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Verfahren zur Herstellung einer mantelförmigen Kathode für Elektronenröhren
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer mantelförmigen Kathode
für Elektronenröhren aus einem Blechstreifen sowie eine nach dem Verfahren hergestellte
mantelförmige Kathode.
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Bisher wurde die mantelförmige Kathode aus einem Bilechstreifen hergestellt,
dessen Längsränder derart umgebördelt .sind, daß sie hakenförmig ineinandergreifen
und eine Falzverbindung bilden. Diese verfalzten Ränder bilden eine Naht aus vier
Blechlagen, die über ein Ende der Röhre: oder des Zylinders hinausragt und in einer
Lasche ihre Fortsetzung findet. Die Lasche ist an einem Träger befestigt. Sie ist
an einem Ende des Mantels aus im Abstand befindlichen Laschenteilen gebildet, die
in sich gefaltet .sind und eine Verlängerung ,der gefalzten Ränder bilden. Beträchtliche
Schwierigkeiten müssen bei der wirtschaftlichen Herstellung eines derartigen Mantels
mit Lasche Überwunden werden, und,die Schwierigkeit besteht hauptsächlich in der
Bildung der Lasche aus einem Stück mit dem Mantel. Als Folge hiervon .stellt man
derartige Mäntel gewöhnlich ohne die Lasche her und schweißt dieselbe erst später
,an den Mantel an. Das Anschweißen der Lasche ist ein getrennter Arbeitisgang und
erhöht .beträchtlich die Herstellungskosten.
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Es wurde auch bereits vorgeschlagen, die Mantelkathode aus einer gezogenen
Röhre herzustellen und die Lasche an der Röhre anzuschweißen. Derartige Röhren.
sind jedoch teuer.
Gemäß dem Verfahren der Erfindung werden aus
einer Lage bestehende Laschenteile in,der Nähe der Längskanten des Streifens gebildet,
und der Streifen wird um seine Längsachse zur Mantelform gebogen, um an der Längsseite
des Mantels Flansche aus einer Blechlage zu bilden., wobei die Laschenteile sich
von der Stelle der Flansche über den Mantel hinaus erstrecken, worauf die Flansche
wie auch die Laschenteile in ihrer einfachen Übereinanderlage zusammengesch-#veißt
werden.
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Die Laschenteile werden durch eine Öffnung in dem Blechstreifen gebildet,
.derart, daß sie Verlängerungen der Flansche darstellen-. Der Blechstreifenwird
derart :gebogen, daß die Flansche seitlich von. der Oberfläche ,des Mantels abstehen,
wobei .die Laschenteile im wesentlichen. in der Ebene der Flansche liegen, und daß
die sich gegenüberliegenden Flansche und Laschenteile in gegenseitige flache Anlage
für ras nachfolgende Schweißen :gelangen. Der Blechstreifen wird zuerst um seine
Längsachse gebogen, so,daß die Randteile der Längskanten nach außen abstehen; worauf
auf die Außenseiten des Streifens in der Nähe der Längskanten Drück ausgeübt wird,
um die Formgebung des Mantels zu vollenden und die in gegenseitiger flacher Anlage
sich befindlichen Flansche zu bilden. Der Druck auf die Außenseite des Blechstreifens
wird in der Nähe der Längskante in der Weise ausgeübt, -daß die flach anliegenden
F1ansehe in schräge Lage gelangen. Wenigstens eine Teillänge der zusaanmengesclvmveißten
Flansche wird in Auflage. mit der Oberfläche des Mantels gebogen.. Auf den. Flanschen
wird eine Anlageschulter gebildet. Der flache Blechstreifen wird zuerst in seine
V-förmige Querschnittsform gebogen, worauf die Öffnung zur Bildung der Laschenteile
eingestanzt und der V-förmig gebogene Streifen sodann weiter um seine Längsachse
gebogen wird; um .die Flansche und Laschenteile in Anlage für die Schweißverbindung
zu bringen. Entlang einer Längskante und eines Laschenteils werden Erhebungen gebildet,
die vorzugsweise entlang der Längskante des Blechstreifens gebildet werden, wenn
der Streifen. zur V-förmigen: Querschnittsform gebogen und bevor die Öffnung eingestanzt
wird.
