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Verfahren zum Verpacken von Gegenständen beliebiger Art und Form
Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verpacken von Gegenständen beliebiger Art und
Form, beispielsweise von Gütern in Ballenform, wie To;fmullballen, sogenannten Stüclcgütern,
wie Möbelstücke, Radiogeräte usw.
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Das Verpacken von Gegenständen beliebiger Art und Form erfolgt entweder
dadurch, daß der Gegenstand in eine für sich hergestellte Umhüllung, etwa eine Kiste,
Schachtel od. dgl., eingebracht wird, oder der Gegenstand selbst wird mit dem Verpadcungsstoff
umhüllt. Auf die letztere Verfiahrensart bezieht sich die Erfindung. Als Material
für Umhüllungen wird in großem Umfang Paclçpapier, Textilstoff usw. benutzt. So
wird z. B. bei Ballen aus Torfmull oder auch für Verpackung von Tabakballen, Wollballen
od. dgl. im großen Umfang Textilgewebe angewendet. Soweit es sich dabei um hochwertiges
zu verpackendes Gut handelt, spielen die Kosten der Verpackung vefgleichsmäßig keine
wesentliche Rolle. Wenn aber beispielsweise Torfmullballen verpackt werden sollen,
so steht eine Umhüllung aus Jutegewebe in keinem tragbaren Wertverhältnis zu dem
verpackten (Gut. Aber auch in anderen Fällen ist es häufig zweckmäßig, die Kosten
der Verpackung zu senken.
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Es wird nun vorgeschlagen, für die Umhüllung von Gegenständen beliebiger
Art und Form, bei denen die Umhüllung auf dem Gegenstand selbst geformt wird, Holzspan
in Form von Platten oder Geflecht zu verwenden. Eine Benutzung von Holzspan für
Verpackungszwecke ist zwar an sich bekannt, jedoch ist Holzspan bisher nur in den
Fällen benutzt worden, wo die Umhüllung vor dem Verpacken für sich als ein Kasten,
eine Schachtel usw. hergestellt wurde. Demgegenüber wird gemäß der Erfindung Holzspan
derart benutzt, daß der Gegenstand mit entsprechend zugeschnittenen Platten aus
Holzspan eingehüllt bzw. eingewickelt wird. Der
Holzspan kann dabei
in beliebigen Ausfihr.ungen, d. h. als Streifen, Platten oder auch Geflecht verwendet
werden.
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Die Erfindung ist auch benutzbar, wenn. es sich um -die Herstellung
von Ballen auls mehr oder weniger losem Gut handelt, also z. B. für die Verpackung
von Ballen aus Torfmull od. dgl., die Idurclh einen Preßvorgang in ihre gewünschte
Form gebracht werden. In diesen Fällen kann die Verpackung mittels Holzspan zusammen
mit dem Preßvorgang zur Herstellung der Ballen erfolgen.
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Werden empfindliche Gegenstände, wie z. B.
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Radioapparate, im Sinne Ider Erfindung verpackt, also mit Holzspan
umhüllt, so werden bei der Verpackung zwischen dem Gegenstand und der Umhüllung
Schutzplatten, beispielsweise aus gepreßtem Torfmull, eingeschaltet.
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In allen Fällen wird die Verpackung gemäß dem Verfahren !der Erfindung
dadurch vervollständigt, daß in an sich bekannter Weise eine Verschnürung durch
Draht, Bandeisen, Bindfaden od. dgl. vorgenommen wird; in besonderen Fällen kann
es auch genügen, die Umhüllung aus Holzspan durch Klammern od. dgl. zusammenzuhalten.
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In der Zeichnung ist das Verfahren der Erfindung an Hand von zwei
Ausführungsbeispielen erläutert, die in der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigen
Abb. I bis. 3 schematisch eine Preßform zur Herstellung von Torfmlullballen, die
während des Pressens teilweise mit einer Umhüllung aus Holzspan versehen werden,
Abb. 4 einen feftiggepreßten Torfballen und die Fertigstellung der Umhüllung, Abb.
