DE907304C - Achszaehleinrichtung fuer Eisenbahnsignalanlagen - Google Patents

Achszaehleinrichtung fuer Eisenbahnsignalanlagen

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DE907304C
DE907304C DES29394A DES0029394A DE907304C DE 907304 C DE907304 C DE 907304C DE S29394 A DES29394 A DE S29394A DE S0029394 A DES0029394 A DE S0029394A DE 907304 C DE907304 C DE 907304C
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DE
Germany
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axle
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Expired
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DES29394A
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Karl Lueddecke
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Siemens Corp
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Siemens Corp
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L1/00Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
    • B61L1/16Devices for counting axles; Devices for counting vehicles
    • B61L1/161Devices for counting axles; Devices for counting vehicles characterised by the counting methods

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

  • Achszähleinrichtung für Eisenbahnsignalanlagen Bei der Achszählung in Eisenbahnsignalanlagen, die zur selbsttätigen Streckenfreimeldung oder Streckenblockung dienen, ist es zweckmäßig, den zu einem Streckenabschnitt gehörigen Achszähler, der am Streckenanfang nahe der Einzählstelle angeordnet werden soll, möglichst in der Nähe des zu steuernden oder zu überwachenden Block- oder Ausfahrsignals unterzubringen, da dann nur kurze Abhängigkeitsleitungen erforderlich sind. Man benötigt dann nämlich längs der Strecke nur dne Leitungen zur Übertragung der Zählimpulse für die Auszählungen, aber keine Leitungen für die unmittelbare Signalabhängigkeit, sofern nicht noch andere Leitungen für zusätzliche Betriebsaufgaben, wie Zugvormeldung, Einschaltung oder Rückmeldung von Ersatzsignalen, Erlaubnis für Fahrtrichtungswechsel od. dgl., gebraucht werden. Dies hat den Vorteil, daß Leitungen längs der Strecken zur Ruhestromüberwachung der Kontaktgeber erspart werden, die sonst in Bahnhöfen wegen der Rangierbewegungen für notwendig erachtet werden; um die Sicherheit der Achszähleinrichtungen zu erhöhen. Es genügt nämlich, nur die Einzählungen zu überwachen, während an den Auszählstellen darauf verzichtet werden kann, da deren Wirksamkeit durch die Freimeldung infolge der Auszählungen schon zuverlässig geprüft wird.
  • Diese an sich vorteilhafte Anordnung der Achszähler am Streckenanfang läßt sich bei zweigleisigen Strecken, deren Gleise im Normalbetrieb stets in einer Richtung befahren werden, ohne weiteres verwirklichen. Bei eingleisigen Strecken jedoch oder solchen zwei- oder mehrgleisigen Strecken, bei denen der Regelbetrieb das Befahren der Gleise wechselweise oder zeitweise in beiden Richtungen vorsieht, sind besondere Maßnahmen zur Anpassung an diesen Richtungswechsel erforderlich.
  • Einerseits wäre es möglich, jedem Achszählabschnitt einen eigenen Zähler zuzuweisen und ihn am Anfang in der einen; beliebig gewählten Fahrtrichtung anzuordnen. Dann muß man aber für die Gegenrichtung, bei der sich der Achszähler am Streckenende befindet, zusätzliche überwachungs-und Abhängigkeitsleitungen längs der Strecke aufwenden, um das am anderen Streckenanfang befindliche Signal vom Zählzustand abhängig zu machen. DergesamteLeitungsbedarf unid Schaltungsaufwand hierfür wird dann verhältnismäßig hoch.
  • Andererseits bietet sich die vorteilhafte Möglichkeit, auf jeder Seite der eingleisig betriebenen Streckenabschnitte Achszähler vorzusehen, von denen nur jeweils der am Anfang der Strecke befindliche die erforderliche Signalabhängigkeit herstellt, während der andere Zähler am Streckenende abgeschaltet wird oder ohne Wirkung auf die Signale bleibt. Hierfür ist dann etwa der gleiche Aufwand erforderlich wie für die beiden Gleise einer zweigleisigen Strecke. Auch der Bedarf an Leitungen ist hierbei der gleiche. So benötigt man z: B. für jedes Motorzählwerk, das nach dem Drehfeldprinzip arbeitet, zwei Zähladern und eine Rück-Leitung, also für beide Fahrtrichtungen sechs Leitungen längs der zu überwachenden Strecke.