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Die erfindungsgemäß hergestellte mantelförmige Kath de ist dadurch
gekennzeichnet, daß die Längsränder des Blechstreifens verschweißt und durch Schweißen
allein zusammengehalten sind. Die Randteile der Längskanten liegen übereinander,
bilden jedoch keine Falzverbindung. Die Randteile der Längskanten bilden. anliegende
und zusammengeschweißte Flansche des Mantels, die von der Oberfläche, des. Mantels
abstehen. Die zusammengeschweißten Flansche können als Einheit auf die Außenseite
des Mantels umgebogen sein, so daß sie eine ,saus zwei Lagen bestehende Naht bilden.
Bei einer mantelförmigen: Kathode mit Lasche, die mit dem Mantel aus einem einzigen
Stück besteht, ist die Lasche :aus anliegenden Verlängerungen der Randteile der
Längskanten gebildet, .die zusammengeschweißt eine aus -zwei Lagen .bestehende Lasche
bilden. Neben den umgebogenen Flanschen befindet sich eine Schulter. Der Randteil
einer Längskante und ein Laschenteil können mit erhabenen Berührungspunkten versehen
sein.
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Durch die Herstellung kann .der Mantel in genauer Weise in irgendeiner
Querschnittsform hergestellt werden, wie z. B. kreisf6rmig, viereckig od. dgl.,
denn: der Mantel verzieht sich nicht beim Schweißen der Flansche. Die Schweißverbindungergibt
eine sichere Vereinigung .der Längsränder und kann schnell und billig hergestellt
werden. Auch kann die Lasche leicht in einem Stück mit dem Mantel gebildet werden.
Ob-
wohl es vorteilhaft ist, die geschweißten Flansche umzubiegen, kann der
Mantel auch mit abstehenden Flanschen Verwendung finden. Ein weiterer Vorteil -der
neuen. Mantelform besteht ,darin:, d@aß die umgebogenen Flansche eine Naht bilden,
die nur aus zwei Lagen. besteht, so daß die größte Gleichförmigkeit in der Wärmeverteilung
zustande kommt. Es bedeutet auch einen Vorteil, -daß -die Naht vollkommen an :der
Außenseite ,des Mantels angeordnet sein kann, so daß das Heizelement nahe der Mantelwand
liegen .kann; ohne daß eine Berührung der Teile oder Abschürfen von isolierendem
Stoff von .der Heizeinheit eintritt.
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In den Zeichnungen, die Ausführungsbeispiele der Erfindung darstellen,
ist Fig. i eine Seitenansicht einer hauptsächlich schematisch dargestellten Vorrichtung
für -die Herstellung der mantelförmigen: Kathode, Fig. i a ein Ouerschntt nach den
Linien ja-ja der Fig. i, Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung eines, zur V-förmigen
Ouerschnittsform gebogenen Sreifens, Fig. 3 eine Seitenansicht der Biegerollen,
die den flachen Streifen V-förmitg biegen und an einer Längskante eine Reihe Erhebungen
einprägen, Fig. 4 eine schanibildlich.e Darstellung des V-förmig gebogenen Streifens
mit den durch eine eingestanzte Öffnung gebildeten Laschenteilen, Fig.5 ein Querschnitt
-durch das. Gesenk der Stanze bei Tiefstellung des Stempels nach der Linie 5-5 der
Fig, i, Fig.6 eine schaubildliche Ansicht des abgeschnittenen :Sitreifenstücks,
das den Rohling für die zu formende Mantelkathode bildet, Fig. 7 ein Querschnitt
nach der Linie 7-7 der Fig. i, aus der das Schnittwerkzeug zum Ab-
schneiden
des Streifenstücks ersichtlich ist, Fig.8 ein senkrechter Längsschnitt durch die
Mitte des unteren Bettes der Stanze und der Andrückvorrichtung, Fig. 9 eine schaubildliche
Ansicht des in .seiner Längsachse zur teilweisen Mantelform gebogenen Streifens,
Fig. io ein Querschnitt durch die Prägewerkzeuge und den; Dorn. sowie den Abschlagstempel,
wobei die Teile in anfänglicher Lage gezeigt sind, Fig. i i eine ähnliche -Ansicht
'.bei gehobenem Prägestempel und niedergedrücktem Dorn, nachdem der Streifen um
seine Längsachse gebogen ist, so daß nach oben gerichtete Seitenteile gebildet werden,
Fig.
