DE901734C - Verfahren zur Herstellung kolorierter Lichtbilder und Farbendrucke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kolorierter Lichtbilder und Farbendrucke

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DE901734C
DE901734C DEP1185D DEP0001185D DE901734C DE 901734 C DE901734 C DE 901734C DE P1185 D DEP1185 D DE P1185D DE P0001185 D DEP0001185 D DE P0001185D DE 901734 C DE901734 C DE 901734C
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Application number
DEP1185D
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Inventor
Jose Luis Mariani Piazza
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C11/00Auxiliary processes in photography
    • G03C11/18Colouring

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung kolorierter Lichtbilder und Farbendrucke Beim üblichen Kolorierverfahren von Lichtbildern wirkt diel Farbe sübtraktiv, insofern, als die monochrome und transparente Farbschicht hefterogener Schwingungen abhält und die Halbtöne, die graugetönte Abstufung also biss hinein ins Schwarze, sich in eine ebenfalls bis ins, Schwarze abgetönter Lichimenge in, der gegebenen Farbe" umsetzen. Weist nun die Farbe, wie dies beina ,e: immer der Fall Eist, eine gewisse Beimischung von Weiß auf, so wird sie einen: gleichen Anteil über, das ganze Bild hin aufweisen, welches immer auch die Intensität dein reflektierten Lichtes sehn möge.
  • Nun steht dieis aber nicht im Einklang mit dem, was man in der Wirklichkeit beobachtet. Untersuchungen haben darauf schließen lassen, daß in den beschatteten Teilen eines Gegenstands die Farbei reiner in dies Erscheinung tr=itt, daß dort also der Anteil an Weiß geringer ist. Das isst unter anderem darauf zurückzuführen, d;aß im, Schatten die Reflektierung des weißem. Oberflächenglanzes eine, geringeres ist. Dieser Glanz geht auch von mattfarbigen Gegenständen aus, salbst wenn. er infolge seiner bis ins äußerste reichenden Unterteäung nicht gerade auf den ersten Blick wahrnehmbar isst, mit zunehmendem Anteil an Weiß ist jedoch die abnehmende Farbreinheit deutlich bemerkbar.
  • Man kann sich einen Begriff von dem Einfluß dieses Oberflächenglanzes bilden., wenn man einen farbig beinalten und alsdann lackierten Gegenstand betrachtet. Wo sich das direkte Licht an der Lackschicht spiegelt, sieht man nur einen weißen Lichtreflex, erst in diffusem Licht erkennt man seine w°irklc-he Farbe. Gewebestoffe und die, meisten farbigen. Gegenstände bestehen aus einer Unmen-g:' lichtreflektiemender Elemente, die sich zwar wie der angeführte lackierte Geigenstand verhalten, infolge der obwaltenden, weitestgehenden Unterteilung ein mehr oder weniger glanzloses Aussehen haben. Infolgedessen weii@sen diel heller beschienenen Stellen eine größere Anzahl wahrnehniba,rer kleinster, Reflexe auf, so daß die Farbe dort eine verhältnismäßig größere Beimischung an, Weiß zeigt, als es in den, beschatteten Teilen der Fall isst.
  • Um die sogenannte Verweißlichung der Farben bei koloriertem Lichtbildern zu verhindern, wurdle?,gemäß der Erfindung ein additives Verfahren geschaffen,, bei welchem man" statt die bestehende Abstufung von Weiß, Halbtönen und. Schwarz durch eine Farbtönung restlos, zu ersetzen, diese Abstufung zum Teil unverändert weiterbestehen läßt, ihr jedoch eine-Farbabtönung zugibt, und zwar mit einer sich durchweg gleichbleibenden Zugabe an Weiß, die keinerlei Abstufung enthält, einem einheitlichen Farbton also gleichkommt.
  • Um das zu erreichen, wird das Bild in: ncbesneinanderkegend!e, Elemente unterteilt; dies eiirren bleiben wie im Original,und bil,dien so ein Teilbild aus Weiß, Halibtönen und Schwan., und die, anderen ergeben ein weiteres Teilbild mit einem stark verminderten oder ganz, d. h. durch weiße Pünktchen ersetzten Anteil an Halbtönen; nur diese Elemente werden dann koloriert.
