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Vorrichtung zum Mischen von trockenen Rohstoffen und Flüssigkeiten
Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Mischen von trockenen Rohstoffen und Flüssigkeiten
mittels um senkrechte Wellen umlaufender Mischscheiben, von der das Mischgut zur
weiteren Behandlung einem Mischtrog, Kneter, Rührwerk oder einer sonstigen Verarbeitungsmaschine
oder einem Vorratsbehälter zugeführt wird. Sie hat den Zweck, eine derartige Mischvorrichtung
so auszw gestalten, daß die zur Mischung vorgesehenen trockenen Rohstoffe aufgelockert
und etwa bei der Lagerung oder durch Feuchtigkeitseinflüsse entstandene Zusammenballungen
der einzelnen Teilchen gelöst und bei Verwendung mehrerer Rohstoffe diese aufs gründlichste
miteinander vermischt werden und daß. das Ilinzumischen einer oder mehrerer Flüssigkeiten,
und zwar auch bei sehr geringen Flüssigkeitsmengen im vorgeschriebenen Verhältnis
gewährleistet und eine gleichmäßige Durchfeuchtung des gesamten Gemisches erzielt
wird, ohne daß sich erneut Klumpen bilden können.
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Dabei sollen gleichzeitig Vereinfachungen der Bauart und größte Betriebssicherheit
erreicht werden, indem auch dafür Sorge getragen wird, daß sich nicht Teile der
Mischungen auf den :V9tänden absetzen und' zur Säuerung neigende Belange erzeugen
die nach ihrer Trocknung harte Krusten bilden, sich gelegentlich von den Wänden
wieder ablösen und in das Mischgut fallen können. Die Erfindung besteht
darin,
daß eine Vormischscheibe für die trockenen Rohstoffe und eine mit ihr nicht gleichachsige
und tiefer rnigeor'dnete Hauptm,ischscheilbe zur weiteren Mischung der trockenen
Rohstoffe und zur Zumischung der Flüssigkeiten vorgesehen ist, deren umgekehrt trichterförmig
gestalteter Unterseite die Flüssigkeit durch die hohle Welle zugeführt wird.
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Um die durch die Vormischscheibe eingeleitete Vermischung weiter zu
fördern, wird die Anordnung so getroffen, daß die Mischung beim Übertritt von der
Vormischscheibe zur llauptmischscheibe eine Richtungsänderung erfährt. Das läßt
sich einfach dadurch erreichen, daß die beiden Mischscheiben im gleichen Drehsinn
umlaufen. Um die innige Mischung der trockenen Rohstoffe mit der zugesetzten Flüssigkeit
zu gewährleisten, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die zur Mischung der festen
Rohstoffe dienende Oberseite der kegelförmigen Hauptmischscheibe, die radiale Rippen
aufweist, in einem nach unten sich trichterförmig verengenden Gehäuse laufen zu
tassen.- Dadurch wird das Mischgut zu einem feinen Schleier in Gestalt eines frei
fallenden Zylindermantels verteilt, in den die Flüssigkeit radial hineingestäubt
werden kann. Zur weiteren innigen Vermischung und Auflockerung e,mpfiehlit es sfidh,
an dem Haupt mischscheibenkörper unterhalb der Kegeischeibe selbst im trichterförmigen
Gehäuse laufendeRadialschaufeln mit schräg stehendem Profil anzubringen.
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Für die Zumischung der Flüssigkeit zu den trockenen Rohstoffen hat
es sich als besonders günstig erwiesen, am unteren Ende der Hohlwelle eine Vorverteilerscheibe
anzuordnen, welche die aus radialen Öffnungen der Hohlwelle austretende Flüssigkeit
gegen die Unterseite der Hauptmischscheibe schleudert. Damit nicht, insbesondere
bei geringen Flüssigkeitsmengen, diese zum Teil in der Hohlwelle durch Reibung hängenbleiben,
empfiehlt es sich, in der Hohlwelle ein fesstdhdesi Rohr zur Zuführung der Flüssigkeit
anzuordnen, das unterhalb der Vorverteilerscheibe in einem am unteren Ende die Hohlwelle
an'uhringenden Behälter endet.
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Dadurch wird erreicht, daß sich die gesamte Fliissigkeit in dem Behälter
sammelt und aus den radialen Öffnungen der Welle erst austritt, wenn der Flüssigkeitsspiegel
bis zu ihnen gestiegen ist.