12 eine schaubildliche Darstellung des Mantels in vergrößertem Maßstab, wobei die
Flansche und Laschenteile zusa:mmengeschweißt sind.
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Fig. i2 a eine Stirnansicht des Mantels mit den noch etwas a.useinanderliegenden
Flanschen, wobei die Erhebungen an dem einen Flansch am anderen anliegen.
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Fig. 13 eine Seitenansicht der Schweißbacken in geschlossener Stellung
zur Darstellung des Schweiß ßvorgangs beim Herstellendes Mantels nach Fig. 12.
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Fig. 13a eine Stirnansicht des Mantels mit zusammengeschweißten Flanschen
und eine Angabe der Ausmaße, Fig. 14 eine Unteransicht -der Schweißbacken, Fig.
15 eine schaubildliche Darstellung des Mantels mit niedergebogenen, geschweißten
Flanschen, die zur Bildung einer Anlageschulter geschlitzt sind.
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Fig. 16 ein Querschnitt durch den Abschlagstempel nach der Linie 16-16
der Fig. 17, um die Bildung der Anlageschulter zu zeigen, Fig. 17 eine Unteransicht
des Abschlagstempels, Fi:g. 18 eine schaubildliche Ansicht der fertigen Mantelkathode
bei senkrechter Lage ,und Fig. i9 eine Seitenansicht. der fertigen Mantelkathode
nach Fig. 18 in Verbindung mit dem Gitter und den ,zugehörigen Teilen einer Elektronenröhre.
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In den Fig. 15 und 18 ist als Beispiel eine mantelförmige Kathode
20 vonzylindrischer Form gezeigt. Der Mantel 2o hat aus einer Lage bestehende Flansche
21 und 22, :die überlappen, zusammengeschweißt und auf ,den Mantel umgebogen sind,
um einen aus. zwei Lagen bestehenden Saum zu bilden, .der den Mantel verstärkt.
Mit dem Mantel sind aus einem Stück Laschenteile 23 und 24 -gebildet, die in der
Ebene der Flansche 21 und. 22 liegen und in Wirklichkeit Fortsetzungen derselben
bilden. Die Laschenteile sind gleichfalls zusammengeschweißt. Die Flansche wie auch
die Laschenteile besitzen keine ineinandergreifende Verbindung und sind einzig unid
allein, durch Schweißen zusammengehalten.. Die Flansche 2i und 22 liegen auf der
Außenseite -des Mantels auf und sind bei 25 in Querrichtung geschlitzt, so, daß
eine im wesentlichen radial hervorstehende Anlageschulter 26 gebildet wird.
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Die Mantelkathode 2a wird. aus Metallblech, beispielsweise Nickelblech,
geformt, das dünn, ist und gewöhnlich eine :Dicke von 0,038 mm (1,5tausendstel
Zoll) hat. ,Die Erfindung ist jedoch nicht auf eine bestimmte Blechdicke beschränkt.
Die Zeichnungen zeigen die Mantelkathode in stark vergrößertem Maßstab, und im nachfolgenden
sind die Millimetermaße angegeben, wobei die am nächsten kommenden Zollmaße in Klammern
zugefügt sind. Nach Fig. 13 a beträgt der Innendurchmesser der Mantelkathode i mm
(4otausendstel Zoll), und der Außendurchmesser .beträgt i,oß mm (43tausemdstel Zoll).
