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Bestrahlungslampe mit feststellbarem Mehrfachgelenk
Medizinische Bestrahlungslampen
werden gewöhnlich in einem Gabel arm gelagert, der einerseits am Lampenfuß und anderseits
am Reflektor angelenkt ist, um auf diese Weise einen größeren Einstellungsbereich
hinsichtlich Richtung und Entfernung des Strahlenkegels bei klinischer Anwendung
zu erhalten. Diese Anordnung hat aber den Nachteil, daß jedes Gelenk sowohl am Reflektor
als auch am Fuß für sich gelöst und fixiert werden muß, wodurch die Einstellung
der Lampe erschwert wird.
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Es sind zwar bereits verstellbare Beleuchtungskörper für elektrisches
Licht bekannt, bei welchen die Lichtquelle in jede beliebige Richtung und Neigung
gegenüber einem feststehenden Teil versetzt werden kann und dabei in jeder Stellung
von selbst festhält (siehe z. B. Schweizer Patent 187818, W. S ch we i z e r, und
USA.-Patent I 423 535, M ii 1 e r). Diese Einrichtungen eignen sich wohl für kleinere
Beleuchtungskörper, wie z. R. Werkplatzleuchten und Schreibtischlampen. Für die
größeren und schwereren Reflektoren und Strahler von medizinischen Bestrahlungslampen
hingegen müßten die einzelnen Gelenke, damit sie auch bei der größten Ausladung
des Reflektors noch mit genügender Sicherheit festhalten, so schwergängig gemacht
werden, daß dadurch eine leichte und feinere Einstellung der gewünschten Neigung
und Entfernung nicht mehr möglich ist.
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Die angeführten Nachteile der bekannten Einrichtungen werden gemäß
der vorliegenden Erfindung dadurch behoben, daß zwei oder mehr voneinander unabhängig
bewegliche Gelenke durch an oich bekannte mechanische Ubertragung6mittel, wie
z.
B. Hebel, Ketten u. -dgl., miteinander gekoppelt werden, daß bei Feststellung eines
Gelenkes auch die anderen fixiert werden.
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Der Gegenstand der Erfindung wird an Hand der Abb. I und 2 näher
beschrieben.
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Abb. I zeigt schematisch die Gesamtansicht der Lampe von der Seite.
Der hohle Tragarm A ist einerseits mit dem Gelenk G1 am Lampenfuß F anderseits mit
dem Gelenk G2 am Hinterteil H des Reflektors R angelenkt. Die gestrichelt gezeichneten
Kreisbogen mit den Pfeilen lassen den Verstellwinkel der beiden Gelenke erkennen.
Der ReflektorR kann dabei ohne Beeinträchtigung des Verstellbereiches wahlweise
mit oder ohne Tubus T verwendet werden, welcher mittels fühlerförmiger Haken F1
und F2 in den Reflektor R eingehängt ist und durch Druck auf den Knopf K im Traggriff
Tg leicht abgenoinmen werden kann.
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Abb. 2 zweigt eine bei, spielsweise Ausführung eines Doppelgelenkes
von vorn betrachtet im Schnitt.
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Der hohle Tragarm A trägt unten das Gelenk G1 und oben das Gelenk
G2. Die Bremsschale B1 des unteren und die Bremsschale B des oberen Gelenkes sind
an dem gemeinsamen Arm A1 befestigt. Die zweite Bremsschale Bs des unteren Gelenkes
ist starr mit dem Fuß F verbunden, während die zweite Bremsschale B4 des oberen
Gelenkes das Hintertei H des Reflektors trägt. Um die Spitze einer Stellschraube
N ist ein zweiarmiger Hebel A2 drehbar, gelagert, dessen Enden in den Gelenkachsen
W1 und W2 lose geführt sind. Beim Anziehen des Drehknopfes D werden einerseits die
beiden Bremsschalen B1 und B3 des unteren Gelenkes zusammengepreßt, während gleichzeitig,
der obere Arm des Hebels A2 gegen die Mutter M drückt und so durch den Bolzen W2
auch die beiden Brem'sschalen B2 und B4 des oberen Gelenkes zusammendrückt.
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Die Lampe kann selbstverständlich anstatt an einem Fuß F auch an
einen Tragschieber eines Stativs angelenkt werden. An Stelle der dargestellten Konusbrem,
sen können natürlich auch andere der an sich bekannten Bremsen verwendet werden,
z. B. Scheiben-, Lamellen-, Band-, Keil-oder Backenbremsen. Ebenso kann an Stelle
der heispielsweise dargestellten Hebelübertragung auch eine andere der bekannten
mechanischen Übertragungsarten verwendet werden. So könnte beispielsweise eine dritte,
lose Bremsscheibe des einen Gelenkes durch einen Band-, Seil- oder Kettentrieb mit
einer Trommel, Seilscheibe oder einem Kettenrad des anderen Gelenkes verbunden werden,
oder es könnten die Backen oder Keile von zwei Backenbremsen durch eine Schraubenspindel
mit Mutter oder durch aus lösbaren Federdruck angepreßt werden. Der Erfindungsgegenstand
soll durch die angeführten Beispiele keineswegs eingeschränkt werden. Das Wesentliche
an der voirliegenden Erfindung ist vielmehr, daß zwei oder auch mehrere voneinander
unabhängig bewegliche Gelenke durch an sich bekannte Übertragungselemente derart
miteinander gekoppelt werden, daß die Feststellung oder Lockerung eines Gelenkes
zwangsläufig auf die anderen Gelenke übertragen wird, so daß mit einem Handgriff
zwei oder mehr Gelenke gleichzeitig fixiert oder gelöst werden können.
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Die Vorteile der beschriebenen Erfindung sind folgende: I. Bequeme
und schnelle Einstellbarkeit des Strahlenkegels sowohl von vorn durch den Patienten
selbst als auch von hinten durch den Arzt; 2. der Schalter S (Abb. 2) kann leicht
in der Gelenkschale G1 untergebracht werden, so daß er ebenfalls bequem sowohl von
vorn als auch von hinten bedienbar ist; 3. dadurch wird rder Fuß F für die Unterbringung
der Litze bei Nichtgebrauch der Lampe frei.