  • Die Erfindung bezweckt, diesen großen Bedarf an Leitungen wesentlich herabzusetzen und zugleich mit einem Mindestaufwand an Achszählern auszukommen. Dies wird dadurch erreicht, daß die am Anfang und Ende jeder Zählstrecke angeordneten Achszähler an gemeinsame Zählleitungen längs der Strecke angeschlossen und durch die festgelegte Fahrtrichtung in solche Abhängigkeit voneinander gebracht werden; daß nur der jeweils am Anfang der Zählstrecke befindliche Achszähler das Block-oder Ausfahrsignal überwacht. Die Erfindung macht sich hierbei die Erkenntnis zunutze, daß.ädie Abhängigkeit von der für jede Zugfahrt festzulegenden Fahrtrichtung keine Beschränkung in der Anwendung der Achszählung und keine Verminderung ihres Sicherheitsgrades gegenüber den Anordnungen auf zweigleisigen Strecken oder Bahnhöfen bedeutet. Selbst in dem Falle, wo trotz festgelegter Fahrtrichtung sich ein Fahrzeug in falscher Richtung über eine Zählstelle bewegen sollte, z. B. bei Rangierbewegungen, oder durch unbeabsichtigtes Zurückrollen beim Lösen der Bremsen od. dgl. kann durch Benutzung richtungsempfindlicher Kontaktgeber und Achszähler die richtige Zählweise gewährleistet werden. Das Umschalten der Zählvorrichtungen in Abhängigkeit von der Richtungsfestlegung, die betrieblich ohnehin erforderlich ist, ermöglicht jedoch die Einsparung von langen Zählleitungen und von kostspieligen Achszählern. Diese Fahrtrichtungsfestlegung kann z. B. mit Hilfe von Blockfeldern (Erlaubnisfeldern), Stützrelais od. dgl. geschehen.
  • Beispiele für die Erfindung sind in Fig. i bis 3 dargestellt. So zeigt Fig. i eine eingleisige Strecke zwischen zwei Bahnhöfen mit den Ausfahrsignalen Si-2 und S2-1 sowie mit einer Blockstelle und ihren Blocksignalen Sz-3 und S2-i. Die beiden Blockstrecken werden durch die Zählstellen I, II und III eingegrenzt, von denen die Achszähler Z 1-2 und Z2-3 für die Fahrtrichtung von links nach i rechts sowie die Zähler Z3-2 und Z 2-i für die Gegenrichtung betätigt werden. Es sind die bekannten doppelmotorigen Drehfeldzählwerke angenommen, deren beide Motoren durch je zwei Stromkreise zeitlich nacheinander beim Befahren der Kontaktgeber mit ihren Kontakten ioi und zog, 20z und 202, 301 und 3o2 angeschlossen werden und dadurch die Zählungen bewirken. Im dargestellten Drehsinn wirken die oberen Motoren z. B. als Einzähler E, die unteren als Auszähler A. Alle übrigen Kontakte i i i bis 115, 211 bis 215 usw. «erden von Schaltern oder Relais betätigt, die von der festgelegten Richtung abhängig sind. Sie verbinden bei der dargestellten Richtung von links nach rechts die drei Zählleitungen L i i, L i2 und L 13 am Streckenanfang mit dem Auszählmotor A des Achszählers Z i-2 und am Streckenende mit den Kontakten toi und 2o2 der Zählstelle 1I sowie mit dem Minuspol der Stromquelle, deren Pluspol an die Kontaktgeber II geführt ist. In gleicher Weise sind die Leitungen L21 bis L23 des nächsten Zählabschnittes zwischen den Zählstellen II und III an den Motorzähler Z 2-3 angeschlossen. Beide angeschlossenen Achszähler befinden sich an dem der eingestellten Richtung entsprechenden Anfang der Zählstrecken, während die für die Gegenrichtung vorgesehenen Achszähler Z ?,-i und Z3-:2 abgeschaltet sind.