Die Breite der Flansche und der Laschenteile beträgt 0,5 mm (2otausen-d:stel Zoll).
Die Ausmaße können sich nach unten und oben hin im Werte ändern. Es sind bereits
Mantelkathoden hergestellt worden, die einen Innendurchmesser von nur o,5 mm (2otausend@stel
Zoll haben. Die angegebenen Größen stellen ein Mittel der Ausmaße dar und wurden.
angeführt, um die beim Herstellen des Mantels auftretenden Schwierigkeiten verständlich
rzu machen. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diegenauen Abmaße ,des Mantels beschränkt.
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Es wird eine Schilderung :dies Verfahrens zur Herstellung der Mantelkathode
2o gegeben. Die Herstellung dieser Kathode beginnt mit einem dünnen Blechband :27,
beispielsweise aus Nickelblech, :das vorzugsweise eine Dicke von o,038: mm hat,
obwohl die Dicke sich etwas ändern kann. Der Blechstreifen 27 (Fig. i) ist in einer
Rolle, 28 auf einer Spule 29 aufgewickelt, von der der Streifen schrittweise abgezogen
wird. Der abgezogene Streifen ist in Querrichtung flach.
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Die schrittweise Zuführung :des Blechstreifens kann durch irgendwelche
geeigneten Mittel stattfinden, und im vorliegenden Fall wird ein Block 30 benutzt,
der eine flache Ausnehmung 31 hat. Über dem Block 3o befindet sich ein, Kopfstück
32, .das mit dem Block 30 starr verbunden ist und eine senkrechte Öffnung 33 für
einen Reibungsstift 34 hat, :der ,durch eine Feder 3:5 niedergedrückt wird. Der
Stift 34 greift am Streifen 27 an. und, .drückt ihn auf den Block 30, so d;aß er
.sich mit dem Block vorwärts bewegen :kann. Bei Rückwärtsbewegung des Blocks
30 wird -der Mittelteil der Feder 35 angeh@obe:n" so daß der Reibungsstift
34 nicht mehr angedrückt wird. Der Block 3o kann sodann am Streifen 27 rückwärts
gleiten, wenn der Streifen gegen Bewegung festgehalten ist. Die Feder 35 ist am
Kopfstück 3:2 befestigt, und irgendwelche geeignete Mittel können zum Anheben der
Feder 35 wie auch zur Hinundherbewegung des Blocks 30 Anwendung finden. Bei jedem
Arbeitsgang wird der Block 30 um eine Strecke vorwärts bewegt, die der Gesamtlänge
des Mantels und der Laschenteile ,gleichkommt.
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Der Block 30 trägt eine Biegerolle 36 (Fig. i und 3) mit eingeschnürter
Umfangsfläche, die im Längsschnitt gesehen V-förmig zur Längsachse liegt. Die Rolle
3:6 arbeitet mit einer oberen Biegerolle 3.7 zusammen, diie von dem Kopfstück 32
getragen wird. Die Biegerolle 37 ist ballig und hat im Längsschnitt eine bezüglich
der unteren Rolle in umgekehrter V-Form sich erstreckende Umfangslin:ie. Die Umfangsflächen
der beiden Biegerollern passen ineinander. Der Tiefpunkt 38 in der Rolle 36 liegt
neben, der Mittellinie 39 der Rolle, s0 daß eine Rollenseite 4a erhaltenwird, die
länger als die andere Rollenseite 41 ist. Der Höchstpunkt 42 der oberen Rolle 37
liegt gleichfalls neben der Mittellinie 39, so daß eine längere Rollenseite 43 und
eine kürzere Rollenseite 44 erhalten wird. Die obere Rolle 37 hat in ihrem Umfang
in. der Nähe des Rollenendes. eine Rille 45, in die Prägewarzen 46 eintreten, die
in ringförmiger Reihe auf der Rolle 36 angeordnet sind.
