DE906497C - Vorrichtung zum Angiessen geteilter Lagerschalen - Google Patents

Vorrichtung zum Angiessen geteilter Lagerschalen

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DE906497C
DE906497C DEV1265D DEV0001265D DE906497C DE 906497 C DE906497 C DE 906497C DE V1265 D DEV1265 D DE V1265D DE V0001265 D DEV0001265 D DE V0001265D DE 906497 C DE906497 C DE 906497C
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DE
Germany
Prior art keywords
core
base plate
bearing shells
strips
sand core
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Expired
Application number
DEV1265D
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Kutscher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ver Deutsche Metallwerke AG
Original Assignee
Ver Deutsche Metallwerke AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE906497C publication Critical patent/DE906497C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22—CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D19/00—Casting in, on, or around objects which form part of the product
    • B22D19/08—Casting in, on, or around objects which form part of the product for building-up linings or coverings, e.g. of anti-frictional metal
    • B22D19/085—Casting in, on, or around objects which form part of the product for building-up linings or coverings, e.g. of anti-frictional metal of anti-frictional metal

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Angießen geteilter Lagerschalen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Angießen geteilter Lagerschalen, die vorzugsweise aus Eisen oder Stahl bestehen und eine Gleitmetallauflage, z. B. Bleibronze, erhalten sollen. Zur Durchführung dies Angi-eßverfahren.s wird ein Sandkern verwendet, der einen Mitteleinguß aufweist.
  • Die aus Eisen oder Stahl gefertigten Stützschalen werden in der Regel vor dem Aufbringen des Gleitmetalls oder einer hierfür vorgesehenen Zwischenschicht, wie dies beispielsweise bei Eisenbahnlagerschalen im allgemeinen der Fall ist, verzinkt. Die einen solchen Überzug tragenden Stützschalen dienen bei dem Angußverfahren als Teil der Gießkokille. Bisher wurde dabei so vorgegangen, daß immer nur eine Lagerschalenhälfte ausgegossen oder angegossen wurde, indem die angewärmte Stützschale vor eine aus Formsand bestehende Wand gesetzt und der mit dem Ausgußmetall zu füllende Zwischenraum durch einen Hauptkern hergestellt wurde. Der letztere besaß als Kernmarke einen kleineren Kern, auf den er sich aufsetzte. Der Hauptkern bildete die Fortsetzung der Formsandwand und wies einen durch seine Nlitte führenden Einguß auf.
  • Als besonderer Nachteil dieser Vorrichtung wurde empfunden, daß immer nur eine Lagerschalenhälfte ausgegossen werden konnte.
  • Es ist ferner nicht mehr neu, gleichzeitig zwei Lagerschalen aus- bzw. anzugießen. Die Bohrung, die die beiden zusammengefügten Lagerschalen bilden, ist genau kreisrund und erlaubt die Bearbeitung des geschlossenen zylindrischen Körpers als Büchse ohne weiteres durchzuführen. Bei Lagerschalen jedoch, die ein solches Merkmal nicht aufweisen, also eine von der Kreisform abweichende Bohrung besitzen, wurde zwecks Angießens der beiden Lagerschalen ein Mittelkern vorgesehen, der seitliche Ansätze aufweist, durch die die Trennung in zwei einzelne Gußstücke gegeben war. Sofern der Werkstoff des Kerns aus Eisen oder Stahl bestand, konnte beim Vergießen von Weißmetall mit einem befriedigenden Ergebnis der Gleitschicht gerechnetwerden. DieAnwendungeinesEisenkerns ist jedoch ausgeschlossen, wenn Metalle vergossen werden sollen, die, wie z. B. Kupferlegierungen, vorzugsweise Bleibronze, während des Gießvorganges Gase entstehen lassen, die abgeführt werden müssen. Wird hierfür keine Sorge getragen, entsteht ein poriges Gefüge, das, nachdem die oberste, dicht erscheinende Oberflächenhaut durch spanabhebende Bearbeitung beseitigt ist, deutlich sichtbar wird. Derartige An- bzw. Aufgüsse sind natürlich auf Gleitflächen für Lagerzwecke nicht brauchbar. Es wird daher beim Vergießen von den bereits erwähnten Metallen bzw. Metallegierungen ein Sandkern verwendet, der den Abzug der entstehenden Gase gestattet.