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Damit sich Teile der Mischung im feuchten Zustande nicht auf den Wänden
absetzen können, sondern frei in den Hohlraum der nachgeschalteten Vorrichtung (Mischtrog
od.dgl.) fallen, wird der untere Rand des Hauptmischscheibenkörpers vorteilhaft
von einem unabhängig von diesem umlaufenden Gehäusering umgeben, an dessen ihohlkegeliger
nach unten sich trichterartig verengenden Innenfläche wenigstens ein feststehender
Absfteifer anliegt. Die Regelung der Gesamtleistung der Mischvorrichtung kann vorteilhaft
dadurch erreicht werden, daß der Vormischscheibe die trockenen Rohstoffe axial durch
ein Rohr zugeführt werden, dessen Höhenlage gegenüber dem kegelig gestalteten Mittelteil
der Vormischscheibe einstellbar ist, derart, daß der Auslaufquerschnitt aus dem
Rohr verändert werden kann. Der Aufbau der Vorrichtung kann dadurch besonders vereinfacht
werden, daß die beiden tMischscheiben von den beiden Wellenenden eines Eimbaumotors
zweckmäßig überRiementriebe angetrieben werden und daß der Gehläulsering von der
Welle der Vormischscheibe angetrieben wird.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, wobei als nachgeschaltete Vorrichtung ein Mischtrog mit umlaufenden
Mischschaufeln angenommen ist, und zwar zeigt Fig. I einen senkrechten Schnitt durch
die Vorrichtung, Fig. 2 die Draufsicht auf die Hauptmischscheibe und Fig. 3 eine
Ansicht eines Teiles des 'Gehäuserings mit Abstreifer in Richtung des Pfeiles II.I
der Fig. I und die Draufsicht auf diesen Teil.
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Die Vorrichtung weist ein Gehäuse I auf, in dem eine um eine senkrechte
Welle 2 umlaufende Vormischscheibe 3 und eine um eine senkrechte Welle 4 umlaufende
Hauptmischscheibe 5 so gelagert ist, daß die Scheibe 3 radial über die Scheibe 5
greift.
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Zum Antrieb beider Wellen 2 und 4 dient ein am Gehäuse I befestigter
Einbaumotor 6 mit zwei Wellenenden, die über Riementriebe 7 und 8 auf die Wellen
2 bzw. 4 arbeiten. Dadurch laufen die beiden Mischscheiben 3 und 5 im gleichen Drehsinn,
also an der Stelle, an der sie übereinander greifen, in entgegengesetzter Richtung.
Die Vormischscheibe 3 weist auf ihrer freien Oberseite einen Mittelkegel g auf,
der mit leichter Wölbung in die Schleuderfläche der Scheibe übergeht, die mit radialen
Rippen 10 besetzt ist. Der Mittelkegel g ragt in ein senkrecht stehendes Zuführrohr
lii, durch das die trockenenRohstoffe zugeführt werden.
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Das Zuführrohr 11 ist senkrecht verschiebbar angeordnet, so daß der
Auslaufquersohnitt I aus dem Rohr verändert und damit die Gesamtleistung der M,iscivorrichtulng
geregelt werde kann. Der kegelförmige Hauptmilschsctheiibenkö,rper 5 hat eine Oberfläche
13 mit Radialrippen 14. Unterhalb der Kegelscheibe trägt der Hauptmischscheibenkörper
radial gerichtete Schlagschaufeln 15, deren schräg stehendes Profil so angeordnet
ist, daß sie das zwischen ihnen durchfallende Mischgut nach unten schleudern. Der
Oberteil 13 der Hauptmischscheibe 5 und die Schlagschaufeln 15 laufen innerhalb
eines hohlkegeligen, nach unten sich trichterartig verengenden Gehäuseteils tI16.
Unterhalb der Schlagschaufeln 15 ist der Hauptmischscheitbenkörper 5 zu einer Verteilerscheibe
I7 gestaltet, deren nach unten sich trichterförmig erweiternde Arbeitsfläche die
ihr zwgefülhrte Flüssigkeit nach außen schleudert. Die Hohlwelle 4 trägt an ihrem
unteren Ende eine nach oben leicht kegelig geformte Vorverteilerscheibe I8, welche
die aus radialen Öffnungen 19 der Hohlwelle 4 austretende Flüssigkeit an die Verteilerscheibe
I7 abgibt.