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Wenn der Block 30 und die zugehörigen Teile aus der Rückwärtslaige
(Fig. i) in die Vorderlage bewegt wird, rückt der Streifen 27 vor. Wenn der
Streifen
auf diese Weise vorwärts bewegt ist, wird das vordere Streifenende gegen, Rückwärtsbewegung
festgeklemmt, und die Feder 35 wird von dem Stift 34 abgehoben. Der Block
30 und die damit verbundenen Teile werden .sodann in ihre rückwärtige Lage
zurückgebracht. Der Block 30 und die Biegerollen 36 un:d 37 bewegen sich
'bei feststehendem Streifen 27 zurück, so daß die am Streifen angreifenden Biegerollen
36 und 37 den Streifen in eine V-förmige Querschnittsformbiegen,, von der die Seite
47 breiter als die andere Seite 4:8 ist. Gleichzeitig erzeugen die Prägewarzen 46
entlang der Längskante des Streifens eine Reihe von Erhebüngen 49. Diese Erhebungen
49 liegen auf der Oberseite der Schenkelseite 47 (Fig: 2). Wie ersichtlich, wird
der Streirfen um seine Längsachse gebogen, und die Erhebungen 49 werden in denselben
eingeprägt, wenn,der Block 30 ,mit den zugehörigen Teilen sich unabhängig vom Streifen
rückwärts bewegt. Die Vorwärtsbawegung des Blocks wird auch von dem Streifen mitgemacht,
und das durch die V-förmige Biegung versteifte Streifenstück wird hierbei geschoben,
während das hinter dem Block 3o befindliche Streifenmaterial durch Ziehen vorwärts
bewegt wind. Wenn das vordere Streifenstück durch @die V-förmige Querschnittsgestaltüng
in sich nicht verstärkt wäre, :dann. könnte man mangels ungenügender Eigensteifigkeit
das Streifenstück nicht vorwärts schieben.
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Beim Vorwärtsschieben des vorderen Streifenstücks gelängt .dasselbe
in Stanzlage und kommt in einer V-förmigen Ausnehmung 50 eines feststehen-,den Gesenkteils
51 zu liegen (Fig. i und g). Der Cresenkteil 51 hat eine senkrechte Offnung 5a für
den Durchgang eines Stempels 53, der von einem auf und alt beweglichen Kopf 54getragen
wird. Es ist auch ein- Abstreifstempel 55 vorgesehen, der eine Öffnung 56 zur Aufnahme
des Stanzstempels 53 hat, sowie eine Nut 53' für die Erhebungen 4,9. Der Abstreifstempel
55 wird durch Federn 86 nach unten !bewegt und hat eine V-förmige Unterseite, die
mit der Formgebung der Ausnehmun.g 50 übereinstimmt. Wenn Jas V-förmige Vorderstück
-des Streifens 27 in die Aus:nehmung 50 geschoben, ist, .bewegt sich der
Kopf 54 nach unten. Der Abstreifstempel 55 bewegt sich hierbei mit nach unten und
klemmt das Vorderstück des Streifens in .der Ausnehmung 5o fest. Hierauf bewegt
sich der Stempel 53 nach unten durch den Abstreifer 55 hindurch und .durch die Öffnung
52 des Gesenkes, wobei die Öffnung 57 in den Streifen gestanzt wird. Wenn sich der
Kopf 54 hebt, dann bewegt sich auch der Stempel 53 bezüglich des Abstreifers 55
nach oben, und das V-förmige-Vorderstück des Streifens wird durch den Abstreifer
55 vom Stempel 53 getrennt. Wenn der Kopf 54 sieh in seiner obersten Lage befindet,
ist .sowohl der Abstreifer 55 wie auch der Stempel 53 von dem Streifenstück entfernt.
Beim Festklemmen des V-förmigen Streifenteils durch den Abstreifer in der Ausnehmung
50 wird der Streifen gegen Rückwärtsbewegung festgehalten, und zu dieser
Zeit wird der Block 30 mit den zugehörigen Teilen nach rückwärts geschoben.