  • Die bisher verwendeten Sandkerne weisen seitlich Ansätze auf, um zwei Lagerschalen gleichzeitig anzugießen. Die Ansätze kommen jedoch häufig mit dem Metall der als Kokille aufgestellten Stützschalen in Berührung und bilden eine Gefahrenquelle für das Abstoßen von Sandteilchen, die in den Zwischenraum fallen können, der später von der flüssigen Schmelze ausgefüllt werden soll. Diese Fremdkörper gelangen in den Guß, verunreinigen ihn und machen dadurch die Lagerschalen unbrauchbar.
  • Um Lagerschalen mit Weißmetall auszugießen, Werder ferner neben dem Eisenkern Sprengleisten vorgesehen, die zwischen den Lagerschalenhälften eingesetzt werden.
  • Die Erfindung macht von der Benutzung derartiger Sprengleisten Gebrauch und benutzt sie in Verbindung mit einem Sandkern, der einen Mitteleinguß hat, erfindungsgemäß so, daß sie den Sandkern nicht berühren. Der Sandkern selbst ist mit Schlitzen und Anschnitten versehen. Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Sprengleisten gelingt es, beide Lagerschalenhälften gleichzeitig mit dem Eingußmetall zu versehen.
  • Um gleichzeitig den Lagerbund durch An- bzw. Ausgießen herzustellen, wird bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine Grundplatte mit treppenstufenartig ausgebildeten ringförmigen Absätzen vorgesehen. Zwischen der unteren Stirnseite der Stützschalenhälften und der Grundplatte besteht somit ein Zwischenraum für das einzugießende Metall des Lagerbundes.
  • Die Figuren stellen ein Ausführungsbeispiel dar. Fig. i zeigt den Grundriß, Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Grundplatte der Vorrichtung; Fig. 3 läßt einen Längsschnitt, Fig. 4 einen Querschnitt in Richtung c-d erkennen; Fig. 5 veranschaulicht den Grundriß, Fig. 6 einen Schnitt a-b durch die Vorrichtung; Fig. 7 und 8 stellen ein Einzelteil im Aufriß und Grundriß dar.
  • Eine eiserne Grundplatte i weist die Kernmarke 2 für den Sitz eines Hauptkerns 3 auf. Außerdem ist auf der Oberseite der Grundplatte noch ein treppenstufenartiger ringförmiger Ab- satz 4 vorgesehen. Schließlich sind längs der Grundplatte Führungsleisten 5 für die im vorbereiteten Zustand auf die Grundplatte aufzusetzenden Lagerschalenhälften 6 angebracht. Vor dem Aufschieben. der Lagerschalen auf die Grundplatte werden in besonders an den Führungsleisten 5 vorgesehenen Ausnehmungen 7 sogenannte Sprengleisten 8 (Fig. 7 und 8) eingesetzt, nachdem der Hauptkern 3, der Längs- und Querschlitze 9 und Anschnitte aufweist, in die Kernmarke 2 eingesetzt worden ist. Die Ausnehmungen 7, die die Marken für die Sprengleisten bilden, sind auf der Grundplatte so angebracht, daß sie einander gegenüberliegen, und zwar auf der kleinen Mittellinie der Grundplatte, wobei die letztere diese Marken hälftig teilt. Durch eine solche Anordnung wird die gleichmäßige Stärke des Angusses beider Schalenhälften gewährleistet. Die alsdann aufgebrachten Lagerschalen 6 werden so weit nach der Mitte vorgeschoben, daß sie die Sprengleisten berühren und ein Neigen derselben nach dem Kern hin dadurch verhindern, daß sie die Sprengleisten in senkrechter Richtung halten. Die Sprengleisten 8 lehnen sich, wie insbesondere die Fig.5 erkennen läßt, mit ihren Flächen io gegen die Lagerschalenhälften. Auf diese Weise ist Gewähr dafür gegeben, daß ein Zwischenraum zwischen dem Hauptkern 3 einerseits und den vorderen Flächen i i der Sprengleisten andererseits vorhanden ist, so daß keinesfalls eine Berührung mit dem Sandkern und daher auch kein Abbröckeln des Sandes befürchtet werden muß. Um das Ganze zusammenzuhalten, wird eine Spannvorrichtung, die aus Keilen 12, einem ringförmigen Spannglied 13 und Schraubspindeln mit Handhabe 14 besteht, aufgesetzt, und die letzteren werden angezogen. Nunmehr befinden sich die Einzelteile, die Lagerschalenhälften und die Sprengleisten in dem genau einzuhaltenden Abstand vom Mittelkern 3.