  • Die Festlegung der Fahrtrichtung und der damit zusammenhängende Anschluß des einen oder anderen Zählwerkes kann vom Stellwerk aus durch , einen Fahrtrichtungshebel oder ein Richtungsrelais od. dgl. erfolgen. Sie kann auch selbsttätig, z. B. bei selbsttätigem Block durch die entsprechenden Blockrelais vorgenommen werden, d. h. also z. B. bei einer Fahrtrichtung von links nach rechts werden durch einen Fahrtrichtungshebel die Kontakte 214 und 215 in die dargestellte Lage gebracht, wodurch das Zählwerk E von Z 2-3 für die Einzählung angeschlossen wird. In der umgekehrten Fahrtrichtung würde der Richtungshebel oder das Richtungsrelais die Kontakte 2i4 und 215 so umlegen, daß das Einzählwerk E des Zählwerkes Z2-1 an die Impulskontakte gor und 20z angeschlossen wird. Die Richtungsempfindlichkeit der Impulskontakte toi und 2o2, die sich meist überlappen und dadurch drei Stromschlüsse und damit die Fahrtrichtung ergeben, dienen in bekannter Weise dazu, bei etwaigem Hin- und Herrangieren eines Zuges zu verhindern, daß jede Kontaktbetätigung als Einzählung gewertet wird. Es wird also durch diese Kontakte ein Fahrtrichtungswechsel festgelegt, der sich auf das jeweils angeschlossene Zählwerk auswirkt.
  • Befährt z. B. ein Zug die Zählstelle I im Sinne der festgelegten Richtung, also von links nach rechts, so verursachen die in der Reihenfolge ioi-io2 kommenden Zählimpulse die Einzählungen am oberen Motor des Zählers Z 1-2. Erreicht der Zug die zweite Zählstelle, so geben die Kontakte toi und 202 einerseits Zählimpulse über die Leitungen L i i und L 12 auf den Auszählmotor A des Zählwerkes Z 1-2 und zurück über L13 nach Minus, andererseits gleichzeitig Einzählimpulse auf den Zähler Z_ 2-3. Das bedeutet, daß die doppelt benutzte Zählstelle II zugleich die Anzeigen für die Räumung der ersten Zählstrecke und für die Besetzung der zweiten Zählstrecke herbeiführt. Beim Befahren der Zählstelle III kommen die Zählimpulse durch die Kontaktgeber 301 und 3o2 nur über die Zählleitungen L21 bis L23 auf den Auszählmotor _A des Zählers Z2-3 zur Wirkung. Dagegen wird eine weitere Einzählung durch die Kontakte 314 und 315 des dort befindlichen Richtungsschalters unterbunden, da sich kein weiterer Zählabschnitt mehr anschließt.
  • Hätte der Zug z_. B. an der Zählstelle II gehalten und einige Räder in entgegengesetzter Richtung zurückrollen lassen, so hätten die Kontakte 2o2 und toi ihre Zählimpulse in umgekehrter Reihenfolge sowohl an den Einzählmotor E des zugeordneten Zählers Z2-3 als auch des Auszählmotors A des rückwärtigen Zählers Z_ 1-2 über die Leitungen L 12 und L i i gegeben und beide Motoren in anderem Drehsinn entgegengesetzt der Pfeilrichtung laufen lassen. Dies hätte getreu der Wirklichkeit für die Zählstrecke 11-III eine Auszählung und für die Zählstrecke I-II eine Einzählung zur Folge gehabt.