Durch Einstanzen der Öffnung 57 entstehen die Laschenteile 23 und 24, die sich an
der Längskante des ' V-förmigen Streifenteils befinden und sich in Längsrichtung
über das Ende desselben hinaus erstrecken.
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Bei der darauffolgenden Vorwärtsbewegung des Blocks 30 .mit den .zugehörigen:
Teilen. wird der vordere V-förmige Streifenteil mit nach vorn in Biegelage geschoben.
Wenn sich der Kopf 54 dann abwärts beiwe@gt, dann bewegt sich auch das Schnittwerkzeug
5& (Fig: 1, 7 und 8) nach oben, um die Laschenteile 23 und 24 .bei 59 zu trennen,
wodurch das vordere Streifenstück vom restlichen Streifen abgetrennt wird. Das abgetrennte
Streifenstück ;bildet den Rohling für die zu formende Mantelkathode mit -den ansitzenden
Laschen. Es mag besonders erwähnt werden, daß sich die Erhebungen 49 über die ganze
Länge des V-förmig eingebogenen Streifenstücks wie auch des Laschenteils 24 erstrecken.
Beim Vorwärtsschieben des vorderen ` Streifenstücks in Biegelage gelangt dasselbe
in eine V-förmige Aussparung 6o (Fig. i a, io und i i) ,eines senkrecht beweglichen
Prägestempels 61, der sich zu -dieser Zeit in gesenkter Lage befindet. Der Prägestempel
61 hat eine zylindrische Vertiefung 62, die -den Scheitel ,des V-förmigen Streifenstücks
aufnimmt. Die Größe der Vertiefung 62 ist vorzugs,weisegeringer als der halbe, Durchmesser
des Mantels, so daß die Seitenteile 47 und 48 des Streifenstücks beim weiteren Biegen
nicht nach oben schräg voneinander weg einstellen. Die Mittellinie der Vertiefung
62 liegt seitlich von, der Längsachse 63 das Prägestempels 61. Mit der Vertiefung
62 arbeitet ein waagerechter Biegedorn 64 von zylindrischer Form zusammen. Der Biegedorn
64 hat .eine abgeflachte Oberseite 65 und liegt im übrigen in Achsenaus,richtung
mit der Vertiefung 62. Wenn bei der Formgebung des Mantels das V-för@mi@ge Streifenstück
in der Aussparung 6o zu liegen kommt, befindet sich der Biegedorn 64 oberhalb des
Prägestempels 6:i in feststehender Lage. DerPrägestempel 61 wird zuerst genügend
gehaben, um das Streifenstück @zwischen dem Biegedorn und dem Stempel einzuklemmen.
Die Bewegung des Prägestempels 61 hört jedoch auf, bevor der Biegedorn 64 seine
tiefste Lage innerhalb ,der Vertiefung 62 erreicht hat, -worauf der Prägestempel
61 festgehalten wird. Ein Abstreifstempel 66wird sodann nach unten auf den Biegedorn
64 .bewegt und preßt .denselben in seine tiefste Lage in der Vertiefung 62. Hierbei
wird das dazwischenliegende Streifenstück gebogen,- so,daß ein unterer, zylindrisch
geformter Teil 67 mit aufwärts .gerichteten und voneinander weg sich erstreckenden
Seitenteilen 47 und 48 zustande kommt. Der Seitenteil 47 reicht über den Seitenteil
48 hinaus, -da die Mitte der Vertiefung 62 und des Biegedorns 64 sich neben der
Streifenmitte :befindet und -der Seitenteil 47 .mit den Erhebungen 49 deshalb. ?breiter
wird. Nach diesem Arbeitsgang wird der Abstreifstempel 66 gehaben und trennt sich
von dem Biegedorn 6q.. Waagerecht angeordnete und hin und her bewegliche Backen
68 und 69 (Fig. 12 a, 13) für elektrische Widerstandsschweißeng
werden
sodann einwärts bewegt und greifen an den aufgerichteten Seitenteilen q:7 und 48
an, um den Biegevorgang um den Dorn 64 zu vollernden und die Flansche a1 und 22
zu bilden. Die Schweißbacken 68 und 69 sind bezüglich der Teile 61 und 64 isoliert.