5 und 6 das Verpacken eines Radioapparates.
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In Abb. I ist schematisch die übliche Preßform I zur Herstellung
von gepreßten Blallen aus Torfmull dargestellt, in die von unten her ein Preßstempel
2 eindringt. Die Preßform hat insbesondere seitliche Türen 3; der obere Deckel 4
kann ebenfalls abklappbar sein, um ein leichtes Füllen der Form vornehmen zu können.
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Vor dem Füllvorgang wird bei geöffnetenTüren3 und voll abgesenktem
Preßstempel 2 eine Platte 5 aus Holzspan oder Holzspangeflecht auf den Preßstempel
gelegt. Die Platte 5 solldie Fläche des Preßstempels möglichst ganz ausfüllen. Wenigstens
zwei gegenüberliegen,deRänder der Platte sind nach oben abgewinkelt, so daß sie
sich gegen. ,die senkrechten Längswände der Form legen. Diese abgewinkelten Ränder
der Platte 5 erstrecken sich etwa bis zur mittleren Höhe des fertiggeprellten Ballens.
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Unter die Platte 5 werden Drähte 6 od. dgl. eingelegt, deren Länge
so auf die Platte 5 abgestimmt ist, daß ihre Enden mit den Kanten der Platte etwa
bündig liegen. Die Drähte Liegen vorzugsweise nur im mittleren Teil der Platte 5.
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Die Form wird nunmehr mit dem Preßgut gefüllt, die Türen und der
Deckel werden geschlossen, und der Preßvorgang beginnt. Nachdem der Preßstempel
2 die oberste Stellung erreicht hat .(Abb. 2), d. h. also, nachdem der Ballen als
solcher gepreßt worden ist, wird der Preßstempel 2 wieder etwas abgesenlçt, un die
Türen 3 werden wieder geöffnet (Abb. 3). Dabei federt der gepreßte Ballen wieder
etwas auseinander; das Absenken des Preßstempels 2 wird jedoch so weit vorgenommen,
daß zwischen dem oberen Deckel 4 der Form und dem Ballen ein genügender Zwischenraum
entsteht, um eine zweite Platte 7 aus Holzspan oder Holzspangeflecht einschieben
zu können, die in Größe und Form der unteren Platte 5 entspricht. Zusätzlich werden
wieder Drähte 8 mit eingeLegt. Durch nochmaliges Hochgehen des Preßstempels wird
der Ballen wieder voll zusammengepreßt, so daß nunmehr die unteren Drähte 6 mit
den oberen Drähten 8 verbunden werden können. Dies kann in einfacher Weise dadurch
geschehen, daß die einen Drahtenden Haken und die anderen entsprechende Ösen haben.
Es kann aber auch bei einfachen Drahtenden eine Verdrillung vorgenommen werden.
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Der Ballen mit .derUmhüllung 5, 7 wird nunmehr aus der Form entfernt,
nachdem der Preßstempel wieder abgesenkt wurde. Er hat jetzt die Form nac'h Abb.
4. Bei der hier vorgesehenen Ausführung ist noch eine Vervoll,kommnung vorgesehen,
indem der Ballen an den vier Längskanten mit Leisten g als Kantenversteifung versehen
ist, die ebenfalls beim Pressen mit vorgesehen werden. Sie werden so in die Preßform
mit eingelegt, daß sie unterhalb der Drähte 6, 8 zu liegen kommen.
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An dem fertiggepreßten Ballen sind jetzt noch die Stirnflächen offen.
Zur Fertigstellung der Umhüllung werden nunmehr noch Platten 10 derart angebracht,
daß ihre umgebogenen Ränder zwischen die Platten: 5, 7 und ,denBallen eingeschoben
werden.
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Dies ist dadurch möglich, weil der fertige Ballen nach Abb. 4 durch
die Drahtverschnürung zunächst nur in der IMitte fertiggeschnürt ist. Sind die Platten
10 angesetzt, so werden an den Rändern zusätzliche Verschnürungen II aus Draht oder
Bandeisen angebracht, die die Platten 10 durch die eingeschobenen umgebogenen Ränder
genügend festhalten. Selbstverständlich kann ,gewünschtenfalls auch noch eine Verschnürung
in Längsrichtung vorgenommen werden, obwohl dies nicht unbedingt erforderlich ist.
