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Schleif- und Poliermaschine für optische Linsen Die Erfindung betrifft
Schleif- und Poliermaschinen für optische Linsen, und zwar insbesondere Hebelpoliermaschinen
für sphärische Linsen mit Schleifspindeln in Reihenanordnung. Sie ist .aber auch
zur Verwendung an allen :anderen Maschinen dieser Art geeignet und bestimmt. Bei
solchen Maschinen wenden im allgemeinen Reibräder zum unmittelbaren oder mittelbaren
Antrieb der Schleifspindeln verwendet. Von einer horizontalen Hauptantriebswelle
aus treiben diese Reibradgetriebe entweder unmittelbar die Schleifspindeln oder
:die Kurbeltriebe zur Betätigung der Hebelwerke. Letztere sind bekanntgeworden mit
einer oder zwei Kurbelscheiben zur Erzeugung angenähert geradliniger bzw. oszillierend
kreisförmiger, elliptischer oder ähnlicher Bewegungen des Schalenmitnahmestiftes.
Sämtliche bewegten Teile solcher Maschinen sind mit ihren Lagerungen u. dgl. .in
einem Maschinengestell untergebracht, das entweder aus Walzeisen aufgebaut ist oder
auch Ständerfüße aus Grauguß besitzt, die mit Profileisen verbunden sind, so daß
tischähnliche Maschinengestelle entstehen, wobei aus einer oberen Tischplatte die
Schleifspindeln und Hebelmechanismen herausragen. Die Schleifspindeln laufen in
in die Tischplatte eingelassenen Becken, die herausnehmbar sind:.
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Bei den bekannten Maschinen :dieser Art sind die Lagerstellen für
die Schleifspindeln und Hebelwerke mitsamt den Hebelgelenken für die Ausschalthebel
der Schleifspindeln und Hebelwerke im Maschinenrahmengestell untergebracht, und
zwar unzugänglich befestigt an äußeren Längsschienen und Versteifungen des Rahmens,
der dann mit :den
Getriebeteilen ein unteilbares Ganzes bildet.
'Dies erschwert die Montage solcher Maschinen und auch die Durchführung von Reparaturen
bzw. Überholungen, die mit den Jahren doch unerläßlich werden. Aber auch die Hauptantriebswelle
mit den Reibrädern für den: Reibradantrieb ist bei den be-m kannten Maschinen dieser
Art schlecht zugänglich und unbequem zu montieren. Diese Nachteile haben auch zur
Folge, .daß der Gesamtaufbau solcher Maschinen nicht sinnfällig und solide ist und
ihre Fertigung verteuert wird.
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Die Erfindung beseitigt diese Nachteile. Nach derselben besteht die
Maschine im wesentlichen aus :drei Hauptteilen, und zwar erstens dem Maschinengestell
mit @.der Hauptantriebswelle, zweitens dem Träker, an .dem sämtliche Spindelabtriebe,
.desgleichen die Exzenterantriebe mit den Hebelwerken und die Schalthebelwerke mit
den dazu gehörigen Lagerungen befestigt sind, und -drittens der Tischplatte mit
den Schleifbecken.
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Diese drei Hauptteile bilden unabhängig voneinander zu fertigende
und zusammenzubauende Elemente. Sie sind einzeln bequem, übersichtlich und sinnfällig
zusammenzustellen und bieten somitsowohl fertigungsmäßig als auch kostenmäßig erhebliche
Vorteile gegenüber -dem Bekannten. Außerdem ist durch -die Neuerung die Möglichkeit
geboten, jedes Teil für sich stabil und solide zu konstruieren. Dies trifft insbesondere
auf das-Maschinenrahmengestell und die Befestigung der sämtlichen Lagerungen für
die Spindeln, Wellen und. Schalthebel zu. Letztere werden sämtlich an einem Träger
befestigt, der .als geschlossenes Bauteil unabhängig vom Maschinenrahmengestell
für sich gefertigt und nach dem Anbau aller dieser Teile, nämlich der Lagerungen
für die Schleifspindeln, Kurbelscheibenwellen, Gelenkwellen für die Hebelwerke und
Schalthebel, in das Maschinenrahmengestell eingesetzt wird. Zu diesem Zweck ist
dieser längs im Maschinengestell- anordbare Träger entweder unmittelbar oder mittelbar
mit an ihm befestigten Querstreben im Maschinengestell anbringbar. In gleicher Weise
werden auch die Hauptantriebswelle mit den Reibrädern und den Lagerungen sowie die
Tischplatte mit den Schleifbecken unabhängig vom Maschinenrahmengestell und dem
Träger mit den Getriebe- und Schaltteilen zusammengestellt und dann auf einfachste
Weise sinngemäß zur fertigen Maschine zusammengestellt. Die Verbindung der Hauptantriebswelle,
des Getriebeträgers und der Tischplatte erfolgt mit dem Maschinenrahmengestell durch
wenige Schrauben, die im Bedarfsfall, z. B. bei Reparaturen, Überholungen und Einbau
von Ersatzteilen, bequem gelöst werden können.