  • Um zu diesem Ergebnis zu gelangen, kann man auf verschiedene Weise verfahren. Handelt es sich z. B. um ein fertiges Silberbild, so wird ein regelmäßiger oder unregelmäßiger Raster mit Fettfarbe, aufgedruckt,, wodurch die damit überdeckten Teile gegen die darauf folgenden Arbeitsvorgäng- geschützt sind. Sodann wird; das Bild' in einem photographischen Abschwächer eingeführt, weicher an den nicht mit dem Fettkörper behafteten Steillee das Silberbild angreift und so dort ein. abgeschwäehteis oder gänzlich ausgelöschtes, durch weiße Pünktchen ersetztes Teilbild zurückUßt, sofern die Abschwächung bis zur äußersten Grenzei durchgeführt wird. Nach erfolgter Wässerung und Trocknung des Teilbildes wird mit einer transparenten Farbe koloriert. Hierbei wird die Farbe nur von denjenigen Stellen angenommen, die keine Fettschicht aufweisen. Auf liess, Wetise wird ein Teilbild in Weiß, Halbtönen, und: Schwarz erzielt, neiben dem ein anderes koloriertes gelagert ist, beide so ineinandergelagert, daß das Auge das eine vom anderen nicht zu unterscheiden vermag. Da das zweite Teilbild, also dasjenige, welches keine Fettkörperschicht annahm, abgeschwächt wurde, wird es: kein reines. Schwarz, sondern nur mehr Halbtöne oder überhaupt nur, noch Weiß aufweisen, wenn die Abschwächung äußerst scharf durchgeführt wurde,; wenn alsdann die transparente Farbei aufgetragen wird, so werden die den schwer-. zerr Steilleu des. Bieldes entsprechenden Teile einen dunklen Farbton aufweisen; dadurch wird dem Übelstand begegnet, welcheir sich beim Kolorieren vorn Lichtbildern nach -dem üblichen Verfahren unter Verwendung transparenter Farben einstellt, und der, darin besteht, daß die schwarzen Teile, des Bildeis anscheinend keine Farbe aufnehmen, was auf dein subtraktiven Charakter des Verfahrens zurückzuführen ist; denn wenn vorm Schwarz kein Licht reflektiert wird, dann auch nicht von der auf Schwarz aufgetragenen Farbe.
  • Was,das erste Teilbild anbetrifft, dasjenige also, welches .durch die Fettmasse geschützt ist, so besteht dessen Zweck darin, das Anteilverhältnis an Weiß an den helleren Stellen des Teilbildes zu erhöhen und sodann auch daziu beizutragen, durch seinen großen Kontrast an reinen, Weiß-, Grau- und Schwarzabtönungen dem Bild eiirre größere, B.rillsa.nz zu verleihen.
  • Man kann auch eiirr Papier verwenden" dem schon in .der Fabrik der Raster au.fgeidr,uclct worden isst; es genügt hierzu, daß ein Bildträger zur Verwesndun#g gelangt, der sich .sowohl Entwickler- und Fixier- wie auch Biarytlösun!gen gegenfbesr leicht durchlässig erweist.
  • Es kann desgleichen; auch ein transparenter Filmstreifen hergestellt werden, der bereits mit einem Raster, ausgestattet ist und weiter keiner anderen Behandlung beidarf als der üblichen des Beliichtens, Entwickelns, Fixierrens und Wässerns, um diariauf sogleich koloriert werden zu können. Das geschieht folgendermaßen: Auf .ein transparentes und farbundürehlässiges Blatt wird auf der einen Seite ein transparenter Raster aufgelegt, welcher -d e transparente Farbe, mit welcher das Lichtbild koilosnieeirt werden soll, aufsaugt. Auf die Rückseite des gerasterten Biliattes wird eine lichtempfindliche Schicht aufgetragen. Der Raster, welcher aus Gelatine; sein. kann, wird mit. einer etwas ;inaktinischen Farbe .d`urchtränkt. Wird dieses transparente Papier nunmehr, unter einem Negativ durch den; Raster hindurch belichtet, so erzielt man unterhalb der gefärbten Rasterelemente ein abgeschwächtes Teislbild oder einsfach eine Reiihe weißer Pünktchen, wenn. nämlich die verwendete Farbe sehr inaktinisch gewesen sein sollte. An denjenigen Steilelen;, die der Raster frei ließ, wird. ein normales Teiilbild erzielt. Nach erfoilgteim Entwic1eIn, Fixiewenund Wässern wird die inaktini.sche Farbe des Rasters aufgelöst, und .es können die zum Kolorieren des Lich:tbil,des. erforderlichen Farben aufgetragen weirdesn. Es können dazu beispielsweise Anislinfarben verwendet werden, und der Rastesr kann aus Gelatine bestehen, von .der diese Farben leicht aufgesogen werden. Man kann desgleichen. ein lichtempfindliches Papier, ähnlich dem oben beschriebenen, herstellen, nur dsaß dieses zur Betrachtung im auffallenden Licht Blattform hieben müß:te. Dazu ist es nötig, daß der Bildträger von den Entwickl.ungs-, Fixier-und Wässerungsflüssigkeiten sehr leicht dürchtränkbar ist. Man geht dabei folgendermaßen ans Werk: Erstens: Auf das Blatt Papier wird eiirre! lichtempfindliche Emulsion aufgetragen; zweitens: eis wird eine wasserfeste Kol:lodiumschicht oder ein anderer wasserfester Lack aufgetragen, und drittens: es wird. ein Raster aus Geilatine, oder sonst einer transparente Farbe leicht aufnehmenden Substanz mit derjenigen Farbe getränkt, m it weilcher das Lichtbild alsdann ko1omiert werden soll.