Die Schweißbacke 68 bewegt sich einwärts über die Mittellinie 7o des Biegedorns
64 hinaus, während die Schweißbacke 69 sich hierbei nur bis kurz vor die Mittellinie
bewegt, so daß die Flansche 2i und 22 an einer Längskante der flachen Oberseite
65 des Biegedorns 64 zu liegen kommen. Die Schweißbacken 68 und 69 halben schräge
Stirnflächeni 71, die vorzugsweise keine Rillen aufweisen, obwohl einer Anordnung
derselben nichts entgegensteht. Die Breite der Schweißbacken entspricht der Gesamtlänge
des Mantels und der Laschenteile.
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Bei fier Einwärtsfbewegung der Schweißbacken 68 und 69 kommen izuerst
die Erhebungen 49 des Flansches 22 und des Laschenteils 24. in Berührung mit dem
Flansch 2.1 und dem Laschenteil 23, wobei den Erhebungen entsprechend anfänglich
eine sehr kleine Berührungsfläche vorhanden ist. Infolgedessen, wird an den Berührungsstellen
ein sehr großer Widerstand für den. Stromübergang gebildet. Sobald bei der Einwärtsbewegung
der Schweißbacken Berührung eintritt, wird den Backen elektrischer Strom zugeführt,
der die Erhebungen 49 und die Berührungsstellen des anliegenden Flansches und Laschenteils
plastisch gestaltet. Während dieses Schweiß1vorgangs rücken die Backen 68 und 69
weiter vor, bis die Flansche und Laschenteile in feste Anlagekommen und die Erhebungen
platt gedrückt sind. Der Andruck der Schweißbacken 68 und 69 hält während des ganzen
SchweiZv rgangs an, so daß keine Funkenbildung einsetzt. Der Strom wird erst abgeschaltet,
wenn die Backen noch ihren Druck ausüben. Es wird Wechselstrom geringer Spannung
und hoher Amperezahl angewendet. Zufriedenstellende Ergebnisse werden mit einem
Wechselstrom von ungefähr 3 Volt und etwa 2ooo Ampere erhalten. Während des Schweißens
bleibt der Strom nur für kurze Zeit angeschaltet. Man fand, daß @zufriedenstellende
Ergebnisse bei einer Stromzuführungzeit von einer halben Periode erzielt werden.
Die Erfindung ist jethoch nicht an die erwähnten Stromgrößen gebunden, die sich
ändern können. ,Die Schweißbacken schweißen auch die Laschenteile 23 und 24. in
der gleichen Weise wie die Seitenteile 21 und 22 zusammen. Die Laschenteile 23 und
24. liegen in der Ebene der Flansche 21 und 22. Beide Teile liegen außerhalb des
Mantels in schräger und fast radialer Richtung zum Mantel und befinden sich neben
der Längsachse des Mantels. Der Biegedorn 64 erstreckt sich über die Gesamtlänge
des Mantelsund der Lasche.
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Während des Schweißens bleiben der Prägestempel 61 und der Biegedorn
6.4 in Ruhelage, und zwar so lange, bis beim nächsten Arbeitsgang die zusammengeschweißten
Flansche und Laschenteile umgebogen werden. Nachdem die Schweißbacken 6$ und 69
in( Offenstellung zurückgezogen sind, tritt der Abstreifstempel 66 wieder
in. Tätigkeit. Dieser A bstreifstempel 66 erstreckt sich über die ganze Länge des
Mantels und der Lasche: und hat eine zylindrisch gekrümmte Ausbuchtung 72; deren
Achse,mit der Achse .der Vertiefung 62 ausgerichtet ist. Die geneigten Flansches
2@i und 22 liegen bezüglich der Längsachse des Mantels und der Achse der Ausbuchtung
72 versetzt. Es wird also erklärlich, daß bei der darauffol.genden Abwärtsbewegung
des Abstreifsternpels 66 derselbe, an den geschweißten Flanscheni zi und
22 und den Laschenteilen 23 und 2:1 angreift, u m sie auf den abgeflachten. Teil
des Mantels zu biegen. Diese Biegung findet über die ganze Länge,des Mantels und,der
Laschen statt, mit Ausnahme eines kleinen Teils, der , eine aufrecht stehende Anlageschulter
26 bildet.