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Diese Gesamtanordnung der Maschine gestaltet deren Aufbau einfach,
bietet leichte Zugänglichkeit aller Teile und, gewährleistet beste Standsicherheit
des Maschinenrahmengestells. Gegenüber dem Bekannten ist der Vorteil wünschenswerter
Vollendung der Maschine gegeben.
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Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar, und
zwar eine mehrspindlige, automatische Schleif- und Poliermaschine "mit kleinem Beckendurchmesser.
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Abb. i zeigt die Maschine in Vorderansicht, zur Hälfte mit abgenommenen
Getriebe- und Schaltteilen; Abb. 2 zeigt die Draufsicht zu vorher (Abb. i) mit .einer
Hälfte im Schnitt durch den Maschinenrahmen, entlang der Linie C-D und abgenommenen
Getriebeteilen; Abb. 3 zeigt .die Maschine im Schnitt, entlang der- Linie A-B der
Abb. 2,.
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Das Maschinenrahmengestell besteht aus den Fußrahmen a, b, die aus
geschweißter Stahlkonstruktion .aufgebaut sind und einige Querstreben. c,
d besitzen. Die Fußrahmen a, b sind miteinander mit Längsverbindungen
e, f, g starr verhunden, zweckmäßigerweise durch Verschweißen. Dieses Maschinenrahmengestell
bildet ein geschlossenes Ganzes. An und in ihm werden die übrigen Maschinenteile
befestigt, und zwar erstens die Hauptantriebswelle h, die die Reibscheibe
i
trägt. Die Hauptantriebswelle h wird in einfachster Weise mit ihren Lagerungen
an den Querverstrebungen c der Fußrahmen a, b festgeschraubt. Ihr kompletter
betriebsfertiger Zusammenbau erfolgt vor dem Einbau, außerhalb des Maschinenrahmengestells;
zweitens ein Träger j, - an dem alle Getriebeteile angeordnet sind. Der Träger j
kann aus einem oder mehreren Normalprofilen gebildet werden.-Beidem vorliegenden
Ausführungsbeispiel der Maschine besteht er aus zwei -in der Längsrichtung rechtwinklig
miteinander verschweißten, kräftigen U-Trägern k, l die außerdem mit Querversteifungen
m versehen sind. Es ist aber auch möglich, diesen Träger j aus Grauguß zu fertigen.
An diesem Träger sitzen die Spindellagerungen n, die Kurbelwellenlager o, .die Hebelwerkswellenlager
p und die Schalthebelgelenke q. Der Anbau aller dieser Teile an dem Träger
j (k, l) wird außerhalb des Maschinengestells a, b, c, d; e, f, g
und unabhängig von diesem vorgenommen. Nach dem Anbau aller Getriebe- usw. Teile
wird dieser Getriebeträger j ins Maschinengestell eingesetzt, wobei er der Länge
nach durch die gesamte Maschine verläuft. Zum Einbau besitzt -der Träger j einige
mit ihm starr oder lösbar verbundene Querstücke r, die mit den Fußrahmen a, b verschraubt
wenden. Bei dem Ausführungsbeispiel sind die Querstücke r mit dem Träger j mit Schrauben
s verbunden. Die Verschraubung mit .den Fußrahmen a, b erfolgt durch -die
Schrauben t. Der kräftige Träger erhöht nach erfolgtem Einbau in das Maschinenrahmengestell
auch noch dessen Stabilität; drittens die Tischplatte u, die aus Holz bestehen kann.
In ihr sitzen die Schleifbecken v herausnehmbar: Die Tischplatte wird ebenfalls
in einfacher und sinnfälliger Weise auf das Maschinengestell aufgesetzt und mit
ihm an den Fußrahmen verschraubt.
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Die Erfindung ist nicht nur zur Anwendung an Maschinen gemäß .dem
Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern soll sinngemäß in gleicher Weise an allen
gleichen und ähnlichen ein-, mehr- oder vielspindligen Maschinen für das Schleifen
optischer
Linsen Verwendung finden, ohne auf derartige Maschinen an sich beschränkt zu sein.