DE896720C - Verfahren zur Herstellung von Polyurethanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyurethanen

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DE896720C
DE896720C DEP1129D DEP0001129D DE896720C DE 896720 C DE896720 C DE 896720C DE P1129 D DEP1129 D DE P1129D DE P0001129 D DEP0001129 D DE P0001129D DE 896720 C DE896720 C DE 896720C
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DE
Germany
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polyurethanes
production
hydrogen
hydroaromatic
condensation
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Expired
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DEP1129D
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English (en)
Inventor
Helmut Dr Bock
Guenther Dr Trautmann
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Phrix Werke AG
Original Assignee
Phrix Werke AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L75/00Compositions of polyureas or polyurethanes; Compositions of derivatives of such polymers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Polyurethanen Es ist bekannt, zur Herstellung von Verformungsprodukten, wie Filmen, Folien, Preßmassen oder Fasern, außer anderen Polykondensationsprodukten auch Polyurethane zu verwenden. Die Darstellung dieser Produkte kann auf die verschiedenste Weise erfolgen. So werden Polyurethane z. B. durch Kondensation von Diurethanen mit Glykolen erhalten oder auf die dieser Herstellungsweise entsprechende Art durch Selbstkondensation von Monourethanen mit co-ständiger Oxygruppe. In jedem Falle erfolgt die Darstellung der Polykondensate unter Abspaltung des entsprechenden Alkohols.
  • Die vorliegende Erfindung hat die Darstellung von Polyurethanen unter äußerst günstigen - Reaktionsbedingungen zum Gegenstand, indem Carbamidsäureester mit w-ständiger, substituierter oder nicht substituierter Aminogruppe durch Hitzebehandlung zur Selbstkondensation gebracht werden. Die Polyurethane entstehen hierbei in glatter Weise unter Abspaltung von Ammoniak.
  • Die Verbindungen, die so zur Darstellung sehr wertvoller Kondensationsprodukte führen, sind Carbamidsäureester von gesättigten aliphatisc_`.en oder hydroaromatischen Aminoalkoholen, deren N-Alkylierungs- oder N-Acylierungsprodukte von der allgemeinen Formel wobei R eine Methylenkette mit mindestens 4 C-Atomen, die nicht zu große Substituenten, wie beispielsweise Oktadecyl-, Diphenyl- oder Naphthylreste besitzen darf, und Heteroatome oder hydroaromatische Reste enthalten kann, R' und R" Wasserstoff, einen Alkyl- oder Arylrest, R"' Wasserstoff oder einen Acylrest bedeuten. Es können aber auch Salze dieser Verbindungen mit bei Kondensationstemperatur flüchtigen Säuren, wie z. B. Kohlensäure, Oxalsäure, Ameisen-, Essig-, Valerian-, Benzoesäure, verwendet werden. Zum besseren Verständnis seien einige Verbindungen angeführt Nach dem vorliegenden Verfahren erhitzt man beispielsweise ioo Gewichtsteile des Carbamidsäureesters von i-Amino-5-heptanol ¢ Stunden in einem Druckgefäß auf 24g°. Nach dieser Zeit läßt man den Druck ab, erhitzt i Stunde bei der gleichen Temperatur weiter und reduziert den Drück bis zu einem Vakuum von 2 mm. Nach weiterer 2stündiger Reaktionszeit wird ein Produkt erhalten, welches sehr gute plastische Eigenschaften besitzt. Der Luftsauerstoff wird durch Arbeiten mit Kohlensäure bei der Kondensationsreaktion ausgeschlossen.
  • Die Polykondensation findet vorzugsweise ohne Anwendung von Verdünnungsmitteln statt. Es können jedoch auch Verdünnungsmittel, wie beispielsweise Kresole, Phenol, 4-Oxydiphenyl, höhere Kohlenwasserstoffe, Paraffinöl, verwendet werden.
  • Die Polykondensation kann sowohl unter Druck als auch bei Atmosphärendruck erfolgen. In manchen Fällen kann durch Vakuumbehandlung eine Reaktionszeitverkürzung oder Eigenschaftsverbesserung erzielt werden. In vielen Fällen ist jedoch eine Kombination der Arbeitsverfahren unter den verschiedensten Druckverhältnissen besonders vorteilhaft. Die Reaktionstemperaturen liegen zwischen 18o und 32o°.
  • Zusätze von Katalysatoren, wie geriüge Mengen Alkali-, sauer reagierende Salze mehrwertiger Metalle, Viskositätsstabilisatoren der verschiedensten Konstitution, können gegebenenfalls erfolgen.
  • Je nach gewünschtem Polymerisationsgrad und Reaktionsbedingungen ist die Reaktionszeit verschieden lang. Sind einmal die Bedingungen zur Herstellung eines definierten Produktes empirisch ermittelt, so können diese in leichter Weise reproduziert werden. Auch der Zusatz von Viskositätsstabilisatoren, der einen bestimmten Endpunkt gewährleistet, kann durch Vörversuche stets genau ermittelt werden. Zur Herstellung von unverfärbten Produkten ist der Ausschluß des Luftsauerstoffes besonders vorteilhaft.
  • Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Produkte können allein oder in Verbindung mit anderen Polykondensationsprodukten, natürlichen oder synthetischen Harzen, Cellulosederivaten, Füllmaterialien, Pigmenten, Farbstoffen zu den verschiedensten Verformungsprodukten, wie Filmen, Folien, Preßmassen, verarbeitet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Polyurethanen, dadurch gekennzeichnet, daß man Carbamidsäureester von gesättigten aliphatischen oder hydroaromatischen Aminoalkohölen, deren N-Alkylierungs-, N-Acylierungsprodukte oder Salze flüchtiger Säuren.von der allgemeinen Formel wobei R eine Methylenkette mit mindestens 4 C-Atomen, die nicht zu große Substituenten besitzen darf, und Heteröatome oder hydroaromatische Reste enthalten kann, R' und R" Wasserstoff, einenAlkyl- oderArylrest, R"' Wasserstoff oder einen Acylrest bedeuten, bei erhöhter Temperatur, gegebenenfalls unter Anwendung von Druck oder Vakuum, der Selbstkondensation unterwirft.
DEP1129D 1942-06-27 1942-06-27 Verfahren zur Herstellung von Polyurethanen Expired DE896720C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1044761B (de) * 1954-03-30 1958-11-27 Hoechst Ag Verfahren zum Fixieren von Pigmenten auf Fasermaterial und Flaechengebilden

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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