  • Um den erforderlichen Gießkopf zu erzeugen, wird auf die Lagerschalenhälften eine zweiteilige eiserne Kopfkokille 1g aufgesetzt. Sie weist an ihren Sitzflächen konische Abschrägungen für den oberen Lagerbund und für den Steiger 2o auf. Die beiden Hälften werden durch Hakenüberwürfe zusammengehalten, die in der Figur nicht besonders dargestellt sind. Das flüssige Metall wird durch einen Trichter 16 des Hauptkerns 3 eingegossen und tritt sowohl durch die Schlitze g auf der Unterseite als auch durch die Anschnitte in der Längsrichtung des Kerns in den Formhohlraum 17. Es umfließt dabei die untere Stirnseite 18 der beiden Lagerschalenhälften und schließlich auch die obere Stirnseite derselben, um dann den Gießkopf zu bilden. Auf diese Weise sind an den Lagerschalen die Bunde gleich mit angegossen.
  • Der Zusammenbau der Vorrichtung ist verhältnismäßig einfach, da nur wenige Handgriffe notwendig sind, um sie auseinanderzunehmen und zusammenzusetzen. Es zeigt sich auch eine Zeitersparnis bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Vergleich zur Benutzung der bekannten Vorrichtungen, die dazu dienen, nur eine Stützschalenhälfte auszugießen. Es wird daher bei der Benutzung der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine bedeutend erhöhte Mehrleistung bei gleichem Arbeitsaufwand in der gleichen Zeit erzielt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Angießen geteilter Lagerschalen, die vorzugsweise aus Eisen oder Stahl bestehen, mit Gleitmetall, z. B. Bleibronze, unter Verwendung eines Sandkerns mit Mitteleinguß und Sprengleisten, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprengleisten (8) den Hauptsandkern (3) nicht berühren.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Sandkern mit Schlitzen und Anschnitten versehen ist.
  3. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (i), auf der die Stützschalen (6), der Sandkern (3) und die Sprengleisten (8) aufgesetzt werden, einen treppenartig ausgebildeten, ringförmig verlaufenden Absatz (q.) aufweist und zwischen der unteren Stirnseite der Stützschalenhälften und der Grundplatte ein Zwischenraum (9) für das einzugießende Metall verbleibt. q,. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zusammenhalten und zum Zusammen- und Abstandhalten der Lagerschalen (6) und Sprengleisten (8) gegenüber dem in der Mitte auf der Grundplatte vorgesehenen Hauptkern (3) eine Spannvorrichtung dient, die aus Keilen (12) und einem Spannring (13) mit Schraubenspindeln (1q.) besteht.
DEV1265D 1942-11-04 1942-11-04 Vorrichtung zum Angiessen geteilter Lagerschalen Expired DE906497C (de)

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