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Bei sämtlichen Arbeitsgängen kann der verwendem Holzspan w.enigstens
an den Kantensteilen im angefeuchteten oder nassen Zustand sein; das Umbiegen kann
auch vor Einbringen in die Preßform bzw. vor dem Anbringen der Stirnplatten 10 entsprechend
vorbereitet werden.
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Die beschriebene Verpackungsweise für Torfballen bietet außerordentliche
Vorteile. Gegenüber der für Exportzwecke bisher allgemein verlangten Verpackung
mittels Jutegewebe ergibt sich eine außerordentliche Kostenersparnis, zumal für
die Umhüllung aus Holzspan auch Abfälle aus beliebiger Furnierherstellung benutzt
werden können. Es kommt bei der Umhüllung auch nicht genau darauf an, daß die einzelnen
Platten den Ballen völlig und sauber einschließen. .Sind Löcher oder eingerissene-Stellen
vorhanden, so braucht an diesen Stellen lediglich ein zusätzliches Holzspanstück
untergelegt zu werden. Die Stärke des Holzspanes ist ziemlich belie-
big;
Stärken von 0,I bis 5 mm sind je nach den Verhältnissen, insbesonder,e der Art des
Furnierholzes verwendbar. Selbstverständlich ,ist es gleichgültig, ob es sich um
geschältes oder gemessertes Furnierholz handelt. Bei sehr dünnem Holzspan können
ohne weiteres auch zwei oder mehr Lagen übereinandergelegt werden.
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Wie Abb. 5 und 6 zeigen, ist die Verwendung von Holzspan zum Einhüllen
auch bei ziemlich empfindlichen Gegenständen möglich. Ist ein Radioapparat nach
dem Verfahren der Erfindung zu verpacken, so werden zunächst Schutzplatten 12 hergestellt,
die den Außenflächen des Apparates entsprechen und Vertiefungen I3 usw. für die
Bedienungsknöpfe und andere gegebenenfalls vorstehende Teile des Apparates haben.
Diese Schutzplatten müssen möglichst weich, gegebenenfalls auch elastisch sein,
um Stöße beim Transport auffangen zu können. Es eignen sich insbesondere Platten
aus gepreßtem Torfmull, die gegenüber den bisher gebräuchlichen Wellpappeeinlagen
usw. wesentlich billiger sind.
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Nach Anstellen der Schutzplatten I2, wobei diese gegebenenfalls durch
kleineKlammern in ihrer Lage gesichert werden, erfolgt die Umhüllung mittels einer
Holzspanplatte oder einem Holzspangefiecht.
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Die Art der Umhüllung kann entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach
Abb. I bis 4 vorgenommen werden, jedoch wird hier nur eine Bahn 14 vorgesehen, deren
Enden sich etwas überlappen. Die Stirnflächen 15 werden dann zusätzlich durch eine
Platte aus Holzspan oder Holzspangeflecht abgedeckt und dann das Ganze verschnürt.
Die Ausführung kann in diesem Falle aber auch so erfolgen, daß die Abdeckung für
die Stirnflächen 15 durch entsprechenden Zuschnitt unmittelbar an der Hauptbahn
14 hängt und an die Stirnflächen wie bei einer Faltschachtel heranzuklappen ist.
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Auch diese Verpackungsart von Stückgütern zeichnet sich durch außerordentlich
geringe Kosten aus und entspricht trotzdem den gestellten Anforderungen hinsichtlich
Stoß festigkeit usw.
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PATENTANSPROCHE: I. Verfahren zum Verpacken von Gegenständen beliebiger
Art und Form mittels einer auf dem Gegenstand geformten Umhüllung, dadurch gekennzeichnet,
daß für die Umhüllung Holzspan in Form von Platten oder Geflecht verwendet wird.