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Mechanisches Spielzeug in Gestalt einer Sandmühle od. dgl. Die Erfindung
betrifft ein mechanisches Spielzeug, welches von einem rinnfähigen Betriebsstoff
betrieben wird, der ein wasserradartiges Gebilde (Turbine) beaufschlagt, welches
ein Spielzeug in Bewegung setzt.
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Derartige Einrichtungen sind bereits in zwei Grundformen bekannt.
Bei der einen ist ein Behälter für Sand zwecks Abgabe seines Arbeitsvermögens oberhalb
der Turbine angeordnet. Bei der anderen Art sind zwei Sandbehälter vorhanden, die
abwechselnd den Sand vor der Beaufschlagung des Antriebsrades aufnehmen. Vom gefüllten
Behälter aus ergießt sich dabei der Sand auf die Schaufeln des Antriebsrades, setzt
dieses während des Durchlaufens der Schaufeln in Bewegung und fällt dann in den
anderen Behälter. Hat sich der obere Behälter entleert und der untere Behälter gefüllt,
nimmt das Kind das Spielzeug in die Hand und stellt es auf den Kopf. Damit wird
der untere Behälter zum obenstehendenBehälter, und der bisher obenliegende Behälter
zum entenliegenden, worauf sich der Arbeitsvorgang wiederholt.
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Derartige Spielzeuge sollen an sich zur Vermittlung eines Anschauungsvermögens
an das Kind dienen. Es ist dabei aber ein Widerspruch, das Kind einerseits mit .der
Wirkung einer Turbine vertraut zu machen, andererseits aber die von ihr angetriebenen
Spielzeuge dem Kind mit verkehrtem Aussehen vorzuführen. Das geschieht in dem einen
bekannten Fall, bei dem sich bei einem Teil des Spielzustandes menschliche Figuren
mit verkehrt am Körper sitzenden Armen einstellen. Um das zu vermeiden, beschränkt
man sich bei einem anderen bekannten Beispiel auf den Antrieb von Spielzeugen, welche
in jeder Lage gleich aussehen. Zudem muß man in beiden Fällen, um einen ununterbrochenen
Fortgang
des Spieles zu erhalten, das ganze Spielzeug nach Entleerung des Sandes im Oberbehälter
um i8o° umstülpen, was der Haltbarkeit sehr unzuträglich ist.
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Diese Nachteile werden durch die Erfindung vermieden. Hier kann- das
Kind nach Auslaufen des Sandes aus dem obenliegenden Betriebsstoffbehälter ihn mit
einem Finger um i8o° drehend nach unten, den vorher gefüllten unteren Behälter damit
gleichzeitig in die obere Lage bringen und dadurch den Arbeitsvorgang der Antriebsturbine
und damit die Spielzeugbewegung mit Leichtigkeit neu einleiten, ohne die Haltbarkeit
des gesamten mechanischen Spielzeugs zu beeinträchtigen.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Von den Abbildungen
ist Abb. i eine perspektivische Ansicht; Abb. 2 ist eine Ansicht auf die Windmühle;
Abb. 3 ist ein Längsschnitt durch Kirche, turmförmigen Schacht und Windmühle; Abb.
4 ist der Querschnitt A-A durch .den turmförmigen Schacht; Abb. 5 ist der Querschnitt
B-B durch einen Kirchenraum und eine Ansicht auf die zur Kirchenansicht gehörige
Seitenfläche .des turmförmigen Schachtes.
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In den Abbildungen bezeichnen die Bezugszeichen i einen turmförmigen
Schacht, 2 gegenüberliegende Wände .des Schachtes, 3 eine Antriebsturbinenwelle,
4 Hohlachsen, die auf Mitte Höhe an den Wänden 2 befestigt sind, mit führender Lagerung
der in den Hohlachsen drehenden Antriebsturbinenwelle, 5 Lager für die Hohlachsen
4; 6, 7 die Spielzeuge (Glocke 6 bzw. Windmühle 7), 8, 9 Gehäuse bzw. Körper, welche
-die Spielzeuge tragen, in Wänden 6; lo .den den rinnenden Betriebsstoff an die
Turbine abgebenden Behälter, i i einen gleichartigen Behälter, der den von der TurbinekommendenBetriebsstof
zurzeit aufnimmt und nach Drehen des turmförmigen Schachtes um die Hohlwelle um
i8o° die Funktion des Behälters lo annimmt, 12 Auslauf- bzw. Einlauföffnung für
den Betriebsstoff aus bzw. in die Behälter, 13 Leitflächen, abwechselnd für den
Ablauf des Betriebsstoffes von den Schaufeln in den zur Zeit aufnehmenden Behälter,
14 das Turbinenrad einer Becherturbine, die auch kastenförmige- Schaufeln haben
kann, 15 einen Nocken bzw. ein einen Anschlagstift tragendes Getrieberad, 16 einen
Hebel, der zur Übertragung der Bewegung und im Fall der Betätigung der Glocke 6
als Glockenklöppel dient, 17 ein Gesperre zum Ein- und Abschalten des Spielzeugs,
18 ein Handgriff an dem Gesperre 17 außerhalb des Spielzeuggehäuses, ig eine. Schwingungsdämpfungseinrichtung
in Gestalt einer Stange.