  • Wenn nun die Fahrtrichtung gewechselt wird und dabei alle Richtungsschalter ihre Kontakte umsteuern, so beginnen an der Zählstelle III die Impulse mit umgekehrter Kontaktfolge 302-301, die das Einzählwerk E des unmittelbar angeschlossenen Achszählers Z3-2 betätigen, während das Auszählwerk A nicht betroffen wird, während diesmal die Kontakte 31q.-315 die der dargestellten Lage entgegengesetzte Stellung abhängig vom Fahrtrichtungshebel einnehmen. An den weiteren Zählpunkten wirken die Zählimpulse als Einzählungen entsprechend auf den Zähler Z2-i und zugleich als Auszählungen über dieselben Leitungen auf den nun eingeschalteten Auszählmotor A des Zählers Z3-2 und später auf Z2-1. Während dieser zweiten Fahrtrichtung bleiben die zuerst benutzten Achszähler Z 1-2 und Z2-3 abgeschaltet. Etwaige rückläufige Achsbewegungen würden von den bei dieser festgelegten Richtung angeschalteten Zählern Z3-2 oder Z2-i im Gegenlauf erfaßt werden, gesteuert durch die obenerwähnte Richtungsempfindlichkeit der Impulskontakte an den Gleisen.
  • Falls eine Strecke weitere Blockstellen erhalten und daher in mehrere Zählabschnitte unterteilt werden soll, können auf diese Weise noch weitere Zählabschnitte mit entsprechenden Achszählern vorgesehen werden. Der Bedarf an Streckenleitungen bleibt hierbei jedoch der gleiche.
  • Eine weitere Verminderung des Aufwandes zeigt das Schaltungsbeispiel nach Fig. 2. Es unterscheidet sich von der Schaltung nach Fig. i im wesentlichen durch den Wegfall des zweiten Achszählers der Zählstelle II, wobei oder übrigbleibernde Zähler Z 2 wahlweise zur Überwachung der beiden angrenzenden Zählstrecken benutzt wird. Im dargestellten Zustand der festgelegten Fahrtrichtung von links nach rechts überwacht er den Zählabschnitt 11-III, bei entgegengesetzter Richtung den Abschnitt II-I. Infolgedessen werden auch die beiden Blocksignale S2-3 und S2-i wahlweise vom Zählzustand abhängig gemacht, z. B. mittels der Kontakte 2o9 des Richtungsschalters.
  • Die Wirkungsweise dieser Anordnung entspricht der vorgeschlagenen mit dem Unterschied, daß bei umgekehrter Fahrtrichtung die Ein- und Auszählmotoren entgegengesetzt ihrem Drehsinn laufen. Dies ist, solange man nur den Frei- oder Besetztzustand durch einen Nullstellungskontakt des Achszählers festzustellen wünscht und auf die Anzeige der eingezählten Achsenzahl verzichtet, ohne Belang. Es besteht jedoch keine Schwierigkeit, den Zähler stets vorwärts laufen zu lassen, solange die wirkliche Fahrtrichtung mit der festgesetzten übereinstimmt. Dann braucht man nur noch eine zusätzliche Umschaltung durch den Richtungsschalter durchzuführen.
  • Schließlich zeigt Fig.3 ein Beispiel für eine Zählschaltung gemäß der Erfindung mit nur zwei Streckenleitungen. Hierbei ist angenommen, daß zur Unterscheidung der wirklichen Fahrtrichtung beispielsweise Plus- und Minusimpulse von den Zählstellen abgegeben werden, die auf irgendeine bekannte Art und Weise, z. B. als Ladungen und Entladungen von Kondensatoren, erzeugt werden. Diese verschieden gerichteten Stromstöße wirken auf polarisierte Empfangsorgane (Zählwerke oder Relais), die ihrerseits die Achszähler (Motor- oder Schrittschalterzählwerke oder Relaisketten) betätigen. Die als Doppelkreise dargestellten Spulen mit Plus- oder Minuszeichen wirken teils als Einzähler E, teils als Auszähler A, und zwar bei den wirklichen Fahrtrichtungen im Sinne der gefiederten Pfeile. Dagegen gilt die Stellung der Richtungsschalterkontakte 116 bis ii9, 216 bis 2i9 usw. bei der festgelegten Fahrtrichtung im Sinne der abgestützten Pfeile, also von links nach rechts. Dabei können die Zählspulen zu beiden Seiten der beiden Streckenleitungen L i i und L13 bzw. L21 und I_23 einzeln oder paarweise parallel angeschlossen werden.