  • Es kann desgleichen auch ein Filmstreifen hergestellt werden, .der mit opaken Farben koloriert werden soll, z. B. mit Ölfarben. Zu diesem Zweck wird auf einem transparenten Blatt aus Cellulosehydrat, Celluilond oder sonst einer transparenten Substanz eine ganz feine Schicht aus Gelatine oder sonst einer Masse! aufgetragen, diie leicht eine inaktinische Farbe aufsaugen kann. Darüber wird eiin Weißraster aus wasserdichten und halb opakem Partikeln aufgedruckt, worauf das Ganze! einem Bad inaktini,scher Farbe ausgesetzt wird; die nur an dein von der Gelatinemasse unbedeckten Steilleu aufgenommen wird, denn die weißen Partikeln lassen d;ie weiße Farbe nicht eindringen. Auf die cntgegrmgesetzte Seite des transparenten Bild: trägers wird eine lichtempfindliche Emulsion: aufgetragen. Dieser Fi-lmstreiffen wird durch den Weißraster hindurch bei:ichte@t, und die weißen Parti.kelchen, obgleich sie nahezu opak sind, lassen dennoch das Licht leichter als die mit inaktin.ischer Farbe kolorierten Teile durch. ,Im Verlauf des Entwnckelns, Fixieretuis und Wasserns löst sich die Farbe, reit welcher die, Gelatdneschicht gefärbt worden war, auf und verschwindet, und es kann nunmehr das Lichtbild mit einer opaken Farbe ohne weiteres koloriert werden, wobei die Farbe selbistverständ;lich auf der Rückseite des. Bildes. aufgetragen werden muß, welche in diesem Fall die des Weißrasters ist. Die Vorderseite ist: die der Emulsion, also dort, wo das fertige Lichtbild erscheint. Das hier beschriebene Verfahren kann desgleichen auch dort angewendet werden:, wo es sich darum handelt, kolorierte oder kolo@rierfähigeDrucke herzustellen. Der farbhaltige oder farbaufnahmefähige Raster deckt sich mit den weißem Zwischenräumen in den Linien und Funkten des Druckas. So besteht z. B. der Farbraster bei dem gerasterten Similidruck aus einer netzartigen Anordnung, die mit den weißen Gitterfeldern des Druckas zusammenfällt; die farbigen Striche überdecken die schwarzen Punkte nur an den oder schwarzen Bildstelflen, dort also, wo die schwarzen Punkte dies Druckes am stärksten auftreten.. So kommt eis, also, laß die farbigen Striche auf ein Teilbild von abgeschwächtem Heilldiunkel aufgetragen werden müssen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung kolorierter Lichtbilder oder Drucke, dadurch gekennzeichnet, d@aß dies Bild in zwei Serien kleinster nebeneinandergelagerter und engst miteinander beliebig gemischter Bildelemente unterteilt wird, deren eine ein Teilbild in Weiß, Halbtönen und Schwarz und deren andere ein koloriertes Teilbild darstellt, dessen Kontrast geringer isst als der des ersten, wobei diese zweite Serie von Bildelementen aus einer Folge von Pünktchen in ein und derselben Farbe bestehen kann und beide, Serien von Elemeinfien, zwei Teilbilder darsteillen, eines koloriert, das andere eicht, die beide so inei.nandengelagert sind, daß sie bei der Betrachtung ein untrennbares Ganzes bilden.
DEP1185D 1939-06-15 1939-07-27 Verfahren zur Herstellung kolorierter Lichtbilder und Farbendrucke Expired DE901734C (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
ES901734X 1939-06-15
FR918833T 1945-12-14

Publications (1)

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DE901734C true DE901734C (de) 1954-01-14

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Application Number Title Priority Date Filing Date
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DE (1) DE901734C (de)
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