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Zur Zuführung der Flüssigkeit ist in der Hohlwelle 4 ein feststehendes
Rohr 20 untergebracht, in das die Flüssigkeit durch einen Siebtrichter am oberen
Ende eingeschüttet werden kann. Das Rohr
20 ragt unten aus der Welle4
heraus und endet in einem unterhalb der Vorverteilerscheibe I8 an der Welle 4 abnehmbar
befestigten Behälter 2I.
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Als untere Fortsetzung des Gehäuseteils I6 ist ein um laufender Gebäusering
22 angeordnet, der über Zahnräder 23 von der verlängerten Welle2 der Vormischscheibe
3 angetrieben wird. Der Gehäusering 22, der eine hohikegelartige und sich nach unten
trichterförmig verengende gestalt aufweist, ragt in den Hals eines Mischtroges 24
hinein.
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An der Innenfläche des Gehäuseringes 22 liegen einige am Mischtrog
24 befestigte und durch Federn 25 an den Gehäusering gedrückte Abstreifer 26 an.
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Sie haben, wie Fig. 3 zeigt, dreieckigen Querschnitt und sind gegen
die Drehrichtung des Gehäuseringes (Pfeil 27 in Fig. 3) geneigt, so daß sie etwa
auf dem Gehäusering hängenbleibende Teile der Mischung ständig völlig abstreifen
können.
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Die Mischvorrichtung arbeitet in folgender Weise: Die durch das Zuführrohr
III fallenden trockenen Rohstoffe werden von der umllawfen,den Vormischscheibe 3
erfaßt und durch die Verbindungsöffnung 28 zur Hauptmischscheibe 5 geschleudert,
wobei sie eine erste Auflockerung und Durchmischung erfahren. Von der Oberseite
I3 der Hauptmischscheibe werden sie in entgegengesetzter Richtung erneut durcheinandergemi,scht
und in den Gehäuseteil I6 abgeschleudert, wobei sie beim Herabfallen noch von den
Schlagschaufeln 15 durcheinandergewirbelt werden. Die trockenen Rohstoffe verlassen
den Gehäuseteil I6 in einem dünnen Schleier in Gestalt eines frei fallenden Zylindermantels,
in welchen die von der Verteilerscheibe I7 nach außen geschleuderte Flüssigkeit
radial hinein zerstäubt wird. Dadurch werden alle Teilchen der trockenen Rohstoffe
gleichmäßig mit der Flüssigkeit benetzt. Soweit sich die herunterfallende Mischung
auf dem langsam un11'aufenlde'n Gehiäusering 22 absetzt, wird sie durch die Abstreifer
26 abgestreift. Die gesamte feuchte Mischmasse fällt, ohne die Wände des Mischtroges
24 zu berühren, unmittelbar in den Bereich der Mischschaufeln 29.
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Die durch den Siebtrichter eingefüllte Mischflüssigkeit läuft durch
das Rohr 20 nach unten und sammelt sich in dem Behälter 21 SO lange an, bis der
Flüssiglceitsspiegel die radialen Öffnungen 19 in der hohlen Welle oberhalb der
Vorverteilerscheibe I8 erreiclhst. Dann tritt die Flüssigkeit durch die Öffnungen
19 auf die VorverteiIlerscheibe !8, von der sie gegen die Unterseite der Vertei'lers'cheibe
I7 geslchleudert wird, :die sie in radialer Richtung in den an ihr vorbeifalleuden
Schlleief der trockenen Rohstoffe hineintstäubt.
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PATENTANSPRSCHE: I. Vorrichtung zum Mischen von festen Rohstoffen
und Flüssigkeiten mittels um senkrechte Wellen umlaufender Mischscheiben, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Vormischscheibe (3) für die trockenen Rohstoffe und eine
mit ihr nicht gleichachsige und tiefer angeordnete Hauptmischscheibe (5) zur weiteren
Mischung der trockenen Rohstoffe und Zumischung der Flüssigkeiten vorgesehen ist,
deren umgekehrt trichterförmig gestalteter Unterseite (!I 7) die Flüssigkeit durch
die hohle Welle (4) zugeführt wird.