  • Wird z. B. die Zählstelle II, übereinstimmend mit der festgelegten Richtung, von links nach rechts befahren, so entstehen Plusimpulse, die über die Kontakte 216 und 218 einerseits den Empfänger E 1I (-h), andererseits über die Leitungen L i i und L 13 den Empfänger AI (-h) ansprechen lassen. Hierdurch erfolgen die Einzählungen für den vorausliegenden Abschnitt II-III und zugleich die Auszählungen für den rückliegenden Abschnitt I-II. Bei entgegengesetzter Bewegung würden die umgekehrten Zählungen durch die Beeinflussung der Empfänger A II (-) und E I (-) mit Minusimpulsen stattfinden.
  • Ist jedoch die entgegengesetzte Fahrtrichtung festgelegt, wobei die Kontakte 216 und 218 unterbrochen, aber 217 und 21g geschlossen sind, so bewirken die bei der Fahrt von rechts nach links entstehenden Minusimpulse Einzählungen für den vorausliegenden Abschnitt II-I durch Betätigen des Empfängers E II (-) sowie gleichzeitig Auszählungen über die Leitungen L2r und L23 an der rückliegenden Zählstelle III durch Betätigen des dort über Kontakt 314 angeschalteten Empfängers A III ( ) für den Abschnitt III-II. Schließlich würden bei Gegenfahrten von links nach rechts die Empfänger A II (+) und E III (+) durch Plusimpulse ansprechen und somit umgekehrte Zählungen hervorrufen, wie es der Wirklichkeit entspricht. Auf diese Weise gelingt es gemäß der Erfindung; mit Hilfe richtungsempfindlicher Kontaktgeber und Zählorgane einwandfreie Zählvorgänge über ein einziges Leitungspaar mit nur einem Achszähler je Zählstelle zu erzielen.
  • Die Anordnung gemäß Fig.3 soll sich jedoch nicht auf Plus- oder Minusimpulse zur Unterscheidung der wirklichen Fahrtrichtung beschränken, sondern kann für jedes andere Verfahren zur unterscheidbaren Übertragung von Zählimpulsen gelten, so z. B. auch für Impulskombinationen oder verschiedene Stromarten oder Frequenzen od. dgl.
  • Es ist auch für das Wesen der Erfindung ohne Belang, ob die Rückleitung für die Zählimpulse in gleicher Weise durch die Richtungsschalter umgeschaltet wird wie die Hinleitung oder ob die Stromquellen mehrerer Zählstellen mit je einem Pol untereinander ständig in Verbindung stehen, sei es über eine dauernd angeschlossene Rückleitung L 13-L:23 (Fis. 2) oder etwa über Erde.
  • Schließlich sei noch bemerkt, daß der Wechsel der festzulegenden Fahrtrichtung auf der Strecke mit der Umschaltung von Blocksignalen auf gemeinsam benutzte Achszähler nur zulässig ist, wenn die Zählwerke sich in der Freistellung befinden. Die Erlaubniserteilung zum Richtungswechsel wird daher zweckmäßig von den Nullstellungskontakten aller beteiligten Zähler abhängig gemacht. Hierbei kann es jedoch zulässig sein, diese Umschaltung schon einzuleiten, wenn erst ein Teil der Zählabschnitte der ganzen Strecke freigezählt ist. Dann kann sie mit den einzelnen Freizählungen durch den letzten Zug- der bisherigen Richtung schrittweise weiterwandern, bis der letzte Zählabschnitt geräumt ist. Erst dann darf die Gegenrichtung endgültig festgelegt werden.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Achszähleinrichtung für Eisenbahnsignalanlagen zur selbsttätigen Freimeldung von Streckengleisen, die zeitweise oderwechselweise in beiden Fahrtrichtungen befahren werden, dadurch gekennzeichnet, daß die am Anfang und Ende jeder Zählstrecke angeordneten Achszähler an gemeinsame Zählleitungen längs der Strecke angeschlossen und durch die festgelegte Fahrtrichtung derart in Abhängigkeit gebracht werden, daß nur der jeweils am Anfang der Zählstrecke befindliche Achszähler das Block-oder Ausfahrsignal überwacht.