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Die Schulter 26 wird durch den Abstreifstempel 66 gebildet (Fig. 16,
17), der zu diesem Zweck mit einem Querschlitz 73 von einer -der Läge der Schulter
26 entsprechenden Breite versehen ist. In den Schlitz 73 erstreckt sich ein Haken
7q., der hinter den Schulterteil 26 greift und ihn gegen Umbiegen hält. Der Haken
74 hält den Schulterteil, während die Kanten des Schlitzes 73 die Flansche 21 und
2@2 an den Linien 25 einschneiden. Der Haken 74 bewegt sich niemals weit genug nach
unten, um am Biegedorn 64 oder dem Mantel selbst zur Anlage zu kommen; seine Bewegung
reicht jedoch aus, um hinter die Schulter 26 zu greifen. Der Haken kann durch geeignete
Mittel betätigt werden, und zu diesem Zweck ist eine Feder 75 vorgesehen, die den
Haken hochhält, sowie eine einstellbare Anschlagschraube 76, die im Abstreifstempel
66 sitzt und den Haken niederdrückt. Wenn der Stempel 66 gehoben, ist, wird
der Zwischenraum zwischen der Schraube 76 und dem Haken 74 -derart eingestellt,
daß der Bogen. der Ausbuchtung 72 des Stempels 66 an dem Mantel auf dem Dorn 64
angreift, bevor der Haken' 74 selbst ,bei seiner Ab-
wärtsbewegung an dem
Mantel angreift.
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Nach dem Umbieigen wird der Abstreifstempel 66 gehoben; der Haken
7,4 bewegt sich nach oben, und der Prägestempel 61 wird. nach unten bewegt. Der
fertige Mantel wird dann vom Biegedorn abgestreift. Hiermit erreicht das Herstellungsverfahren
sein: Ende. Die einzelnen bei der Durchführung des Verfahrens benutzten Werkzeuge
werden in geeigneter Zeitenfolge bewegt entweder von Hand oder selbsttätig durch
die Maschine.
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Der auf diese Weise erzeugte Mantel ist in. Fig. 18 ,ge,zeigt. Die
umgebogenen Flansche 21 und 22 bilden eine aus zwei Lagen bestehende Naht, so daß
mit dem Mantel selbst drei Lagen vorhanden sind. Die Schulter 26 befindet sich am
oder in dem umgeschlagenen Saum. In Fig. i9 ist die Mantelkathode 2o der Fig. 18
in @bekannter Anordnung mit einem Gitter 78 und einer Anode 79 gezeigt: Die Träger
8&2 halten oben und unten je eine Scheibe 8o und 81 aus -Glimmerpapier. Die
Kathode mit dem Mantel 20 enthält die üblichen Widerstands- oder Heizelemente, die
an Zuführungsdrähten 83 angeschlossen sind, und ist mit einer Lage 84 aus Barium-
oder Strontiumcarbonat überzogen. Bei erhöhter Temperatur wird der Ü'berzu,g zu
einem guten Ausstrahler von Elektronen. Die Lasche 22a,
die durch
die Laschenteile 23 und 24 gebildet wird, ist etwas abgebogen und an einem der Träger
82 angeschweißt. Die,Schulter 26 ruht auf der unteren Glimmerscheibe &i auf
.und trägt den. Mantel, dessen Emden durch Öffnungen 8,5 der Scheiben hindurchragen.