
  • Dieses Band ist Idurchsichtitg, porenfrei, im wesentlichen frei von inneren Spannungen und von einem ausgezeichneten Oberflächenglanz.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, insbesondere in Blattform, welche mindestens eine glatte Oberfläche besitzen, aus polymerisierbarem Material, z. B. Methylmethacrylat, wobei eine Flüssigkeit oder Paste, welche eine oder mehrere Verbindungen mit einer Gruppe C H2 = C < und gegebenenfalls auch Katalysatoren enthält, derart auf eine Fläche fließen gelassen wird, daß unter dem Einfluß ,der Schwerkraft eine glatte Oberfläche gebildet und die Flüs!sigkeit oder Paste der Polymerisationswirkung durch Wärme und bzw. oder Licht unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation erfolgt, während die Schicht sich unter einer benachbarten Oberfläche befindet, {die auf eine Temperatur erwärmt worden ist, die ausreicht, um die Kondensation jeglicher aus der Flüssigkeit oder Paste sich verflüchtigenden Verbindungen zu verhindern.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die benachbarte Oberfläche auf eine Temperatur erwärmt ist, welche 200 über dem Siedepunkt des am höchsten siedenden flüchtigen Bestandteifes der Flüssigkeit oder Paste liegt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum zwischen der Oberfläche oder Paste und unter der erwärmten benachbarten Oberfläche im wesentlichen frei von Sauerstoff ist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die benachbarte Oberfläche auf eine Temperatur von IOO bis I20°l erhitzt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das polymerisierbare Material auf einer sich bewegenden Oberfläche ausfließen gelassen wird, die das Material unter der benachbarten erhitzten Oberfläche hinwegführt.
  6. 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus - einer unteren, im wesentlichen waagerechten Oberfläche und einer oberen benachb!arten Fläche, die gegen die untere Fläche gerichtet ist, wobei die obere Fläche erhitzt werden kann, besteht und daß Mittel vorgesehen sind zur Aktivierung der auf der unteren Fläche befindlichen Verbindung oder Verbindungen, welche Idie Gruppe CH2=C< enthalten und in Form einer Flüssigkeit oder Paste vorliegen, durch Einwirkung von Wärme und bzw. oder Licht.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Oberfläche aus einem sich ununterbrochen bewegenden Metallband besteht.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallband von einer in einem Trog befindlichen und unter Überdruck gehaltenen Flüssilgkeit getragen ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Fläche Idie Oberfläche einer Flüssigkeit darstellt, die sich nicht mit der von einer Metallplatte oder einem Band getragenen polymerisierbaren Flüssigkeit oder Paste mischt.
    IO. Vorrichtung nach Anspruch 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die sich bewiegende Oberfläche mit dem Polymerisationsmaterial durch eine tunnelartige Zone durchführbar ist, in ,der das Material der Wärme-und bzw. oder Lichtpolymerisation unterliegt.
    Angezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 491 739.
DEP1548A 1948-01-21 1949-01-21 Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden, insbesondere in Blattform, aus polymerisierbarem Material und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens Expired DE895979C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB491739A (en) * 1937-03-12 1938-09-08 Ig Farbenindustrie Ag Improvements in and apparatus for carrying out polymerisations continuously

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