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die richtungsabhängig geschalteten Achszähler nur mit ihrem der festgelegten Fahrtrichtung entsprechenden Auszählwerk an die Streckenleitungen angeschlossen und durch die Zählimpulse der im Blockabstand vorausliegenden Zählstellen betätigt werden, während die entsprechenden Einzählwerke stets durch die jeweils am Streckenanfang erzeugten Zählimpulse unmittelbar beeinflußt werden.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Zählstelle einer Strecke, die in mehrere Zählabschnitte unterteilt ist, nur ein Achszähler zugeordnet ist, der wechselweise die beiden dort angrenzenden Zählabschnitte überwacht und daher, je nach der festgelegten Fahrtrichtung, entweder das Blocksignal der einen oder der anderen Richtung steuert.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch i bis 3; dadurch gekennzeichnet, daß der einem Streckenanfang zugeordnete Achszähler, von dem die Ausfahrsignale eines Bahnhofes überwacht werden, bei der Festlegung der entgegengesetzten, einer Einfahrt entsprechenden Richtung abgeschaltet wird, sofern er nicht noch zur Überwachung eines dort angrenzenden Bahnhofszählabschnittes mit benutzt wird.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zählstellen als richtungsempfindliche Kontakt- oder Impulsgeber ausgebildet sind, deren Achszähler mit gleichfalls richtungsempfindlichen Ein- und Auszählwerken zugeordnet werden, um trotz einer der festgelegten Fahrtrichtung entgegengesetzten Achsbewegung doch richtige Zählungen zu erhalten:
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Fernübertragung der Zählimpulse auf Achszähler, deren Richtungsempfindlichkeit durch die zeitliche Schaltfolge von zwei galvanisch getrennten Stromkreisen entsteht (z. B. Drehfeldmotorzähler), nur drei Zählleitungen, nämlich zwei getrennte Hinleitungen und eine gemeinsame Rückleituug, benötigt werden.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch i hie 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Fernübertragung der Zählimpulse auch Achszähler, deren Richtungsempfindlichkent entweder durch die zeitliche Schaltfolge von zwei auf einer Leitung überlagerten Stromkreisen mit unterschiedlichem Charakter, z. B. mit verschiedenen Frequenzen, oder durch verschiedene Polarität oder Impulsfolge der Ein- und Auszählimpulse entsteht, nur eine einfache Stromschleife, z. B. ein einziges Leitungspaar, benötigt wird. B.
  8. Einrichtung nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Unterscheidung der von der wirklichen Fahrtrichtung abhängigen Zählimpulse zu beiden Seiten jeder Streckenleitungsschleife polarisierte Empfangsorgane der Achszähler paarweise parallel oder in Reihe an die Leitungen angeschlossen sind.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die von einer doppelt benutzten Zählstelle ausgehenden Zählimpulse sich verzweigen und die Auszählung des rückliegenden Zählabschnittes gleichzeitig mit der Einzählung des vorausliegenden Zählabschnittes (bzw. die umgekehrte Zählweise bei Achsbewegungen entgegen der festgelegten Richtung) entweder unmittelbar oder mittels zwischengeschalteter Impulsrelais bewirken. io. Einrichtung nach Anspruch i bis 9dadurch gekennzeichnet, @daß der die Zählleitungen umschaltende Fahrtrichtungsschalter auch zwei gegeneinander stehende, aber von einem gemeinsamen Achszähler überwachte Blocksignale derart umschaltet, daß stets nur das der festgelegten Richtung entsprechende Signal vom Zustand des Achszählers abhängig ist: i i. Einrichtung nach Anspruch i bis i o, dadurch gekennzeichnet, daß ein Wechsel der festzulegenden Fahrtrichtung mit einer Umschaltung der von Achszählern überwachten Blocksignale nur bei der Freistellung der Achszählwerke möglich ist.
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