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Die Erfindung besteht im allgemeinen darin, daß eine das Arbeiten
.des Spielzeugsantriebes nicht störende Drehvorrichtung vorgesehen ist, mittels
deren die Behälter für den Betriebsstoff abwechselnd in .die Arbeitsstellung zum
Antrieb der Turbine gebracht werden. Im einzelnen besteht sie aus einem mechanischen
Spielzeug mit je einem für rinnfähigen Betriebsstoff vorgesehenen Behälter in jedem
Ende eines turmförmigen Schachtes, in dessen Mitte eine Welle für eine Antriebsturbine
für ein Spielzeug -drehbar ist, wobei .der turmförmige Schacht i mit seinen einander
gegenüberliegenden Wänden 2 an je einer die Antriebsturbinenwelle 3 konzentrisch
führenden Hohlachse 4 befestigt ist, die ihrerseits in Lagern 5 mit genügender,
die labile Stabilität .des aufgehängten Sehachtes im Ausgangszustand sichernder
Lagerreibung drehbar sind, wobei die Lager 5 an .den Wänden der die Spielzeuge 7,
6 tragenden Gehäuse 9, 8 angebracht werden. Erfindungsgemäß wird dabei zum Betriebswechsel
von einem Betriebsstoffbehälter auf den anderen lediglich der turmförmige Schacht
i um die Hohlachse 4 gedreht, ohne daß eine Bewegung des Turbinenrades mit seiner
Welle im Raum erfolgt. Als Ausführungsform .der Erfindung können die Schaufeln des
Turbinenrades die Gestalt von länglichen Kästen haben. Ferner sind erfindungsgemäß
Getriebe vorgesehen, wie Scheibe mit Anschlagstift (Nocken) 15, Klöppelhebel 16,
Einschaltgesperre 17, 18 und Dämpfung ig, um die Drehbewegung der Antriebsturbinenwelle
auf die Antriebseinrichtung des Spielzeugs umzusetzen.
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Werden die Schaufeln der Turbine in Kastenform ausgeführt, dann müssen
die Längen der Ausströmschlitze aus den Betriebsstoffbehältern in ihrer Länge dieser
Konstruktion angepaßt sein.
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Die Spielzeuggehäuse, nach dem Erfindungsbeispiel eine Windmühle und
eine Kirche, brauchen eines oder das andere nicht unmittelbar neben dem turmförmigen
Schacht zu liegen. Es kann der Abstand zwischen einem Gehäuse und dem Schacht oder
zwischen den Gehäusen und dem Schacht beliebig verschieden sein, wobei diesem Abstand
die Länge der Turbinenwelle und der Hohlachse angepaßt sein muß. Entsprechend der
Kennzeichnung des Schachtes als turmförmig, muß der Turm für jede Stellung, in der
er sich beim Spiel dem Beschauer zeigt, einen dachförmigen Abschluß haben. Der unten
stehende dachförmige Abschluß darf dann zwecks Vorführung des richtigen Bildes nicht
sichtbar sein. Es ist daher im Bereich des Turmes eine Wand zwischen beiden Gehäusen
vorgesehen, die an die Kirche oder an die Mühle oder an beide anschließt und den
unten liegenden dachförmigen Abschluß verbirgt.
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Am Wesen der Erfindung ändert sich nichts, wenn mittels der angegebenen
oder anderer bekannter- Übertragungsmittel andere Spielzeuge in oder an denselben
oder an anderen Gehäusen zusätzlich betrieben werden. Die Abmessungen von Turbinenwelle
und Hohlwelle werden entsprechend angepaßt.
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Der Turm muß insbesondere dann eine den Gehäusen angepaßte Ausstattung
mit Türen, Fenstern usw. .aufweisen, wenn er mit den Gehäusen eng zusammengebaut
ist.
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Die Handhabung des Spielzeugs beschränkt sich auf das Anlassen durch
die Drehung des turmförmigen Schachtes i um die Hohlwelle 4 um 18o°. Der Betriebsstoff
fließt- dann selbsttätig aus der Öffnung 12 aus und betreibt die Spielzeuge 6, 7
unter
Umständen mittels der Übertragungsorgane 15 und des Anschlages 16, bis der letzte
Betriebsstoff die Turbine passiert und den zur Zeit unten liegenden Behälter ii
aufgefüllt hat. Der Spielende kann dann mit einem leichten Handgriff durch erneute
Drehung des turmförmigen Schachtes um i8o° das Spiel fortsetzen.
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Das erfindungsgemäße Spielzeug hat den Vorzug, ein genaueres Anschauungsvermögen
im Kind zu fördern, als es bei .den bereits bekannten Spielzeugen geschieht. Außerdem
wird das Spielzeug durch die altersgemäß wenig geschickten Hände der Spielenden
nicht so sehr in Mitleidenschaft gezogen, als wenn zur Fortsetzung des Spieles das
ganze Spielzeug umgestülpt werden muß.